Immobilier

Mietvertrag mit zwei Mietern ohne Solidarhaftung: Der Vermieter muss seine Klage auf Zahlung der Miete aufteilen

📅 Décision du 30 Oktober 2013⚖️ Cour de cassation📖 5 min de lecture

Wird eine Immobilie an zwei Personen ohne Solidaritätsklausel vermietet, kann der Vermieter nicht die gesamte Miete von einem Mieter verlangen: Er muss seine Klage für den Anteil jedes Einzelnen aufteilen. Kündigt jedoch ein Mieter, wird der andere alleiniger Schuldner der gesamten Miete. Der Kassationsgerichtshof entschied 2013.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 12-21.973 • 2013-10-30 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftslokals in Aubagne, nahe Marseille. Sie schließen einen Mietvertrag mit zwei Gesellschaftern, ohne an eine Solidaritätsklausel zu denken. Einer der beiden hört auf, seinen Anteil zu zahlen. Wen fordern Sie zur Zahlung der Miete auf? Muss der Zweite alles allein tragen? Diese Frage, die häufiger ist als man denkt, wurde dem Kassationsgerichtshof 2013 vorgelegt. Die Antwort mag überraschen.

Viele Eigentümer glauben, dass sie, sobald zwei Namen im Mietvertrag stehen, die vollständige Zahlung von jedem der beiden verlangen können. Aber das Gesetz ist differenzierter: Ohne ausdrückliche Solidaritätsklausel schuldet jeder Mieter nur seinen Anteil. Wenn jedoch einer kündigt, ändert sich die Lage grundlegend. Die Entscheidung vom 30. Oktober 2013 (Nr. 12-21.973) klärt diese beiden unterschiedlichen Situationen. Lassen Sie uns sie gemeinsam entschlüsseln.

Für einen Eigentümer in Salon-de-Provence oder anderswo ist diese Entscheidung eine wichtige Erinnerung: Ein gut formulierter Mietvertrag bedeutet Sicherheit. Ein Versehen, und Sie riskieren, nur die Hälfte der Miete zu erhalten, während Sie allein für die Nebenkosten aufkommen müssen. Aber wie vermeidet man die Falle? Folgen Sie dem Leitfaden.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Die SCI Hydrangea, Eigentümerin eines Geschäftsraums in Colmar, vermietet diesen an ihre beiden Gesellschafterinnen, Frau X und Frau Y. Der Vertrag wird ordnungsgemäß unterzeichnet, aber keine Klausel sieht vor, dass die Mieter solidarisch für die Mietzahlungen haften. Mit anderen Worten, jede ist theoretisch verpflichtet, ihre Hälfte zu zahlen, aber nichts besagt, dass die SCI die Gesamtsumme von der einen oder der anderen verlangen kann.

Einige Jahre später kündigt Frau X. Die SCI setzt den Mietvertrag mit Frau Y allein fort, aber diese ist der Ansicht, dass sie, da sie nur noch zur Hälfte in den Räumlichkeiten ist – oder vielmehr, dass der Mietvertrag zur Hälfte gekündigt ist – nur die Hälfte der Miete schuldet. Die SCI hingegen ist der Ansicht, dass Frau Y als alleinige verbleibende Mieterin die gesamte Miete schuldet. Die Meinungsverschiedenheit ist total.

Die SCI Hydrangea ruft das Gericht an, das ihr in erster Instanz Recht gibt. Frau Y legt Berufung ein. Das Berufungsgericht Colmar hebt das Urteil am 7. Mai 2012 auf: Es entscheidet, dass Frau Y mangels Solidarität nur die Hälfte der Miete schuldet. Die SCI legt Kassationsbeschwerde ein. Der Kassationsgerichtshof hebt in seinem Urteil vom 30. Oktober 2013 das Berufungsurteil auf: Er stellt fest, dass, wenn nur ein Mieter kündigt, der Mietvertrag mit dem anderen für die gesamten Räumlichkeiten fortgesetzt wird und dieser die gesamte Miete zahlen muss. Eine vollständige Kehrtwende? Nicht genau: Das Gericht unterscheidet zwei Situationen.

Die Argumentation des Gerichts – entschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf das allgemeine Schuldrecht (Artikel 1197 ff. des Code civil, die solidarische oder teilbare Verpflichtungen behandeln). Er erinnert daran, dass eine Mietzinsverbindlichkeit an sich nicht unteilbar ist. Jeder Mieter schuldet nur seinen vertraglichen Anteil, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Solidaritätsklausel vor. Fehlt eine solche Klausel, kann der Vermieter den einen nicht auf das Ganze verklagen.

Aber es gibt ein Aber. Wenn einer der Mieter kündigt, teilt sich der Mietvertrag nicht automatisch in zwei separate Mietverträge auf. Der ursprüngliche Vertrag wird mit dem verbleibenden Mieter fortgesetzt, der den Genuss der gesamten Räumlichkeiten behält. Nun ist die Miete die Gegenleistung für diesen Genuss. Daher ist es logisch, dass dieser Mieter die gesamte Miete schuldet. Das Gericht präzisiert: „als Gegenleistung für den Genuss der Räumlichkeiten die gesamte Miete zu zahlen“.

