Erbfolge: Der überlebende Ehegatte kann Schenkung unter Ehegatten und gesetzliche Rechte nicht kumulieren
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Erbfolge: Der überlebende Ehegatte kann Schenkung unter Ehegatten und gesetzliche Rechte nicht kumulieren

📅 Décision du 25 Oktober 2017⚖️ Cour de cassation👁️ 5 vues📖 5 min de lecture

Durch ein Urteil vom 25. Oktober 2017 stellt der Kassationshof klar, dass in Anwesenheit von Kindern die vom überlebenden Ehegatten erhaltenen Zuwendungen auf seine Erbrechte angerechnet werden, wodurch eine übermäßige Kumulierung verhindert wird. Erläuterungen und praktische Ratschläge.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 17-10.644 • 2017-10-25 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Familienhauses in Voiron. Sie und Ihr Ehepartner haben ein ganzes Leben lang gespart. Bei Ihrem Tod möchten Sie ihm/ihr das Maximum hinterlassen, damit er/sie seinen/ihren Lebensstandard behalten kann. Sie haben eine Schenkung unter Ehegatten (auch Schenkung auf den Todesfall genannt) unterzeichnet, damit er/sie den größtmöglichen Anteil erhält. Aber Ihre Kinder aus einer früheren Ehe legen Widerspruch ein. Wie weit kann die Großzügigkeit gegenüber dem überlebenden Ehegatten gehen?

Diese Frage stellen sich jedes Jahr Tausende von Familien. Die Antwort findet sich in den komplexen Regeln des französischen Erbrechts, insbesondere in einem Urteil des Kassationshofs vom 25. Oktober 2017 (Nr. 17-10.644). Diese Entscheidung klärt einen oft missverstandenen Punkt: In Anwesenheit von Kindern werden die vom überlebenden Ehegatten erhaltenen Zuwendungen auf seine gesetzlichen Rechte angerechnet, sodass er nicht mehr als den verfügbaren Teil (den Teil, den das Gesetz frei zu vererben erlaubt) oder begrenzte Optionen im Nießbrauch (Nutzungs- und Genussrecht) erhalten kann.

Konkret bedeutet dies, dass eine Schenkung unter Ehegatten es nicht erlaubt, dem Ehegatten alles zu geben, wenn Kinder vorhanden sind. Das Urteil präzisiert die Höchstgrenzen: entweder den verfügbaren Teil in Volleigentum (der freie Teil), oder das Viertel in Volleigentum und drei Viertel im Nießbrauch, oder das Ganze nur im Nießbrauch. Vollständige Erläuterung, in Voiron wie in Saint-Martin-d'Hères.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie jeden Tag vorkommt

Im vorliegenden Fall hatte ein Ehepaar, das im gesetzlichen Güterstand der Errungenschaftsgemeinschaft (ohne Ehevertrag) verheiratet war, drei Kinder. Der Ehemann, der mit seiner Frau Eigentümer eines Gebäudes in Voiron war, hatte seiner Frau durch Schenkung unter Ehegatten den weitestgehenden verfügbaren Teil zugewandt. Bei seinem Tod wollte die überlebende Ehefrau sowohl die gesetzlichen Rechte, die das Gesetz dem Ehegatten vorbehält (z.B. das Viertel in Volleigentum), als auch die Schenkung in Anspruch nehmen. Die Kinder waren der Ansicht, dass diese Kumulierung übermäßig sei und die Schenkung auf die gesetzlichen Rechte angerechnet werden müsse.

Das Tribunal de grande instance von Grenoble gab zunächst den Kindern Recht und entschied, dass die Schenkung auf den Pflichtteil (den Mindestanteil, den das Gesetz den pflichtteilsberechtigten Erben garantiert) und nicht auf den verfügbaren Teil anzurechnen sei. Die Ehefrau legte Berufung ein. Das Berufungsgericht von Grenoble bestätigte das Urteil. Der Fall gelangte daraufhin bis zum Kassationshof.

Vor dem obersten Gerichtshof argumentierte die Ehefrau, dass die Schenkung unter Ehegatten auf den verfügbaren Teil und nicht auf die gesetzlichen Rechte anzurechnen sei. Die Kinder hingegen waren der Ansicht, dass die Kumulierung den Pflichtteil (den obligatorischen Anteil der Kinder) verletze. Das Urteil vom 25. Oktober 2017 entscheidet: Die Schenkung wird auf die gesetzlichen Rechte des Ehegatten angerechnet, im Rahmen der in Artikel 1094-1 des Code civil vorgesehenen Optionen. Klar gesagt: Der Ehegatte kann Schenkung und gesetzliche Rechte nicht kumulieren, um mehr als die zulässigen Höchstgrenzen zu erhalten.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf drei Schlüsseltexte des Code civil: Artikel 757 (der die Rechte des überlebenden Ehegatten in Anwesenheit von Kindern festlegt: entweder das Viertel in Volleigentum, oder den Nießbrauch am Ganzen, oder drei Viertel im Nießbrauch, wenn die Option ausgeübt wird), Artikel 758-6 (der vorsieht, dass die vom Ehegatten erhaltenen Zuwendungen auf seine gesetzlichen Rechte angerechnet werden) und Artikel 1094-1 (der es dem Erblasser erlaubt, dem Ehegatten durch Schenkung unter Ehegatten einen größeren Anteil zu geben, jedoch im Rahmen des verfügbaren Teils).

