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Wohnungseigentümergemeinschaft: Ist die 3-Jahres-Frist zur Aktualisierung Ihrer Gemeinschaftsordnung wirklich verpflichtend?
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Wohnungseigentümergemeinschaft: Ist die 3-Jahres-Frist zur Aktualisierung Ihrer Gemeinschaftsordnung wirklich verpflichtend?

📅 Décision du 17 Juni 2021⚖️ Cour de cassation👁️ 8 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat die Anwendung der 3-Jahres-Frist für Wohnungseigentümergemeinschaften zur Anpassung ihrer Gemeinschaftsordnung an das ÉLAN-Gesetz klargestellt. Diese Entscheidung betrifft direkt Eigentümer, Verwalter und Erwerber im Alltag.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 20-13.798 • 2021-06-17 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor, Sie sind Eigentümer einer Wohnung in einer Residenz in den Hügeln von Grasse mit Blick auf die historischen Parfümerien. Sie erhalten ein Schreiben des Verwalters, das zu einer außerordentlichen Eigentümerversammlung einlädt, um die Gemeinschaftsordnung zu ändern. Der Grund: Ein Gesetz aus dem Jahr 2018 schreibt Änderungen vor, und die 3-Jahres-Frist zur Anpassung läuft ab. Aber ist das wirklich dringend? Müssen diese kostspieligen Änderungen jetzt beschlossen werden, oder kann man warten?

Diese Frage stellen sich jedes Jahr Hunderte von Wohnungseigentümern im Bezirk Grasse. Zwischen den alten Residenzen im Stadtzentrum und den modernen Gebäuden von Sophia-Antipolis variieren die Gemeinschaftsordnungen erheblich. Einige stammen aus den 1970er Jahren, andere wurden kürzlich überarbeitet. Aber müssen alle innerhalb derselben Frist aktualisiert werden?

Der Kassationsgerichtshof gibt in seiner Entscheidung vom 17. Juni 2021 eine klare Antwort, die Sie überraschen wird. Er stellt klar, dass die 3-Jahres-Frist, die den Gemeinschaften zur Anpassung ihrer Ordnung an das ÉLAN-Gesetz (Gesetz Nr. 2018-1021 vom 23. November 2018) eingeräumt wurde, keine sofortige Verpflichtung darstellt. Solange diese Frist nicht abgelaufen ist, gelten die neuen Regeln nicht automatisch. Aber was bedeutet das konkret für Ihre Wohnungseigentümergemeinschaft?

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Herr Dubois, Eigentümer einer Wohnung in einer 12-Einheiten-Wohnungseigentümergemeinschaft in Grasse, nahe dem Parc de la Princesse, erhält im Jahr 2020 eine Einladung zu einer Eigentümerversammlung. Der Verwalter schlägt vor, mehrere Artikel der Gemeinschaftsordnung zu ändern, um sie an das ÉLAN-Gesetz anzupassen. Die geschätzten Kosten: 8.000 €, etwa 670 € pro Einheit. Herr Dubois, Rentner, findet diese Summe hoch und fragt sich, ob die Aktualisierung wirklich notwendig ist.

Er stellt fest, dass seine aus dem Jahr 1985 stammende Gemeinschaftsordnung veraltete Bestimmungen zur Verwaltung der Gemeinschaft enthält. Einige Klauseln beziehen sich auf nicht mehr existierende Praktiken, andere widersprechen den neuen Transparenzregeln für die Finanzen. Aber Herr Dubois bemerkt auch, dass das ÉLAN-Gesetz am 23. November 2018 verkündet wurde und die 3-Jahres-Frist zur Anpassung erst am 23. November 2021 abläuft. Warum also die Eile im Jahr 2020?

