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Getrenntes Bankkonto in der Wohnungseigentümergemeinschaft: Fehlen führt nicht zur Nichtigkeit des Verwaltervertrags
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Getrenntes Bankkonto in der Wohnungseigentümergemeinschaft: Fehlen führt nicht zur Nichtigkeit des Verwaltervertrags

📅 Décision du 14 Januar 2016⚖️ Cour de cassation👁️ 7 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof entscheidet, dass die fehlende Eröffnung eines getrennten Bankkontos auf den Namen der Wohnungseigentümergemeinschaft keinen Grund für die Nichtigkeit des Mandats des vorläufigen Verwalters darstellt. Diese Entscheidung klärt die Pflichten der Verwalter und die Rechtsmittel der Wohnungseigentümer.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 14-23.898 • 2016-01-14 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Cavaillon, in einer ruhigen Wohnanlage. Die Eigentümerversammlung (AG) hat die Jahresabrechnungen genehmigt, aber Sie entdecken, dass der Verwalter nie ein getrenntes Bankkonto auf den Namen der Gemeinschaft eröffnet hat. Sie fragen sich: Kann diese Nachlässigkeit alles annullieren? Muss die AG wiederholt werden? Diese Entscheidung des Kassationsgerichtshofs vom 14. Januar 2016 beantwortet genau diese Frage. Und die Antwort könnte Sie überraschen.

Im Recht der Wohnungseigentümergemeinschaft verpflichtet Artikel 18 des Gesetzes vom 10. Juli 1965 den Verwalter, für jede Gemeinschaft ein getrenntes Bankkonto zu eröffnen. Aber was passiert, wenn er dies nicht tut? Können die Wohnungseigentümer die Nichtigkeit seines Mandats und der getroffenen Entscheidungen verlangen? Der Kassationsgerichtshof hat entschieden: Die fehlende Eröffnung ist kein Grund für die Nichtigkeit des Mandats des vorläufigen Verwalters. Mit anderen Worten: Selbst wenn der Verwalter eine Unregelmäßigkeit begangen hat, stellt dies weder die Gültigkeit seiner Bestellung noch die der von ihm einberufenen Versammlungen in Frage.

Diese Entscheidung, die in einem Rechtsstreit zwischen der Wohnungseigentümergemeinschaft der Residenz Les Hauts de Praz und der Gesellschaft BDI ergangen ist, hat konkrete Auswirkungen für alle Wohnungseigentümer, insbesondere im Bezirk Avignon, wie in Pertuis oder Cavaillon. Aber wie reagieren, wenn Sie in dieser Situation sind?

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, Eigentümer in Cavaillon, ist Mitglied der Wohnungseigentümergemeinschaft der Residenz Les Hauts de Praz. Im Jahr 2010 wird eine Eigentümerversammlung (AG) von der Gesellschaft BDI einberufen, die als Verwalter fungiert. Diese AG, die am 10. Dezember 2010 stattfand, fasst mehrere Beschlüsse: Genehmigung der Jahresabrechnungen der vorangegangenen Geschäftsjahre, Verabschiedung des Wirtschaftsplans und Bestellung eines neuen Verwalters. Doch alles läuft nicht wie geplant.

Ein Wohnungseigentümer ficht die Gültigkeit dieser AG an mit der Begründung, der Verwalter habe kein getrenntes Bankkonto auf den Namen der Gemeinschaft eröffnet, was gegen Artikel 18 des Gesetzes vom 10. Juli 1965 verstoße. Seiner Ansicht nach mache diese Unregelmäßigkeit das Mandat des Verwalters fehlerhaft und folglich alle Beschlüsse der AG nichtig. Er verklagt daher die Gemeinschaft und die Gesellschaft BDI vor dem Tribunal de grande instance (TGI) auf Nichtigerklärung der AG und des Verwaltermandats.

In erster Instanz weist das TGI Avignon seine Klage ab. Der Wohnungseigentümer legt Berufung ein. Das Berufungsgericht Nîmes bestätigt das Urteil: Die fehlende Eröffnung des getrennten Bankkontos führt nicht zur Nichtigkeit des Verwaltermandats. Daraufhin wird der Fall vor den Kassationsgerichtshof gebracht, der mit Urteil vom 14. Januar 2016 die Revision zurückweist und die Position der Tatsacheninstanzen bestätigt.

Was nur wenige wissen: Dieser Fall dauerte fast sechs Jahre, von der ersten AG bis zur endgültigen Entscheidung. Ein Beispiel unter vielen für die Langsamkeit der Justiz, aber auch für die Bedeutung, seine Rechte genau zu kennen.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof musste eine konkrete Frage beantworten: Stellt die fehlende Eröffnung eines getrennten Bankkontos durch den Verwalter einen Grund für die Nichtigkeit seines Mandats dar? Zur Beantwortung stützt er sich auf Artikel 18 des Gesetzes vom 10. Juli 1965, der bestimmt: „Der Verwalter ist verpflichtet, für jede Gemeinschaft ein getrenntes Bank- oder Postgirokonto auf den Namen der Gemeinschaft zu eröffnen.“

Klar gesagt: Diese Verpflichtung ist eindeutig – der Verwalter muss ein separates Konto für die Gelder der Gemeinschaft eröffnen. Aber das Gericht unterscheidet zwei Dinge: die Gültigkeit des Mandats (die Bestellung des Verwalters durch die AG) und die Folgen der Nichteinhaltung seiner Pflichten. Es ist der Ansicht, dass das Fehlen eines getrennten Kontos einen Verstoß gegen die Verwaltungsregeln darstellt, aber keinen Grund für die Nichtigkeit des Mandats selbst. Mit anderen Worten: Der Verwalter wurde ordnungsgemäß gewählt; sein Mandat ist gültig. Die Tatsache, dass er kein getrenntes Konto eröffnet hat, ist eine Pflichtverletzung, die seine zivilrechtliche Haftung auslösen kann (Artikel 1240 des Code civil – der verpflichtet, den durch sein Verschulden verursachten Schaden zu ersetzen), aber sie stellt die Rechtmäßigkeit seiner Bestellung nicht in Frage.

