Abwesenheitserklärung: Wie kann man in der Zwischenzeit die Nutzung der Vermögenswerte erlangen?
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Abwesenheitserklärung: Wie kann man in der Zwischenzeit die Nutzung der Vermögenswerte erlangen?

📅 Décision du 23 Juni 1981⚖️ Cour de cassation👁️ 7 vues📖 5 min de lecture

Wenn eine Person für abwesend erklärt wird, können ihre potenziellen Erben die vorläufige Nutzung ihres Vermögens beantragen, auch wenn ihr Recht vom Tod abhängt. Der Kassationshof stellt klar, dass der mutmaßliche Nießbraucher die Erträge aus Wertpapieren erhalten kann, ohne den mutmaßlichen Tod abzuwarten.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 79-16.736 • 1981-06-23 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: In Cognin ein altes Gebäude, dessen Eigentümer seit Jahren verschwunden ist. Die mutmaßlichen Erben, entfernte Verwandte, fragen sich, ob sie die Mieten kassieren oder die Immobilie verkaufen können. Die Frage, die sich jeder Eigentümer oder Berechtigte stellt: Kann man über das Vermögen eines Abwesenden verfügen, bevor sein Tod offiziell festgestellt wird? Diese Entscheidung des Kassationshofs aus dem Jahr 1981 gibt eine differenzierte, aber für die bedingten Gläubiger günstige Antwort.

Im Zivilrecht ist die Abwesenheit eine komplexe rechtliche Situation: Eine Person ist verschwunden, ohne ein Lebenszeichen zu geben, aber man weiß nicht, ob sie lebt oder tot ist. Nach einer bestimmten Frist kann das Gericht die Abwesenheit feststellen, was vorläufige Rechte eröffnet. Der frühere Artikel 123 des Code civil (heute ersetzt durch die Artikel 112 ff.) sieht vor, dass diejenigen, die an den Vermögenswerten des Abwesenden Rechte haben, die vom Tod abhängen, deren vorläufige Ausübung verlangen können, sofern sie eine Kaution (finanzielle Sicherheit) leisten.

In dem am 23. Juni 1981 entschiedenen Fall bestätigte der Kassationshof, dass der bloße Eigentümer von Rentenpapieren die vorläufige Nutzung der Erträge verlangen konnte, selbst wenn sein Nießbrauchsrecht vom Tod des Abwesenden abhing. Eine Entscheidung, die die Berechtigten absichert und die Regeln für die Verwaltung des Vermögens bis zur Rückkehr … oder zum mutmaßlichen Tod klärt.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Frl. Z, Eigentümerin in Cognin, besaß einen Nießbrauch (das Recht, die Erträge eines Vermögenswerts zu nutzen, ohne Eigentümer zu sein) an 800.000 Francs 3,50 %-Rentenpapieren, den sogenannten „Pinay“-Papieren. Diese in den 1950er-1960er Jahren weit verbreiteten Papiere warfen jährliche Zinsen ab. Der bloße Eigentümer (derjenige, der den Vermögenswert besitzt, ohne die Früchte zu ziehen) dieser Papiere war ein gewisser Herr X, der seit mehreren Jahren verschwunden war. Nach Ablauf der gesetzlichen Frist erklärte das Gericht die Abwesenheit von Herrn X.

Frl. Z, als potenzielle Nießbraucherin (sie würde den Nießbrauch erben, wenn Herr X stürbe), beantragte beim Berufungsgericht Chambéry, vorläufig die Zinsen der Papiere erhalten zu können. Sie argumentierte, dass sie nach dem früheren Artikel 123 ein bedingtes Recht auf den Nießbrauch habe und dessen vorläufige Ausübung verlangen könne. Dem widersprach der bloße Eigentümer (oder seine Vertreter) mit der Begründung, der Nießbrauch könne nicht ausgeübt werden, solange der Tod nicht sicher sei, und die Frist für die Todesvermutung sei noch nicht abgelaufen.

Das Berufungsgericht gab Frl. Z recht und ordnete die vorläufige Nutzung der Erträge an. Der bloße Eigentümer legte Kassation ein und bestritt die Auslegung von Artikel 123. Der Kassationshof wies die Revision jedoch zurück und bestätigte das Urteil des Berufungsgerichts. Eine bemerkenswerte Wendung: Das oberste Gericht stellte klar, dass der Nießbrauch nicht automatisch durch die Abwesenheit erlösche, und dass der Antrag von Frl. Z rechtmäßig sei, da sie nicht den Nießbrauch selbst, sondern nur die vorläufige Nutzung der Erträge verlange.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Grundlage der Entscheidung ist der frühere Artikel 123 des Code civil (inzwischen aufgehoben, aber durch ähnliche Bestimmungen ersetzt). Dieser Artikel besagt: „Nach dem Urteil, das die Abwesenheit feststellt, können alle, die an den Vermögenswerten des Abwesenden Rechte haben, die vom Tod abhängen, deren vorläufige Ausübung verlangen, sofern sie eine Kaution leisten.“ Einfach ausgedrückt: Wenn Sie wahrscheinlich erben oder ein Recht an den Vermögenswerten einer verschwundenen Person haben, können Sie diese vorübergehend nutzen, vorausgesetzt, Sie garantieren, dass Sie die Vermögenswerte zurückgeben, falls die Person zurückkehrt.

Die Begründung der Richter ist wie folgt: Frl. Z hatte ein Nießbrauchsrecht (d. h. das Recht, die Erträge der Papiere zu erhalten), das vom Tod des Herrn X abhing. Die erklärte Abwesenheit erlaubt gerade die vorläufige Ausübung dieser Art von Rechten. Es spielt keine Rolle, dass die Frist für die Todesvermutung (damals 10 Jahre) noch nicht abgelaufen war. Wichtig ist, dass das Urteil, das die Abwesenheit feststellt, ergangen ist. Der Kassationshof betont, dass der Antrag von Frl. Z nicht auf den Nießbrauch selbst (der erlöschen könnte, wenn der Abwesende zurückkehrte), sondern auf die vorläufige Nutzung der Erträge gerichtet war. Eine subtile, aber entscheidende Unterscheidung.