In der Eigentümerversammlung lehnt er die Änderung mit der Begründung ab, dass die Frist noch nicht abgelaufen sei. Der Verwalter besteht darauf, dass die Anpassung vorzeitig erfolgen müsse, um rechtliche Probleme zu vermeiden. Die Mehrheit der Eigentümer stimmt für die Änderungen, aber Herr Dubois beschließt, diese Entscheidung vor Gericht anzufechten. Sein Argument: Die neuen Gesetzesbestimmungen können erst angewendet werden, wenn die 3-Jahres-Frist abgelaufen ist. Das Gericht gibt ihm in erster Instanz recht, aber der Verwalter legt Berufung ein. Der Fall gelangt bis zum Kassationsgerichtshof, der diese für Tausende von Gemeinschaften entscheidende Frage klären muss.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof prüft in seinem Urteil vom 17. Juni 2021 sorgfältig die Bestimmungen des ÉLAN-Gesetzes. Er erinnert zunächst daran, dass dieses Gesetz Artikel 1 des Gesetzes vom 10. Juli 1965 über das Statut der Wohnungseigentümergemeinschaft ändert. Die Änderungen betreffen insbesondere die Regeln für den Verwalter und die Transparenz von Entscheidungen.

Der Kernpunkt der Entscheidung liegt in der Auslegung der gesetzlich vorgesehenen 3-Jahres-Frist. Die Richter erklären, dass diese Frist eine „Schonfrist“ für die Gemeinschaften darstellt, um sich an die neuen Regeln anzupassen. Mit anderen Worten: Es handelt sich nicht um eine sofortige Verpflichtung. Das Gericht argumentiert einfach: Hätte der Gesetzgeber gewollt, dass die neuen Regeln sofort gelten, hätte er diese 3-Jahres-Frist nicht vorgesehen.

Konkret stellt der Kassationsgerichtshof fest, dass „die Dreijahresfrist ab Verkündung des Gesetzes [...] deren Anwendung ausschließt, solange diese Frist nicht abgelaufen ist“. Diese Formulierung ist entscheidend: Sie bedeutet, dass die alten Bestimmungen der Gemeinschaftsordnung bis zum 23. November 2021 gültig bleiben. Die neuen Regeln des ÉLAN-Gesetzes werden erst nach diesem Datum verbindlich.

Im Fall von Herrn Dubois bedeutet dies, dass der Verwalter die Anpassung im Jahr 2020 nicht erzwingen konnte. Die Eigentümer hatten durchaus das Recht, den Fristablauf abzuwarten. Das Gericht weist damit das Argument des Verwalters zurück, eine vorzeitige Anpassung sei zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten erforderlich. Es stellt klar, dass jede Gemeinschaft ihre Anpassung innerhalb der gesetzten Frist nach eigenem Ermessen organisieren kann.

Diese Argumentation bestätigt die bisherige Rechtsprechung zu gesetzlichen Fristen. Sie erinnert an einen grundlegenden Rechtsgrundsatz: Gesetzliche Fristen haben eine präzise Bedeutung und sind in ihrer Gesamtheit zu respektieren. Die Richter lehnen hier jede extensive Auslegung ab, die Eigentümer zu kostspieligen vorzeitigen Änderungen zwingen würde.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Wohnungseigentümer in

Questions fréquentes

Le délai de 3 ans pour mettre à jour le règlement de copropriété est-il obligatoire ?

Non, la Cour de cassation a précisé en 2021 que le délai de 3 ans prévu par la loi ÉLAN n'est pas une obligation immédiate : les nouvelles règles ne s'appliquent qu'après l'expiration de ce délai. Vous pouvez donc attendre, mais il est conseillé de se conformer à la loi. Une consultation avec un avocat est recommandée.

Que faire si le syndic veut modifier le règlement de copropriété de façon urgente ?

Vous pouvez demander à reporter le vote à une assemblée ultérieure, car l'urgence n'est pas justifiée avant l'expiration du délai de 3 ans. Si le syndic insiste, vous pouvez contester la décision. Un avocat vous conseillera sur la marche à suivre.

Puis-je refuser de voter une mise à jour du règlement avant la fin du délai de 3 ans ?

