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Abstimmung in der Eigentümerversammlung: Berechnung der Ja-Stimmen durch Differenz vom Kassationsgerichtshof bestätigt
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Abstimmung in der Eigentümerversammlung: Berechnung der Ja-Stimmen durch Differenz vom Kassationsgerichtshof bestätigt

📅 Décision du 11 Mai 2000⚖️ Cour de cassation👁️ 6 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass Artikel 17 des Dekrets von 1967 nicht vorschreibt, die Ja-Stimmen explizit zu erfassen: Sie können durch Differenz zwischen der Gesamtstimmenzahl und den Nein-Stimmen, Enthaltungen und Nichtwählern ermittelt werden. Eine Entscheidung, die die Abstimmungsregeln in der Wohnungseigentümergemeinschaft klärt.

Referenzentscheidung: cc • N° 98-17.029 • 2000-05-11 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Antibes, in einer Residenz mit Meerblick. Heute Abend findet die Eigentümerversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht eine entscheidende Abstimmung: die Fassadensanierung mit einem Budget von 150.000 €. Der Verwalter gibt die Ergebnisse bekannt: 800 Nein-Stimmen, 200 Enthaltungen, und schließt: „Der Beschluss ist abgelehnt, mangels Mehrheit.“ Aber Sie fragen sich: Wie viele Stimmen waren dafür? Der Verwalter hat sie nicht gezählt. Ist das rechtmäßig?

Diese Frage, die sich jedes Jahr Tausende von Wohnungseigentümern an der Côte d'Azur, von Nizza bis Grasse, stellen, wurde vom Kassationsgerichtshof in einem Urteil vom 11. Mai 2000 (Nr. 98-17.029) entschieden. Und die Antwort ist klar: Nein, der Verwalter muss die Ja-Stimmen nicht explizit erfassen. Er kann sie durch Differenz berechnen. Eine Entscheidung mit direkten Auswirkungen auf die Gültigkeit Ihrer Abstimmungen in der Wohnungseigentümergemeinschaft.

In diesem Artikel werden wir diese Rechtsprechung analysieren, verstehen, was sie für Sie ändert, und Ihnen praktische Ratschläge geben, um Streitigkeiten zu vermeiden. Ob Sie Vermieter in Nizza, Wohnungseigentümer in Antibes oder Immobilienprofi sind – was Sie lesen werden, kann Ihnen viel Ärger ersparen.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr X ist Eigentümer einer Wohnung in einer Wohnungseigentümergemeinschaft in Antibes. Im Jahr 1996 stimmt die Eigentümerversammlung über mehrere Beschlüsse ab, darunter einen über Dämmarbeiten. Das Protokoll enthält die Namen der Eigentümer, ihre Miteigentumsanteile und die Aufschlüsselung der Nein-Stimmen, Enthaltungen und Nichtwähler. Aber nirgends erscheint die Anzahl der Ja-Stimmen. Herr X ficht die Gültigkeit der Versammlung vor dem Tribunal de grande instance (TGI) von Grasse an, mit der Begründung, dass Artikel 17 des Dekrets vom 17. März 1967 die Erfassung der Ja-Stimmen vorschreibe. Das TGI Grasse gibt ihm recht: Ohne diese Erfassung sei das Protokoll fehlerhaft und die Beschlüsse seien nichtig.

Die Wohnungseigentümergemeinschaft legt Berufung ein. Das Berufungsgericht Aix-en-Provence hebt das Urteil auf: Nach seiner Auffassung verlangt Artikel 17 keine explizite Zählung der Ja-Stimmen; es reiche aus, dass das Protokoll ihre Ermittlung durch Differenz ermögliche. Herr X legt Kassation ein. Er argumentiert, der Wortlaut sei klar: Das Protokoll müsse das Ergebnis jeder Abstimmung angeben, was eine separate Zählung der Ja-Stimmen voraussetze.

Der Kassationsgerichtshof weist die Kassation in seinem Urteil vom 11. Mai 2000 zurück. Er bestätigt die Position des Berufungsgerichts: Artikel 17 des Dekrets vom 17. März 1967 verlange nicht die Erfassung der Ja-Stimmen. Die Anzahl der Stimmen für einen Beschluss könne durch Differenz zwischen der Gesamtstimmenzahl der Versammlung (ermittelt aus der Anwesenheitsliste) und der Gesamtzahl der Stimmen der Eigentümer, die sich als Nein-Stimmen, Nichtwähler oder Enthaltungen erklärt haben, berechnet werden.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Um diese Entscheidung zu verstehen, muss man sich mit Artikel 17 des Dekrets vom 17. März 1967 (der die Wohnungseigentümergemeinschaft regelt) befassen. Dieser Artikel bestimmt, dass das Protokoll der Eigentümerversammlung „das Ergebnis jeder Abstimmung“ aufführt. Soweit nichts sehr Präzises. Die Frage war: Muss das Ergebnis zwingend die Anzahl der Ja-Stimmen enthalten?

