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Free party ohne Anmeldung: Nur die Organisatoren verurteilt, nicht die Teilnehmer (Cass. crim., 17. März 2020)
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Free party ohne Anmeldung: Nur die Organisatoren verurteilt, nicht die Teilnehmer (Cass. crim., 17. März 2020)

📅 Décision du 17 März 2020⚖️ Cour de cassation👁️ 6 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass nur die Organisatoren einer nicht angemeldeten Musikveranstaltung die Strafen nach Artikel R. 211-27 des Code de la sécurité intérieure zu tragen haben, nicht jedoch die bloßen Nutzer von Beschallungsanlagen. Eine Entscheidung, die die Verantwortlichkeiten klärt und die Teilnehmer schützt.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 19-82.117 • 2020-03-17 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: ein unbebautes Grundstück am Rande von Sophia-Antipolis, hastig aufgestellte Lautsprecherboxen, Hunderte von Jugendlichen, die das ganze Wochenende tanzen kommen. Sie sind Eigentümer einer benachbarten Lagerhalle und fragen sich: „Was, wenn auf meinem Grundstück ohne meine Zustimmung eine Free Party ausbricht? Bin ich verantwortlich?“ Diese Frage hat der Kassationsgerichtshof am 17. März 2020 in einem Fall beantwortet, der sich auf dem ehemaligen NATO-Flugplatz in Marigny (51) ereignete.

Kurz gesagt, das oberste Gericht entschied: Nur die Organisatoren der Versammlung – diejenigen, die die Initiative ergriffen, eingeladen und die Ausrüstung installiert haben – können wegen fehlender vorheriger Anmeldung belangt werden. Die bloßen Teilnehmer, selbst wenn sie ihre eigene Beschallungsanlage mitbringen, gelten nicht als Organisatoren. Eine Entscheidung, die Eigentümer und Festivalbesucher beruhigen dürfte, aber auch praktische Fragen aufwirft.

Doch was ändert sich konkret? Und vor allem: Wie vermeidet man es, ins Visier der Justiz zu geraten? Das werden wir nun sehen.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Vom 29. April bis 1. Mai 2017 fand auf dem ehemaligen NATO-Flugplatz in Marigny (Marne) eine große Musikveranstaltung – eine sogenannte „Free Party“ – statt. Mehrere hundert Teilnehmer aus ganz Frankreich besetzten das Gelände mit ihren Wohnmobilen, Zelten und vor allem ihren Lautsprecheranlagen. Doch diese Art von Veranstaltung, die den privaten Rahmen bei weitem überschreitet, unterliegt gemäß Artikel R. 211-27 des Code de la sécurité intérieure einer vorherigen Anmeldung bei der Präfektur. Diese Anmeldung war nicht erfolgt.

Drei Personen, bezeichnet als „Nutzer von Beschallungsanlagen“, wurden vor dem Polizeigericht wegen Organisation einer nicht angemeldeten Musikveranstaltung angeklagt. Das Gericht verurteilte sie. Doch einer von ihnen, nennen wir ihn Herrn H., legte Einspruch ein: Er sei nicht der Organisator, sondern nur ein Teilnehmer, der seine eigene Audioausrüstung mitgebracht habe. Er legte Berufung ein.

Das Berufungsgericht folgte seiner Argumentation und sprach ihn frei. Die Staatsanwaltschaft legte Kassation ein und argumentierte, dass die Straftat auf jede Person anwendbar sei, die zur Beschallung beigetragen habe. Der Kassationsgerichtshof bestätigte das Berufungsurteil: Nur die Organisatoren im eigentlichen Sinne können verurteilt werden.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Um die Entscheidung zu verstehen, muss man Artikel R. 211-27 des Code de la sécurité intérieure (CSI) lesen. Er bestimmt, dass „die Organisation einer ausschließlich festlichen Musikveranstaltung, die nicht genehmigungspflichtig ist, einer vorherigen Anmeldung bedarf“. Und dass „die Organisation ohne vorherige Anmeldung mit der Geldstrafe für Ordnungswidrigkeiten der 5. Klasse bestraft wird“ (maximal 1.500 €, bei Wiederholung 3.000 €).

Der Text bezieht sich also auf die „Organisation“. Aber wer ist der Organisator? Der Kassationsgerichtshof legt in seinem Urteil vom 17. März 2020 (Nr. 19-82.117) diesen Begriff eng aus: Der Organisator ist derjenige, der die Initiative für die Versammlung ergreift, ihre Vorbereitung und Koordination sicherstellt und die Entscheidungsbefugnis hat. Kurz gesagt, nicht der bloße Teilnehmer, der seine Boxen anschließt.

Mit anderen Worten: Das oberste Gericht entschied, dass die „Nutzer von Beschallungsanlagen“ nicht zwangsläufig Organisatoren sind. Um verurteilt zu werden, muss nachgewiesen werden, dass sie eine aktive Rolle bei der Organisation gespielt haben, nicht nur, dass sie zur musikalischen Atmosphäre beigetragen haben. Dies ist eine restriktive Auslegung, die Festivalbesucher schützt, aber die Verantwortung der tatsächlichen Organisatoren verstärkt.

Vorsicht jedoch: Diese Entscheidung bedeutet nicht, dass jeder Teilnehmer verantwortungslos ist. Wenn eine Person aktiv an der Organisation teilnimmt (indem sie das Grundstück mietet, Informationen verbreitet, die Sicherheit verwaltet), kann sie als Mitveranstalter angesehen werden. Aber allein durch das Mitbringen einer Box – nein.

Was nur wenige wissen: Dieser Fall folgt einer ständigen Rechtsprechung: Der Kassationsgerichtshof hat stets zwischen dem Organisator und dem bloßen Teilnehmer unterschieden. Hier bestätigt und präzisiert er dies. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Eigentümer von Lagerhallen in Cannes oder Antibes beschuldigt wurden, weil sie ihr Grundstück geliehen hatten, ohne zu wissen, dass dort eine Free Party stattfinden würde. Dank dieser Entscheidung können sie sich verteidigen, indem sie nachweisen, dass sie nicht die Organisatoren waren.

Was das für Sie konkret ändert

Für vermietende Eigentümer in Sophia-Antipolis oder Cannes: Wenn Sie ein Grundstück oder eine Lagerhalle vermieten und Ihr Mieter dort ohne Anmeldung eine Free Party veranstaltet, werden Sie strafrechtlich nicht verfolgt, es sei denn, Sie haben an der Organisation mitgewirkt. Aber Vorsicht: Sie könnten zivilrechtlich wegen Nachbarschaftsstörungen oder Verstoßes gegen die Gemeinschaftsordnung belangt werden. Beispielsweise musste ein Eigentümer in Cannes 5.000 € Schadensersatz an Nachbarn für Lärmbelästigung zahlen.

Questions fréquentes

Puis-je être condamné si j'apporte ma propre sono à une free party non déclarée ?

Non, selon la Cour de cassation (arrêt du 17 mars 2020), seuls les organisateurs encourent les peines prévues. Le simple fait d'apporter du matériel de sonorisation ne fait pas de vous un organisateur.

Que faire si je suis propriétaire et qu'une free party s'installe sur mon terrain sans mon accord ?

Appelez immédiatement les forces de l'ordre pour faire constater l'intrusion. Vous n'êtes pas pénalement responsable, mais vous devez prouver que vous n'avez pas participé à l'organisation. Conservez des preuves (photos, témoignages).

Quels sont les délais pour déclarer un rassemblement festif ?

La déclaration doit être faite au moins un mois avant la date prévue, auprès de la préfecture du département où se déroule le rassemblement. C'est gratuit.

Quel est le montant de l'amende pour organisation sans déclaration ?

C'est une contravention de 5e classe : 1 500 € maximum, 3 000 € en cas de récidive.

Puis-je être poursuivi civilement pour nuisances sonores même si je ne suis pas l'organisateur ?

Oui, si vous êtes propriétaire du terrain ou si vous avez participé à la fête, vous pouvez être tenu de réparer les dommages causés aux voisins pour troubles anormaux de voisinage. Cela peut aller jusqu'à plusieurs milliers d'euros.

Informations juridiques

  • Numéro: 19-82.117
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 17 mars 2020

Mots-clés

free partyorganisation sans déclarationarticle R. 211-27 CSIresponsabilité organisateurcontravention 5e classenuisances sonoresSophia-AntipolisCannes

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur d'un hangar à Sophia-Antipolis

Vous louez un hangar à un événementiel. Sans votre accord, il organise une free party non déclarée. Les voisins se plaignent et la police intervient.

Application pratique:

Vous n'êtes pas pénalement responsable si vous prouvez votre absence de participation à l'organisation. Cependant, vous pouvez être poursuivi civilement pour troubles de voisinage. Insérez une clause dans le bail interdisant ce type d'événement et prévoyez une pénalité. En cas de litige, contactez un avocat spécialisé en droit immobilier.

2

Locataire participant à une free party à Cannes

Vous assistez à une free party sur la plage de Cannes avec votre enceinte portable. Le rassemblement n'a pas été déclaré. Vous êtes contrôlé par la police.

Application pratique:

Vous ne pouvez pas être condamné pour organisation sans déclaration, car vous n'êtes qu'un participant. Toutefois, vous pouvez être verbalisé pour tapage nocturne ou occupation illicite du domaine public. Gardez sur vous vos billets d'entrée et ne reconnaissez pas être l'organisateur.

3

Copropriétaire d'un immeuble à Cannes avec jardin commun

Un copropriétaire organise une fête dans le jardin de la copropriété sans déclaration. Les autres copropriétaires subissent des nuisances sonores.

Application pratique:

Le syndic doit agir contre l'organisateur. Les autres copropriétaires ne sont pas pénalement responsables. Cependant, si la copropriété a autorisé la fête, elle pourrait être tenue civilement. Faites voter une résolution interdisant les rassemblements non déclarés dans le règlement de copropriété.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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