Droit Immobilier

Solidarhaftung von Unternehmen: Eine Verurteilung ist auch ohne Durchführung der mangelhaften Arbeiten möglich

📅 Décision du 27 März 1991⚖️ Cour de cassation👁️ 3 vues📖 5 min de lecture

Wenn sich zwei Unternehmen gegenüber einem Bauherrn solidarisch verpflichten, kann jedes von ihnen zur vollständigen Schadensbehebung verurteilt werden, auch für Schäden, die das andere verursacht hat. Analyse des Urteils des Kassationsgerichts vom 27. März 1991 und praktische Konsequenzen für Eigentümer und Baufachleute.

Referenzentscheidung: Kassationsgericht, 3. Zivilkammer • Nr. 89-19.491 • 27. März 1991 • Entscheidung einsehen →

In Paris beauftragt ein Eigentümer zwei Unternehmen mit dem Bau seines Hauses. Eines von ihnen begeht schwere Baumängel, die das Gebäude unbewohnbar machen. Frustriert wendet sich der Bauherr an beide Unternehmen, um Schadensersatz zu erhalten. Aber kann das Unternehmen, das die Schäden nicht direkt verursacht hat, zur Zahlung gezwungen werden? Diese Situation, die häufiger ist als man denkt, findet eine klare Antwort in einem Urteil des Kassationsgerichts vom 27. März 1991.

Bei Bauarbeiten können Solidarverpflichtungen für Fachleute zur Falle werden. Für den privaten Bauherrn, der das Projekt finanziert, stellt diese Solidarität (die Verpflichtung jedes Schuldners, für die gesamte Schuld einzustehen) jedoch eine wertvolle rechtliche Sicherheit dar. Die Entscheidung des obersten Gerichts vor über dreißig Jahren ist für jeden, der Bau- oder Renovierungsarbeiten plant, nach wie vor von brennender Aktualität.

Was geschah in diesem Fall? Warum hat das Gericht die Haftung eines Unternehmens bejaht, das nicht einmal den mangelhaften Teil berührt hatte? Und vor allem: Welche Lehren lassen sich daraus für Ihre eigenen Immobilienprojekte ziehen, ob Sie nun Eigentümer, Mieter oder Bauträger sind? Wir werden diese Argumentation und ihre sehr konkreten Auswirkungen gemeinsam analysieren.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

In dem Fall stehen sich ein Bauherr (der Kunde, der Arbeiten in Auftrag gibt) und zwei Gesellschaften, die Unternehmen Briant und Jouglas, gegenüber. Diese hatten sich gegenüber dem Bauherrn solidarisch verpflichtet, die gesamten bestellten Arbeiten auszuführen. Eine Solidarverpflichtung bedeutet, dass jedes Unternehmen für die Gesamtheit der aus dem Vertrag entstandenen Verpflichtungen belangt werden konnte – kurz gesagt, der Kunde konnte die Fertigstellung oder die Reparatur von dem einen oder dem anderen verlangen, ohne Unterschied.

Die Arbeiten schreiten voran, aber es treten Mängel auf. Genauer gesagt führt die Gesellschaft Jouglas ein Werk aus, das mit Mängeln behaftet ist, die es für seinen Zweck ungeeignet machen. Der Bauherr, unzufrieden, beschließt, gerichtlich vorzugehen. Er verklagt beide Unternehmen auf Schadensersatz.

