Aller au contenu principal
Fünfjährige Verjährung: Läuft die Frist um Mitternacht oder um 24 Uhr ab? Der Kassationshof entscheidet
Droit-immobilier

Fünfjährige Verjährung: Läuft die Frist um Mitternacht oder um 24 Uhr ab? Der Kassationshof entscheidet

📅 Décision du 12 Dezember 2018⚖️ Cour de cassation👁️ 17 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass die Verjährungsfrist am letzten Tag um Mitternacht endet, nicht am folgenden Tag wie bei Verfahrensfristen. Eine Entscheidung, die die Lage für Eigentümer und Gläubiger ändert.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 17-25.697 • 2018-12-12 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Saintes und haben im Juni 2008 einen Kaufvorvertrag unterzeichnet. Der Käufer tritt zurück, Sie verlieren eine beträchtliche Summe. Sie klagen im Juni 2013, in der Annahme, noch rechtzeitig zu sein. Doch das Gericht sagt: „Tut mir leid, die Forderung ist verjährt.“ Sie haben die Tage wie bei einer Verfahrensfrist gezählt, d.h. unter Einbeziehung des Fristbeginns. Ein fataler Fehler. Die Verjährungsfrist wird anders berechnet.

Diese Situation haben viele Eigentümer und Gläubiger erlebt. Die Frage ist einfach: Wenn eine fünfjährige Frist am 19. Juni 2008 beginnt, endet sie am 19. Juni 2013 um Mitternacht oder am 18. Juni 2013 um Mitternacht? Es geht um viel: Ein einziger Tag kann einen Prozess gewinnen oder verlieren lassen, manchmal um Tausende von Euro.

Der Kassationshof hat in einem Urteil vom 12. Dezember 2018 (Nr. 17-25.697) klar entschieden: Die Regeln zur Berechnung von Verfahrensfristen (Artikel 641 und 642 der Zivilprozessordnung) gelten nicht für die Verjährung. Für die Verjährung bestimmt Artikel 2229 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, dass die Frist am letzten Tag des abgelaufenen Zeitraums endet. Konkret: Wenn die Frist ab dem 19. Juni 2008 läuft, endet sie am 18. Juni 2013 um 24 Uhr, nicht am 19. Juni. Eine Nuance, die die Gesellschaft BS Invest teuer zu stehen kam.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Im Juni 2008 unterzeichnete die Gesellschaft BS Invest, ein Immobilienentwickler, einen Kaufvorvertrag mit einer Privatperson, Herrn X, für ein Grundstück in Puilboreau. Der Vorvertrag sah eine Vertragsstrafe für den Fall des Rücktritts des Käufers vor. Doch die Sache ging schief: Der Käufer kam nicht zurück, und der Verkauf kam nicht zustande. Die Gesellschaft BS Invest war der Ansicht, dass die Vertragsstrafe greifen müsse, und forderte die Zahlung eines Pauschalbetrags.

Der Verkäufer widersprach. Er machte geltend, dass die Vertragsstrafe nicht geschuldet sei, da der Immobilienmakler den Vorvertrag ausgehandelt habe und der Rücktritt auf einen Beratungsfehler zurückzuführen sei. Vor allem aber erhob er die Einrede der Verjährung: Die Klage auf Zahlung der Vertragsstrafe hätte innerhalb von fünf Jahren nach Fristbeginn, also dem 19. Juni 2008, erhoben werden müssen. Die Gesellschaft BS Invest hatte den Verkäufer jedoch am 19. Juni 2013 verklagt. War das fristgerecht?

Das erstinstanzliche Gericht in La Rochelle gab der Gesellschaft BS Invest Recht und befand, dass die Frist am 19. Juni um Mitternacht ende, da der Fristbeginn der 19. Juni 2008 sei und die Frist von Datum zu Datum gezählt werde. Das Berufungsgericht in Poitiers hob dieses Urteil jedoch auf und wandte die Verjährungsregeln an: Die Frist endete am 18. Juni um Mitternacht. Die Gesellschaft BS Invest legte daraufhin Kassation ein und argumentierte, dass die Artikel 641 und 642 der Zivilprozessordnung anzuwenden seien. Der Kassationshof wies die Beschwerde zurück und bestätigte das Berufungsurteil.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kern der Debatte betrifft die Unterscheidung zwischen Verfahrensfristen (für Klagen, Berufungen usw.) und Verjährungsfristen (für die Ausübung eines Rechts, wie die Geltendmachung einer Geldforderung). Erstere unterliegen den Artikeln 641 und 642 der Zivilprozessordnung, die vorsehen, dass die Frist an dem Tag endet, der dem Fristbeginn im Kalender entspricht. Beispielsweise endet eine fünfjährige Frist, die am 19. Juni 2008 beginnt, am 19. Juni 2013, wobei der Fristbeginn eingeschlossen ist.

