Aller au contenu principal
Wohnungseigentumsanteile: Kassationsgerichtshof klärt Bemessungsgrundlage für Vergütung von Zwangsverwaltern
Droit-immobilier

Wohnungseigentumsanteile: Kassationsgerichtshof klärt Bemessungsgrundlage für Vergütung von Zwangsverwaltern

📅 Décision du 04 Dezember 2025⚖️ Cour de cassation👁️ 9 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass für die Berechnung der Vergütung des Zwangsverwalters die Anzahl der im Teilungserklärungsplan festgelegten Wohnungseigentumsanteile maßgeblich ist, selbst wenn einige Anteile nie gebaut wurden oder obsolet geworden sind. Diese Entscheidung betrifft direkt notleidende Wohnungseigentümergemeinschaften mit mehr als 500 Anteilen.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 23-21.525 • 2025-12-04

Stellen Sie sich eine Wohnungseigentümergemeinschaft in Lunel vor, die in den 1970er Jahren erbaut wurde und laut Teilungserklärung 659 Anteile umfasst. Im Laufe der Zeit wurden jedoch mehrere Anteile nie bebaut, andere wurden zusammengelegt, und die tatsächliche Situation entspricht nicht mehr der schriftlichen. Doch wenn ein Zwangsverwalter bestellt wird, um die Gemeinschaft vor der Insolvenz zu retten, wird seine Vergütung auf der Grundlage dieser 659 theoretischen Anteile berechnet. Die Gemeinschaft widerspricht: Warum für Anteile zahlen, die es gar nicht gibt? Genau diese Frage wurde dem Kassationsgerichtshof in seinem Urteil vom 4. Dezember 2025 (Nr. 23-21.525) vorgelegt.

Diese Entscheidung betrifft direkt jeden Eigentümer, Wohnungseigentümer oder Immobilienfachmann: Sie klärt einen technischen, aber entscheidenden Punkt zur Bemessungsgrundlage der Vergütung von Ad-hoc-Mandataren und Zwangsverwaltern in notleidenden Wohnungseigentümergemeinschaften (Gesetz vom 10. Juli 1965, Artikel 29-1). Kurz gesagt, sie beantwortet die Frage: Auf der Grundlage welcher Anzahl von Anteilen sind ihre Honorare zu berechnen?

Die Antwort ist klar: Es sind die in der Teilungserklärung oder der Aufteilungsbeschreibung festgelegten Anteile, unabhängig von ihrer tatsächlichen Beschaffenheit. Eine Lösung, die zwar starr erscheinen mag, aber die notwendige Rechtssicherheit bietet. Lassen Sie uns diese Entscheidung und ihre praktischen Konsequenzen gemeinsam entschlüsseln.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X ist Eigentümer eines Anteils in einer großen Wohnungseigentümergemeinschaft in Lunel, die offiziell 659 Anteile gemäß ihrer Teilungserklärung umfasst. Tatsächlich wurden jedoch viele dieser Anteile nie gebaut oder mit anderen vereinigt. Die Gemeinschaft hat finanzielle Schwierigkeiten: Zahlungsrückstände bei den Nebenkosten, Bauschäden, fehlende Verwaltung. Das Tribunal judiciaire von Montpellier bestellt daraufhin einen Zwangsverwalter zur Verwaltung der Gemeinschaft gemäß Artikel 29-1 des Gesetzes vom 10. Juli 1965 (eine Regelung, die die Ernennung eines Fachmanns zur Sanierung einer kriselnden Gemeinschaft ermöglicht).

Zur Festsetzung seiner Vergütung bezieht sich der Zwangsverwalter auf die Verordnung vom 8. Oktober 2015, die eine degressive Gebührenordnung nach Anzahl der Anteile vorsieht: Zum Beispiel gilt für Gemeinschaften mit 500 oder mehr Anteilen ein erhöhter Pauschalbetrag. Er legt daher die Anzahl von 659 in der Teilungserklärung eingetragenen Anteilen zugrunde. Die Gemeinschaft widerspricht: Ihr Ansicht nach sollten nur die tatsächlich existierenden Anteile berücksichtigt werden, also etwa 400 effektive Anteile.

