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Jahreshauptversammlung für nichtig erklärt: Alle Wohnungseigentümer müssen eingeladen werden, auch bei nicht übergebenen Einheiten
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Jahreshauptversammlung für nichtig erklärt: Alle Wohnungseigentümer müssen eingeladen werden, auch bei nicht übergebenen Einheiten

📅 Décision du 16 Mai 2001⚖️ Cour de cassation👁️ 6 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass eine Eigentümerversammlung nichtig ist, wenn nicht alle Wohnungseigentümer, einschließlich derer von noch nicht übergebenen Einheiten, eingeladen wurden. Dieses Urteil schützt die Rechte abwesender oder nicht informierter Eigentümer.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 99-17.617 • 2001-05-16 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie haben gerade eine Wohnung in Mandelieu gekauft, in einer Residenz mit Meerblick. Sie erhalten eine Einladung zur Eigentümerversammlung (EV), können aber nicht teilnehmen. Später erfahren Sie, dass in Ihrer Abwesenheit eine wichtige Entscheidung getroffen wurde, und Sie fragen sich: „Ist alles mit rechten Dingen zugegangen?“ Diese Frage stellen sich viele Eigentümer. Die Antwort liegt in einem einfachen, aber grundlegenden Prinzip: Eine EV kann nur dann gültig beschließen, wenn alle Wohnungseigentümer eingeladen wurden. Und der Kassationsgerichtshof hat diese Regel in einem Urteil vom 16. Mai 2001 mit vorbildlicher Strenge bekräftigt, selbst wenn einige Einheiten noch nicht übergeben wurden.

Im vorliegenden Fall hatte ein Bauträger eine EV für eine im Bau befindliche Wohnungseigentümergemeinschaft einberufen. Von 713 Einheiten waren nur 516 übergeben, und nur diese Eigentümer wurden eingeladen. Die nicht übergebenen Einheiten, die noch dem Bauträger gehörten, erhielten keine Einladung. Ein Wohnungseigentümer focht die Gültigkeit der EV an. Das Berufungsgericht wies seine Klage ab, da das Quorum (Mindestanzahl der für Beschlüsse erforderlichen Stimmen) mit 71,43 % der Miteigentumsanteile der übergebenen Einheiten erreicht sei. Der Kassationsgerichtshof hob dieses Urteil jedoch auf: Artikel 22 des Gesetzes vom 10. Juli 1965 verlangt, dass alle Wohnungseigentümer ausnahmslos eingeladen werden. Es spiele keine Rolle, ob ihre Einheit übergeben sei oder nicht. Ohne individuelle Einladung sei die EV nichtig.

Diese Entscheidung ist eine wertvolle Waffe für Wohnungseigentümer, die sich ausgeschlossen oder ignoriert fühlen. Sie garantiert, dass jede Stimme zählt, auch die des Bauträgers für unverkaufte Einheiten. Wie können Sie also konkret prüfen, ob Ihre EV gültig ist? Und was tun, wenn sie es nicht ist? Tauchen wir ein in diese Geschichte und ihre Lehren.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, Eigentümer einer Wohnung in Antibes in einer abschnittsweise übergebenen Residenz, erhält eine Einladung zur jährlichen Eigentümerversammlung (EV). Von den 713 Einheiten der Wohnungseigentümergemeinschaft sind 516 übergeben und 197 befinden sich noch im Bau, im Eigentum des Bauträgers. Der Verwalter lädt nur die Eigentümer der übergebenen Einheiten ein, da die nicht übergebenen Einheiten noch „Eigentum des Bauträgers“ seien und dieser als Bauherr nicht als Wohnungseigentümer eingeladen werden müsse. Ein Fehler.

In der EV sind 516 Einheiten vertreten, entsprechend 71,43 % der Miteigentumsanteile. Der Bauträger, der die 197 nicht übergebenen Einheiten hält, wurde nicht eingeladen und hat daher nicht abgestimmt. Ein wichtiger Beschluss wird gefasst, etwa die Änderung der Gemeinschaftsordnung oder die Genehmigung der Jahresabrechnung. Herr X, der nicht an der EV teilnehmen konnte, ficht deren Gültigkeit vor dem Tribunal de grande instance von Grasse an. Er beruft sich auf Artikel 22 des Gesetzes vom 10. Juli 1965, der bestimmt, dass „jeder Wohnungseigentümer zur Eigentümerversammlung eingeladen werden muss“.

Das Tribunal weist seine Klage ab, ebenso das Berufungsgericht in Aix-en-Provence. Die Richter sind der Ansicht, dass das Quorum (Mindeststimmenzahl für Beschlüsse) allein mit den übergebenen Einheiten erreicht worden sei und die Nichteinladung der nicht übergebenen Einheiten die Ordnungsmäßigkeit der EV nicht beeinträchtigt habe. Doch Herr X gibt nicht auf. Er legt Kassation ein. Der Kassationsgerichtshof, mit der Sache befasst, entscheidet: Er hebt das Urteil des Berufungsgerichts auf mit der Begründung, dass „alle Wohnungseigentümer ohne Unterschied eingeladen werden müssen, unabhängig davon, ob sie Eigentümer von übergebenen oder nicht übergebenen Einheiten sind“. Das Berufungsgericht habe nicht geprüft, ob alle Wohnungseigentümer eingeladen worden seien, was einen Gesetzesverstoß darstelle.

Die rechtliche Begründung – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf zwei Texte: Artikel 22 Absatz 2 des Gesetzes vom 10. Juli 1965, der die Einladung aller Wohnungseigentümer zur Eigentümerversammlung vorschreibt, und Artikel 7 des Dekrets vom 17. März 1967, der die Einzelheiten der Einladung regelt. Klar gesagt: Das Gesetz macht keine Ausnahme. Ob Sie Eigentümer einer übergebenen oder nicht übergebenen Einheit sind, Sie haben das Recht, informiert zu werden und an den Entscheidungen der Wohnungseigentümergemeinschaft teilzunehmen. Der Bauträger, auch wenn er der Bauherr ist, bleibt für die nicht übergebenen Einheiten Wohnungseigentümer. Er muss daher eingeladen werden.

Warum ist das so wichtig? Weil die Einladung der Eckpfeiler der Eigentümerdemokratie ist. Ohne sie kann ein Wohnungseigentümer seines Stimmrechts beraubt werden, und die getroffenen Entscheidungen können angefochten werden. Das Berufungsgericht hatte angenommen, das Quorum sei erreicht, aber der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass die Ordnungsmäßigkeit der EV nicht auf das Quorum beschränkt ist: Sie erfordert, dass alle Wohnungseigentümer eingeladen wurden. Mit anderen Worten: Selbst wenn das Quorum erreicht ist, ist die EV nichtig, wenn auch nur ein einziger Wohnungseigentümer nicht eingeladen wurde.

In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Verwalter es versäumten, die Eigentümer nicht übergebener Einheiten einzuladen, in der Annahme, diese seien noch nicht „wirklich“ Wohnungseigentümer. Das ist ein schwerwiegender Rechtsfehler. Der Bauträger als Eigentümer hat das Recht, über Lasten, Arbeiten oder das Budget abzustimmen. Seine Stimme zählt.

Questions fréquentes

Je n'ai pas reçu de convocation à l'AG, que faire ?

Demandez au syndic de vous l'envoyer immédiatement. Si l'AG a déjà eu lieu, vous pouvez contester sa validité dans les deux mois suivant la notification du procès-verbal.

Puis-je demander l'annulation de l'AG si un seul copropriétaire n'a pas été convoqué ?

Oui, car la convocation de tous est une condition de validité. Même si vous avez voté pour, vous pouvez agir.

Quel est le délai pour contester une AG ?

Deux mois à compter de la notification du procès-verbal. Passé ce délai, l'AG est réputée valable sauf vices plus graves.

Combien coûte une action en nullité ?

Les frais d'avocat varient entre 500 et 2 000 € selon la complexité. Une simple mise en demeure peut suffire.

Le promoteur peut-il voter sur les lots non livrés ?

Oui, il est copropriétaire et a le droit de vote. Son absence de convocation est une cause de nullité.

Informations juridiques

  • Numéro: 99-17.617
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 16 mai 2001

Mots-clés

copropriétéassemblée généraleconvocationannulationlots non livrés

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire d'un lot dans une copropriété en cours de livraison

Vous avez acheté un appartement à Mandelieu dans une résidence neuve. Le promoteur détient encore 30 % des lots non livrés. Le syndic convoque seulement les propriétaires des lots livrés pour l'AG annuelle. Une décision sur les charges est prise sans la voix du promoteur.

Application pratique:

Vous pouvez contester l'AG dans les deux mois. Vérifiez la liste des convoqués. Si le promoteur manque, adressez un courrier recommandé au syndic. En cas de refus, saisissez le tribunal judiciaire de Grasse.

2

Promoteur immobilier à Antibes

Vous êtes promoteur et détenez 20 lots non livrés dans une copropriété de 100 lots. Le syndic ne vous convoque pas à l'AG, estimant que vous n'êtes pas encore copropriétaire. Une résolution augmente les charges de 15 %.

Application pratique:

Vous avez intérêt à agir. Faites constater l'irrégularité par huissier et assignez en nullité dans les deux mois. Vous pouvez aussi demander des dommages-intérêts si le préjudice est prouvé.

3

Syndic de copropriété dans les Alpes-Maritimes

Vous gérez une copropriété de 200 lots, dont 50 non livrés. Vous avez l'habitude de ne convoquer que les propriétaires des lots livrés pour simplifier.

Application pratique:

Cette pratique est illégale. Vous devez convoquer tous les copropriétaires, y compris le promoteur. À défaut, l'AG encourt la nullité, et vous pourriez engager votre responsabilité professionnelle. Formez-vous ou consultez un avocat.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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