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Gemischter Mietvertrag mit einer juristischen Person: Vorsicht bei angefochtener Kündigung
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Gemischter Mietvertrag mit einer juristischen Person: Vorsicht bei angefochtener Kündigung

📅 Décision du 12 Januar 1994⚖️ Cour de cassation👁️ 16 vues📖 5 min de lecture

Ein Vermieter kann sich nicht auf die Gesetze von 1982 und 1986 über Wohnraummietverhältnisse berufen, wenn der Mieter eine juristische Person ist, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Vereinbarung vor. Der Kassationshof hebt ein Urteil des Berufungsgerichts Paris auf, das eine Kündigung mit der Begründung aufgehoben hatte, der Mietvertrag sei gemischt, obwohl die Mieterin eine Gesellschaft war.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 91-22.055 • 1994-01-12 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Aix-les-Bains, die seit Jahren an eine Praxis für Kieferchirurgie vermietet ist. Der Mietvertrag ist gemischt: ein Teil dient dem Zahnarzt als Wohnung, ein Teil als Praxis. Eines Tages kündigen Sie der Gesellschaft, die die Praxis betreibt, den Mietvertrag. Diese ficht die Kündigung an und behauptet, der Mietvertrag unterliege dem Gesetz vom 22. Juni 1982 (Schutz von Wohnraummietern) und die Kündigung unterliege dem Gesetz vom 23. Dezember 1986 (das einen schwerwiegenden und berechtigten Grund verlangt). Die Frage, die Sie sich stellen: Kann ein Mieter, der eine juristische Person ist (Gesellschaft, Verein), in den Genuss dieser Schutzgesetze kommen?

Diese Entscheidung des Kassationshofs vom 12. Januar 1994 (Nr. 91-22.055) gibt eine klare Antwort: Nein. Die Gesetze von 1982 und 1986 gelten nur für natürliche Personen (Privatpersonen), es sei denn, die Parteien haben dies ausdrücklich vereinbart. Hatte das Berufungsgericht Paris die Kündigung mit der Begründung aufgehoben, der Mietvertrag sei gemischt, so hob der Kassationshof dieses Urteil auf und erinnerte daran, dass die juristische Person diese Texte ohne ausdrückliche Zustimmung des Vermieters nicht geltend machen kann.

Konkret bedeutet dies, dass Vermieter von gemischt genutzten Räumlichkeiten, die an Gesellschaften vermietet sind, kündigen können, ohne einen schwerwiegenden und berechtigten Grund nachweisen zu müssen, sofern sie die Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuchs einhalten. Für Mieter, die juristische Personen sind, bedeutet dies einen Verlust des Schutzes, es sei denn, sie haben eine entsprechende Klausel im Mietvertrag ausgehandelt. Folgen Sie mir bei dieser Analyse: Ich werde Ihnen die Geschichte erzählen, die Argumentation der Richter aufschlüsseln und Ihnen praktische Ratschläge geben, um Fallstricke zu vermeiden.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Die Gesellschaft Omnium Industriel Auxiliaire (OIA) hatte Räumlichkeiten zur gemischten Nutzung als Wohnung und Praxis an zwei Kieferchirurgen, Herrn Z... und Herrn Y..., sowie an Frau X... (Namen geändert) vermietet. Die Räumlichkeiten befanden sich in Paris, aber der Fall hätte genauso gut in La Motte-Servolex oder Aix-les-Bains stattfinden können. Die Zahnärzte übten ihren Beruf aus und wohnten vor Ort. Der Mietvertrag war also gemischt: Wohnen und Beruf.

Einige Jahre später übertrugen die Zahnärzte ihr Mietrecht mit Zustimmung der Vermieterin auf eine Gesellschaft (juristische Person). Die Gesellschaft wurde somit an ihrer Stelle Mieterin. Die Vermieterin kündigte jedoch der Gesellschaft. Diese focht die Kündigung an und argumentierte, der Mietvertrag unterliege dem Gesetz vom 22. Juni 1982 (über Wohnraummietverhältnisse) und die Kündigung müsse Artikel 22 des Gesetzes vom 23. Dezember 1986 beachten (der einen schwerwiegenden und berechtigten Grund vorschreibt, wie z.B. Zahlungsverzug oder Eigenbedarf).

Das Berufungsgericht Paris gab der Gesellschaft als Mieterin recht: Es hob die Kündigung auf. Warum? Weil der Mietvertrag gemischt war (Wohnen + Beruf) und gemäß Artikel 2 des Gesetzes von 1982 gemischte Mietverträge diesem Gesetz unterliegen. Das Gericht war der Ansicht, die Vermieterin habe die juristische Person als Mieterin akzeptiert, daher könne sie sich nicht später beschweren. Die Vermieterin legte daraufhin Kassation ein.

Wendung: Der Kassationshof hob das Urteil des Berufungsgerichts auf. Er entschied, dass die Gesetze von 1982 und 1986 nicht für Vermietungen an juristische Personen gelten und dass das Berufungsgericht keine ausdrückliche Vereinbarung der Parteien festgestellt habe, ihren Mietvertrag diesen Bestimmungen zu unterwerfen. Mit anderen Worten: Eine juristische Person genießt nicht automatisch den Schutz der Wohnraummietgesetze, selbst wenn die Räumlichkeiten gemischt genutzt werden.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützte seine Entscheidung auf mehrere Texte: die Artikel 1, 2 und 7 des Gesetzes vom 22. Juni 1982 sowie Artikel 22 des Gesetzes vom 23. Dezember 1986. Aber was sagen diese Texte in klarer Sprache?