Oui, vous pouvez voter contre, car la mise à jour n'est pas obligatoire avant l'expiration du délai. Cependant, il est préférable de se conformer à la loi pour éviter des complications futures. Une consultation avec un avocat vous aidera à prendre la bonne décision.

Quels sont les recours si le syndic impose une mise à jour du règlement ?

Vous pouvez contester la décision de l'assemblée générale si elle a été prise en violation de vos droits. Le délai pour agir est de 2 mois. Un avocat spécialisé en copropriété pourra évaluer la validité de la procédure.

Quel est le délai pour contester une modification du règlement de copropriété ?

Le délai est de 2 mois à compter de la notification du procès-verbal de l'assemblée générale. Si vous estimez que la modification est abusive ou prématurée, consultez un avocat dans ce délai.

Informations juridiques

  • Numéro: 20-13.798
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 17 juin 2021

Mots-clés

copropriétérèglement de copropriétédélai légalloi ÉLANsyndic

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire retraité face à des travaux coûteux

Mme Martin, 72 ans, propriétaire d'un appartement à Nice depuis 1995, reçoit une convocation pour une assemblée générale extraordinaire. Le syndic propose de modifier le règlement de copropriété pour se conformer à la loi ÉLAN, avec un coût estimé à 12 000€ répartis sur 15 lots (soit 800€ par lot). Le règlement date de 1982 et contient des clauses obsolètes sur la gestion des parties communes.

Application pratique:

Selon la décision de la Cour de cassation du 17 juin 2021, le délai de 3 ans pour mettre en conformité avec la loi ÉLAN n'est pas une obligation immédiate. Mme Martin peut donc voter contre cette modification coûteuse sans risque juridique tant que le délai n'est pas expiré. Elle doit vérifier la date de promulgation de la loi (23 novembre 2018) et calculer que le délai court jusqu'en novembre 2021. Elle peut proposer de reporter la décision ou de négocier un échelonnement des travaux.

2

Premier acheteur confronté à un règlement obsolète

M. Dubois, 35 ans, vient d'acheter son premier appartement à Marseille (quartier du Panier) en 2023. Lors de la signature chez le notaire, il découvre que le règlement de copropriété date de 1978 et n'a jamais été mis à jour selon la loi ÉLAN. Le syndic lui annonce qu'une assemblée générale est prévue pour voter des modifications avec un budget de 15 000€ (soit 500€ par lot sur 30 lots).

Application pratique:

La décision de 2021 précise que les nouvelles règles de la loi ÉLAN ne s'appliquent pas automatiquement avant l'expiration du délai de 3 ans. M. Dubois doit vérifier que ce délai (novembre 2018 à novembre 2021) est déjà expiré. S'il l'est, il doit participer activement à l'assemblée pour comprendre les modifications proposées. Il peut demander un report si les coûts sont trop élevés, mais devra anticiper que des mises à jour seront nécessaires à terme pour éviter des litiges futurs.

3

Investisseur immobilier en conflit avec le syndic

Mme Legrand, investisseuse propriétaire de 3 lots dans une copropriété de 20 appartements à Lyon (quartier de la Part-Dieu), reçoit un courrier du syndic en 2024. Celui-ci exige une mise en conformité immédiate du règlement avec la loi ÉLAN, sous peine de sanctions, avec un devis de 25 000€ (soit 1 250€ par lot). Le règlement date de 1990 et n'a jamais été révisé.

Application pratique:

La Cour de cassation a clairement indiqué que le délai de 3 ans n'est pas une obligation immédiate, invalidant ainsi la menace de sanctions du syndic. Mme Legrand doit contester cette exigence en s'appuyant sur la décision de 2021. Elle peut proposer de voter contre la modification ou de demander un audit détaillé des travaux nécessaires. Elle doit aussi vérifier si d'autres copropriétaires sont dans la même situation pour former une coalition et négocier des conditions plus favorables avec le syndic.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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