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Gewerbemietvertrag: Wie Sie die Rechtsgrundlage Ihrer Klage korrigieren können
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Gewerbemietvertrag: Wie Sie die Rechtsgrundlage Ihrer Klage korrigieren können

📅 Décision du 10 Oktober 2018⚖️ Cour de cassation👁️ 8 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar: Wenn ein Berufungsgericht die Wiedereröffnung der Verhandlung anordnet, um auf einen Fehler in der Rechtsgrundlage hinzuweisen, kann der Kläger diese Grundlage ändern, ohne dass Präklusion eintritt. Eine Entscheidung, die Vermieter und Mieter in ihren Rechtsstreitigkeiten absichert.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 16-16.548 • 2018-10-10 • Entscheidung einsehen →

Sie sind Eigentümer eines Geschäftsraums in Lingolsheim und haben gerade entdeckt, dass Ihr Mieter den Mietvertrag ohne Ihre Zustimmung übertragen hat. Sie leiten ein Gerichtsverfahren ein, aber Ihr Anwalt hat die Klage auf den falschen Artikel des Code civil gestützt. Das Berufungsgericht bemerkt dies und ordnet die Wiedereröffnung der Verhandlung an. Müssen Sie deshalb von vorne beginnen?

Diese Frage, die sich jeder Prozessbeteiligte früher oder später stellt, findet eine klare Antwort in einem Urteil des Kassationshofs vom 10. Oktober 2018 (Nr. 16-16.548). Die Richter am Quai de l'Horloge stellen fest, dass der Kläger die Rechtsgrundlage seiner Klage ändern kann, wenn das Gericht ihn aufgefordert hat, sich zu seinem Fehler zu äußern. Keine Präklusion, keine Unzulässigkeit: eine einfache Gelegenheit, den Kurs zu korrigieren.

Diese Entscheidung, die im Rahmen eines komplexen Rechtsstreits erging, an dem ein Notar, eine Abtretung des Mietrechts und eine Immobiliengesellschaft beteiligt waren, hat direkte Auswirkungen für jeden Vermieter oder Mieter, der in ein Gerichtsverfahren verwickelt ist. Lassen Sie uns sie gemeinsam entschlüsseln.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Stellen Sie sich eine Immobiliengesellschaft (SCI) vor, die Eigentümerin eines Geschäftsraums in Straßburg ist. Sie schließt einen Gewerbemietvertrag mit der Caisse Régionale d'Assurances Mutuelles Agricoles (CRAMA). Bisher nichts Ungewöhnliches. Aber dann: Die CRAMA möchte ihr Mietrecht an eine andere Einheit abtreten. Ein Abtretungsvertrag wird unter Beteiligung eines Notars, Maître Z..., und eines Immobilienmaklers unterzeichnet.

Nur hält die SCI als Eigentümerin die Abtretung für nicht ordnungsgemäß. Sie verklagt den Notar und den Immobilienmakler auf Schadensersatz und wirft ihnen vor, die Urkunden fehlerhaft erstellt zu haben. Die Rechtsgrundlage ihrer Klage? Die vertragliche Haftung, klassisch in solchen Fällen.

Nur stellt das Berufungsgericht bei der Prüfung der Akte fest, dass die SCI eigentlich auf der Grundlage der deliktischen Haftung (Artikel 1240 des Code civil) hätte klagen müssen, da der Notar und der Makler nicht Vertragsparteien des Mietvertrags waren. Das Gericht ordnet daraufhin die Wiedereröffnung der Verhandlung an, um die Parteien aufzufordern, sich zu diesem Punkt zu äußern.

Die SCI nutzt die Gelegenheit und ändert ihre Rechtsgrundlage: Sie beruft sich nun auf die deliktische Haftung. Aber das Berufungsgericht weigert sich, diese Änderung zu berücksichtigen, mit der Begründung, die SCI habe bereits auf vertraglicher Grundlage abgeschlossen und die Wiedereröffnung der Verhandlung erlaube keine Änderung der rechtlichen Basis der Klage.

Die SCI legt Kassation ein. Der Kassationshof gibt ihr recht: Sobald das Berufungsgericht selbst den Einwand der fehlerhaften Rechtsgrundlage erhoben hat, ist der Kläger berechtigt, diese zu ändern. Das Berufungsgericht kann sich dann nicht weigern, dies zu berücksichtigen.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf Artikel 12 der Zivilprozessordnung, der den Richter verpflichtet, den Rechtsstreit nach den anwendbaren Rechtsnormen zu entscheiden. Er muss gegebenenfalls von Amts wegen reine Rechtsgründe (d.h. rechtliche Argumente, die die Parteien nicht vorgebracht haben) aufgreifen und die Parteien auffordern, sich dazu zu äußern.

In diesem Fall hatte das Berufungsgericht diese Verpflichtung vollkommen eingehalten, indem es die Wiedereröffnung der Verhandlung anordnete. Aber es machte dann einen Fehler, indem es sich weigerte, die von der SCI vorgelegte neue Rechtsgrundlage zu berücksichtigen. Für den Kassationshof können die Parteien, sobald der Richter sie zur Stellungnahme aufgefordert hat, ihre Anträge, einschließlich der Rechtsgrundlage, frei ändern, im Rahmen der Wahrung des rechtlichen Gehörs.

Dies ist weder eine Kehrtwende noch eine wesentliche Entwicklung: Der Kassationshof wendet hier eine ständige Rechtsprechung an. Aber er bekräftigt sie nachdrücklich, in einem Kontext, in dem die Versuchung für die Tatsacheninstanzen groß ist, anzunehmen, dass die Wiedereröffnung der Verhandlung nur dazu dient, den aufgeworfenen Grund zu diskutieren, nicht aber, die Klageschrift umzuschreiben.

Die Argumente der Verteidigung (des Notars und des Maklers) waren einfach: Die SCI hatte zunächst auf vertraglicher Grundlage abgeschlossen, sie konnte ihre Meinung nicht ändern. Der Kassationshof wischt diesen Einwand vom Tisch: Der Kläger ist nicht auf seine erste Rechtsgrundlage festgelegt, insbesondere wenn der Richter ihn auf den Fehler aufmerksam gemacht hat.

Mit anderen Worten: Die Wiedereröffnung der Verhandlung ist keine bloße Formalität, sondern eine echte Aufforderung, den Kurs zu korrigieren, ohne den Vorteil des laufenden Verfahrens zu verlieren.

Was das für Sie konkret ändert

Für einen vermietenden Eigentümer in Sélestat, der seinen Mieter auf Zahlung rückständiger Mieten verklagt, ist diese Entscheidung ein Rettungsanker. Angenommen, Sie haben eine Klage auf der Grundlage der auflösenden Klausel des Mietvertrags eingeleitet, aber der Richter ist der Ansicht, dass die Voraussetzungen nicht erfüllt sind und Sie stattdessen auf gerichtliche Auflösung wegen Vertragsverletzung klagen sollten. Wenn das Berufungsgericht die Wiedereröffnung der Verhandlung anordnet, können Sie Ihre Rechtsgrundlage ändern, ohne dass Präklusion eintritt. Ihre Klage wird nicht aus diesem Grund abgewiesen.

Für einen gewerblichen Mieter, der die Höhe einer überprüften Miete anficht, gilt dasselbe Prinzip. Wenn Sie Ihre Klage auf Artikel L. 145-39 des Handelsgesetzbuchs (dreijährige Überprüfung) gestützt haben, der Richter aber der Ansicht ist, dass es sich um eine Klage auf Festsetzung einer entplafonierten Miete handelt, können Sie die Rechtsgrundlage während des Verfahrens ändern, sofern das Gericht Sie dazu aufgefordert hat.

Achtung, dies ist kein Freibrief, um jederzeit die Meinung zu ändern. Die Änderung der Rechtsgrundlage muss im Rahmen der vom Richter angeordneten Wiedereröffnung der Verhandlung erfolgen. Wenn Sie Ihre Rechtsgrundlage ohne

Questions fréquentes

Puis-je changer le fondement juridique de mon action à tout moment ?

Non, seulement si le juge vous y invite par une réouverture des débats, ou avant la clôture des débats avec accord de l'adversaire ou autorisation du juge.

Que se passe-t-il si je ne change pas de fondement après l'invitation du juge ?

Votre demande risque d'être rejetée sur le fondement initial jugé inadapté. Il est conseillé de suivre l'indication du juge.

Quels sont les délais pour modifier mon fondement ?

Vous devez le faire dans le cadre de la réouverture des débats, généralement dans un délai de 1 à 3 mois fixé par le juge.

Cette décision s'applique-t-elle à tous les types de procédures ?

Oui, le principe est général pour toutes les actions civiles, y compris en droit immobilier, commercial ou de la copropriété.

Quel est l'intérêt de cette jurisprudence pour le justiciable ?

Elle évite de perdre du temps et de l'argent en cas d'erreur de fondement juridique, en permettant de rectifier sans recommencer la procédure.

Informations juridiques

  • Numéro: 16-16.548
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 10 octobre 2018

Mots-clés

bail commercialfondement juridiqueréouverture des débatsCour de cassationresponsabilité délictuelle

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Sélestat : action en résiliation de bail

Vous avez assigné votre locataire pour non-paiement des loyers sur le fondement de la clause résolutoire. Le juge estime que la clause n'est pas applicable et suggère une résiliation judiciaire.

Application pratique:

La cour ordonne la réouverture des débats. Vous pouvez modifier votre fondement pour demander la résiliation judiciaire pour inexécution contractuelle. Votre action n'est pas irrecevable grâce à l'arrêt de 2018.

2

Locataire commercial à Lingolsheim : contestation de loyer

Vous contestez le montant du loyer révisé en invoquant l'article L. 145-39 du Code de commerce. Le juge estime qu'il s'agit d'une action en déplafonnement.

Application pratique:

Après réouverture des débats, vous pouvez fonder votre demande sur les règles du déplafonnement. La cour devra examiner votre nouvelle argumentation.

3

Acquéreur d'un fonds de commerce : action en nullité de la vente

Vous avez acheté un fonds de commerce à Strasbourg et découvrez que le vendeur a dissimulé des dettes. Vous assignez sur le fondement du dol. Le juge pense qu'il s'agit plutôt d'erreur sur les qualités substantielles.

Application pratique:

Si la cour ordonne la réouverture des débats, vous pouvez modifier votre fondement pour invoquer l'erreur. Vous évitez ainsi un rejet de votre demande pour mauvaise qualification juridique.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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