Der Kassationsgerichtshof antwortet mit Nein. Er stützt sich auf eine wörtliche und teleologische (zweckorientierte) Auslegung des Textes. Wörtlich: Artikel 17 sagt nicht „die Anzahl der Ja- und Nein-Stimmen“, sondern nur „das Ergebnis“. Das Ergebnis kann jedoch abgeleitet werden, wenn das Protokoll die Gesamtstimmenzahl der Versammlung und die Aufschlüsselung der Gegenstimmen, Enthaltungen und Nichtteilnahmen angibt. Teleologisch: Der Zweck ist es, jedem Eigentümer zu ermöglichen, zu überprüfen, ob die erforderliche Mehrheit erreicht wurde. Wenn das Protokoll diese Berechnung durch Differenz ermöglicht, ist der Zweck erfüllt.

Vorsicht jedoch: Diese Lösung setzt voraus, dass die Anwesenheitsliste (das Dokument, das alle anwesenden oder vertretenen Eigentümer mit ihren Miteigentumsanteilen auflistet) korrekt ausgefüllt ist. Ohne sie ist es unmöglich, die Gesamtstimmenzahl der Versammlung zu kennen. In dem entschiedenen Fall war die Anwesenheitsliste vollständig: Namen, Vornamen, Wohnsitz und Miteigentumsanteile jedes Eigentümers. Dieses Detail ist entscheidend.

Was nur wenige wissen: Diese Rechtsprechung wurde mehrfach bestätigt (Civ. 3e, 18. Dezember 2002, Nr. 01-03.951; Civ. 3e, 8. Juni 2011, Nr. 10-18.503). Sie ist nunmehr Teil des geltenden Rechts. Kurz gesagt: Wenn Ihr Verwalter nur die Nein-Stimmen und Enthaltungen angibt, ist die Abstimmung gültig, sofern die Anwesenheitsliste vollständig ist.

Was das für Sie konkret ändert

Für den Wohnungseigentümer: Sie können eine Abstimmung nicht mehr allein mit der Begründung anfechten, dass das Protokoll die Ja-Stimmen nicht aufführt. Wenn der Verwalter die Nein-Stimmen und Enthaltungen ordnungsgemäß vermerkt hat und die Anwesenheitsliste vollständig ist, ist die Abstimmung ordnungsgemäß. Konkretes Beispiel: In Nizza stimmt eine Versammlung über Aufzugsarbeiten für 200.000 € ab. Der Verwalter gibt 500 Nein-Stimmen, 100 Enthaltungen bekannt, die Gesamtstimmenzahl der Versammlung beträgt 1.200 Stimmen. Durch Differenz ergeben sich somit 600 Ja-Stimmen.

Questions fréquentes

Que faire si le procès-verbal ne mentionne pas les voix 'pour' ?

Vérifiez la feuille de présence. Si elle est complète (noms, tantièmes), le vote est valide. Sinon, contestez dans les 2 mois suivant la notification.

Puis-je demander au syndic d'ajouter les voix 'pour' dans le PV ?

Oui, vous pouvez proposer une résolution en assemblée générale pour que le syndic mentionne systématiquement les voix 'pour'. C'est une bonne pratique, mais non obligatoire.

Quel est le risque si le syndic ne note que les voix 'contre' ?

Aucun risque si la feuille de présence est correcte. En revanche, si les abstentions et non-votants sont omis, le calcul par différence devient impossible et le vote pourrait être annulé.

Comment vérifier le calcul des voix 'pour' ?

Prenez le total des voix de l'assemblée (feuille de présence). Soustrayez les voix 'contre', abstentions et non-votants. Le résultat est le nombre de voix 'pour'.

Que faire en cas d'erreur dans les tantièmes sur la feuille de présence ?

L'erreur peut vicier le vote. Contestez dans les 2 mois suivant la notification du PV. Conservez une copie de la feuille de présence comme preuve.

Informations juridiques

  • Numéro: 98-17.029
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 11 mai 2000

Mots-clés

copropriétéassemblée généralevotevoix pourcalcul par différencearticle 17 décret 1967Cour de cassationjurisprudenceprocès-verbalfeuille de présence

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire contestant un vote à Nice

M. Dupont, propriétaire d'un appartement à Nice, reçoit un PV d'assemblée générale où le syndic n'a mentionné que 300 voix 'contre' et 50 abstentions, sans les voix 'pour'. Il pense que le vote est nul.

Application pratique:

La jurisprudence permet le calcul par différence. M. Dupont doit vérifier la feuille de présence : si le total des voix est 600, alors les voix 'pour' sont 250 (600-300-50). Le vote est valide. Il ne peut pas contester sur ce seul motif.

2

Syndic rédigeant un PV à Antibes

Un syndic professionnel à Antibes doit rédiger le PV d'une assemblée. Il hésite à détailler les voix 'pour' par souci de simplification.

Application pratique:

Il peut se contenter de noter les voix 'contre' et abstentions, à condition que la feuille de présence soit complète. Pour éviter des contestations, il peut aussi mentionner les voix 'pour' par transparence.

3

Propriétaire bailleur à Grasse

Mme Martin, propriétaire bailleur à Grasse, donne mandat à son locataire pour voter. Le syndic n'annexe pas le mandat à la feuille de présence.

Application pratique:

Le mandat doit être annexé pour que les voix soient valides. Mme Martin doit exiger cette annexion avant le vote. En cas d'omission, elle peut contester la résolution dans les 2 mois.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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