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Verjährung von Mietrückständen: Die 3-Jahres-Frist gilt für alle Wohnraummietverträge

📅 Décision du 26 Januar 2017⚖️ Cour de cassation👁️ 2 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass die 3-jährige Verjährungsfrist des Gesetzes von 1989 ausschließlich für Klagen auf Zahlung von Mieten und Nebenkosten gilt, auch für soziale Vermieter. Ein Eigentümer aus Bourges sah seine Klage abgewiesen, weil er zu lange gewartet hatte.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 15-25.791 • 2017-01-26 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: In Bourges verlässt ein Mieterpaar nach fünf Jahren seine Wohnung. Der Vermieter, ein sozialer Vermieter, entdeckt daraufhin Mietrückstände, die sich über mehrere Jahre angesammelt haben. Er ruft das Gericht an, um die Zahlung der Rückstände zu erwirken. Doch die Überraschung: Der Richter hält ihm eine Klageabweisung entgegen. Warum? Weil er zu lange gewartet hat. Die Verjährungsfrist (die maximale Frist, um gerichtlich vorzugehen) war überschritten. Diese Situation, die die Gesellschaft Seminor erlebte, führte zu einem wichtigen Urteil des Kassationsgerichtshofs vom 26. Januar 2017.

Sind Sie Eigentümer und ein Mieter schuldet Ihnen Mieten? Sind Sie Mieter und man fordert von Ihnen alte Beträge? Eine entscheidende Frage stellt sich: Welche Frist gilt für die Klageerhebung? Ist es die allgemeine Verjährungsfrist von 5 Jahren oder eine kürzere Sonderfrist?

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden: Für alle Wohnraummietverträge, die dem Gesetz vom 6. Juli 1989 unterliegen, gilt die 3-jährige Verjährungsfrist gemäß Artikel 7-1 dieses Gesetzes, und zwar ausschließlich diese. Das Verbraucherrecht mit seinen abweichenden Regeln findet keine Anwendung. Hier ist, was das konkret für Sie bedeutet, ob Sie Vermieter in Saint-Doulchard oder Mieter in Bourges sind.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Die Gesellschaft Seminor, ein sozialer Vermieter mit Sitz in Saint-Doulchard, hatte eine Wohnung an Mieter vermietet. Der Mietvertrag unterlag dem Gesetz vom 6. Juli 1989, wie die meisten Wohnraummietverträge. Im Laufe der Jahre häuften die Mieter Miet- und Nebenkostenrückstände an, ohne dass der Vermieter sofort reagierte.

Erst am 6. Mai 2015 verklagte die Gesellschaft Seminor ihre Mieter vor dem Tribunal d'instance von Bourges auf Zahlung der geschuldeten Beträge. Die Gesamtsumme der Rückstände belief sich auf mehrere tausend Euro. Doch die Mieter erhoben eine prozessuale Einrede: Die Klage des Vermieters sei verjährt, da sie zu spät erhoben worden sei.

Das Tribunal d'instance von Bourges gab ihnen recht. Es entschied, dass die Klage auf Zahlung von Mieten und Nebenkosten der 3-jährigen Verjährungsfrist des Artikels 7-1 des Gesetzes vom 6. Juli 1989 unterliege. Die Gesellschaft Seminor hatte mehr als 3 Jahre nach Fälligkeit bestimmter Forderungen gewartet, um zu klagen. Ihr Antrag wurde daher teilweise für unzulässig erklärt. Der Vermieter legte daraufhin Kassationsbeschwerde ein mit der Begründung, dass er als sozialer Vermieter dem Verbraucherrecht unterliege, das eine 5-jährige Verjährungsfrist vorsehe.

Der Kassationsgerichtshof wies die Beschwerde zurück und bestätigte, dass die 3-Jahres-Frist die einzig anwendbare sei, auch für soziale Vermieter. Eine Entscheidung, die für alle Eigentümer, ob öffentlich oder privat, Präzedenzfall schuf.

Die Begründung des Gerichts — aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 7-1 des Gesetzes Nr. 89-462 vom 6. Juli 1989, der bestimmt: „Alle Ansprüche aus einem Mietvertrag verjähren in drei Jahren ab dem Entstehungsgrund der Forderung.“ Dieser Text ist spezifisch für Wohnraummietverträge. Das oberste Gericht stellt klar, dass diese Frist ausschließlich gilt, insbesondere gegenüber der allgemeinen Verjährungsfrist von 5 Jahren (Artikel 2224 des Code civil) oder den Regeln des Verbraucherrechts.

Warum diese Ausschließlichkeit? Weil das Gesetz von 1989 ein vollständiges und spezielles Regime für Wohnraummietverhältnisse darstellt. Der Gesetzgeber wollte, dass Mietsachen schnell, innerhalb von 3 Jahren, entschieden werden, um die Beziehungen zwischen Vermietern und Mietern zu sichern. Der Kassationsgerichtshof weist daher das Argument des sozialen Vermieters zurück, der sich auf die Gesetzgebung über Sozialwohnungen berief: Der Mietvertrag bleibt ein Mietvertrag, der dem Gesetz von 1989 unterliegt, Punkt.

