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Lehrbeauftragter für Rechtswissenschaft: Die Befreiung von der Ausbildung für die universitäre Lehre vom Kassationshof bestätigt
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Lehrbeauftragter für Rechtswissenschaft: Die Befreiung von der Ausbildung für die universitäre Lehre vom Kassationshof bestätigt

📅 Décision du 05 Juli 2017⚖️ Cour de cassation👁️ 8 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass 'Lehrbeauftragte' mit einem Doktortitel in Rechtswissenschaft und fünf Jahren juristischer Lehre von der theoretischen und praktischen Ausbildung zur Rechtsanwaltschaft befreit sind, selbst wenn diese universitäre Funktion heute nicht mehr verliehen wird.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 16-21.361 • 2017-07-05 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich einen Moment vor: Sie haben Jahre damit verbracht, an der Universität Rechtswissenschaft zu lehren, Hunderte von Studenten auszubilden, einen Doktortitel erworben. Und dann, eines Tages, als Sie Rechtsanwalt werden wollen, wird Ihnen entgegengehalten, dass Ihre Funktion als „Lehrbeauftragter“ in den Texten nicht mehr existiert. Sie wären wütend, oder? Genau das ist Herrn Y. passiert, einem Lehrer aus der Region Mont-de-Marsan, der bis vor den Kassationshof kämpfen musste, um sein Recht auf Befreiung von der Ausbildung anzuerkennen.

In Biscarrosse wie in Dax sind viele Rechtsprofis noch immer mit den Feinheiten des Zugangs zum Anwaltsberuf nicht vertraut. Diese Entscheidung vom 5. Juli 2017 (Nr. 16-21.361) klärt eine heikle Frage: Was bedeutet genau „Lehrbeauftragter“ im Sinne von Artikel 98, 2° des Dekrets vom 27. November 1991? Und vor allem, kann diese Befreiung von der theoretischen und praktischen Ausbildung heute noch angewendet werden?

Die Antwort ist ja, und sie betrifft direkt alle Doktoren der Rechtswissenschaft, die an der Universität lehren oder gelehrt haben, sei es in Mont-de-Marsan, Dax oder anderswo. Denn hinter diesem juristischen Jargon verbirgt sich eine echte Eintrittspforte zur Anwaltschaft, vorausgesetzt man weiß, sie zu öffnen.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr Abdou Y., Doktor der Rechtswissenschaft, hat mehr als fünf Jahre als „Lehrbeauftragter“ an der Universität Paris-Est Créteil gelehrt. Gestützt auf diese Erfahrung beantragte er die Befreiung von der theoretischen und praktischen Ausbildung sowie von der Eignungsprüfung für den Anwaltsberuf (CAPA) gemäß Artikel 98, 2° des Dekrets Nr. 91-1197 vom 27. November 1991. Dieser Text sieht vor, dass „Maîtres de conférence, Maîtres assistants und Lehrbeauftragte, die Inhaber eines Doktortitels in Rechtswissenschaft sind und fünf Jahre juristische Lehre in dieser Eigenschaft nachweisen“, von dieser Befreiung profitieren können.

Aber die Pariser Anwaltskammer lehnte ab. Warum? Weil ihrer Ansicht nach die Funktion des „Lehrbeauftragten“ in den aktuellen universitären Texten nicht mehr existiert. Sie waren der Meinung, dass Herr Y. tatsächlich Aufgaben eines „Lehrbeauftragten für Übungen“ (chargé de travaux dirigés) ausübte, was nicht der Befreiung entsprach. Der Fall wurde daher vor das Berufungsgericht Paris gebracht, das der Anwaltskammer am 11. Dezember 2014 recht gab.

Herr Y. legte daraufhin Kassationsbeschwerde ein. Er argumentierte, dass seine Tätigkeit als Lehrbeauftragter, auch wenn sie nicht mehr offiziell verliehen werde, der Realität seiner Lehrtätigkeit entspreche. Der Kassationshof musste entscheiden: Sollte man sich an den Buchstaben der Texte halten oder auf die tatsächliche Ausübung der Funktionen schauen?

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof hob das Urteil des Berufungsgerichts auf. Seine Argumentation ist einfach, aber wirkungsvoll: Der Ausdruck „Lehrbeauftragter“ im Dekret von 1991 bezeichnet eine bestimmte universitäre Funktion, deren Bedeutung nicht dadurch geändert wurde, dass diese Funktion derzeit nicht mehr verliehen wird. Mit anderen Worten: Der Gesetzgeber wollte die Personen erfassen, die zum Zeitpunkt ihrer Lehrtätigkeit die Eigenschaft eines Lehrbeauftragten hatten, unabhängig von der späteren Entwicklung der Bezeichnungen.

Die rechtliche Grundlage ist Artikel 98, 2° des Dekrets Nr. 91-1197 vom 27. November 1991. Aber der Kassationshof stützt sich auch auf eine teleologische Auslegung: Der Zweck des Textes ist es, erfahrenen Hochschullehrern den Zugang zur Anwaltschaft zu ermöglichen, ohne eine vollständige Ausbildung wiederholen zu müssen. Es würde dem Geist des Textes widersprechen, jemanden nur deshalb auszuschließen, weil die offizielle Bezeichnung seiner Stelle geändert wurde.

Das Berufungsgericht hatte einen Fehler begangen, indem es sich auf das aktuelle Fehlen der Funktion des „Lehrbeauftragten“ konzentrierte. Es hätte prüfen müssen, ob Herr Y. während seiner Lehrjahre tatsächlich eine Tätigkeit ausübte, die der eines Lehrbeauftragten entspricht. Der Kassationshof verweist den Fall daher an ein anderes Berufungsgericht (Versailles) zurück, damit es diesen konkreten Punkt prüft.

Diese Entscheidung bestätigt die frühere Rechtsprechung, bringt aber eine willkommene Klarstellung: Der Richter darf nicht bei einem formellen Wegfall der Texte stehen bleiben, sondern muss die tatsächlichen Funktionen prüfen. Dies ist eine schützende Position für die Lehrenden, die verhindert, dass eine administrative Änderung ihnen die Türen zur Anwaltschaft verschließt.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Doktor der Rechtswissenschaft sind und mindestens fünf Jahre an der Universität gelehrt haben, ist diese Entscheidung eine hervorragende Nachricht. Sie ermöglicht es Ihnen, die Befreiung von der Ausbildung und der CAPA zu beantragen, selbst wenn Ihre Stelle „Lehrbeauftragter für Übungen“ oder „Honorarkraft“ hieß, sofern Sie nachweisen können, dass Sie tatsächlich die Funktionen eines Lehrbeauftragten ausgeübt haben.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Stellen Sie sich einen Lehrer in Dax vor, der sechs Jahre lang an der Universität Pau unter dem Status eines „Lehrbeauftragten für Übungen“ Zivilrecht unterrichtet hat. Er kann nun argumentieren, dass seine Tätigkeit der eines Lehrbeauftragten gleichwertig war, und somit die Befreiung beantragen. Vorsicht jedoch: Er muss solide Beweise vorlegen (Verträge, Bescheinigungen der Universität, Kursprogramme).

Für Eigentümer-Vermieter oder Immobilienprofis mag diese Entscheidung weit weg erscheinen. Aber wenn Sie eine Umschulung im Rechtsbereich erwägen oder einen Juristen beschäftigen, wissen Sie, dass der Weg über die universitäre Lehre eine Abkürzung zur Anwaltschaft sein kann. In Biscarrosse könnte ein Immobilienmakler, der auf Immobilienrecht spezialisierter Rechtsanwalt werden möchte, so seine Jahre

Questions fréquentes

Qui peut bénéficier de la dispense de formation d'avocat prévue à l'article 98 du décret de 1991 ?

Les docteurs en droit qui ont enseigné pendant au moins cinq ans en qualité de maître de conférence, maître assistant ou chargé de cours dans une UFR juridique, même si cette fonction n'est plus officiellement conférée aujourd'hui.

Puis-je demander la dispense si j'étais chargé de travaux dirigés et non chargé de cours ?

Oui, si vous prouvez que vos fonctions étaient équivalentes à celles d'un chargé de cours. La Cour de cassation privilégie la réalité des fonctions sur l'intitulé du poste.

Quels sont les délais pour contester un refus de dispense ?

Vous avez deux mois à compter de la notification du refus par le conseil de l'ordre pour saisir la cour d'appel.

Combien coûte une procédure de contestation de refus de dispense ?

Les honoraires d'avocat se situent généralement entre 1 500 et 3 000 euros, auxquels s'ajoutent les frais de dossier. La consultation préalable avec un avocat spécialisé coûte environ 45 euros.

La dispense s'applique-t-elle si j'ai enseigné à l'étranger ?

L'article 98 vise les unités de formation et de recherche françaises. Si vous avez enseigné dans une université étrangère reconnue équivalente, il est possible d'obtenir la dispense, mais cela nécessite une interprétation plus large et un examen au cas par cas.

Informations juridiques

  • Numéro: 16-21.361
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 05 juillet 2017

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Enseignant-chercheur à Mont-de-Marsan souhaitant devenir avocat

M. Durand, docteur en droit, a enseigné 7 ans à l'université de Pau en tant que maître de conférence. Il veut se reconvertir dans le droit immobilier à Dax. Il peut demander la dispense de formation et du CAPA.

Application pratique:

Il doit rassembler ses contrats, attestations et relevés de service pour prouver ses 5 années d'enseignement. La demande se fait auprès du conseil de l'ordre des avocats de Mont-de-Marsan. En cas de refus, il pourra contester devant la cour d'appel de Pau en invoquant l'arrêt du 5 juillet 2017.

2

Chargé de travaux dirigés à Biscarrosse refusé par l'ordre

Mme Lefèvre, docteur en droit, a donné des TD de droit civil pendant 6 ans à l'université de Bordeaux. L'ordre des avocats de Bordeaux refuse la dispense car son statut officiel est 'chargé de travaux dirigés'.

Application pratique:

Elle peut contester ce refus en s'appuyant sur la jurisprudence de 2017 : elle doit démontrer que ses fonctions étaient substantiellement identiques à celles d'un chargé de cours. Elle peut produire des attestations de professeurs et le contenu de ses enseignements. La cour d'appel de Bordeaux devrait lui donner raison.

3

Professionnel de l'immobilier à Dax voulant devenir avocat spécialisé

M. Petit, agent immobilier à Dax, est docteur en droit et donne des cours ponctuels à l'université de Pau depuis 8 ans en tant que vacataire. Il souhaite devenir avocat en droit immobilier.

Application pratique:

Il doit vérifier si ses vacations couvrent au moins 5 années d'enseignement. S'il peut justifier de 5 années d'activité, il peut demander la dispense. Il devra prouver que ses fonctions étaient équivalentes à celles d'un chargé de cours. La jurisprudence de 2017 lui est favorable, mais il doit être prêt à fournir des preuves solides de son activité réelle.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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23 juil. 2026Lire →

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