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Mietvertrag mit einem Minderjährigen: Kein Anspruch auf Verlängerung bei Volljährigkeit
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Mietvertrag mit einem Minderjährigen: Kein Anspruch auf Verlängerung bei Volljährigkeit

📅 Décision du 15 März 2000⚖️ Cour de cassation👁️ 10 vues📖 5 min de lecture

Ein Gewerbemietvertrag, der von einem Minderjährigen unterschrieben wurde, kann ihm nach Eintritt der Volljährigkeit nicht entgegengehalten werden, um eine Verlängerung oder ein Verbleib in den Räumlichkeiten zu erwirken. Der Kassationsgerichtshof hat entschieden: Der Vermieter kann ohne Kündigung bei Ablauf des Mietvertrags räumen lassen.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 98-14.608 • 2000-03-15 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich einen Moment vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftslokals in Frontignan, nahe dem Étang de Thau. Im Jahr 1977 schließen Sie einen zehnjährigen Mietvertrag mit einem Minderjährigen – dem Sohn eines örtlichen Händlers – der einen kleinen Lebensmittelladen betreibt. Die Jahre vergehen, das Kind wird volljährig, der Mietvertrag wird stillschweigend verlängert, und plötzlich möchten Sie Ihr Eigentum zurückerhalten. Können Sie dies tun, ohne eine Kündigungsfrist einzuhalten? Die Frage, die sich jeder Eigentümer stellt: Bindet ein von einem Minderjährigen unterzeichneter Vertrag den Erwachsenen, der er wird? Diese Entscheidung des Kassationsgerichtshofs vom 15. März 2000 gibt eine klare Antwort: nein. Und das ist eine Revolution in der Welt der Gewerbemietverträge.

Was ändert das genau für Sie, ob Sie nun Eigentümer eines Lokals in Sète oder Mieter eines Geschäfts in Montpellier sind? undefined, wenn Sie als Minderjähriger einen Mietvertrag unterschrieben haben oder wenn Sie an einen Minderjährigen vermietet haben, sind Ihre Rechte und Pflichten nicht dieselben. Diese Entscheidung schützt den volljährig gewordenen Minderjährigen vor Verpflichtungen, die er vor seiner Volljährigkeit eingegangen ist, lässt den Vermieter jedoch in einer heiklen Lage zurück. Wie reagieren? Tauchen wir ein in die Fakten und die Argumentation der Richter.

undefined der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass der im Namen eines Minderjährigen abgeschlossene Mietvertrag dem Mieter gegenüber dem volljährig gewordenen Minderjährigen kein Recht auf Verlängerung oder Verbleib in den Räumlichkeiten bei Ablauf des Mietvertrags verleiht, ungeachtet aller entgegenstehenden gesetzlichen Bestimmungen. undefined, nach Ablauf des befristeten Mietvertrags konnte der Mieter ausgewiesen werden, ohne dass der Vermieter verpflichtet war, ihm zu kündigen. Dies ist eine starke Entscheidung, die daran erinnert, dass der Schutz Minderjähriger Vorrang vor der Stabilität von Gewerbemietverträgen hat.

Die Fakten: eine Geschichte, wie sie jeden Tag vorkommt

Herr Allegrini, Eigentümer in Frontignan, vermietet am 15. April 1977 für die Dauer von zehn Jahren Grundstücksparzellen an einen Minderjährigen – nennen wir ihn Paul – zur Nutzung eines Geschäftskomplexes. Der Mietvertrag ist gewerblich, unterliegt jedoch nicht dem Status der Gewerbemietverträge (Gesetz vom 30. Juni 1926), da es sich um einen abweichenden Mietvertrag handelt. Paul wird während der Mietzeit volljährig, und der Mietvertrag wird stillschweigend fortgesetzt. Bei Ablauf des ursprünglichen Mietvertrags (1987) möchte der Eigentümer sein Grundstück zurückerhalten. Paul, nun volljährig, beruft sich auf den Status der Gewerbemietverträge, um eine Verlängerung zu verlangen, und ficht die Räumung an.