Das Berufungsgericht von Paris verurteilt die Gesellschaft Briant zusammen mit der Gesellschaft Jouglas solidarisch zur Entschädigung des Bauherrn. Doch die Gesellschaft Briant hatte nicht am Bau des streitgegenständlichen Werks mitgewirkt; die Mängel waren ausschließlich Jouglas zuzuschreiben. Briant legt daraufhin Kassationsbeschwerde ein und wendet sich gegen diese Verurteilung, die sie zur Wiedergutmachung von Fehlern verpflichtet, die sie nicht begangen hat. Das Kassationsgericht weist die Beschwerde zurück und bestätigt die Entscheidung der Tatsacheninstanz.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Das Kassationsgericht stützt sich auf den Begriff der Solidarverpflichtung, der damals durch die alten Artikel 1200 ff. des Code civil (heute Artikel 1310 ff.) geregelt war. Der Kern der Argumentation lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Da sich die beiden Unternehmen gegenüber dem Bauherrn solidarisch zur Ausführung der Arbeiten verpflichtet haben, kann jedes von ihnen zur Behebung der Mängel verurteilt werden, die das Werk betreffen, auch wenn es nur von dem anderen ausgeführt wurde.

Warum? Weil die Verpflichtung zu bauen im Wesentlichen auch die Verpflichtung umfasst, ein von Mängeln freies Werk zu liefern. Das Berufungsgericht hatte entschieden, dass die eingegangene Verpflichtung auch die Verpflichtung zur Behebung der Mängel umfasst, die das Werk für seinen Zweck ungeeignet machen. Die Richter des Kassationsgerichts bestätigen diese Analyse: Die Erfolgspflicht, die auf jedem Solidarschuldner lastet, umfasst die Behebung der Mängel, unabhängig von ihrer Ursache innerhalb der Unternehmensgruppe.

Der Mechanismus der passiven Solidarität (die mehrere Schuldner gegenüber einem Gläubiger verbindet) entfaltet hier eine radikale Wirkung: Der Gläubiger kann das Ganze von jedem der Mitschuldner verlangen. Der in Anspruch genommene Mitschuldner kann sich nicht auf das Recht auf Teilung berufen (Artikel 1203 alt, 1313 neu), d.h. er kann nicht verlangen, dass der Gläubiger seine Klagen auf die verschiedenen Schuldner aufteilt. Mit anderen Worten: Der Bauherr muss nicht nachweisen, wer den Mangel verursacht hat; es genügt, die Solidarverpflichtung und das Vorhandensein des Mangels zu beweisen. Die Gesellschaft Briant wurde daher verurteilt, für die Folgen der von Jouglas begangenen Mängel einzustehen, da sie mit ihr eine einzige und unteilbare Verpflichtung gegenüber dem Kunden eingegangen war.

Diese Lösung ist keine juristische Revolution. Sie fügt sich in eine ständige Rechtsprechungslinie des Kassationsgerichts ein, die seit dem 19. Jahrhundert die in Verträgen vereinbarte Solidarität streng anwendet. Die Handelskammer und dann die dritte Zivilkammer haben stets daran erinnert, dass die Solidarität nicht ausdrücklich auf die Schadensersatzfolgen ausgedehnt werden muss; sie umfasst natürlicherweise alle Folgen der Vertragsverletzung. So bestätigen die Richter 1991 lediglich eine fest etablierte Position.

Was das für Sie bedeutet – konkret

Für Eigentümer und Bauherren. Sie verfügen über eine wirksame Waffe. Wenn Sie eine Solidarverpflichtung der Unternehmen aushandeln, denen Sie Arbeiten anvertrauen, können Sie sich im Problemfall an das Unternehmen wenden, das Ihnen am zahlungskräftigsten oder am leichtesten zu belangen erscheint. In Paris, wo Renovierungsbaustellen oft mehrere koordinierte Gewerke umfassen, ersparen Sie sich den Gutachterstreit darüber, wer genau den Fehler begangen hat. Beispiel mit Zahlen: Sie lassen Ihr Dach und Ihren Dachstuhl für 20.000 € von zwei Unternehmen erneuern, die sich solidarisch verpflichten

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'un engagement solidaire dans un contrat de construction ?

C'est un lien de droit par lequel plusieurs débiteurs s'engagent envers un créancier à exécuter une même obligation, de sorte que le créancier peut en réclamer l'exécution intégrale à n'importe lequel d'entre eux. En pratique, cela signifie que vous pouvez poursuivre l'un des entrepreneurs pour la totalité des dommages, même s'il n'est pas le véritable fautif.