Artikel 1 des Gesetzes von 1982 definiert seinen Anwendungsbereich: Es gilt für die Vermietung von Räumlichkeiten zu Wohnzwecken (oder gemischt) zwischen einem Vermieter und einem Mieter, der eine natürliche Person ist (eine Privatperson). Artikel 2 präzisiert, dass gemischte Mietverträge (Wohnen + Beruf) diesem Gesetz unterliegen. Artikel 7 betrifft Kündigungen. Artikel 22 des Gesetzes von 1986 verlangt vom Vermieter, der kündigt, einen schwerwiegenden und berechtigten Grund nachzuweisen, z.B. Eigenbedarf, Verkauf oder Zahlungsverzug.

Das Problem ist, dass das Berufungsgericht diese Texte auf eine juristische Person (die Gesellschaft) anwandte. Das Gesetz von 1982 schließt jedoch juristische Personen ausdrücklich von seinem Anwendungsbereich aus (es sei denn, die Parteien haben dies ausdrücklich vereinbart). Der Kassationshof erinnerte an diesen Grundsatz: Gesellschaften, Vereine usw. werden durch diese Gesetze nicht geschützt, selbst wenn die Räumlichkeiten gemischt genutzt werden. Das Berufungsgericht hätte prüfen müssen, ob eine ausdrückliche Vereinbarung zwischen der Vermieterin und der Gesellschaft bestand, den Mietvertrag dem Gesetz von 1982 zu unterwerfen. Es stellte jedoch keine solche Vereinbarung fest. Es begnügte sich mit der Feststellung, dass die Vermieterin die Gesellschaft als Mieterin akzeptiert hatte, was nicht ausreicht.

Diese Entscheidung bestätigt die ständige Rechtsprechung: Juristische Personen sind vom Schutzregime der Wohnraummietverhältnisse ausgeschlossen, es sei denn, die Parteien haben etwas anderes vereinbart. Dies ist logisch: Diese Gesetze sollen Privatpersonen in ihrer Wohnung schützen, nicht Gesellschaften, die eine berufliche Tätigkeit ausüben.

Die Argumente der Gesellschaft als Mieterin waren: Der Mietvertrag sei gemischt, daher gelte das Gesetz von 1982; die Vermieterin habe den Mieterwechsel akzeptiert, daher habe sie stillschweigend der Anwendung des Gesetzes zugestimmt. Die Vermieterin hingegen vertrat die Auffassung, die Kündigung sei

Questions fréquentes

Puis-je donner congé à une société locataire sans motif ?

Oui, si le bail ne contient pas de clause soumettant le bail à la loi de 1989. Vous devez respecter un préavis de 6 mois (code civil).

Que faire si mon locataire personne morale conteste le congé ?

Vérifiez le bail : s'il n'y a pas de clause expresse d'application de la loi de 1989, le congé est valable. Vous pouvez saisir le tribunal judiciaire pour faire constater la validité du congé.

Un locataire personne morale peut-il bénéficier du droit au renouvellement ?

Non, sauf si le bail le prévoit expressément. Le code civil ne prévoit pas de droit au renouvellement pour les baux d'habitation (sauf loi de 1989).

Quelle est la différence entre un bail mixte et un bail professionnel ?

Le bail mixte est à usage d'habitation et professionnel ; le bail professionnel est exclusivement professionnel (hors habitation). Les deux peuvent être conclus avec une personne morale, mais le régime diffère : le bail professionnel est régi par le code civil, sans protection particulière.

Puis-je conclure un bail de 3 ans avec une personne morale ?

Oui, la durée est libre (sauf si le bail est soumis à la loi de 1989, qui impose 3 ans minimum pour un bailleur personne physique). Avec une personne morale, vous pouvez prévoir une durée plus courte.

Informations juridiques

  • Numéro: 91-22.055
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 12 janvier 1994

Mots-clés

bail mixtepersonne moralecongéloi de 1982loi de 1986Cour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire d'un local mixte loué à une société

Vous possédez un appartement avec cabinet médical à Aix-les-Bains, loué à une société de chirurgiens-dentistes. Vous souhaitez donner congé pour reprendre les lieux.

Application pratique:

Cette décision vous permet de donner congé sans motif grave et légitime, car la société est une personne morale. Vous devez toutefois respecter un préavis de 6 mois (code civil). Vérifiez que le bail ne contient pas de clause soumettant le bail à la loi de 1989. Si c'est le cas, le congé devra être motivé.

2

Locataire personne morale d'un local mixte

Votre société d'infirmiers loue un local à La Motte-Servolex, à usage d'habitation et professionnel. Vous craignez un congé sans motif.

Application pratique:

Vous n'êtes pas protégé par la loi de 1989. Pour sécuriser votre occupation, négociez une clause dans le bail soumettant expressément le bail à la loi de 1989. Sinon, le bailleur peut donner congé sans motif, sous réserve du préavis.

3

Acquéreur d'un immeuble loué à une personne morale

Vous achetez un immeuble à Chambéry, dont un local est loué à une association. Vous voulez savoir si vous pouvez facilement donner congé.

Application pratique:

Si le bail ne soumet pas le bail à la loi de 1989, vous pouvez donner congé à l'association sans motif, avec un préavis de 6 mois. C'est un avantage pour récupérer les lieux rapidement.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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