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Verfahrenseinrede in der Wohnungseigentümergemeinschaft: Wann eine Entscheidung des vorbereitenden Richters rechtskräftig wird
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Verfahrenseinrede in der Wohnungseigentümergemeinschaft: Wann eine Entscheidung des vorbereitenden Richters rechtskräftig wird

📅 Décision du 09 Januar 2020⚖️ Cour de cassation👁️ 6 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass die Entscheidungen des vorbereitenden Richters über eine Verfahrenseinrede Rechtskraft haben, auch wenn sie das Verfahren nicht beenden. Eine Entscheidung, die Wohnungseigentümer und Verwalter direkt betrifft.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 18-21.997 • 2020-01-09 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Obernai, einer charmanten mittelalterlichen Stadt im Elsass. Ihr Verwalter leitet eine Klage gegen einen Miteigentümer wegen rückständiger Hausgelder ein. Der vorbereitende Richter wird mit einer Verfahrenseinrede befasst. Er erlässt eine Verfügung, die diese Einrede zurückweist. Einige Monate später möchte der Verwalter diese Verfügung anfechten, da er meint, der Richter habe die Befugnis aus der Eigentümerversammlung falsch ausgelegt. Doch der Kassationshof erinnert in einem Urteil vom 9. Januar 2020 an eine grundlegende Regel: Diese Verfügung hat Rechtskraft. Mit anderen Worten, sie ist endgültig und kann nicht mehr angefochten werden, es sei denn, es wird sofort ein Rechtsmittel eingelegt. Eine Frage beschäftigt jeden Miteigentümer: Was bedeutet das konkret für meine Rechte? Und wie vermeide ich es, in einer Entscheidung gefangen zu sein, die ich nicht mehr anfechten kann?

Was der Kassationshof antwortet, ist, dass Artikel 775 der Zivilprozessordnung klar ist: Die Verfügungen des vorbereitenden Richters, die über eine Verfahrenseinrede entscheiden, haben ab ihrer Verkündung Rechtskraft, unabhängig davon, ob sie das Verfahren beenden oder nicht. Kurz gesagt: Wenn der vorbereitende Richter bereits eine Verfahrensfrage entschieden hat (z. B. die Gültigkeit des Beschlusses der Eigentümerversammlung, der den Verwalter zur Klage ermächtigt), kann diese Frage später vor dem Gericht nicht mehr erörtert werden. Achtung: Dies betrifft nur Verfahrenseinreden (wie Unzuständigkeit, Nichtigkeit der Klagezustellung, fehlende Vertretungsmacht des Verwalters), nicht die Sache selbst (die Begründetheit der Rückstände).

Was ändert das genau? Sehr viel, insbesondere für Verwalter und Miteigentümer. Vor dieser Entscheidung glaubten einige, die Verfügung des vorbereitenden Richters sei nur eine bloße Verwaltungsmaßnahme ohne endgültige Wirkung. Nun ist klar: Sobald sie über eine Verfahrenseinrede entscheidet, ist sie für alle bindend. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Miteigentümer die Vertretungsmacht des Verwalters Monate nach der Verfügung bestritten, was die Verfahren unnötig verlängerte. Dieses Urteil setzt diesen verzögernden Praktiken ein Ende.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr X, Eigentümer einer Wohnung in Schiltigheim, einem Vorort von Straßburg, zahlt seit mehreren Monaten keine Hausgelder mehr. Der Verwalter beruft nach erfolgloser Mahnung eine Eigentümerversammlung ein, die die Ermächtigung zur Klageerhebung (d. h. zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens) gegen Herrn X beschließt. Die Eigentümerversammlung beschließt, eine Klage vor allen zuständigen Gerichten zu erheben. Der Verwalter verklagt Herrn X daraufhin vor dem Tribunal judiciaire in Straßburg auf Zahlung der rückständigen Hausgelder.

Doch Herr X wehrt sich. Er erhebt eine Verfahrenseinrede: Seiner Ansicht nach sei der Beschluss der Eigentümerversammlung zu vage, da er die genaue Rechtsgrundlage der Klage nicht angebe (z. B. auf welchen Artikel des Code civil oder des Gesetzes vom 10. Juli 1965 er sich stütze). Der vorbereitende Richter wird mit dieser Einrede befasst. Nach Prüfung der Argumente erlässt er am 15. März 2018 eine Verfügung: Er weist die Einrede zurück, da der Beschluss ausreichend präzise sei und der Verwalter zur Klage befugt gewesen sei. Die Verfügung stellt fest, dass sie Rechtskraft hat.

Der Verwalter setzt das Verfahren in der Sache fort. Doch einige Monate später erhebt ein weiterer Miteigentümer, Herr Y, der ebenfalls wegen rückständiger Hausgelder in derselben Gemeinschaft verklagt wird, dieselbe Einrede. Der überraschte Verwalter beantragt beim Gericht, die Frage erneut zu prüfen. Das Gericht ist der Ansicht, die Verfügung des vorbereitenden Richters habe keine Rechtskraft, da sie das Verfahren nicht beendet habe. Der Verwalter legt Berufung ein. Das Berufungsgericht in Colmar bestätigt das Urteil. Der Verwalter legt Kassationsbeschwerde ein.

Der Kassationshof hebt mit seinem Urteil vom 9. Januar 2020 das Berufungsurteil auf. Er erinnert daran, dass Artikel 775 der Zivilprozessordnung bestimmt, dass die Verfügungen des vorbereitenden Richters, die über eine Verfahrenseinrede entscheiden, Rechtskraft haben, unabhängig davon, ob sie das Verfahren beenden oder nicht. Folglich war die Frage der Gültigkeit des Beschlusses endgültig entschieden und konnte nicht mehr angefochten werden.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Um die Begründung des Kassationshofs zu verstehen, muss man zunächst klären, was Rechtskraft bedeutet. Im Recht bedeutet dieses Prinzip, dass eine endgültige gerichtliche Entscheidung nicht mehr angefochten werden kann. Die Parteien können denselben Rechtsstreit nicht erneut vor einem anderen Richter anhängig machen. Artikel 775 der Zivilprozessordnung (das Gesetz, das das Verfahren vor den Gerichten regelt) besagt, dass die Verfügungen des vorbereitenden Richters (des Richters, der für die Vorbereitung der Akte vor der Entscheidung zuständig ist), die über eine Verfahrenseinrede (ein Verteidigungsmittel, das die Ordnungsmäßigkeit des Verfahrens bestreitet, ohne die Sache selbst zu erörtern) entscheiden, Rechtskraft haben.

Die Schwierigkeit ergab sich aus der Auslegung von Artikel 775: Einige Richter waren der Ansicht, dass diese Rechtskraft nur für Verfügungen gelte, die das Verfahren beenden (z. B. solche, die die Klage für unzulässig erklären). Bei anderen Verfügungen habe sie nur relative Wirkung, d. h. sie könne später in Frage gestellt werden. Der Kassationshof beendet diese Auslegung: Die Rechtskraft ist für alle Verfügungen, die über eine Verfahrenseinrede entscheiden, gleich, unabhängig davon, ob sie das Verfahren beenden oder nicht. Dies ergibt sich aus dem klaren Wortlaut des Artikels 775.

Questions fréquentes

Qu'est-ce que l'autorité de chose jugée pour une ordonnance du juge de la mise en état ?

C'est le principe selon lequel une décision de justice définitive ne peut plus être contestée. Pour les ordonnances du juge de la mise en état statuant sur une exception de procédure, cette autorité s'applique même si l'ordonnance ne met pas fin à l'instance.

Puis-je contester une ordonnance du juge de la mise en état plusieurs mois après ?

Non, sauf si vous faites appel dans les 15 jours suivant sa notification (ou 1 mois si elle met fin à l'instance). Passé ce délai, l'ordonnance est définitive.

Que faire si le syndic engage une action sans pouvoir suffisant ?

Soulevez une exception de procédure devant le juge de la mise en état dès le début de l'instance. Si le juge rejette l'exception, vous devez faire appel immédiatement pour préserver vos droits.

Quels sont les délais pour faire appel d'une ordonnance du juge de la mise en état ?

15 jours pour les ordonnances qui ne mettent pas fin à l'instance, 1 mois pour celles qui y mettent fin. Ces délais courent à compter de la notification de l'ordonnance.

Cette décision s'applique-t-elle à tous les types de procédures civiles ?

Oui, l'article 775 du code de procédure civile est général. Il s'applique à toutes les procédures civiles, y compris en matière immobilière, de copropriété, de baux, etc.

Informations juridiques

  • Numéro: 18-21.997
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 09 janvier 2020

Mots-clés

exception de procédurejuge de la mise en étatautorité de chose jugéecopropriétésyndic

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire contestant le pouvoir du syndic

M. Dupont, propriétaire à Obernai, est assigné par le syndic pour impayés de charges. Il conteste la validité de l'autorisation donnée par l'assemblée générale. Le juge de la mise en état rejette son exception.

Application pratique:

M. Dupont doit faire appel de l'ordonnance dans les 15 jours s'il veut contester ce point. Sinon, il ne pourra plus remettre en cause le pouvoir du syndic lors du jugement sur le fond. Il doit consulter un avocat rapidement.

2

Syndic souhaitant contester une ordonnance défavorable

Le syndic de la copropriété Schiltigheim Centre obtient une ordonnance du juge de la mise en état rejetant une exception de nullité soulevée par un copropriétaire. Le syndic estime que l'ordonnance est mal fondée.

Application pratique:

Le syndic doit interjeter appel dans les 15 jours, même si l'affaire continue sur le fond. S'il ne le fait pas, l'ordonnance devient définitive et le syndic ne pourra pas contester ce point ultérieurement.

3

Locataire contestant la validité d'une assignation

Mme Martin, locataire à Strasbourg, est assignée par son bailleur pour loyers impayés. Elle soulève une exception de nullité de l'assignation (défaut de mention du délai de paiement). Le juge de la mise en état rejette l'exception.

Application pratique:

Mme Martin doit faire appel dans les 15 jours si elle veut maintenir sa contestation. Sinon, l'assignation sera considérée comme valable pour la suite de la procédure.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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