Puis-je poursuivre une entreprise qui n'a pas causé directement les malfaçons ?

Oui, si les entreprises se sont engagées solidairement envers vous. La Cour de cassation a jugé le 27 mars 1991 que chacune peut être condamnée à réparer les désordres affectant l'ouvrage même s'il a été réalisé uniquement par l'autre entreprise. Vous n'avez donc pas à prouver quelle société a commis la faute.

Quels sont les délais pour agir en cas de malfaçons après des travaux ?

Contre les constructeurs, l'action se prescrit par dix ans à compter de la réception des travaux (garantie décennale) si les désordres compromettent la solidité de l'ouvrage ou le rendent impropre à sa destination. Pour les autres défauts, le délai est de cinq ans à partir de la découverte du vice, dans la limite de vingt ans après la réception (article 2224 du Code civil).

Quel recours pour un entrepreneur condamné à payer pour un confrère ?

Il dispose d'une action récursoire contre le véritable responsable du dommage. Il doit alors saisir le juge pour obtenir le remboursement des sommes qu'il a dû verser au maître d'ouvrage, en prouvant la faute de son co-contractant.

La solidarité est-elle automatique entre entreprises travaillant sur un même chantier ?

Non, la solidarité ne se présume pas. Elle doit être expressément stipulée dans le contrat. Sans clause explicite, chaque entrepreneur n'est responsable que de ses propres fautes. Veillez donc à bien négocier cette clause lors de la signature du contrat de travaux.

Informations juridiques

  • Numéro: 89-19.491
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 27 mars 1991

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Un propriétaire bailleur à Paris rénove un immeuble

Monsieur X confie la réfection complète d'un petit immeuble haussmannien du 9e arrondissement à deux entreprises, un maçon et un plombier, qui s'engagent solidairement pour 80 000 €. Des infiltrations dues à une mauvaise étanchéité de la toiture-terrasse (responsabilité du maçon) endommagent les parties communes. Le syndicat des copropriétaires demande réparation.

Application pratique:

Grâce à la solidarité, Monsieur X peut se retourner contre le plombier pour l'intégralité des réparations, même s'il n'y est pour rien. Le plombier indemnisera puis exercera un recours contre le maçon. Conseils : conservez le contrat stipulant la solidarité, prenez des photos avant/après, et faites chiffrer les dégâts par un expert indépendant.

2

Un promoteur lyonnais construit une résidence

À Lyon, un promoteur engage un groupement solidaire composé de deux entreprises pour le gros œuvre et le second œuvre d'une résidence de 30 logements. L'entreprise de second œuvre réalise des cloisons non conformes. Avant livraison, le promoteur décèle les malfaçons et exige la reprise intégrale.

Application pratique:

Le promoteur peut exiger de l'entreprise de gros œuvre qu'elle prenne en charge les travaux correctifs, sans attendre de savoir si elle est fautive. L'entreprise de gros œuvre devra se conformer puis se faire rembourser par le second œuvre. Stratégie : anticiper un tel cas dans les contrats internes au groupement, avec des clauses d'assurance croisée.

3

Un artisan parisien signe un contrat solidaire

Artisan couvreur à Paris 15e, Monsieur Y signe un contrat solidaire avec un charpentier pour la rénovation d'une toiture chez un particulier. Le charpentier pose des poutres défectueuses, ce qui provoque un effondrement partiel deux ans plus tard. Le propriétaire poursuit Monsieur Y seul, car le charpentier a disparu.

Application pratique:

Monsieur Y est condamné à payer 30 000 € de dommages-intérêts. Il doit maintenant retrouver le charpentier pour se faire indemniser. S'il n'y parvient pas, il supporte seul la charge. Protection : vérifiez toujours l'identité et l'assurance de votre co-contractant, et exigez une garantie bancaire ou une caution personnelle.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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