Die Argumente des bloßen Eigentümers, der behauptete, die Abwesenheit lasse den Nießbrauch erlöschen, wurden zurückgewiesen. Das Gericht befand, dass der Nießbrauch nicht durch die Abwesenheit erlischt, da nur der sichere Tod oder der Verzicht des Berechtigten ihn beenden kann. Diese Auslegung entspricht der Logik des Rechts der Abwesenden: die Interessen der Berechtigten zu schützen und gleichzeitig das Vermögen für den Fall der Rückkehr zu bewahren. Die Entscheidung fügt sich in eine ständige Rechtsprechung ein, die die vorläufige Ausübung bedingter Rechte begünstigt, ohne den tatsächlichen oder mutmaßlichen Tod abzuwarten.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für Vermieter: Wenn Sie bloßer Eigentümer einer Immobilie sind, deren Nießbraucher verschwunden ist, können Sie die Mieten vor dem Tod des Nießbrauchers nicht verlangen. Wenn Sie hingegen der potenzielle Nießbraucher sind (z. B. ein Verwandter, der den Nießbrauch erben soll), können Sie beim Gericht die vorläufige Nutzung der Mieten beantragen, sofern Sie eine Kaution leisten. Beispiel aus Barberaz: Eine Wohnung mit einer monatlichen Miete von 600 €. Wenn der Eigentümer abwesend ist, kann der mutmaßliche Nießbraucher diese Mieten nach Hinterlegung einer Sicherheit (z. B. einer Kaution von 7.200 €, entsprechend einem Jahresmietbetrag) vereinnahmen.

Questions fréquentes

Puis-je percevoir les loyers d'un bien dont le propriétaire est déclaré absent ?

Oui, si vous êtes un ayant droit potentiel (héritier, usufruitier présomptif) et que vous obtenez du tribunal un jugement de jouissance provisoire. Vous devrez fournir une caution pour garantir la restitution des biens en cas de retour de l'absent.

Quel est le délai pour demander la jouissance provisoire après la déclaration d'absence ?

Aucun délai d'attente n'est imposé. Dès le jugement déclaratif d'absence rendu par le tribunal judiciaire, vous pouvez saisir le même tribunal pour demander la jouissance provisoire des biens. Il n'est pas nécessaire d'attendre le délai de présomption de décès (10 ans).

Que se passe-t-il si l'absent revient après que j'ai perçu les revenus ?

Vous devez restituer les biens ainsi que les revenus non consommés. La caution que vous avez fournie sert à garantir cette restitution. Si vous avez consommé les revenus, vous devrez les rembourser sur votre patrimoine personnel.

Combien coûte une caution pour la jouissance provisoire ?

Le coût d'une caution bancaire varie généralement entre 1 % et 2 % du montant garanti par an. Par exemple, pour des biens d'une valeur de 200 000 €, la prime de caution sera d'environ 2 000 à 4 000 € par an. Il existe aussi des cautions personnelles gratuites mais plus risquées.

Un locataire doit-il continuer à payer le loyer si le propriétaire est absent ?

Oui, le locataire doit payer le loyer à la personne désignée par le tribunal comme bénéficiaire de la jouissance provisoire. En cas de refus, le locataire s'expose à une procédure d'expulsion. Il est conseillé de vérifier le jugement avant de payer.

Informations juridiques

  • Numéro: 79-16.736
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 23 juin 1981

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur : percevoir les loyers d'un immeuble dont l'usufruitier a disparu

Vous êtes nu-propriétaire d'un immeuble à Barberaz. L'usufruitier, votre parent, a disparu depuis 3 ans. Le tribunal a déclaré son absence. Vous souhaitez percevoir les loyers de 800 € par mois en attendant son éventuel retour.

Application pratique:

Vous pouvez demander au tribunal judiciaire de Chambéry la jouissance provisoire des loyers. Vous devrez fournir une caution de 9 600 € (un an de loyers). Une fois l'ordonnance obtenue, vous pourrez percevoir les loyers directement auprès des locataires. En cas de retour de l'usufruitier, vous devrez lui reverser les loyers perçus, mais la caution vous protège.

2

Héritier présomptif : récupérer un portefeuille de titres sans attendre le décès

Vous êtes l'héritier potentiel d'un portefeuille d'actions et d'obligations appartenant à un parent déclaré absent. Les titres génèrent 500 € de dividendes par mois. Vous avez besoin de ces revenus pour financer des études.

Application pratique:

Vous pouvez demander au tribunal la jouissance provisoire des dividendes. La caution sera calculée sur la valeur du portefeuille (par exemple, 100 000 €). Une fois l'ordonnance obtenue, vous toucherez les dividendes. Attention : si l'absent revient, vous devrez restituer les titres et les dividendes perçus. Un avocat vous aidera à constituer un dossier solide.

3

Acquéreur : acheter un bien appartenant à un absent

Vous souhaitez acheter une maison à Cognin dont le propriétaire est déclaré absent depuis 5 ans. Le prix est attractif, mais vous craignez que la vente soit annulée si le propriétaire revient.

Application pratique:

La vente est possible mais sous conditions : le tribunal doit autoriser la vente, et le prix sera consigné (séquestré) jusqu'à ce que l'absent revienne ou que son décès soit établi. Vous devrez fournir une caution pour garantir le remboursement du prix en cas de retour. Consultez impérativement un avocat avant de signer tout compromis.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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