Die Argumentation ist klar: In Anwesenheit von Kindern sind die Rechte des überlebenden Ehegatten begrenzt. Hat der Erblasser dem Ehegatten eine Schenkung gemacht, wird diese Schenkung von dem abgezogen, was ihm das Gesetz bereits gibt. Beispiel: Wenn der Ehegatte Anspruch auf das Viertel in Volleigentum hat und die Schenkung ihm dasselbe Viertel zuweist, kann er nichts mehr erhalten. Insgesamt kann der Ehegatte niemals den verfügbaren Teil (in der Regel die Hälfte des Vermögens bei einem Kind, ein Drittel bei zwei Kindern, ein Viertel bei drei oder mehr Kindern) oder, nach seiner Wahl, die Nießbrauchoptionen überschreiten.

Diese Lösung ist keine Kehrtwende: Sie bestätigt eine frühere Rechtsprechung, bringt aber eine wichtige Klarstellung: Die Anrechnung erfolgt auf die gesetzlichen Rechte, nicht auf den verfügbaren Teil. Ist die Schenkung also größer als die gesetzlichen Rechte, muss der Ehegatte wählen: entweder behält er seine gesetzlichen Rechte und verzichtet auf die Schenkung (oder reduziert sie), oder er nimmt die Schenkung im Rahmen der Höchstgrenzen an. Die Wahl muss innerhalb von 40 Tagen nach dem Tod getroffen werden. Andernfalls wird die Schenkung auf den verfügbaren Teil im Nießbrauch reduziert.

Was das für Sie konkret ändert

Für vermietende Eigentümer: Wenn Sie verheiratet sind und eine Mietimmobilie in Saint-Martin-d'Hères besitzen, beachten Sie, dass Ihr Ehegatte Schenkung und gesetzliche Rechte nicht kumulieren kann, um die gesamte Immobilie zu erhalten, wenn Sie Kinder haben. Er muss die vorteilhafteste Option wählen, jedoch innerhalb der gesetzlichen Grenzen.

Nehmen wir ein Zahlenbeispiel: Sie sind Eigentümer einer Immobilie im Wert von 300.000 €. Sie haben zwei Kinder. Ohne Schenkung hat Ihr Ehegatte Anspruch auf das Viertel in Volleigentum, also 75.000 €. Wenn Sie ihm den verfügbaren Teil (ein Drittel des Vermögens, also 100.000 €) geschenkt haben, kann er nicht kumulieren: Er muss sich für das Günstigste entscheiden, jedoch ohne die Höchstgrenze zu überschreiten. Konkret könnte er 100.000 € in Volleigentum erhalten (die Schenkung), verliert dann aber seine gesetzlichen Rechte. Oder er behält seine 75.000 € und verzichtet auf die Schenkung. Die Wahl hängt von den Umständen ab.

Questions fréquentes

Puis-je tout donner à mon conjoint si j'ai des enfants ?

Non. En présence d'enfants, la donation entre époux est limitée à la quotité disponible (moitié, tiers ou quart selon le nombre d'enfants) ou à des options d'usufruit.

Quel est le délai pour que le conjoint fasse son choix entre donation et droits légaux ?

40 jours à compter du décès. À défaut d'option, la donation est réduite à la quotité disponible en usufruit.

Que se passe-t-il si la donation dépasse les droits légaux du conjoint ?

Le conjoint doit opter : soit il garde ses droits légaux, soit il accepte la donation dans la limite des plafonds prévus par la loi.

Cette règle s'applique-t-elle aux partenaires de PACS ?

Oui, depuis la loi du 23 juin 2006, les partenaires de PACS ont des droits successoraux limités, mais les donations entre eux sont également soumises à ces règles d'imputation.

Un enfant peut-il contester une donation entre époux ?

Oui, s'il estime que sa réserve héréditaire (part minimale garantie) est atteinte. Il doit agir dans les 5 ans suivant le décès.

Informations juridiques

  • Numéro: 17-10.644
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 25 octobre 2017

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Voiron veut protéger son conjoint

M. Dupont, 65 ans, propriétaire d'un immeuble locatif à Voiron, est remarié avec deux enfants d'un premier lit. Il souhaite que son épouse conserve le bien après son décès. Il a signé une donation entre époux.

Application pratique:

L'épouse ne pourra pas cumuler ses droits légaux (quart en pleine propriété) et la donation. Elle devra opter dans les 40 jours. Si elle choisit la donation, elle ne recevra que la quotité disponible (le tiers des biens en présence de deux enfants), soit moins que la totalité. Il est conseillé de prévoir un testament ou une assurance-vie.

2

Enfant d'une première union à Saint-Martin-d'Hères conteste la donation

Mme Martin, héritière réservataire, découvre que son père a légué par donation entre époux la quasi-totalité de ses biens à sa seconde épouse. Le bien principal est situé à Saint-Martin-d'Hères.

Application pratique:

Mme Martin peut contester la donation si elle excède la quotité disponible. Le tribunal réduira la donation à hauteur de la réserve. Elle doit agir dans les 5 ans. Un avocat peut l'aider à évaluer ses droits et à intenter une action en réduction.

3

Notaire à Grenoble doit conseiller un couple sans enfant

Un couple sans enfant, propriétaire d'une maison à Grenoble, souhaite se donner mutuellement la totalité de leurs biens. Ils pensent que la donation entre époux suffit.

Application pratique:

En l'absence d'enfants, la donation entre époux peut porter sur la totalité des biens, car il n'y a pas d'héritier réservataire. Mais attention aux héritiers collatéraux (frères, sœurs) qui peuvent avoir des droits. Il est préférable de rédiger un testament pour éviter tout litige.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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