Die Richter erinnerten auch daran, dass der Beginn der Verjährung der Entstehungsgrund der Forderung ist. Bei einer ausstehenden Miete ist dies das Datum, an dem die Miete fällig war (in der Regel der 1. des Monats). Bei Schönheitsreparaturen ist es das Datum, an dem der Mieter sie hätte durchführen oder bezahlen müssen. Sobald diese 3-Jahres-Frist abgelaufen ist, ist die Klage unzulässig, es sei denn, der Mieter hat die Schuld anerkannt (z.B. durch Teilzahlung) oder der Vermieter hat die Verjährung unterbrochen (durch Mahnung, Klageerhebung usw.).

Diese Entscheidung bestätigt eine ständige Rechtsprechung seit 2014. Sie erging unter Bezugnahme auf Artikel 7-1 des Gesetzes von 1989, aber auch auf Artikel L. 137-2 des Code de la consommation (alt), den das Gericht zugunsten des speziellen Textes außer Acht lässt. Ein echter Schulfall zur Normenhierarchie.

Was das für Sie konkret ändert

Vermieter: Sie müssen schnell handeln. Wenn Ihr Mieter die Miete nicht zahlt, lassen Sie es nicht schleifen. Nach 3 Jahren können Sie die ältesten Mietrückstände nicht mehr fordern. Beispiel: Eine im Januar 2020 nicht gezahlte Miete von 800 € ist im Januar 2023 verjährt, wenn Sie nicht tätig geworden sind. Rechnen Sie das auf mehrere Monate hoch...

Mieter: Wenn Ihr Vermieter Beträge fordert, die mehr als 3 Jahre zurückliegen, können Sie die Verjährung einwenden. Achtung jedoch: Wenn Sie die Schuld schriftlich anerkannt oder eine Zahlung geleistet haben, kann die Verjährung unterbrochen sein. Überprüfen Sie Ihre Quittungen.

Erwerber einer vermieteten Immobilie: Fragen Sie vor dem Kauf den Verkäufer nach dem Stand der Mietrückstände. Wenn sie mehr als 3 Jahre alt sind, sind sie wahrscheinlich verjährt. Dies kann den Wert der Immobilie beeinflussen.

Sozialer Vermieter in Saint-Doulchard: Sie sind

Questions fréquentes

Quel est le délai pour réclamer des loyers impayés ?

Le délai est de 3 ans à compter de la date où chaque loyer est dû. Passé ce délai, l'action est irrecevable, sauf interruption de la prescription.

Puis-je encore réclamer des loyers de 2019 si je n'ai rien fait ?

Non, si vous n'avez pas interrompu la prescription (mise en demeure, assignation) avant 2022, les loyers de 2019 sont prescrits.

Que faire si mon locataire me doit 3 ans de loyers ?

Agissez immédiatement. Envoyez une mise en demeure recommandée et saisissez le tribunal. Vous pourrez récupérer les 3 dernières années, mais pas au-delà.

Le propriétaire peut-il réclamer des loyers de plus de 3 ans si le locataire a reconnu sa dette ?

Oui, une reconnaissance de dette (écrite ou orale) interrompt la prescription. Mais mieux vaut un écrit signé pour prouver l'interruption.

Un bailleur social est-il soumis à un délai différent ?

Non, la Cour de cassation a confirmé que les bailleurs sociaux sont soumis au même délai de 3 ans de la loi de 1989.

Informations juridiques

  • Numéro: 15-25.791
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 26 janvier 2017

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Bourges : loyers impayés depuis 4 ans

Un propriétaire privé à Bourges constate que son locataire n'a pas payé les loyers depuis 4 ans. Il souhaite récupérer la totalité des sommes dues.

Application pratique:

Le propriétaire ne pourra réclamer que les loyers des 3 dernières années (soit la dernière année seulement, si les 3 premières sont prescrites). Il doit agir sans délai pour les loyers récents et envisager une mise en demeure pour interrompre la prescription pour l'avenir.

2

Locataire à Saint-Doulchard : anciennes charges réclamées

Un locataire quitte son logement à Saint-Doulchard. Le bailleur lui réclame des charges locatives datant de 5 ans.

Application pratique:

Le locataire peut opposer la prescription de 3 ans pour les charges de plus de 3 ans. Il doit vérifier les dates exactes et, si la prescription est acquise, refuser de payer les sommes concernées. Un avocat peut l'aider à rédiger une lettre de contestation.

3

Bailleur social : action en recouvrement rejetée

Un bailleur social, comme la société Seminor, avait laissé s'accumuler des impayés pendant 4 ans et assigné le locataire après ce délai.

Application pratique:

Le tribunal a déclaré l'action irrecevable pour les loyers de plus de 3 ans. Le bailleur doit désormais suivre les loyers mensuellement et envoyer des mises en demeure annuelles pour interrompre la prescription. Il peut aussi négocier un échéancier avec le locataire pour reconnaître la dette.

CZ

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit, spécialisée en droit immobilier et foncier. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par Maître Zakine.

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