Der Rechtsstreit gelangt bis zum Kassationsgerichtshof. Paul argumentiert, dass der Mietvertrag, auch wenn er von einem Minderjährigen unterschrieben wurde, dem Status der Gewerbemietverträge unterliege und er ein Recht auf Verlängerung habe. Der Eigentümer entgegnet, dass der Minderjährige nicht geschäftsfähig sei, der Mietvertrag daher nichtig oder ihm nach Volljährigkeit nicht entgegenhaltbar sei, und er folglich sein Eigentum ohne Kündigung zurücknehmen könne. Das Berufungsgericht gibt Paul recht, aber der Kassationsgerichtshof hebt das Urteil auf.

Die Wendung: Das oberste Gericht entscheidet, dass der im Namen eines Minderjährigen abgeschlossene Mietvertrag gegen ihn nach Eintritt der Volljährigkeit keine Wirkung entfaltet. Folglich kann sich Paul nicht auf den Status der Gewerbemietverträge berufen, um in den Räumlichkeiten zu bleiben. Er muss bei Ablauf des Mietvertrags ausziehen, ohne Anspruch auf Verlängerung oder Verbleib. Der Eigentümer kann ihn räumen lassen, ohne kündigen zu müssen. Dies ist ein Sieg für den Eigentümer, wirft jedoch praktische Fragen auf.

Die Argumentation des Gerichts – im Detail

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf einen grundlegenden Grundsatz: Der nicht emanzipierte Minderjährige ist geschäftsunfähig, außer bei Geschäften des täglichen Lebens (Artikel 1146 des Code civil, alte Fassung). Ein langfristiger Gewerbemietvertrag ist jedoch kein Geschäft des täglichen Lebens. Der Vertrag ist daher nichtig oder zumindest dem volljährig gewordenen Minderjährigen nicht entgegenhaltbar. Das Gericht stellt klar, dass dieser Grundsatz Vorrang vor den Bestimmungen des Status der Gewerbemietverträge hat, selbst wenn der Mietvertrag jahrelang ausgeführt wurde. undefined der Schutz des Minderjährigen hat Vorrang vor der Stabilität der Mietverträge.

Die Richter weisen das Argument von Paul zurück, wonach der Mietvertrag durch seine Ausführung mit Eintritt der Volljährigkeit wirksam geworden sei. Das Gericht ist der Ansicht, dass die relative Nichtigkeit des Vertrags (die den Minderjährigen schützt) jederzeit von diesem geltend gemacht werden kann, aber auch vom Eigentümer, wenn der Minderjährige ein Recht daraus ableiten will. Vorsicht jedoch: Es handelt sich nicht um eine absolute Nichtigkeit. Der Eigentümer kann nicht vor Ablauf des Mietvertrags die Räumung verlangen, da der Minderjährige den Vertrag ausgeführt hat. Aber bei Ablauf endet der Mietvertrag von Rechts wegen ohne Kündigungsfrist.

undefined, ist, dass diese Entscheidung in einer ständigen Rechtsprechung steht: Von einem Minderjährigen vorgenommene Rechtsgeschäfte sind anfechtbar, es sei denn, sie werden nach Eintritt der Volljährigkeit ausdrücklich genehmigt. Hier lag keine Genehmigung vor. Daher ist der Eigentümer nicht verpflichtet, die Kündigungsregeln (sechsmonatige Kündigungsfrist usw.) des Status der Gewerbemietverträge einzuhalten. undefined, bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Mietverträge von emanzipierten Minderjährigen oder mit elterlicher Zustimmung unterzeichnet wurden. Die Situation ist dann anders. Im vorliegenden Fall war der Minderjährige jedoch nicht emanzipiert.