Die Verjährung hingegen unterliegt Artikel 2229 des Bürgerlichen Gesetzbuchs: „Die Verjährung tritt ein, wenn der letzte Tag der Frist abgelaufen ist.“ Das bedeutet, dass die Frist in Tagen berechnet wird und am Ende des letzten Tages endet. Wenn der Fristbeginn der 19. Juni 2008 ist, ist der erste Tag der Frist der 19. Juni, und der letzte Tag ist der 18. Juni 2013 (da 5 Jahre = 1826 Tage, einschließlich des 19. Juni 2008). Daher endet die Frist am 18. Juni um 24 Uhr.

Der Kassationshof war sehr deutlich: Die Verfahrensregeln gelten nicht für die Verjährung. Er erinnerte auch daran, dass Artikel 26 II des Gesetzes vom 17. Juni 2008, das die Verjährungsfrist von 30 auf 5 Jahre verkürzte, den Fristbeginn für laufende Verjährungen auf den 19. Juni 2008 festlegt. Somit begann die fünfjährige Frist der Gesellschaft BS Invest am 19. Juni 2008 und endete am 18. Juni 2013. Die Klage vom 19. Juni 2013 war daher verspätet.

Diese Entscheidung bestätigt die bisherige Rechtsprechung. Sie schafft kein neues Recht, erinnert aber an eine oft übersehene Regel. Die Richter wiesen das Argument der Gesellschaft BS Invest zurück, wonach der Vorvertrag eine gestaffelte Erfüllung vorsah, die den Fristbeginn hätte verschieben können. Nein, der Fristbeginn war das Datum der Unterzeichnung des Vorvertrags, da die Vertragsstrafe mit dem Rücktritt fällig wurde.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für vermietende Eigentümer: Wenn Sie rückständige Mieten fordern müssen, beachten Sie, dass die fünfjährige Verjährungsfrist ab jeder fälligen Rate läuft. Wenn ein Mieter beispielsweise die Miete für Januar 2019 nicht zahlt, haben Sie bis Ende Januar 2024 Zeit, zu klagen. Aber Achtung: Die Verjährung endet am letzten Tag des Monats um Mitternacht, nicht am ersten Tag des Folgemonats. Eine am 1. Februar 2024 eingereichte Klage wäre für die Miete Januar 2019 zu spät.

Für Käufer: Wenn Sie 2018 einen Kaufvorvertrag in Puilboreau unterzeichnet haben und der Verkäufer zurücktritt, haben Sie 5 Jahre Zeit, um Schadensersatz zu fordern. Aber rechnen Sie genau: Wenn der Vorvertrag am 15. März 2018 unterzeichnet wurde, endet die Verjährung am 14. März 2023 um Mitternacht, nicht am 15. März. Ein Beispiel: Bei einer Vertragsstrafe von 10.000 € kann ein einziger Tag Sie diesen Betrag kosten.

Questions fréquentes

Quelle est la différence entre un délai de procédure et un délai de prescription ?

Un délai de procédure (pour faire appel, par exemple) se calcule en incluant le point de départ : il expire le même quantième que le point de départ. Un délai de prescription (pour agir en justice sur le fond) expire le dernier jour à minuit, sans inclure le point de départ. La Cour de cassation a rappelé cette distinction dans son arrêt du 12 décembre 2018.

Puis-je interrompre la prescription par une simple lettre recommandée ?

Oui, une mise en demeure par lettre recommandée avec accusé de réception interrompt la prescription, mais seulement si elle est suivie d'une action en justice dans les 2 ans. Sans action, la prescription continue de courir. Mieux vaut consulter un avocat avant d'envoyer une telle lettre.

Que faire si je suis à quelques jours de la prescription ?

Agissez immédiatement. Déposez une assignation au greffe du tribunal compétent, ou saisissez le juge des référés en urgence. Si vous n'avez pas le temps, une simple requête peut suffire à interrompre le délai, mais attention aux formalités. Consultez un avocat sans tarder.

Le délai de prescription est-il le même pour toutes les actions ?

Non. La prescription est de 5 ans pour les actions personnelles ou mobilières (article 2224 du Code civil), mais elle peut être de 2 ans pour les actions en responsabilité médicale, ou de 10 ans pour les actions immobilières. Vérifiez le délai applicable à votre situation.

Comment prouver le point de départ de la prescription ?

