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Abandon des Miteigentums an einer Grenzmauer: Unmöglich, wenn Sie einen besonderen Vorteil daraus ziehen
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Abandon des Miteigentums an einer Grenzmauer: Unmöglich, wenn Sie einen besonderen Vorteil daraus ziehen

📅 Décision du 20 Dezember 1989⚖️ Cour de cassation👁️ 4 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass ein Eigentümer sein Miteigentumsrecht an einer Grenzmauer nicht aufgeben kann, um sich den Reparaturkosten zu entziehen, wenn er weiterhin einen besonderen Vorteil daraus zieht, z. B. wenn die Mauer ein vor seinem Eigentum errichtetes Gebäude stützt. Diese Entscheidung schützt Miteigentümer von Grenzmauern vor missbräuchlichem Verzicht.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 88-15.480 • 1989-12-20 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Hauses in Anglet, das an das Ihres Nachbarn grenzt. Eine Mauer trennt Ihre beiden Gärten. Eines Tages bekommt diese Mauer Risse, droht einzustürzen. Ihr Nachbar teilt Ihnen mit, dass sie repariert werden muss, und zwar zu gleichen Teilen. Sie hingegen sind der Meinung, dass Ihnen die Mauer nichts mehr nützt. Also beschließen Sie, Ihr Miteigentumsrecht an der Mauer aufzugeben (d. h. Ihren Eigentumsanteil), um nicht zu zahlen. Problem: Wenn Ihr Haus auf dieser Mauer ruht, profitieren Sie weiterhin davon. Die Frage, die sich jeder Eigentümer stellt: Darf man sich der Unterhaltspflicht einer Grenzmauer entziehen, indem man seine Rechte aufgibt, obwohl man noch einen Vorteil daraus zieht?

Diese Frage hat der Kassationsgerichtshof in einem Urteil vom 20. Dezember 1989 (Nr. 88-15.480) beantwortet. Die Richter entschieden: Nein, man kann das Miteigentumsrecht an einer Grenzmauer nicht aufgeben, wenn man einen besonderen Vorteil daraus zieht. Im vorliegenden Fall hatte ein Eigentümer eine neue Grenzmauer errichtet, aber die alte Mauer stützte weiterhin sein Haus. Der Gerichtshof befand, dass dieser Vorteil (die Stützung) einen Verzicht ausschloss, selbst wenn die Mauer erst nachträglich zur Grenzmauer geworden war. Merken Sie sich diesen Grundsatz gut, denn er gilt für viele alltägliche Situationen.

In diesem Artikel werde ich Ihnen die Geschichte hinter dieser Entscheidung erzählen, die Argumentation der Richter erläutern und Ihnen vor allem praktische Ratschläge geben, um einen solchen Rechtsstreit zu vermeiden. Ob Sie Eigentümer in Oloron-Sainte-Marie oder Anglet sind – diese Regeln betreffen Sie.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr X und Frau Y sind Nachbarn in Anglet. Ihre Grundstücke werden durch eine Grenzmauer getrennt (d. h. jeder ist zur Hälfte Eigentümer). Eines Tages altert die Mauer und ist einsturzgefährdet. Die Eheleute Y (die Nachbarn) lassen Sanierungsarbeiten durchführen und fordern Herrn X auf, die Hälfte der Kosten zu tragen, gemäß Artikel 655 des Code civil (der die Miteigentümer einer Grenzmauer verpflichtet, zu den notwendigen Reparaturen beizutragen). Herr X lehnt ab: Seiner Ansicht nach ist die Mauer erst nach dem Bau einer neuen Mauer zur Grenzmauer geworden, und er meint, dass die streitgegenständliche Mauer sein Haus nicht mehr stützt. Er beruft sich auf die Möglichkeit des Verzichts auf das Miteigentumsrecht: Artikel 656 des Code civil erlaubt es einem Miteigentümer, sich von der Beitragspflicht zu Reparaturen zu befreien, indem er sein Miteigentumsrecht aufgibt, vorausgesetzt, die Mauer stützt kein ihm gehörendes Gebäude.

Die Eheleute Y verklagen Herrn X. Das Berufungsgericht Pau verurteilt Herrn X in einem Urteil von 1988 zur Zahlung der Hälfte der Kosten. Begründung: Herr X kann das Miteigentumsrecht nicht aufgeben, da er aus der Mauer einen besonderen Vorteil zieht. Im konkreten Fall stützte die alte Mauer trotz des Neubaus weiterhin einen Teil des Hauses von Herrn X. Herr X legt Kassationsbeschwerde ein.

Der Kassationsgerichtshof weist die Beschwerde von Herrn X mit Urteil vom 20. Dezember 1989 zurück. Er bestätigt die Argumentation des Berufungsgerichts: Die Möglichkeit des Verzichts auf das Miteigentumsrecht kann von einem der Eigentümer nicht ausgeübt werden, wenn er aus der streitgegenständlichen Mauer einen besonderen Vorteil zieht. Im vorliegenden Fall stützte die Mauer das Gebäude von Herrn X, was einen besonderen Vorteil darstellte. Es spielt keine Rolle, dass die Mauer erst nachträglich zur Grenzmauer wurde oder dass eine neue Mauer errichtet wurde: Solange der Vorteil fortbesteht, ist ein Verzicht unmöglich. Herr X muss daher seinen Anteil an den Reparaturkosten tragen.

Die Argumentation des Gerichts – entschlüsselt

Um diese Entscheidung zu verstehen, muss man auf die Gesetzestexte zurückkommen. Artikel 655 des Code civil bestimmt: „Die Reparatur und der Wiederaufbau der Grenzmauer gehen zu Lasten aller, die ein Recht daran haben, und jeder trägt seinen Teil bei.“ Artikel 656 sieht eine Ausnahme vor: „Der Miteigentümer einer Grenzmauer kann von der Beitragspflicht zu Reparaturen und Wiederaufbau befreit werden, indem er das Miteigentumsrecht aufgibt, sofern die Grenzmauer kein ihm gehörendes Gebäude stützt.“ Mit anderen Worten: Wenn die Mauer Ihr Haus stützt, können Sie sich nicht von ihr lossagen.

Der Kassationsgerichtshof bekräftigt diesen Grundsatz und präzisiert ihn: Der Verzicht ist nicht nur untersagt, wenn die Mauer Ihr Gebäude direkt stützt, sondern allgemein, wenn Sie aus der Mauer einen besonderen Vorteil ziehen. Was ist ein besonderer Vorteil? Dies kann die Stützung eines Bauwerks sein, aber auch ein Aussichtsrecht, eine Stütze oder jede andere ausschließliche Nutzung. Kurz gesagt: Wenn Sie die Mauer weiterhin in einer Weise nutzen, die über die bloße Grenzlage hinausgeht (z. B. dass Sie keine eigene Mauer bauen müssen), können Sie nicht verzichten.

In diesem Fall hatte das Berufungsgericht festgestellt, dass die streitgegenständliche Mauer einen Teil des Hauses von Herrn X stützte. Diese Stützung war ein besonderer Vorteil. Es spielte keine Rolle, dass Herr X eine neue Mauer gebaut hatte: Die alte Mauer erfüllte weiterhin eine strukturelle Funktion. Die Richter befanden daher, dass ein Verzicht nicht möglich war. Der Kassationsgerichtshof bestätigt diese Argumentation. Vorsicht jedoch: Wenn die Mauer Ihnen keinen besonderen Vorteil bringt (z. B. ist sie rein trennend und Sie haben

Questions fréquentes

Puis-je abandonner mon droit de mitoyenneté si le mur soutient ma maison ?

Non, l'article 656 du Code civil interdit l'abandon lorsque le mur soutient un bâtiment vous appartenant. La Cour de cassation a étendu cette interdiction à tout avantage particulier, comme un droit de vue ou un appui.

Que faire si mon voisin veut abandonner le mur mitoyen ?

Vous pouvez vous y opposer en justice si vous prouvez qu'il continue à en profiter (par exemple, le mur soutient sa terrasse). Rassemblez des preuves (photos, constat d'huissier) et consultez un avocat.

Quels sont les délais pour contester un abandon de mitoyenneté ?

Vous avez 5 ans à compter du jour où vous avez connaissance de l'abandon (prescription de droit commun). Mais agissez rapidement, surtout si des travaux urgents sont nécessaires.

Combien coûte une procédure pour litige de mitoyenneté ?

Les frais d'avocat varient de 1 500 à 5 000 € selon la complexité. Une médiation peut être moins chère (500 à 1 000 €). Dans certains cas, l'aide juridictionnelle peut être demandée.

Puis-je abandonner partiellement mon droit de mitoyenneté ?

Non, l'abandon doit porter sur la totalité du droit de mitoyenneté. Vous ne pouvez pas abandonner seulement une partie du mur. L'abandon est indivisible.

Informations juridiques

  • Numéro: 88-15.480
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 20 décembre 1989

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Anglet : maison mitoyenne avec mur fissuré

M. Dupont, propriétaire d'une maison à Anglet, voit le mur mitoyen avec sa voisine se fissurer. La voisine lui demande 3 000 € pour la moitié des travaux. M. Dupont veut abandonner son droit de mitoyenneté car il a construit un mur de soutènement chez lui, mais l'ancien mur soutient encore sa terrasse.

Application pratique:

M. Dupont ne peut pas abandonner car le mur soutient sa terrasse (avantage particulier). Il doit payer sa part. Pour éviter cela, il aurait dû faire constater avant les travaux que le mur ne soutenait rien. Il peut négocier un échelonnement des paiements avec sa voisine.

2

Propriétaire à Oloron-Sainte-Marie : mur purement séparatif

Mme Martin possède une maison à Oloron-Sainte-Marie. Un mur sépare son jardin de celui de son voisin. Le mur est vétuste mais ne soutient aucune construction. Le voisin veut le reconstruire et réclame la moitié. Mme Martin estime que le mur ne lui sert à rien.

Application pratique:

Mme Martin peut abandonner son droit de mitoyenneté car le mur ne lui apporte aucun avantage particulier (pas de soutien, pas de vue). Elle doit le faire par acte notarié et le publier. Elle n'aura pas à payer les travaux, mais perdra tout droit sur le mur.

3

Copropriétaire : mur porteur entre deux appartements

Dans une copropriété à Anglet, un mur mitoyen sépare deux appartements. Le mur est porteur et doit être renforcé. Un copropriétaire veut abandonner pour ne pas payer les 2 000 € de travaux.

Application pratique:

Impossible : le mur soutient son appartement (avantage particulier). Il doit contribuer. En copropriété, les règles sont encore plus strictes car le mur peut être partie commune. Consultez le règlement de copropriété.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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