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Unternehmensjurist: Reichen 8 Jahre Praxis aus, um ohne Ausbildung Rechtsanwalt zu werden?
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Unternehmensjurist: Reichen 8 Jahre Praxis aus, um ohne Ausbildung Rechtsanwalt zu werden?

📅 Décision du 13 März 2019⚖️ Cour de cassation👁️ 17 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof präzisiert die Voraussetzungen, unter denen ein Unternehmensjurist von der Ausbildung und der CAPA befreit werden kann: Er muss ausschließlich für die interne Bearbeitung rechtlicher Fragen seines Arbeitgebers tätig gewesen sein, nicht für externe Mandanten.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 18-12.253 • 2019-03-13 • Entscheidung einsehen →

Sie sind Jurist in einem Verein in Illkirch-Graffenstaden und überlegen, Rechtsanwalt zu werden, ohne den Umweg über die Schule zu nehmen. Das Gesetz erlaubt Ihnen dies, wenn Sie acht Jahre Berufserfahrung in einer Rechtsabteilung nachweisen können. Aber Vorsicht: Diese Praxis muss den internen rechtlichen Problemen Ihres Arbeitgebers gewidmet gewesen sein, nicht denen seiner Mandanten. Daran erinnerte der Kassationshof in einem richtungsweisenden Urteil vom 13. März 2019. Eine Analyse.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Frau J. arbeitete seit mehr als acht Jahren als Juristin in einem notariellen Forschungs-, Informations- und Dokumentationszentrum (CRIDON), das als Verein organisiert war. Dieses Zentrum hatte die Aufgabe, die angeschlossenen Notare bei ihren Akten zu unterstützen: Erstellung von Urkunden, rechtliche Beratung, Recherche. Kurz gesagt, ein externer Rechtsdienst für Notariate.

Als Frau J. sich unter Berufung auf die Befreiung von der theoretischen und praktischen Ausbildung und der Eignungsprüfung für den Anwaltsberuf (CAPA) für Unternehmensjuristen mit achtjähriger Praxis in die Anwaltskammer von Bordeaux eintragen lassen wollte, lehnte der Vorstand der Anwaltskammer ab. Begründung: Sie habe nicht für die interne Bearbeitung rechtlicher Fragen des CRIDON gearbeitet, sondern für die externe Bearbeitung der Fragen der Notare als Mandanten.

Frau J. focht diese Entscheidung vor dem Berufungsgericht Bordeaux an, das die Ablehnung im Dezember 2017 bestätigte. Daraufhin legte sie Kassationsbeschwerde ein. Der Kassationshof wies ihre Beschwerde jedoch mit Urteil vom 13. März 2019 (in öffentlicher Sitzung) zurück. Er entschied, dass das CRIDON als eigenständige juristische Person, die sich von den es bildenden Notaren unterscheidet, keine eigene wirtschaftliche Tätigkeit ausübe, die darin bestehe, Waren oder Dienstleistungen auf einem Markt anzubieten. Folglich falle die Arbeit von Frau J. nicht unter die Befreiung.

Die Begründung des Gerichts – im Detail

Zum Verständnis muss man sich mit Artikel 98, 3° des Dekrets Nr. 91-1197 vom 27. November 1991 zur Organisation des Anwaltsberufs befassen. Diese Vorschrift befreit von der theoretischen und praktischen Ausbildung und der CAPA Unternehmensjuristen, die mindestens acht Jahre Berufserfahrung in einer Rechtsabteilung eines oder mehrerer Unternehmen nachweisen können, die ihre Aufgaben ausschließlich in einer spezialisierten Abteilung ausgeübt haben, die im Unternehmen mit den rechtlichen Problemen befasst ist, die sich aus dessen Tätigkeit ergeben.