Der Rechtsstreit gelangt vor den Ersten Präsidenten des Berufungsgerichts von Montpellier, der dem Zwangsverwalter Recht gibt. Die Gemeinschaft legt Kassation ein mit der Begründung, die Bemessungsgrundlage müsse real und nicht theoretisch sein. Der Kassationsgerichtshof weist die Beschwerde jedoch zurück: Er bestätigt, dass der Wortlaut der Verordnung auf die in der Teilungserklärung festgelegten Anteile abstellt, ohne dass deren materielles Bestehen zu überprüfen ist. Eine Entscheidung, die den Vorzug der Einfachheit hat, aber überraschen mag.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kern der Begründung beruht auf der Auslegung von Artikel 3 der Verordnung vom 8. Oktober 2015, der die Vergütung des Ad-hoc-Mandatars und des Zwangsverwalters festlegt. Dieser Text sieht eine Gebührenordnung in Abhängigkeit von der Anzahl der Anteile der Gemeinschaft vor. Was ist aber unter „Wohnungseigentumsanteilen“ zu verstehen? Der Kassationsgerichtshof antwortet: Es sind die Anteile, wie sie in der Teilungserklärung oder der Aufteilungsbeschreibung definiert sind, unabhängig von ihrer tatsächlichen Beschaffenheit.

Mit anderen Worten: Es spielt keine Rolle, ob bestimmte Anteile nie gebaut wurden oder verschwunden sind; allein das offizielle Dokument ist maßgeblich. Warum eine so strenge Lösung? Weil die Teilungserklärung ein gegenüber allen verbindliches Dokument ist, das die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer festlegt. Ihre Änderung erfordert ein aufwändiges Verfahren (Eigentümerversammlung mit qualifizierter Mehrheit, Eintragung im Grundbuch). Bis dahin dient dieses Dokument als Referenz für die Berechnung der Vergütung.

Was wenige wissen: Die Verordnung vom 8. Oktober 2015 unterscheidet zwei Schwellenwerte: weniger als 500 Anteile und 500 Anteile und mehr. Für Gemeinschaften mit 500 oder mehr Anteilen ist die Vergütung pauschal und höher. In unserem Fall fiel die Gemeinschaft mit 659 theoretischen Anteilen in die höhere Stufe. Hätte man die tatsächlichen Anteile (400) zugrunde gelegt, wäre sie in die niedrigere Stufe gefallen, mit einer geringeren Vergütung. Der Kassationsgerichtshof hat diese faktische Unterscheidung zugunsten einer klaren und vorhersehbaren Regel verworfen.

Die Entscheidung fügt sich in eine ständige Rechtsprechung ein: Der Kassationsgerichtshof bevorzugt Rechtssicherheit und Kostenkalkulierbarkeit. Keine Überraschung: Die Texte sind buchstabengetreu anzuwenden, auch wenn das Ergebnis in manchen Fällen ungerecht erscheint. Es handelt sich um eine Bestätigung, nicht um eine Weiterentwicklung.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Wohnungseigentümer in einer großen Anlage (mehr als 500 Anteile) sind, hat diese Entscheidung direkte Auswirkungen: Die Berechnung der Vergütung des Zwangsverwalters erfolgt auf der Grundlage der in der Teilungserklärung eingetragenen Anteile, selbst wenn einige Anteile fiktiv sind. Konkret kann dies die Höhe der von der Gemeinschaft zu zahlenden Honorare erhöhen, also auch Ihre eigenen Nebenkosten.

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'un lot de copropriété au sens de l'arrêté du 8 octobre 2015 ?

C'est le lot tel que défini dans le règlement de copropriété ou l'état descriptif de division, même s'il n'a jamais été construit ou a disparu. La Cour de cassation l'a confirmé dans l'arrêt du 4 décembre 2025.

Puis-je contester la rémunération de l'administrateur provisoire si les lots sont obsolètes ?

Oui, mais uniquement si le règlement de copropriété a été modifié. Si le règlement mentionne encore des lots inexistants, la contestation sera difficile après cet arrêt. Mieux vaut mettre à jour le règlement en amont.

Quels sont les délais pour contester la rémunération ?

La contestation doit être faite devant le juge des référés dans un délai de 15 jours à compter de l'ordonnance fixant la rémunération, ou dans le cadre d'un recours contre l'ordonnance de désignation de l'administrateur provisoire.

Cette décision s'applique-t-elle aux copropriétés de moins de 500 lots ?