Was das für Sie konkret ändert

Für den vermietenden Eigentümer: Wenn Sie an einen Minderjährigen vermietet haben, können Sie Ihr Eigentum bei Ablauf des Mietvertrags ohne Kündigung zurückerhalten. Aber Vorsicht: Sie müssen das Ende des ursprünglichen Mietvertrags abwarten. Beispiel in Sète: Sie haben 2015 einen neunjährigen Mietvertrag mit einem Minderjährigen abgeschlossen. Im Jahr 2024 läuft der Mietvertrag aus. Sie können die Räumung ohne Kündigungsfrist verlangen. Wenn der Minderjährige jedoch volljährig geworden ist und das Geschäft weiterbetrieben hat, können Sie ihn während der Laufzeit des Mietvertrags nicht räumen lassen.

Questions fréquentes

Puis-je expulser un locataire qui était mineur lors de la signature du bail ?

Oui, à l'échéance du bail, sans congé, si le bail a été signé par le mineur seul, sans autorisation parentale. Le mineur devenu majeur n'a aucun droit au renouvellement.

Que faire si le bail a été tacitement reconduit après la majorité du preneur ?

La tacite reconduction ne vaut pas ratification. Vous pouvez toujours expulser à l'échéance du bail initial. En revanche, si le bail a été renouvelé expressément après la majorité, il devient opposable.

Quels délais pour agir en expulsion ?

Dès l'échéance du bail, le propriétaire peut assigner en expulsion. Le locataire peut demander un délai de grâce (jusqu'à 2 ans) mais pas le renouvellement.

Quel coût pour une procédure d'expulsion ?

Comptez entre 1 500 € et 3 000 € pour une procédure simple, plus les frais d'huissier (environ 500 €). Si le locataire conteste, les frais peuvent monter à 5 000 €.

Puis-je vendre le local avec un tel bail ?

Oui, mais le prix sera affecté car le preneur n'a aucun droit au renouvellement. Il est conseillé de mentionner cette situation dans l'acte de vente pour informer l'acquéreur.

Informations juridiques

  • Numéro: 98-14.608
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 15 mars 2000

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire d'un local à Frontignan

M. Dupont, propriétaire à Frontignan, a loué un local commercial à un mineur en 2010 pour 9 ans. Le preneur est devenu majeur en 2012, et le bail a été tacitement reconduit. En 2024, M. Dupont veut récupérer son local.

Application pratique:

M. Dupont peut expulser le locataire sans congé à l'échéance du bail initial (2019), mais comme le bail a été tacitement reconduit, il doit attendre la fin de la période de tacite reconduction. Il doit consulter un avocat pour déterminer la date exacte d'échéance et engager une procédure d'expulsion. Il peut aussi proposer un nouveau bail au locataire.

2

Locataire devenu majeur à Sète

Mme Martin, locataire d'une boutique à Sète, a signé un bail commercial à 17 ans avec le propriétaire. Elle a maintenant 30 ans et le propriétaire refuse de renouveler le bail à l'échéance.

Application pratique:

Mme Martin n'a aucun droit au renouvellement. Elle doit quitter les lieux à l'échéance du bail. Elle peut négocier un nouveau bail avec le propriétaire, mais celui-ci n'est pas obligé. Elle peut aussi demander un délai de grâce pour trouver un nouveau local, mais pas plus de 2 ans.

3

Acquéreur d'un fonds de commerce à Montpellier

M. Leblanc souhaite acheter un fonds de commerce à Montpellier. Le bail initial a été signé par un mineur en 2005. Le vendeur assure que le bail est valable et renouvelable.

Application pratique:

M. Leblanc doit vérifier si le bail a été ratifié après la majorité. Sans ratification, le droit au renouvellement est inexistant, ce qui diminue la valeur du fonds. Il doit exiger une attestation de ratification ou un nouveau bail signé après la majorité. Il peut également négocier une baisse de prix en conséquence.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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