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Übertragung eines landwirtschaftlichen Pachtvertrags: Wenn die Betriebsgenehmigung von der beruflichen Qualifikation befreit
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Übertragung eines landwirtschaftlichen Pachtvertrags: Wenn die Betriebsgenehmigung von der beruflichen Qualifikation befreit

📅 Décision du 12 April 2018⚖️ Cour de cassation👁️ 7 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass der Übernehmer eines landwirtschaftlichen Pachtvertrags, der über eine Betriebsgenehmigung verfügt oder Gesellschafter einer genehmigten landwirtschaftlichen Gesellschaft ist, keine berufliche Qualifikation oder Erfahrung nachweisen muss. Eine Entscheidung, die die Übertragung von Pachtverträgen vereinfacht.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 17-16.965 • 2018-04-12 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines landwirtschaftlichen Grundstücks in Guipavas, das Sie seit zwanzig Jahren an einen Landwirt verpachten. Dieser nähert sich dem Ruhestand und möchte seinen Pachtvertrag an seinen Sohn übertragen, einen jungen Landwirt, der sich gerade erst niedergelassen hat. Sie fragen sich: Hat dieser Sohn die erforderlichen Diplome? Muss er Erfahrung nachweisen? Und wenn die Antwort wäre, dass er nichts davon braucht, weil er bereits eine Betriebsgenehmigung erhalten hat?

Genau diese Frage hat der Kassationshof in einem Urteil vom 12. April 2018 entschieden. Die Richter befanden, dass der Übernehmer eines landwirtschaftlichen Pachtvertrags, der über eine Betriebsgenehmigung verfügt (oder als geschäftsführender Gesellschafter einer landwirtschaftlichen Gesellschaft, die diese Genehmigung besitzt), nicht verpflichtet ist, die im Landwirtschaftsgesetzbuch vorgesehenen Bedingungen der beruflichen Qualifikation oder Erfahrung zu erfüllen. Mit anderen Worten: Die Verwaltung hat seine Kompetenzen bereits bei der Erteilung der Genehmigung überprüft; es ist unnötig, sie ein zweites Mal zu überprüfen.

Diese Entscheidung, die in einem Rechtsstreit zwischen Eigentümern und ihrem Pächter ergangen ist, betrifft direkt alle Akteure der Landwirtschaft: Verpächter, Pächter, Übernehmer. Sie sichert die Übertragung von Pachtverträgen ab und vermeidet kostspielige Rechtsstreitigkeiten. Aber Vorsicht: Sie gilt nur für Übertragungen, die vor dem Zukunftsgesetz für die Landwirtschaft vom 13. Oktober 2014 und dessen Durchführungsverordnung vom 22. Juni 2015 erfolgt sind. Seitdem haben sich die Regeln geändert.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen in Guipavas, hat einen mündlichen landwirtschaftlichen Pachtvertrag mit Herrn Y abgeschlossen. Dieser, ein gewissenhafter Landwirt, hat nie seine Pflichten verletzt. Doch eines Tages beschließt Herr Y, seinen Pachtvertrag auf eine landwirtschaftliche Gesellschaft (eine Groupement Foncier Agricole, GFA) zu übertragen, deren Gesellschafter er ist. Die Gesellschaft hat bereits eine Betriebsgenehmigung von der Direction Départementale des Territoires et de la Mer (DDTM) erhalten.

Problem: Die Eigentümer sind der Ansicht, dass die Übertragung nichtig sei, da der Übernehmer (die Gesellschaft) nicht die vom Landwirtschaftsgesetzbuch geforderte berufliche Qualifikation oder Erfahrung nachweist. Sie verklagen Herrn Y und die Gesellschaft vor dem Tribunal Paritaire des Baux Ruraux von Brest. Das Gericht gibt ihnen Recht: Es erklärt die Übertragung für nichtig und ordnet die Räumung der Gesellschaft an. Herr Y und die Gesellschaft legen Berufung ein.

Das Berufungsgericht Rennes hebt das Urteil auf: Es bestätigt die Übertragung und stellt fest, dass die Gesellschaft, da sie eine Betriebsgenehmigung besitzt, von der Pflicht zum Nachweis ihrer beruflichen Qualifikation befreit war. Die Eigentümer legen Kassationsbeschwerde ein. Der Kassationshof weist ihre Beschwerde zurück und bestätigt das Berufungsurteil. Die Begründung ist einfach: Die Betriebsgenehmigung wird nach Prüfung der Kompetenzen des Antragstellers erteilt. Einen erneuten Qualifikationsnachweis zu verlangen, würde eine doppelte Bedingung auferlegen, was das Gesetz nicht vorsieht.

Was nur wenige wissen: Dieser Fall dauerte fast fünf Jahre. Zwischen der Alterskündigung durch die Eigentümer und dem endgültigen Urteil bewirtschaftete Herr Y das Land weiter, jedoch unter der Androhung der Räumung. Eine stressige Situation, die durch eine vorherige rechtliche Beratung hätte vermieden werden können.

Die Begründung des Gerichts — aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf die Artikel L. 331-2 und R. 331-2 des Code rural et de la pêche maritime in ihrer Fassung vor dem Gesetz vom 13. Oktober 2014 und der Verordnung vom 22. Juni 2015. Diese Texte verlangen für die Bewirtschaftung eines Grundstücks eine berufliche Qualifikation oder Erfahrung (z. B. ein landwirtschaftliches Diplom oder fünf Jahre Praxis). Sie sehen jedoch auch vor, dass diese Bedingung erfüllt ist, wenn der Pächter eine Betriebsgenehmigung erhalten hat.

Kurz gesagt: Die Betriebsgenehmigung, die von der Verwaltung nach einer vollständigen Prüfung erteilt wird, bestätigt, dass der Begünstigte die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Daher muss das Gericht die Qualifikation des Übernehmers nicht erneut überprüfen. Der Kassationshof sagt dies ausdrücklich: „Der Übernehmer, der über eine Betriebsgenehmigung verfügt, ist nicht verpflichtet, die Bedingungen der beruflichen Qualifikation oder Erfahrung zu erfüllen.“

Was ändert das genau? Vor diesem Urteil verlangten einige Gerichte, dass der Übernehmer seine Qualifikation auch dann nachweist, wenn er eine Genehmigung hatte. Nun ist die Rechtsprechung vereinheitlicht: Die Genehmigung gilt als Nachweis. Vorsicht jedoch: Die Entscheidung betrifft nur die Übertragung von landwirtschaftlichen Pachtverträgen. Sie gilt nicht für Neugründungen, die weiterhin der vorherigen Erteilung der Genehmigung unterliegen.

In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Eigentümer wie die in Guipavas versuchten, eine Übertragung mit dem Hinweis auf das fehlende Diplom des Übernehmers zu verhindern. Aber sobald dieser eine Betriebsgenehmigung hatte, war der Widerspruch zum Scheitern verurteilt. Diese Entscheidung bestätigt, dass die Kontrolle der Verwaltung Vorrang vor der gerichtlichen Kontrolle hat.

Die Richter stellten auch klar, dass der Verpächter dem Pächter keine Pflichtverletzung vorwerfen kann, wenn dieser den Pachtvertrag ordnungsgemäß erfüllt. Im vorliegenden Fall hatte Herr Y stets seine Pacht gezahlt und die Flächen bewirtschaftet. Die Übertragung auf eine genehmigte Gesellschaft war kein Kündigungsgrund.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Eigentümer und Verpächter in Lesneven oder anderswo sind, betrifft Sie diese Entscheidung direkt. Sie können eine Pachtübertragung nicht mehr mit der Begründung verweigern, der Übernehmer habe kein landwirtschaftliches Diplom, sofern er eine Betriebsgenehmigung besitzt. Ihr einziger Spielraum besteht darin, zu überprüfen, ob die Genehmigung tatsächlich erteilt wurde und noch gültig ist.

Questions fréquentes

Puis-je refuser la cession de mon bail à mon fils s'il n'a pas de diplôme agricole ?

Non, si votre fils obtient une autorisation d'exploiter. L'autorisation atteste qu'il remplit les conditions légales, même sans diplôme. Vous ne pouvez pas vous y opposer.

Que faire si mon propriétaire conteste la cession de mon bail ?

Vous devez prouver que vous avez obtenu une autorisation d'exploiter avant la cession. Si c'est le cas, la contestation est infondée. Saisissez le tribunal paritaire des baux ruraux pour faire valoir vos droits.

Quels sont les délais pour obtenir une autorisation d'exploiter ?

Le délai d'instruction est d'environ quatre mois à compter du dépôt du dossier complet à la DDTM. Anticipez pour ne pas bloquer la cession.

Cette décision s'applique-t-elle aux cessions réalisées après 2015 ?

Oui, si les textes applicables sont ceux antérieurs à la loi de 2014 (par exemple, si le bail a été conclu avant cette date). Pour les baux conclus après 2015, les nouvelles règles s'appliquent, mais le principe de la dispense par l'autorisation reste valable.

Puis-je être expulsé si ma cession est annulée ?

Oui. Si la cession est annulée, vous êtes considéré comme occupant sans droit ni titre. Le propriétaire peut obtenir votre expulsion, avec dommages et intérêts. D'où l'importance de régulariser l'autorisation.

Informations juridiques

  • Numéro: 17-16.965
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 12 avril 2018

Mots-clés

bail ruralcession de bailautorisation d'exploitercapacité professionnelleCour de cassationGuipavasLesnevendroit rural

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Guipavas souhaitant contester une cession

M. Le Goff, propriétaire de terres à Guipavas, voit son fermier céder le bail à une EARL. Il conteste car le gérant n'a pas de diplôme agricole. Il perd son procès car l'EARL avait une autorisation d'exploiter.

Application pratique:

Avant d'engager une action, vérifiez si le cessionnaire a une autorisation d'exploiter. Si oui, la contestation est vouée à l'échec. Consultez un avocat pour évaluer vos chances.

2

Exploitant à Lesneven voulant céder son bail à son fils

M. Kerjean, exploitant à Lesneven, souhaite céder son bail à son fils âgé de 25 ans, qui vient de terminer un BTS agricole. Il obtient une autorisation d'exploiter en 3 mois. La cession est validée sans opposition.

Application pratique:

Faites la demande d'autorisation d'exploiter auprès de la DDTM du Finistère avant la cession. Fournissez les justificatifs de capacité (diplôme, stage). Une fois l'autorisation obtenue, la cession est sécurisée.

3

Acquéreur d'une société agricole bénéficiant d'une autorisation

M. Riou achète les parts d'un GFA qui exploite des terres à Brest. Le GFA a une autorisation d'exploiter. Il devient associé exploitant. Les propriétaires ne peuvent pas exiger de lui une capacité professionnelle personnelle.

Application pratique:

Vérifiez que la société détient bien une autorisation d'exploiter en cours de validité. Si oui, vous n'avez pas à justifier individuellement de votre capacité. Cette solution est idéale pour reprendre une exploitation sans diplôme.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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