Oui, le principe est identique, mais l'impact financier est moindre car le barème de rémunération est dégressif. Pour les petites copropriétés, la différence entre lots théoriques et réels est souvent négligeable.

Que faire si ma copropriété est en difficulté et que le règlement mentionne trop de lots ?

Consultez un avocat spécialisé en droit immobilier pour engager une modification du règlement de copropriété. Cela vous permettra de réduire le nombre de lots théoriques et donc la rémunération future de l'administrateur provisoire.

Informations juridiques

  • Numéro: 23-21.525
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 04 décembre 2025

Mots-clés

lots de copropriétéadministrateur provisoirerémunérationrèglement de copropriétéCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire à Lunel avec lots inexistants

M. Dupont est copropriétaire dans une résidence de 659 lots au règlement, mais seuls 450 existent. Un administrateur provisoire est désigné et facture sur la base de 659 lots, soit 3 000 € de plus par an.

Application pratique:

M. Dupont doit vérifier si le règlement a été modifié. Si non, il doit réunir les copropriétaires pour voter une mise à jour du règlement, en faisant appel à un géomètre-expert. En attendant, il peut contester l'ordonnance de rémunération en démontrant l'écart, mais avec peu de chances de succès après cet arrêt.

2

Propriétaire bailleur à Béziers

Mme Martin loue un appartement dans une copropriété de 500 lots au règlement, mais 50 lots n'ont jamais été construits. L'administrateur provisoire facture 12 000 € au lieu de 10 000 €, et la différence est répercutée dans les charges locatives.

Application pratique:

Mme Martin doit informer son locataire que les charges peuvent augmenter. Elle peut participer à l'assemblée générale pour voter la modification du règlement. Si elle subit une hausse, elle peut demander un détail des charges à son locataire pour vérifier leur bien-fondé.

3

Acquéreur d'un lot à Montpellier

M. Lefèvre envisage d'acheter un lot dans une copropriété de 800 lots au règlement, mais seuls 600 sont construits. Le syndic l'informe qu'un administrateur provisoire a été désigné.

Application pratique:

Avant d'acheter, M. Lefèvre doit demander au vendeur le montant des honoraires de l'administrateur provisoire et leur répartition. Il doit aussi vérifier si le règlement est à jour. Si le surcoût est important, il peut négocier le prix de vente ou renoncer à l'achat.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

Articles similaires en Droit-immobilier

Voir tout →

Servitude de passage et tierce opposition : protéger son droit d'accès en copropriété

Un copropriétaire peut-il s'opposer à la suppression d'une servitude de passage qui profite à son lot, même si le syndicat accepte la fin de l'enclave ? La Cour de cassation répond oui, reconnaissant un intérêt distinct pour agir en tierce opposition.

23 juil. 2026Lire →

Enclave et servitude : quand le droit du travail ne crée pas de passage forcé

La Cour de cassation rappelle que l'état d'enclave d'un fonds ne peut résulter des obligations réglementaires imposées aux entreprises en matière d'issues et dégagements. Ainsi, un propriétaire ne peut exiger un passage sur le fonds voisin au seul motif que son bâtiment doit respecter des normes de sécurité incendie.

23 juil. 2026Lire →

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence, le préavis s'impose

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence de cette convention, les parties à un contrat de transport public routier de marchandises n'ont pas stipulé une durée de préavis de rupture, cette durée est fixée par un contrat-type approuvé par décret pris en application de l'article L. 1432-4 du code des transports. Les dispositions de l'article L. 442-6, I, 5°, devenu L. 442-1, II, du code de commerce ne trouvent alors pas à s'appliquer. Il en va de même lorsque la convention écrite renvoie expressément à la clause du contrat-type fixant une telle durée. Lorsque les parties ont conclu un contrat écrit stipulant la durée du préavis de rupture, les dispositions de l'article L. 442-1, II, du code de commerce sont applicables. Dans cette hypothèse, l'auteur de la rupture qui a consenti à son partenaire un délai de préavis au moins égal à celui prévu au contrat-type dans sa version en vigueur à la date de la notification de la rupture, ne saurait voir sa responsabilité engagée sur le fondement de ce texte

23 juil. 2026Lire →

Explorez plus d'analyses juridiques en droit droit-immobilier

Tous les articles Droit-immobilier
★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide