Anteilsabtretung mit Nießbrauch: Die stillschweigende Zustimmung im Lichte von Artikel 918 des Code civil
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Anteilsabtretung mit Nießbrauch: Die stillschweigende Zustimmung im Lichte von Artikel 918 des Code civil

📅 Décision du 26 Januar 2022⚖️ Cour de cassation👁️ 7 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat die Argumentation eines Berufungsgerichts bestätigt, das die Anwendung von Artikel 918 des Code civil ausgeschlossen hatte, weil die Erben stillschweigend den am selben Tag durchgeführten Anteilsabtretungen unter Nießbrauchsvorbehalt zugestimmt hatten. Diese Entscheidung erinnert an die Bedeutung der Zustimmung der Pflichtteilsberechtigten, um eine Umqualifizierung in eine verdeckte Schenkung zu vermeiden.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 20-14.155 • 2022-01-26 • Entscheidung einsehen →

Sie sind Eigentümer in Nanterre und möchten Ihr Vermögen an Ihre Kinder übertragen? Vielleicht haben Sie daran gedacht, ihnen Anteile Ihrer Immobilien-Gesellschaft bürgerlichen Rechts (SCI) zu übertragen, während Sie den Nießbrauch (das Recht, die Immobilie zu nutzen und die Erträge daraus zu ziehen) behalten.

Diese im Immobilienrecht klassische Operation kann jedoch eine steuerliche und erbrechtliche Falle verbergen. Artikel 918 des Code civil sieht nämlich vor, dass bestimmte Abtretungen von Gesellschaftsanteilen unter Nießbrauchsvorbehalt als verdeckte Schenkungen gelten, die der Ausgleichungspflicht (Wiedereingliederung in die zu teilende Masse) und der Herabsetzung wegen Verletzung des Pflichtteils (Mindestanteil, der den Erben garantiert ist) unterliegen.

Aber alles ist nicht verloren: Das Urteil des Kassationsgerichtshofs vom 26. Januar 2022 (Nr. 20-14.155) zeigt, dass die stillschweigende Zustimmung der pflichtteilsberechtigten Erben diese Vermutung widerlegen kann. Analyse.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr [E] [H], Eigentümer einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in Rueil-Malmaison, wollte seine Erbfolge zu Lebzeiten regeln. Am 14. Juli 2008 übertrug er jedem seiner vier Kinder das bloße Eigentum an Gesellschaftsanteilen, während er sich den Nießbrauch vorbehielt. Diese vier Abtretungen waren in ihrer Form streng identisch und nahezu gleichzeitig: Sie wurden am selben Tag durch gleichartige Urkunden vorgenommen.

Nach seinem Tod im Jahr 2012 fochten zwei seiner Kinder diese Vorgänge vor dem Tribunal de grande instance von Nanterre an. Sie waren der Ansicht, dass die Abtretungen als verdeckte Schenkungen umqualifiziert werden müssten, da Artikel 918 des Code civil die Abtretung von Gesellschaftsanteilen unter Nießbrauchsvorbehalt einer Schenkung gleichstellt, wenn der Veräußerer innerhalb von drei Jahren stirbt. Sie verlangten daher die Ausgleichung der übertragenen Vermögenswerte in den Nachlass, was die zu teilende Masse vergrößert und möglicherweise den Anteil der anderen Erben verringert hätte.

Das Berufungsgericht von Versailles wies ihre Klage mit Urteil vom 5. Dezember 2019 ab. Es stellte fest, dass die streng identische und nahezu gleichzeitige Natur der Abtretungen zeige, dass sie ein globales Übertragungsziel verfolgten, das allen pflichtteilsberechtigten Erben bekannt war und von ihnen akzeptiert wurde. Die Richter schlossen daraus, dass die Kinder jeder einzelnen Veräußerung individuell zugestimmt hatten, was die Anwendung von Artikel 918 ausschloss. Die Kläger legten Revision ein.

Die Argumentation des Gerichts – im Detail

Der Kassationsgerichtshof musste eine entscheidende Frage klären: Kann die stillschweigende Zustimmung der pflichtteilsberechtigten Erben die Anwendung von Artikel 918 des Code civil verhindern?

Artikel 918 bestimmt, dass, wenn der Verstorbene Gesellschaftsanteile unter Nießbrauchsvorbehalt an einen voraussichtlichen Erben (Kind oder Abkömmling) übertragen hat, diese Abtretung als verdeckte Schenkung gilt. Mit anderen Worten: Das Gesetz geht davon aus, dass es sich, sofern nicht das Gegenteil bewiesen wird, um eine Schenkung handelt, die in den Nachlass eingebracht werden muss, um zu überprüfen, ob der Pflichtteil (der den Erben garantierte Mindestanteil) nicht verletzt wurde.

Der Kassationsgerichtshof bestätigte jedoch die Argumentation des Berufungsgerichts: Wenn alle pflichtteilsberechtigten Erben der Operation zugestimmt haben, können sie später nicht mehr die Vermutung des Artikels 918 geltend machen. Denn der Zweck dieser Vorschrift ist es, die Erben vor Abtretungen zu schützen, die ihren Pflichtteil schmälern könnten. Wenn die Erben jedoch zugestimmt haben, besteht dieser Schutz nicht mehr.