Der Kassationshof legte diese Voraussetzung eng aus. Er befand, dass das CRIDON als Verein kein Unternehmen sei, das eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübe (Angebot von Waren oder Dienstleistungen auf einem Markt). Seine Aufgabe sei es, die Notare zu unterstützen, die freiberuflich eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, aber das CRIDON selbst sei nur ein gemeinsames Instrument. Folglich seien die von Frau J. behandelten rechtlichen Probleme nicht diejenigen, die sich aus der Tätigkeit des CRIDON ergäben, sondern diejenigen, die sich aus der Tätigkeit der angeschlossenen Notare ergäben. Kurz gesagt, sie habe für die Mandanten ihres Arbeitgebers gearbeitet, nicht für ihren Arbeitgeber selbst.

Der Kassationshof bestätigte daher die Argumentation des Berufungsgerichts: Frau J. könne nicht von der Befreiung profitieren. Dieses Urteil ist wichtig, weil es den Begriff der internen Bearbeitung rechtlicher Fragen präzisiert. Es reicht nicht aus, acht Jahre lang Jurist in einer Struktur zu sein: Es muss sich um ein Unternehmen mit wirtschaftlicher Tätigkeit handeln, und der Jurist muss die rechtlichen Probleme dieses Unternehmens behandeln, nicht die seiner Mandanten.

Anzumerken ist, dass der Kassationshof in öffentlicher Sitzung entschieden hat, was diesem Urteil eine besondere Autorität verleiht. Es handelt sich um eine Grundsatzentscheidung, die fortan für alle ähnlichen Befreiungsanträge maßgeblich ist.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Unternehmensjurist sind und erwägen, auf dem Wege der Befreiung Rechtsanwalt zu werden, betrifft Sie dieses Urteil direkt. Es reicht nicht, acht Jahre Erfahrung zu sammeln: Ihr Arbeitgeber muss ein Unternehmen sein, das eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt, und Sie müssen ausschließlich die internen rechtlichen Probleme dieses Unternehmens bearbeitet haben.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Sie arbeiten als Jurist in einer Immobilienentwicklungsgesellschaft in Haguenau. Sie erstellen Kaufverträge, verwalten Streitigkeiten mit Wohnungseigentümern, beraten die Geschäftsführung in regulatorischen Fragen. Sie sind im Idealfall: Sie bearbeiten die rechtlichen Probleme Ihres Arbeitgebers. Sie können die Befreiung beanspruchen.

Wenn Sie dagegen in einer Rechtsberatungskanzlei arbeiten, die externe Mandanten betreut, wird Ihnen die Befreiung selbst bei zehnjähriger Betriebszugehörigkeit nicht gewährt. Ebenso werden Sie ausgeschlossen, wenn Ihr Arbeitgeber ein Verein ohne wirtschaftliche Tätigkeit ist (wie das CRIDON).

Für Immobilienfachleute hat diese Entscheidung auch eine indirekte Auswirkung. Sie erinnert daran, dass gemeinsame Strukturen (Vereine, GIE usw.) für die Anwendung bestimmter Regeln nicht als Unternehmen gelten. Wenn Sie einen externen Rechtsdienst in Anspruch nehmen, sollten Sie wissen, dass dessen Juristen nicht auf diesem Ausnahmeweg Rechtsanwälte werden können.

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Prüfen Sie die Rechtsnatur Ihres Arbeitgebers: Bevor Sie Ihre Berufsjahre zählen, stellen Sie sicher, dass Ihr Arbeitgeber ein Unternehmen ist, das im Sinne des Wettbewerbsrechts eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt. Vereine, Gewerkschaften, öffentliche Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit sind in der Regel ausgeschlossen.
  • Dokumentieren Sie Ihre Tätigkeit: Führen Sie ein detailliertes Verzeichnis der von Ihnen bearbeiteten Fälle und weisen Sie nach, dass diese ausschließlich die interne Tätigkeit Ihres Arbeitgebers betrafen. Vermeiden Sie jede Tätigkeit, die direkt externen Mandanten zugutekommt.
  • Holen Sie vorab eine Stellungnahme der Anwaltskammer ein: Bevor Sie Ihren Antrag stellen, können Sie die zuständige Anwaltskammer um eine vorläufige Einschätzung bitten. Dies kann spätere Ablehnungen vermeiden.
  • Konsultieren Sie einen auf Anwaltsrecht spezialisierten Anwalt: Die Rechtsprechung entwickelt sich weiter. Ein Fachanwalt kann Ihnen helfen, Ihre Chancen zu bewerten und Ihren Antrag optimal vorzubereiten.