Das Gericht stützt sich auch auf die Tatsache, dass die AG die Jahresabrechnungen genehmigt hatte. Mit der Genehmigung der Abrechnungen haben die Wohnungseigentümer stillschweigend die Verwaltung des Verwalters gebilligt, einschließlich des Fehlens eines getrennten Kontos. Dies hindert sie nicht daran, den Verwalter wegen Pflichtverletzung zu belangen, aber es verhindert, die Nichtigkeit der AG oder des Mandats zu verlangen.

Diese Entscheidung bestätigt eine frühere Rechtsprechung, insbesondere das Urteil des Kassationsgerichtshofs vom 19. November 2009 (Nr. 08-20.136), das bereits die Nichtigkeit des Mandats wegen fehlenden getrennten Kontos abgelehnt hatte. Der Trend ist also konstant: Die Richter bevorzugen die Stabilität der AG-Beschlüsse und erklären sie nur bei schwerwiegenden Mängeln, die die Gültigkeit der Abstimmung beeinträchtigen (wie fehlende Einladung oder unregelmäßige Mehrheit), für nichtig.

Was das für Sie konkret ändert

Für Wohnungseigentümer: Wenn Sie entdecken, dass Ihr Verwalter kein getrenntes Bankkonto hat, können Sie nicht die Nichtigkeit der AG oder seines Mandats verlangen. Sie können jedoch seine Haftung geltend machen, um Schadensersatz zu erhalten, wenn Ihnen durch dieses Fehlen ein Schaden entstanden ist. Zum Beispiel, wenn Gelder vermischt wurden und Sie einen finanziellen Verlust erlitten haben.

Für Verwalter: Diese Entscheidung gibt Ihnen keinen Freibrief! Die Verpflichtung zur Eröffnung eines getrennten Kontos bleibt zwingend. Bei einer Kontrolle riskieren Sie disziplinarische Sanktionen (Geldbuße, Suspendierung) und zivilrechtliche Klagen. Zudem kann das Fehlen eines getrennten Kontos die Verwaltung und die Transparenz erschweren.

Questions fréquentes

Le syndic n'a pas ouvert de compte bancaire séparé, puis-je annuler l'assemblée générale ?

Non, selon la Cour de cassation, ce défaut n'entraîne pas la nullité du mandat du syndic ni des décisions d'AG. Vous pouvez toutefois engager sa responsabilité civile pour faute.

Puis-je refuser de payer mes charges de copropriété si le compte séparé n'existe pas ?

Non, l'obligation de payer les charges est indépendante de la gestion du syndic. Un refus expose à des pénalités de retard et à une action en recouvrement.

Quels sont les délais pour contester une assemblée générale en copropriété ?

Le délai est de deux mois à compter de la notification du procès-verbal d'AG. Passé ce délai, les décisions sont définitives sauf abus de majorité.

Comment prouver que le syndic n'a pas de compte bancaire séparé ?

Demandez au syndic un relevé bancaire du compte de la copropriété. S'il ne peut pas en fournir, cela constitue une preuve de l'absence de compte séparé.

Que faire si le syndic refuse de communiquer les comptes de la copropriété ?

Vous pouvez saisir le tribunal judiciaire (ancien TGI) pour obtenir une injonction de communiquer les documents. Un avocat spécialisé peut vous assister.

Informations juridiques

  • Numéro: 14-23.898
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 14 janvier 2016

Mots-clés

compte bancaire séparécopropriétésyndicannulation mandatCour de cassationarticle 18 loi 1965responsabilité syndic

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire découvrant l'absence de compte séparé

Mme D., propriétaire d'un appartement à Cavaillon, apprend que son syndic n'a jamais ouvert de compte bancaire séparé. Elle craint que les fonds aient été mélangés et souhaite annuler l'AG qui a approuvé les comptes.

Application pratique:

Mme D. ne peut pas obtenir l'annulation de l'AG. En revanche, elle peut demander des dommages et intérêts si elle prouve un préjudice (ex : perte de trésorerie). Elle doit agir dans les 5 ans suivant la découverte.

2

Acquéreur d'un lot en copropriété vérifiant la gestion

M. L. souhaite acheter un appartement à Pertuis. Il demande au vendeur les documents de la copropriété et constate l'absence de compte bancaire séparé.

Application pratique:

M. L. peut exiger que le vendeur régularise la situation avant la vente, ou négocier une baisse de prix. Il peut aussi demander une garantie contre les risques de mauvaise gestion.

3

Syndic mis en cause pour absence de compte séparé

Un syndic professionnel à Avignon n'a pas ouvert de compte séparé pour une copropriété. Des copropriétaires l'attaquent en justice.

Application pratique:

Le syndic risque des dommages et intérêts s'il est prouvé que l'absence de compte a causé un préjudice. Il peut aussi être sanctionné disciplinairement par la chambre syndicale. Il doit régulariser immédiatement.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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