Die Richter stellten mehrere Indizien fest: Die Abtretungen waren identisch, gleichzeitig und verfolgten ein globales Übertragungsziel. Dies zeigte, dass die Kinder informiert waren und das Schema akzeptiert hatten. Das Berufungsgericht hat diese Elemente souverän gewürdigt, was der Kassationsgerichtshof nicht beanstanden kann (er prüft nur die richtige Rechtsanwendung, nicht die Tatsachen).

Diese Entscheidung bestätigt einen rechtlichen Trend: Die Zustimmung der Erben, auch stillschweigend, kann die Vermutung des Artikels 918 widerlegen. Aber Vorsicht: Die Zustimmung muss sicher und eindeutig sein.

Was das für Sie konkret bedeutet

Wenn Sie Eigentümer sind und beabsichtigen, Ihren Kindern Gesellschaftsanteile unter Nießbrauchsvorbehalt zu übertragen, bietet Ihnen diese Entscheidung eine zusätzliche Rechtssicherheit, sofern Sie deren Zustimmung einholen.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Frau D., Eigentümerin in Nanterre, ist Gesellschafterin einer SCI, die ein renditeträchtiges Gebäude im Wert von 600.000 € hält. Sie möchte das bloße Eigentum an ihren Anteilen auf ihre drei Kinder übertragen, während sie den Nießbrauch (Recht auf Mieteinnahmen) behält. Wenn die Kinder ihre ausdrückliche oder stillschweigende Zustimmung geben (z.B. durch Unterzeichnung der Urkunden oder jahrelange Nichtanfechtung), können sie nach ihrem Tod nicht mehr die Umqualifizierung in eine Schenkung und die Ausgleichung verlangen. Dies vermeidet kostspielige Rechtsstreitigkeiten und bewahrt den Willen des Verstorbenen.

Für die Erben bedeutet diese Entscheidung, dass Sie aufmerksam sein müssen: Wenn Sie eine Abtretung mit Nießbrauch akzeptieren, verzichten Sie darauf, diese später anzufechten. Es ist daher entscheidend, die Konsequenzen zu verstehen, bevor Sie Ihre Zustimmung geben.

Für Fachleute (Notare, Anwälte, Vermögensberater) erinnert diese Rechtsprechung daran, wie wichtig es ist, die Zustimmung der pflichtteilsberechtigten Erben zu formalisieren, z.B. in der Abtretungsurkunde oder in einem separaten Dokument.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • Holene Sie eine schriftliche und ausdrückliche Zustimmung aller pflichtteilsberechtigten Erben ein: Eine einfache E-Mail oder ein unterschriebener Brief kann ausreichen. Dies vermeidet spätere Streitigkeiten über das Bestehen der Zustimmung.
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Questions fréquentes

Puis-je céder des parts sociales avec usufruit sans l'accord de mes enfants ?

Oui, mais vous prenez le risque qu'ils contestent après votre décès. L'article 918 s'appliquera alors, et la cession sera requalifiée en donation, avec rapport à succession.

Comment prouver l'accord tacite des héritiers ?

En montrant que les héritiers ont eu connaissance des cessions et ne les ont pas contestées pendant plusieurs années. Par exemple, s'ils ont signé les actes ou participé à la gestion de la société après la cession.

Quels sont les délais pour contester une cession avec usufruit ?

L'action en réduction pour atteinte à la réserve se prescrit par cinq ans à compter du décès. L'action en rapport est ouverte tant que la succession n'est pas liquidée.

Un accord oral suffit-il pour écarter l'article 918 ?

En théorie oui, mais il est très difficile à prouver. Mieux vaut un écrit.

Cette décision s'applique-t-elle aussi aux donations avec usufruit ?

Non, l'article 918 vise spécifiquement les cessions de droits sociaux. Pour les donations directes, d'autres règles s'appliquent.

Informations juridiques

  • Numéro: 20-14.155
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 26 janvier 2022

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Nanterre cédant des parts de SCI à ses enfants

Mme D., propriétaire à Nanterre, est associée d'une SCI détenant un immeuble de rapport valorisé 600 000 €. Elle cède la nue-propriété de ses parts à ses trois enfants, conservant l'usufruit. Les enfants signent l'acte de cession.

Application pratique:

Grâce à l'arrêt de 2022, si les enfants ont signé l'acte, leur accord tacite est établi. Ils ne pourront pas contester après le décès de Mme D. Pour sécuriser, il est conseillé d'ajouter une clause mentionnant que les héritiers reconnaissent l'opération et renoncent à invoquer l'article 918.

2

Héritier contestant une cession à Rueil-Malmaison

M. X, héritier de son père décédé en 2020, découvre que son père avait cédé des parts sociales avec usufruit à son frère en 2018, sans l'en informer. Il conteste la cession.

Application pratique:

L'absence d'accord tacite de M. X (il n'a pas été informé) permet d'invoquer l'article 918. La cession sera requalifiée en donation, et les parts devront être rapportées à la succession. M. X peut agir en réduction dans les 5 ans du décès.

3

Professionnel conseillant un client à Nanterre

Un notaire conseille à un client de 70 ans de céder des parts avec usufruit à ses quatre enfants. Le client est en bonne santé.

Application pratique:

Le notaire doit recommander de recueillir l'accord écrit de tous les enfants, par exemple en leur faisant signer une attestation. Cela évitera tout litige ultérieur. Si l'un des enfants refuse, il vaut mieux renoncer à l'opération ou prévoir une donation-partage.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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