Questions fréquentes

Quelles sont les conditions pour être dispensé de la formation d'avocat en tant que juriste d'entreprise ?

Il faut justifier de huit ans au moins de pratique professionnelle au sein d'un service juridique d'une ou plusieurs entreprises, et avoir exercé exclusivement dans un service chargé des problèmes juridiques posés par l'activité de l'entreprise elle-même (traitement interne, pas pour des clients externes).

Puis-je bénéficier de la dispense si je travaille pour une association ou un GIE ?

Non, si cette association ou GIE n'exerce pas une activité économique (offre de biens ou services sur un marché). La Cour de cassation a refusé la dispense pour un juriste travaillant pour un CRIDON (association de notaires).

Quels justificatifs dois-je fournir pour ma demande de dispense ?

Il faut prouver vos 8 ans de pratique (contrats de travail, bulletins de salaire), la nature de votre employeur (statuts, Kbis), et surtout que vous traitiez les problèmes juridiques internes de l'entreprise (fiches de poste, missions, comptes rendus).

Que faire si le conseil de l'ordre refuse ma demande de dispense ?

Vous pouvez contester ce refus devant la cour d'appel dans un délai d'un mois à compter de la notification. Il est fortement conseillé de se faire assister par un avocat spécialisé.

Cette décision s'applique-t-elle aussi aux juristes d'entreprise qui veulent passer le barreau par la voie classique ?

Non, cette décision ne concerne que la dispense de formation et de CAPA. Les juristes qui ne remplissent pas les conditions peuvent toujours passer le concours d'entrée à l'école d'avocat et suivre la formation normale.

Informations juridiques

  • Numéro: 18-12.253
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 13 mars 2019

Mots-clés

dispense formation avocatjuriste d'entrepriseCAPAarticle 98 décret 91-1197Cour de cassation 2019CRIDONaccès à la profession d'avocat

Cas d'usage pratiques

1

Juriste salarié d'une société de promotion immobilière

Paul travaille depuis 9 ans comme juriste dans une société de promotion immobilière à Illkirch-Graffenstaden. Il rédige les contrats de vente, gère les litiges avec les copropriétaires et conseille la direction.

Application pratique:

Paul remplit les conditions car son employeur est une entreprise exerçant une activité économique et il traite exclusivement les problèmes juridiques internes. Il peut déposer une demande de dispense. Il devra fournir son contrat de travail, ses fiches de poste et les statuts de la société.

2

Juriste dans un cabinet de conseil juridique externalisé

Sarah est juriste depuis 10 ans dans un cabinet qui assiste des promoteurs immobiliers à Haguenau. Elle rédige des actes pour les clients du cabinet.

Application pratique:

Sarah ne pourra pas bénéficier de la dispense car elle traite les problèmes juridiques des clients de son employeur, pas ceux de son employeur lui-même. Elle devrait passer la formation normale d'avocat.

3

Juriste d'une association de notaires (CRIDON)

Marc travaille depuis 8 ans au CRIDON de Strasbourg, une association qui fournit une assistance juridique aux notaires adhérents.

Application pratique:

Comme dans l'affaire de 2019, Marc ne pourra pas obtenir la dispense car le CRIDON n'est pas une entreprise exerçant une activité économique et il traite les problèmes des notaires clients. Il doit suivre la voie classique.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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