Die Tatsachenrichter (Colmar) hatten angenommen, dass das Fehlen einer Solidarität jede Forderung für den Anteil des anderen verhindere. Der Kassationsgerichtshof korrigiert sie: Solidarität und Fortbestand des Mietvertrags sind zwei verschiedene Dinge. Erstere betrifft die Zahlung während des laufenden Mietverhältnisses, letztere die Situation nach einer Kündigung. Dies ist eine Bestätigung der früheren Rechtsprechung (Civ. 3e, 24. Mai 2006, Nr. 05-12.154): Die Kündigung eines Mieters beendet den Mietvertrag nicht, er wird mit dem anderen fortgesetzt.

Diese Entscheidung ist daher kohärent: Sie schützt den Vermieter vor dem Risiko, dass der verbleibende Mieter nur die Hälfte zahlt, und erinnert gleichzeitig daran, dass der Vermieter, solange beide anwesend sind, gegen jeden auf seinen Anteil klagen muss. Eine ausgewogene Lösung.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie als Vermieter in Aubagne oder anderswo Eigentümer sind, merken Sie sich Folgendes: Solange beide Mieter anwesend sind, können Sie nicht die gesamte Miete von einem allein verlangen, es sei denn, es gibt eine Solidaritätsklausel. Konkret: Wenn die Miete 1.200 € pro Monat beträgt und Frau Y ihre Hälfte nicht zahlt, können Sie von Frau X nur 600 € verlangen, nicht 1.200 €. Für die fehlenden 600 € müssen Sie gegen Frau Y vorgehen.

Wenn jedoch Frau X kündigt, wird Frau Y alleinige Schuldnerin der gesamten Miete. Beispiel in Salon-de-Provence: Monatsmiete 1.500 €, Herr A kündigt. Herr B schuldet nun 1.500 € pro Monat, nicht 750 €. Der Kassationsgerichtshof bestätigt dies. Dies ist eine gute Nachricht für Vermieter, da es eine Teilung der Miete nach dem Auszug eines Mieters vermeidet.

Für Mieter: Achtung, wenn Sie der Einzige sind, der bleibt, müssen Sie die Miete allein tragen, auch wenn Sie der Meinung sind, dass der andere seinen Anteil hätte zahlen müssen. Sie können dann gegen ihn vorgehen, um Erstattung zu verlangen (Rückgriff unter Mitmietern), aber das entbindet Sie nicht von der Zahlung an den Vermieter. Eine Falle, die man kennen sollte.

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Eine Solidaritätsklausel in den Mietvertrag aufnehmen: Bereits bei Unterzeichnung vorsehen, dass jeder Mieter solidarisch für die Mietzahlung haftet. So können Sie

Questions fréquentes

Mon co-locataire ne paie pas sa part du loyer, le propriétaire peut-il me réclamer la totalité ?

Non, sauf si une clause de solidarité est prévue dans le bail. Sans cette clause, le propriétaire doit réclamer à chacun sa part. Vous ne devez que votre moitié.

Que faire si mon co-locataire donne congé et que je reste seul ?

Vous devez payer l'intégralité du loyer, car le bail se poursuit avec vous pour l'ensemble des locaux. Vous pouvez ensuite vous retourner contre votre ex-colocataire pour obtenir le remboursement de sa part.

Quels sont les délais pour agir en justice pour impayé de loyer ?

Le délai de prescription est de 5 ans à compter de chaque échéance impayée (article 2224 du Code civil). Pour un recours entre colocataires, le délai court à partir du paiement effectué.

Puis-je ajouter une clause de solidarité après la signature du bail ?

Oui, par un avenant signé par toutes les parties. C'est une bonne pratique pour sécuriser le bailleur.

Le bail est verbal, quels sont mes droits ?

Un bail verbal est valable mais difficile à prouver. En l'absence d'écrit, la solidarité est encore plus difficile à établir. Il est conseillé de faire régulariser un contrat écrit.

Informations juridiques

  • Numéro: 12-21.973
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 30 octobre 2013

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur : que faire en cas d'impayé d'un seul locataire ?

Vous êtes propriétaire d'un local professionnel à Aubagne, loué à deux associés sans clause de solidarité. L'un d'eux ne paie plus sa part depuis 3 mois. Le loyer total est de 2 000 €.

Application pratique:

Vous ne pouvez réclamer que 1 000 € à l'autre locataire. Pour les 1 000 € impayés, vous devez assigner le locataire défaillant. Prévoyez à l'avenir une clause de solidarité dans le bail.

2

Locataire seul restant après un congé

Vous êtes locataire à Salon-de-Provence avec un associé qui donne congé. Le loyer mensuel est de 1 500 €. Vous pensiez ne devoir que 750 €.

Application pratique:

Selon l'arrêt, vous devez payer 1 500 €. Vous pouvez ensuite réclamer à votre ex-associé sa part (750 €) par mois, mais vous devez avancer la totalité au propriétaire. Négociez un avenant pour clarifier la situation.

3

Acquéreur d'un immeuble loué à plusieurs preneurs

Vous achetez un immeuble à Aubagne, avec un bail en cours signé par deux locataires sans solidarité. L'un est insolvable.

Application pratique:

Vous ne pourrez réclamer que la part du locataire solvable. Vérifiez avant l'achat si une clause de solidarité existe ou exigez une garantie du vendeur. Sinon, vous assumez le risque d'impayé partiel.

CZ

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit, spécialisée en droit immobilier et foncier. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par Maître Zakine.

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Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

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