Le point de départ est la date à laquelle le droit est né. Pour un loyer impayé, c'est la date d'échéance. Pour une clause pénale, c'est la date de la défaillance. Conservez tous les documents (contrat, quittance, mise en demeure) qui permettent de dater précisément ce point de départ.

Informations juridiques

  • Numéro: 17-25.697
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 12 décembre 2018

Mots-clés

prescriptiondélaicomputationarticle 2229Cour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Saintes : recouvrement de loyers impayés

Un propriétaire à Saintes a des loyers impayés depuis janvier 2019. Il souhaite agir en justice en janvier 2024. Selon la jurisprudence, le délai de prescription quinquennale pour les loyers de janvier 2019 expire le 31 janvier 2024 à minuit, mais en réalité le 30 janvier 2024 à minuit (car le point de départ est le 1er février 2019). Une assignation déposée le 1er février 2024 serait trop tardive pour les loyers de janvier 2019.

Application pratique:

Le propriétaire doit agir avant le 30 janvier 2024 pour les loyers de janvier 2019. Il peut envoyer une mise en demeure avant cette date pour interrompre la prescription, puis intenter une action dans les 2 ans. Il est conseillé de consulter un avocat dès maintenant pour calculer précisément les dates et préparer l'assignation.

2

Acquéreur à Puilboreau : clause pénale après rétractation

Un acquéreur signe un compromis de vente le 15 mars 2018 pour un bien à Puilboreau. Le vendeur se rétracte, et l'acquéreur veut réclamer 10 000 € de clause pénale. Il pense avoir jusqu'au 15 mars 2023 pour agir. Mais la Cour de cassation dit que le délai expire le 14 mars 2023 à minuit. S'il assigne le 15 mars, c'est trop tard.

Application pratique:

L'acquéreur doit vérifier la date exacte de la signature du compromis et calculer le dernier jour du délai. Il doit agir avant le 14 mars 2023, par exemple en déposant une assignation le 13 mars. Il peut également tenter une conciliation avant, mais celle-ci n'interrompt pas la prescription. Un avocat peut l'aider à ne pas se faire piéger.

3

Copropriétaire à La Rochelle : recouvrement de charges

Un syndic réclame des charges de copropriété à un copropriétaire à La Rochelle. Les charges de l'année 2019 sont dues à compter du 1er janvier 2019. Le syndic doit agir avant le 31 décembre 2024 ? Non, avant le 30 décembre 2024 à minuit, car le point de départ est le 1er janvier 2019. Une action le 31 décembre serait tardive.

Application pratique:

Le syndic doit lancer une procédure de recouvrement avant le 30 décembre 2024. Il peut envoyer un commandement de payer avant cette date, ce qui interrompt la prescription. Le copropriétaire doit vérifier les dates et, s'il conteste, consulter un avocat pour éviter une prescription acquise.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

Articles similaires en Droit-immobilier

Voir tout →

Servitude de passage et tierce opposition : protéger son droit d'accès en copropriété

Un copropriétaire peut-il s'opposer à la suppression d'une servitude de passage qui profite à son lot, même si le syndicat accepte la fin de l'enclave ? La Cour de cassation répond oui, reconnaissant un intérêt distinct pour agir en tierce opposition.

23 juil. 2026Lire →

Enclave et servitude : quand le droit du travail ne crée pas de passage forcé

La Cour de cassation rappelle que l'état d'enclave d'un fonds ne peut résulter des obligations réglementaires imposées aux entreprises en matière d'issues et dégagements. Ainsi, un propriétaire ne peut exiger un passage sur le fonds voisin au seul motif que son bâtiment doit respecter des normes de sécurité incendie.

23 juil. 2026Lire →

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence, le préavis s'impose

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence de cette convention, les parties à un contrat de transport public routier de marchandises n'ont pas stipulé une durée de préavis de rupture, cette durée est fixée par un contrat-type approuvé par décret pris en application de l'article L. 1432-4 du code des transports. Les dispositions de l'article L. 442-6, I, 5°, devenu L. 442-1, II, du code de commerce ne trouvent alors pas à s'appliquer. Il en va de même lorsque la convention écrite renvoie expressément à la clause du contrat-type fixant une telle durée. Lorsque les parties ont conclu un contrat écrit stipulant la durée du préavis de rupture, les dispositions de l'article L. 442-1, II, du code de commerce sont applicables. Dans cette hypothèse, l'auteur de la rupture qui a consenti à son partenaire un délai de préavis au moins égal à celui prévu au contrat-type dans sa version en vigueur à la date de la notification de la rupture, ne saurait voir sa responsabilité engagée sur le fondement de ce texte

23 juil. 2026Lire →

Explorez plus d'analyses juridiques en droit droit-immobilier

Tous les articles Droit-immobilier
★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide