Aller au contenu principal
Irreführende Informationen an der Börse: Die Auswirkung auf die Kurse muss nicht nachgewiesen werden (Cass. crim., 4. Februar 2026)
Droit-immobilier

Irreführende Informationen an der Börse: Die Auswirkung auf die Kurse muss nicht nachgewiesen werden (Cass. crim., 4. Februar 2026)

📅 Décision du 04 Februar 2026⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass der Tatbestand der Verbreitung falscher oder irreführender Informationen auf den Finanzmärkten erfüllt ist, ohne dass eine tatsächliche Auswirkung auf die Kurse nachgewiesen werden muss. Eine Entscheidung, die den Anlegerschutz stärkt und die Pflichten der Emittenten präzisiert.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 24-84.091 • 2026-02-04 • Zur Entscheidung →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer in Vauvert und haben einen Teil Ihres Ersparten in Aktien einer börsennotierten Gesellschaft angelegt. Eines Tages lesen Sie eine Pressemitteilung, die außergewöhnliche Ergebnisse ankündigt. Beruhigt behalten Sie Ihre Wertpapiere. Doch einige Monate später gibt die Gesellschaft bekannt, dass die Ergebnisse tatsächlich weit schlechter waren, und der Kurs bricht ein. Sie verlieren einen Teil Ihres Kapitals. Was können Sie tun? Bisher mussten Anleger nachweisen, dass die falsche Information tatsächlich zu einem Kursanstieg oder -rückgang geführt hat. Eine schwierige Aufgabe. Der Kassationshof hat diese Hürde nun beseitigt: In einem Urteil vom 4. Februar 2026 stellt er klar, dass der Tatbestand der Verbreitung falscher oder irreführender Informationen erfüllt ist, ohne dass eine Auswirkung auf die Kurse nachgewiesen werden muss. Eine Entscheidung, die die Lage verändert.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Der Fall beginnt im Jahr 2007. Die Gesellschaft [3], die an einem geregelten Markt notiert ist, veröffentlicht am 25. November 2007 eine Pressemitteilung mit dem Titel „Ergebnisse zum 30. September 2007“. In dieser Mitteilung werden schmeichelhafte Ergebnisse angekündigt, die auf eine solide finanzielle Lage hindeuten. Einige Aktionäre, darunter Herr X, ein Kleinanleger aus Uzès, kaufen oder behalten Aktien im Vertrauen auf diese Informationen. Doch die Realität sieht anders aus: Die Mitteilung enthält falsche oder irreführende Daten, insbesondere indem sie Exposition und einen anderen nicht näher bezeichneten Begriff verwechselt. Als die Wahrheit ans Licht kommt, fällt der Aktienkurs und verursacht einen Schaden bei den Anlegern. Diese erstatten Anzeige und schließen sich als Nebenkläger an (d.h. sie verlangen Schadensersatz vor dem Strafrichter). Das Verfahren nimmt seinen Lauf: Das Strafgericht verurteilt die Gesellschaft, aber die Angeklagte (die verfolgte Gesellschaft) legt Berufung ein. Das Berufungsgericht stellt die Falschheit der Informationen fest, ist jedoch der Ansicht, dass auch nachgewiesen werden müsse, dass diese Informationen eine entscheidende Auswirkung auf die Kursentwicklung hatten. Es spricht die Gesellschaft frei. Die Nebenkläger und die Staatsanwaltschaft legen Kassation ein. Der Kassationshof hebt das Berufungsurteil auf: Er erinnert daran, dass der Straftatbestand (Artikel 465-2 des Währungs- und Finanzgesetzbuchs in der von 2005 bis 2010 geltenden Fassung) nicht voraussetzt, dass die falsche Information eine Auswirkung auf die Kurse hatte. Es genügt, dass sie geeignet ist, auf die Kurse einzuwirken, d.h. dass sie geeignet ist, einen vernünftigen Anleger zu beeinflussen.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Die zentrale Frage war: Muss für eine Verurteilung wegen Verbreitung falscher oder irreführender Informationen nachgewiesen werden, dass diese Informationen tatsächlich den Börsenkurs verändert haben? Der Kassationshof verneint dies. Die rechtliche Grundlage ist Artikel 465-2 des Währungs- und Finanzgesetzbuchs, der bestraft, „wer in der Öffentlichkeit falsche oder irreführende Informationen über die Aussichten oder die Lage eines Emittenten, dessen Wertpapiere an einem geregelten Markt gehandelt werden, oder über die Entwicklungsaussichten eines an einem geregelten Markt zugelassenen Finanzinstruments verbreitet, die geeignet sind, auf die Kurse einzuwirken“. Der Gesetzestext verwendet den Ausdruck „geeignet, auf die Kurse einzuwirken“, was eine potenzielle, nicht eine tatsächliche Wirkung bedeutet. Das Berufungsgericht hatte jedoch den Nachweis einer entscheidenden Wirkung verlangt. Das oberste Gericht gibt ihm Unrecht: Es genügt, dass die Information falsch ist und dass sie ihrer Art nach geeignet ist, den Kurs zu beeinflussen. Mit anderen Worten: Es muss nicht nachgewiesen werden, dass der Kurs tatsächlich gestiegen oder gefallen ist. Diese Begründung folgt einer Logik des Anlegerschutzes: Allein die Verbreitung einer irreführenden Information schafft ein Risiko für den Markt, unabhängig von ihrer tatsächlichen Auswirkung. Die Tatsachenrichter hatten auch die Art und Tragweite der verbreiteten Informationen analysiert, aber eine zusätzliche Bedingung hinzugefügt, die das Gesetz nicht vorsieht. Der Kassationshof erinnert daran, dass der Richter das Gesetz so anwenden muss, wie es geschrieben steht, ohne zusätzliche Anforderungen zu stellen. Dies ist eine Bestätigung der Rechtsprechung: Die Strafkammer hatte bereits in diesem Sinne entschieden (Crim., 20. September 2016, Nr. 15-83.903). Es handelt sich also nicht um eine Kehrtwende, sondern um eine willkommene Klarstellung.

Was das für Sie konkret ändert

Diese Entscheidung hat unmittelbare praktische Auswirkungen für Anleger, ob Kleinanleger oder institutionelle. Wenn Sie Aktien auf der Grundlage einer Pressemitteilung gekauft oder behalten haben, die sich als falsch herausgestellt hat, können Sie nun ein Gerichtsverfahren einleiten, ohne nachweisen zu müssen, dass der Kurs tatsächlich aufgrund dieser Information gefallen ist. Es reicht aus, dass Sie nachweisen, dass die Information falsch war und dass sie geeignet war, den Kurs zu beeinflussen. Achtung jedoch: Sie müssen auch Ihren Schaden (den erlittenen Verlust) und den Kausalzusammenhang zwischen der Information und Ihrer Anlageentscheidung nachweisen. Aber der Nachweis der Auswirkung auf den Kurs ist kein Hindernis mehr. Für vermietende Eigentümer in Uzès, die zur Diversifizierung ihres Vermögens in Aktien investiert haben, ist dies eine zusätzliche Sicherheit. Für Immobilienfachleute kann diese Entscheidung auch börsennotierte Immobiliengesellschaften betreffen: Wenn sie irreführende Informationen über ihre Vermögenswerte veröffentlichen, können Aktionäre sie leichter angreifen. In der Praxis gilt: Wenn Sie glauben, Opfer einer irreführenden Information geworden zu sein, müssen Sie schnell handeln: Die Verjährungsfrist (Frist für die Einreichung einer Klage) beträgt 3 Jahre ab Entdeckung der Tatsachen. Sammeln Sie Beweise (Mitteilungen, Kaufaufträge, Kontoauszüge) und konsultieren Sie einen spezialisierten Rechtsanwalt.

Questions fréquentes

Que faire si j'ai acheté des actions sur la base d'un communiqué trompeur ?

Rassemblez les preuves (communiqué, ordres, relevés) et consultez un avocat. Vous pouvez porter plainte au pénal ou agir en responsabilité civile. Le délai pour agir est de 3 ans à compter de la découverte de la tromperie.

Dois-je prouver que le cours a baissé à cause de l'information ?

Non, depuis cet arrêt, il suffit de prouver que l'information était fausse et qu'elle était de nature à influencer le cours. Mais vous devez aussi prouver votre préjudice (la perte subie).

Quels sont les risques pour la société émettrice ?

Elle encourt une peine d'amende (jusqu'à 1,5 million d'euros pour une personne morale) et des dommages-intérêts aux actionnaires. Ses dirigeants peuvent être condamnés personnellement.

Cette décision s'applique-t-elle aux marchés non réglementés ?

Non, l'article 465-2 vise spécifiquement les titres négociés sur un marché réglementé (Euronext, par exemple). Pour les marchés non réglementés, d'autres textes peuvent s'appliquer.

Combien coûte une action en justice pour information trompeuse ?

Les frais varient selon la complexité : honoraires d'avocat (souvent 1 500 à 5 000 € pour une procédure simple), frais d'expertise éventuels. Une consultation préalable à 45€ permet d'évaluer vos chances.

Informations juridiques

  • Numéro: 24-84.091
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 04 février 2026

Mots-clés

droit boursierinformation trompeuseactionnairescassation criminellepréjudice boursier

Cas d'usage pratiques

1

Petit porteur à Vauvert lésé par un communiqué trompeur

M. Dupont, propriétaire à Vauvert, investit 20 000 € dans une société cotée sur la foi d'un communiqué annonçant des résultats en hausse. Six mois plus tard, la société révèle des pertes, le cours chute de 40 %. M. Dupont perd 8 000 €.

Application pratique:

Grâce à cet arrêt, M. Dupont peut assigner la société sans prouver que le communiqué a fait chuter le cours. Il doit démontrer que l'information était fausse et qu'elle était de nature à influencer un investisseur. Il peut obtenir des dommages-intérêts à hauteur de sa perte.

2

Actionnaire d'Uzès victime d'une omission dans un prospectus

Mme Martin, retraitée à Uzès, achète des actions d'une foncière cotée. Le prospectus omet de mentionner un risque fiscal majeur. Le cours baisse de 15 % quand le risque est révélé.

Application pratique:

L'omission peut être qualifiée d'information trompeuse. Mme Martin doit prouver que l'omission était de nature à influencer le cours. La décision facilite l'action car l'effet sur le cours n'a pas à être démontré.

3

Professionnel de l'immobilier investissant en bourse

Un agent immobilier de Nîmes place 50 000 € dans une société de promotion immobilière cotée. Un communiqué surévalue le portefeuille de terrains. Le cours s'effondre de 30 %.

Application pratique:

L'agent peut agir en responsabilité. Il devra prouver le caractère trompeur du communiqué et son préjudice. L'arrêt lui évite d'avoir à prouver l'impact sur le cours, simplifiant la procédure.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

Articles similaires en Droit-immobilier

Voir tout →

Servitude de passage et tierce opposition : protéger son droit d'accès en copropriété

Un copropriétaire peut-il s'opposer à la suppression d'une servitude de passage qui profite à son lot, même si le syndicat accepte la fin de l'enclave ? La Cour de cassation répond oui, reconnaissant un intérêt distinct pour agir en tierce opposition.

23 juil. 2026Lire →

Enclave et servitude : quand le droit du travail ne crée pas de passage forcé

La Cour de cassation rappelle que l'état d'enclave d'un fonds ne peut résulter des obligations réglementaires imposées aux entreprises en matière d'issues et dégagements. Ainsi, un propriétaire ne peut exiger un passage sur le fonds voisin au seul motif que son bâtiment doit respecter des normes de sécurité incendie.

23 juil. 2026Lire →

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence, le préavis s'impose

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence de cette convention, les parties à un contrat de transport public routier de marchandises n'ont pas stipulé une durée de préavis de rupture, cette durée est fixée par un contrat-type approuvé par décret pris en application de l'article L. 1432-4 du code des transports. Les dispositions de l'article L. 442-6, I, 5°, devenu L. 442-1, II, du code de commerce ne trouvent alors pas à s'appliquer. Il en va de même lorsque la convention écrite renvoie expressément à la clause du contrat-type fixant une telle durée. Lorsque les parties ont conclu un contrat écrit stipulant la durée du préavis de rupture, les dispositions de l'article L. 442-1, II, du code de commerce sont applicables. Dans cette hypothèse, l'auteur de la rupture qui a consenti à son partenaire un délai de préavis au moins égal à celui prévu au contrat-type dans sa version en vigueur à la date de la notification de la rupture, ne saurait voir sa responsabilité engagée sur le fondement de ce texte

23 juil. 2026Lire →

Explorez plus d'analyses juridiques en droit droit-immobilier

Tous les articles Droit-immobilier
★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide