Aller au contenu principal
Eigentümerversammlung und Klageerhebung: Vorsicht bei der Ermächtigung des Verwalters
Droit-immobilier

Eigentümerversammlung und Klageerhebung: Vorsicht bei der Ermächtigung des Verwalters

📅 Décision du 17 Juli 1996⚖️ Cour de cassation👁️ 9 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof erinnert daran, dass der Verwalter nur dann gerichtlich gegen Mängel vorgehen kann, wenn diese von der Eigentümerversammlung genehmigt wurden, selbst wenn sie erst im Laufe des Verfahrens entdeckt werden.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 94-18.860 • 1996-07-17 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in einer Residenz in Plaisir. Seit Monaten dringt Wasser von der Dachterrasse des Nachbarn über Ihnen ein. Der Verwalter erhebt Klage gegen den Bauunternehmer wegen Baumängeln. Während des Prozesses stellt sich heraus, dass die Schäden größer sind als angenommen. Der Verwalter erweitert die Klage um diese neuen Mängel. Problem: Die Eigentümerversammlung hat diese Erweiterung nie genehmigt. Das Berufungsgericht erklärt daraufhin alle Forderungen zu diesen neuen Mängeln für unzulässig. Die Frage, die sich jeder Eigentümer stellt: Wozu dient eine Genehmigung der Eigentümerversammlung, wenn der Verwalter die Klage nicht an die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen kann? Diese Entscheidung des Kassationshofs vom 17. Juli 1996 (Nr. 94-18.860) stellt klar: Ohne ausdrückliche Genehmigung der Eigentümerversammlung kann der Verwalter seine Klage nicht auf nicht aufgeführte Mängel ausdehnen. Erläuterungen.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft in Trappes leiden Eigentümer unter wiederkehrenden Wassereinbrüchen. Der Verwalter beruft eine Eigentümerversammlung ein, die in zwei aufeinanderfolgenden Abstimmungen den Verwalter ermächtigt, gegen den Bauunternehmer wegen „ausdrücklich aufgeführter“ Mängel zu klagen. Die Klage wird eingereicht, und der Prozess beginnt. Im Laufe der Gutachten werden jedoch neue Mängel entdeckt: insbesondere Wassereinbrüche auf der als Sondereigentum genutzten Dachterrasse eines Eigentümers. Der Verwalter reicht daraufhin ergänzende Schriftsätze in erster Instanz und dann in der Berufung ein, um Schadensersatz für diese neuen Mängel zu fordern. Die Eigentümerversammlung wurde jedoch zu diesen spezifischen Mängeln nie befragt. Der Bauunternehmer erhebt die Einrede der Unzulässigkeit: Der Verwalter sei nicht befugt, in diesen Punkten zu klagen. Das Berufungsgericht gibt dem Bauunternehmer recht. Die Wohnungseigentümergemeinschaft legt Kassation ein.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof weist die Kassation zurück. Er erinnert an den Grundsatz: Gemäß Artikel 15 des Gesetzes vom 10. Juli 1965 (das die Wohnungseigentümergemeinschaft regelt) ist der Verwalter befugt, gerichtlich in Bezug auf das Eigentum oder die Nutzung der Einheiten vorzugehen, jedoch unter der Bedingung, den Verwalter zu informieren. Mit anderen Worten: Der Verwalter darf nur mit Genehmigung der Eigentümerversammlung klagen, es sei denn, es liegt Eile vor. Hier hatte das Berufungsgericht festgestellt, dass die nach der Klageerhebung hinzugefügten Mängel keiner Entscheidung der Eigentümerversammlung unterlagen. Daher war die Gemeinschaft mit ihrem Schadensersatzanspruch unzulässig. Das oberste Gericht bestätigt diese Argumentation: Die Genehmigung für bestimmte Mängel gilt nicht für andere, selbst wenn sie zusammenhängen. Mit anderen Worten: Jeder neue Mangel erfordert eine neue Genehmigung. Was nur wenige wissen: Diese Regel gilt auch für freiwillige Interventionen einzelner Eigentümer. Ist die Gemeinschaft unzulässig, sind auch die Eigentümer, die wegen ihres eigenen Schadens intervenieren, unzulässig.

Was das für Sie konkret ändert

Für Eigentümer: Wenn Sie einen Mangel erleiden, der nicht von der Genehmigung der Eigentümerversammlung gedeckt ist, können Sie sich der Klage des Verwalters nicht anschließen. Sie müssen die Eigentümerversammlung um Genehmigung dieser Erweiterung bitten oder individuell klagen. Für Verwalter: Sie müssen bei der Formulierung der Beschlüsse sorgfältig sein. Zählen Sie die betroffenen Mängel genau auf und sehen Sie eine Klausel vor, die eine Ausdehnung der Klage auf später entdeckte Mängel unter Vorbehalt einer neuen Genehmigung erlaubt. Beispiel aus der Praxis: In Trappes musste eine Gemeinschaft mit 30 Einheiten eine zweite Klage wegen nicht aufgeführter Wassereinbrüche einreichen, was die Anwaltskosten verdoppelte (ca. 3.000 € zusätzlich). Wenn Sie in dieser Situation sind, müssen Sie überprüfen, ob die Eigentümerversammlung tatsächlich alle Mängel genehmigt hat, die Sie geltend machen wollen. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen der Verwalter eine allgemeine Genehmigung „für alle Baumängel“ erhalten hatte, was als zu vage angesehen wurde. Vorsicht jedoch: Diese Entscheidung betrifft nur Schadensersatzklagen, nicht einstweilige Maßnahmen (wie einen Antrag auf einstweilige Verfügung zur Beseitigung einer offensichtlichen Störung).

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Formulieren Sie präzise Beschlüsse: Zählen Sie in der Eigentümerversammlung jeden bekannten Mangel mit seinem Ort auf (z. B. „Wassereinbrüche im Bereich der Terrasse von Einheit 5“). Vermeiden Sie zu allgemeine Formulierungen.
  • Sehen Sie eine Erweiterungsklausel vor: Bitten Sie die Eigentümerversammlung, den Verwalter zu ermächtigen, die Klage auf Mängel auszudehnen, die während des Gutachtens entdeckt werden, unter dem Vorbehalt, den Verwaltungsbeirat zu informieren.
  • Lassen Sie bei Bedarf eine neue Genehmigung beschließen: Sobald ein neuer Mangel identifiziert ist, berufen Sie eine außerordentliche Eigentümerversammlung ein. Das ist billiger als eine Abweisung vor Gericht.
  • Bewahren Sie alle Protokolle auf: Im Streitfall müssen Sie den Umfang der erteilten Genehmigung nachweisen. Ein klares und vollständiges Protokoll ist Ihr bester Verbündeter.

Vertiefung: verwandte Rechtsprechung und Entwicklungen

Diese Entscheidung fügt sich in eine ständige Linie ein: Der Kassationshof verlangt eine spezielle Ermächtigung für jede Klage (Civ. 3e, 14. Januar 1998, Nr. 96-11.297). Seitdem hat das Gesetz ALUR von 2014 die Befugnisse des Verwalters in Bezug auf einstweilige Maßnahmen gestärkt, aber der Grundsatz bleibt: Für eine Klage in der Hauptsache ist die Genehmigung der Eigentümerversammlung unerlässlich.

Questions fréquentes

Le syndic peut-il agir en justice sans autorisation de l'assemblée générale ?

Non, sauf en cas d'urgence (action conservatoire). Pour une action au fond, l'autorisation de l'assemblée générale est obligatoire, et elle doit être précise sur les désordres visés.

Que faire si un nouveau désordre est découvert après le début du procès ?

Il faut convoquer une nouvelle assemblée générale pour obtenir une autorisation complémentaire. Sinon, le syndicat sera irrecevable à demander réparation pour ce nouveau désordre.

Un copropriétaire peut-il agir seul pour son préjudice personnel ?

Oui, chaque copropriétaire peut agir individuellement pour son propre dommage. Mais si le syndicat est irrecevable, les copropriétaires qui interviennent volontairement pour leur préjudice peuvent aussi être déclarés irrecevables.

Quels sont les frais d'une assemblée générale extraordinaire pour autoriser une action ?

Le coût varie selon la copropriété, mais comptez entre 500 et 1 500 € pour la convocation, la location de salle et l'honoraire du syndic. C'est moins cher que de voir votre action rejetée.

L'autorisation peut-elle être donnée pour une catégorie de désordres ?

Oui, mais elle doit être suffisamment précise. Une résolution visant 'tous vices de construction' est trop vague et peut être contestée. Mieux vaut énumérer les désordres connus avec leur localisation.

Informations juridiques

  • Numéro: 94-18.860
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 17 juillet 1996

Mots-clés

copropriétésyndicassemblée généraleaction en justiceCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire victime d'infiltrations non autorisées

Vous êtes copropriétaire à Plaisir. Des infiltrations apparaissent sur votre terrasse privative. L'AG a autorisé une action pour les parties communes, mais pas pour votre terrasse.

Application pratique:

Vous ne pouvez pas vous joindre à l'action du syndic. Vous devez demander à l'AG d'étendre l'autorisation ou agir individuellement. Consultez un avocat pour évaluer la faisabilité.

2

Syndic souhaitant adapter la demande en cours de procès

Vous êtes syndic d'une copropriété à Trappes. En cours d'expertise, on découvre des fissures dans les murs extérieurs non mentionnés dans l'autorisation initiale.

Application pratique:

Vous ne pouvez pas ajouter ces fissures sans nouvelle autorisation de l'AG. Convoquez une AG extraordinaire pour obtenir l'autorisation, sinon vous risquez l'irrecevabilité.

3

Copropriétaire intervenant volontairement pour son préjudice

Un copropriétaire subit un dégât des eaux. Le syndicat agit pour les parties communes. Le copropriétaire veut se joindre à l'action pour son préjudice personnel.

Application pratique:

Si l'action du syndicat est irrecevable pour certains désordres, l'intervention du copropriétaire pour son préjudice personnel peut aussi être déclarée irrecevable. Mieux vaut qu'il agisse séparément.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

Articles similaires en Droit-immobilier

Voir tout →

Servitude de passage et tierce opposition : protéger son droit d'accès en copropriété

Un copropriétaire peut-il s'opposer à la suppression d'une servitude de passage qui profite à son lot, même si le syndicat accepte la fin de l'enclave ? La Cour de cassation répond oui, reconnaissant un intérêt distinct pour agir en tierce opposition.

23 juil. 2026Lire →

Enclave et servitude : quand le droit du travail ne crée pas de passage forcé

La Cour de cassation rappelle que l'état d'enclave d'un fonds ne peut résulter des obligations réglementaires imposées aux entreprises en matière d'issues et dégagements. Ainsi, un propriétaire ne peut exiger un passage sur le fonds voisin au seul motif que son bâtiment doit respecter des normes de sécurité incendie.

23 juil. 2026Lire →

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence, le préavis s'impose

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence de cette convention, les parties à un contrat de transport public routier de marchandises n'ont pas stipulé une durée de préavis de rupture, cette durée est fixée par un contrat-type approuvé par décret pris en application de l'article L. 1432-4 du code des transports. Les dispositions de l'article L. 442-6, I, 5°, devenu L. 442-1, II, du code de commerce ne trouvent alors pas à s'appliquer. Il en va de même lorsque la convention écrite renvoie expressément à la clause du contrat-type fixant une telle durée. Lorsque les parties ont conclu un contrat écrit stipulant la durée du préavis de rupture, les dispositions de l'article L. 442-1, II, du code de commerce sont applicables. Dans cette hypothèse, l'auteur de la rupture qui a consenti à son partenaire un délai de préavis au moins égal à celui prévu au contrat-type dans sa version en vigueur à la date de la notification de la rupture, ne saurait voir sa responsabilité engagée sur le fondement de ce texte

23 juil. 2026Lire →

Explorez plus d'analyses juridiques en droit droit-immobilier

Tous les articles Droit-immobilier
★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide