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Garantieklage unzulässig, wenn der Lieferant in Insolvenzverfahren (Redressement judiciaire) ist?
Droit Immobilier

Garantieklage unzulässig, wenn der Lieferant in Insolvenzverfahren (Redressement judiciaire) ist?

📅 Décision du 30 Mai 1989⚖️ Cour de cassation👁️ 15 vues📖 6 min de lecture

Wenn ein Bauunternehmer mit Baumängeln konfrontiert ist, die auf ein fehlerhaftes Produkt zurückzuführen sind, versucht er oft, eine Garantieklage gegen den Lieferanten zu erheben. Ist dieser jedoch Gegenstand eines kollektiven Verfahrens, kann diese Klage an der Aussetzung der Einzelklagen scheitern. Ein Urteil des Kassationsgerichts vom 30. Mai 1989 erinnert daran, dass die Klage derzeit unzulässig ist und spezifische Schritte erforderlich sind, um seine Rechte zu wahren.

Referenzentscheidung: Cour de cassation, Chambre commerciale, 30. Mai 1989, Nr. 87-14.115 • Entscheidung einsehen →

Eine Baustelle in Paris, Baumängel, ein säumiger Lieferant … und plötzlich die Entdeckung, dass dieser sich in einem Insolvenzverfahren (Redressement judiciaire) befindet. Genau dieser Situation sah sich ein Bauunternehmer gegenüber, der gezwungen war, die finanziellen Folgen von Mängeln allein zu tragen, die eigentlich auf ein fehlerhaftes Produkt zurückzuführen waren. Kann er sich an den Hersteller wenden, um Schadensersatz zu erhalten? Das ist keineswegs sicher.

Der Kassationsgerichtshof hat in einem Urteil vom 30. Mai 1989 eine unmissverständliche Antwort gegeben: Unter der Geltung des Gesetzes vom 13. Juli 1967 über das gerichtliche Vergleichsverfahren (Règlement judiciaire) ist die Garantieklage, die ein Unternehmer gegen seinen in einem kollektiven Verfahren befindlichen Lieferanten erhebt, derzeit unzulässig. Diese Lösung findet auch im heutigen Recht der Unternehmen in Schwierigkeiten noch Anklang.

Ob Sie Eigentümer einer Immobilie in Paris, Bauträger oder Handwerker sind, dieses Prinzip birgt tückische Fallstricke. Es erfordert eine strenge Disziplin, wenn ein Vertragspartner in finanzielle Turbulenzen gerät. Lassen Sie uns gemeinsam diese Entscheidung, ihre konkreten Auswirkungen und die Vorsichtsmaßnahmen analysieren, die Sie ergreifen sollten, um nicht zu sehen, wie Ihre Rechte verpuffen.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Im Mittelpunkt dieses Rechtsstreits steht eine Immobiliengesellschaft (Société civile immobilière), die als Bauherrin eines Bauprojekts auftritt. Diese wird vom Unternehmer auf Zahlung des Restwerklohns verklagt. Zahlungsverweigerung: Die Bauherrin ist der Ansicht, dass das Werk mit Baumängeln behaftet ist (Konstruktionsfehler, die die Stabilität oder den Verwendungszweck des Werks beeinträchtigen). Sie erhebt daher eine Widerklage auf Schadensersatz.

Um sich dieser Haftung zu entledigen, wendet sich der Unternehmer an seinen Lieferanten. Das von ihm verwendete Produkt, das von diesem geliefert wurde, sei die Ursache der Mängel. Er zieht den Lieferanten daher im Wege der Garantieklage hinzu, d.h. er verlangt, von den Verurteilungen freigestellt zu werden, die gegen ihn ausgesprochen werden könnten. Doch ein erhebliches Hindernis taucht auf: Der Lieferant ist Gegenstand eines gerichtlichen Vergleichsverfahrens (Règlement judiciaire), des Vorgängers des heutigen Insolvenzverfahrens (Redressement judiciaire).

Das erstinstanzliche Gericht und dann das Berufungsgericht erklären die Garantieklage für zulässig. Nach ihrer Auffassung steht die Aussetzung der Einzelklagen (der Grundsatz, der einem Gläubiger verbietet, isoliert gegen einen Schuldner in Schwierigkeiten vorzugehen) einer Klage nicht entgegen, die lediglich darauf abzielt, das Bestehen einer Forderung anzuerkennen, ohne sofortige Geldverurteilung. Der Kassationsgerichtshof sieht dies anders.

Die Begründung des Gerichts – im Detail analysiert

Das oberste Gericht hebt das Berufungsurteil unter Bezugnahme auf Artikel 47 des Gesetzes vom 13. Juli 1967 auf. Diese Bestimmung legt eine Kardinalregel des Rechts der kollektiven Verfahren fest: Das Urteil, das das gerichtliche Vergleichsverfahren ausspricht, setzt jede Einzelklage aus, die auf die Zahlung eines Geldbetrags abzielt. Das Ziel ist einfach: die Gleichbehandlung der Gläubiger zu wahren und dem Unternehmen eine Sanierungschance zu geben.

In der Berufung hatten die Richter eine subtile Unterscheidung vorgenommen. Die Garantieklage, so argumentierten sie, verlange keine sofortige Zahlung; sie ziele nur darauf ab, die Verpflichtung des Lieferanten anzuerkennen, die Folgen der Mängel zu tragen, eine Art „keimende“ Forderung, die erst im Falle einer Verurteilung des Unternehmers zum Tragen käme. Könnte man hier wirklich von einer verbotenen Klage sprechen?

Der Kassationsgerichtshof fegt dieses Argument vom Tisch. Er stellt unmissverständlich fest: Die Garantieklage ist derzeit unzulässig. Warum? Weil nicht entschieden werden kann, dass die Aussetzung der Einzelklagen einer Klage nicht entgegensteht, die darauf abzielt, das Bestehen einer Forderung anzuerkennen. Der Unternehmer sucht in Wirklichkeit, sich gegen eine zukünftige Schuld abzusichern, indem er einen Titel gegen seinen Lieferanten erlangt. Dieser Titel könnte jedoch letztlich zu einer Geldverurteilung führen, was genau der Mechanismus ist, der während des Beobachtungszeitraums verboten ist.

Der Begriff „derzeit“ (en l'état) ist entscheidend. Er bedeutet, dass die Klage nicht endgültig erloschen ist, sondern lediglich blockiert ist, solange das kollektive Verfahren dauert. Der Gläubiger ist nicht ohne Rechtsmittel: Er muss seine Forderung beim Passiv des Lieferanten anmelden, unter Beachtung der gesetzlich vorgeschriebenen Formen und Fristen. Dies ist der obligatorische Weg, um eines Tages, wenn auch nur teilweise, bezahlt zu werden. Das Gericht erinnert damit nachdrücklich daran, dass das Gericht des kollektiven Verfahrens das einzige zuständige Gericht für Zahlungsklagen gegen den Schuldner ist.

Diese Lösung, die unter der Geltung eines alten Gesetzes ergangen ist, behält auch heute ihre volle Gültigkeit. Artikel L. 622-21 des Handelsgesetzbuchs (Code de commerce), der für Sicherungsverfahren (Sauvegarde), Insolvenzverfahren (Redressement judiciaire) und Liquidationsverfahren (Liquidation judiciaire) gilt, übernimmt denselben Grundsatz: Das Eröffnungsurteil unterbricht oder verbietet jede Klage, die auf die Verurteilung des Schuldners zur Zahlung eines Geldbetrags oder auf die Auflösung eines Vertrags wegen Zahlungsverzugs abzielt. Die Ausnahmen sind selten und streng geregelt.

Was das für Sie konkret bedeutet

Eigentümer eines Gebäudes in Paris, Sie haben gerade Ihre Wohnung renovieren lassen. Sechs Monate später blättern die Farben ab und das Parkett löst sich. Der von Ihrer Versicherung bestellte Sachverständige kommt zu dem Schluss, dass das vom Handwerker aufgetragene Behandlungsprodukt fehlerhaft ist. Dieser teilt Ihnen mit, dass er sich bei einer Gesellschaft eingedeckt hat, die sich heute in einem Insolvenzverfahren (Redressement judiciaire) befindet. Was können Sie erhoffen?

Zunächst können Sie den Lieferanten nicht direkt vor dem Tribunal de grande instance verklagen, um eine Verurteilung zur Zahlung zu erreichen. Die Klage wäre unzulässig. Sie müssen Ihre Forderung beim Insolvenzverwalter anmelden, auch wenn sie noch nicht endgültig feststeht. Diese Anmeldung ist eine unerlässliche Formalität, um Ihre Rechte zu wahren. Wenn Sie sie versäumen, riskieren Sie, Ihre Forderung zu verlieren.

Für den Handwerker ist die Situation heikel: Er kann sich nicht auf seine Garantieklage gegen den Lieferanten verlassen, um sich vor den Forderungen des Bauherrn zu schützen. Er muss sich dem Hauptverfahren stellen und kann nur hoffen, dass seine Forderung im Passiv des Lieferanten berücksichtigt wird. Er muss daher besonders wachsam sein und alle Fristen einhalten.

In der Praxis ist es daher unerlässlich, einen auf Baurecht und Unternehmensschwierigkeiten spezialisierten Anwalt zu konsultieren. Ein Anwalt in Paris kann Sie bei den erforderlichen Schritten begleiten, insbesondere bei der Forderungsanmeldung und der Verteidigung Ihrer Interessen. Er kann Ihnen auch helfen, die Ausnahmen zu identifizieren, die es Ihnen ermöglichen könnten, trotz des kollektiven Verfahrens zu klagen, insbesondere wenn Ihre Forderung auf einer Straftat beruht oder wenn sie aus einem laufenden Vertrag herrührt.

Questions fréquentes

Mon fournisseur est en redressement judiciaire, puis-je encore le poursuivre en justice ?

Non, dès le jugement d'ouverture, toute action en condamnation au paiement est suspendue (article L. 622-21 du Code de commerce). Vous devez impérativement déclarer votre créance au mandataire judiciaire.

L'action en garantie que je voulais engager est-elle définitivement perdue ?

Pas nécessairement. Elle est irrecevable "en l'état", c'est-à-dire durant la procédure collective. Vous pourrez la reprendre après la clôture si votre créance a été régulièrement déclarée et n'a pas été effacée.

Quel est le délai pour déclarer ma créance ?

Vous disposez d'un délai de deux mois à compter de la publication du jugement d'ouverture au BODACC (quatre mois pour les créanciers hors métropole).

Que se passe-t-il si je ne déclare pas ma créance à temps ?

La créance devient inopposable au débiteur : vous ne serez jamais payé, ni pendant la procédure ni après, même si l'entreprise retrouve une activité normale.

Le juge peut-il relever d'office l'irrecevabilité de mon action ?

Oui, car la suspension des poursuites est une règle d'ordre public. Le tribunal doit la soulever même si votre adversaire ne s'en prévaut pas.

Informations juridiques

  • Numéro: 87-14.115
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 30 mai 1989

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Rénovation d'appartement à Paris : le carrelage se décolle

Un propriétaire fait poser un carrelage dans son salon parisien. Six mois après, les carreaux se fissurent. L'entrepreneur incrimine la colle fournie par une société placée en liquidation judiciaire la semaine précédente. L'expert chiffre les reprises à 12 000 €.

Application pratique:

Le propriétaire ne peut pas actionner directement le fournisseur. Il doit assigner l'entrepreneur en réparation. Ce dernier, pour sa garantie, doit déclarer sa créance au liquidateur dans les deux mois, sous peine de perdre tout recours. Le propriétaire a intérêt à vérifier que l'entrepreneur effectue cette déclaration, faute de quoi il risque de ne pas être intégralement indemnisé.

2

Promotion immobilière : panneaux de façade défectueux

Un promoteur livre une résidence à Marseille. Les panneaux de façade se décolorent. Il appelle en garantie le fabricant, mais celui-ci est en sauvegarde. Le promoteur veut obtenir un titre exécutoire pour anticiper une éventuelle liquidation.

Application pratique:

Son action au fond est irrecevable pendant la période d'observation. Il doit se contenter de déclarer sa créance provisionnelle au passif. Pour préserver ses droits, il peut demander au juge-commissaire l'autorisation de pratiquer une mesure conservatoire (saisie conservatoire) si la créance paraît fondée en son principe et que des circonstances menacent son recouvrement.

3

Copropriété : étanchéité de toiture refaite

Une copropriété à Nice fait refaire l'étanchéité de sa toiture. Après les premières pluies, des infiltrations apparaissent. Le syndicat des copropriétaires met en cause l'entrepreneur, qui se retourne contre le producteur du revêtement, placé en redressement judiciaire.

Application pratique:

Le syndicat doit agir rapidement et assigner l'entrepreneur. Celui-ci, pour ne pas supporter seul le coût des réparations (souvent plusieurs dizaines de milliers d'euros), déclarera sa créance au redressement. Le syndicat a tout intérêt à surveiller cette déclaration et, si l'entrepreneur est défaillant, à déclarer lui-même sa propre créance de réparation au passif du fournisseur.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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