Jagd auf 150 Meter um Wohngebäude: eine öffentliche Sicherheitsvorschrift, die für alle gilt
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Jagd auf 150 Meter um Wohngebäude: eine öffentliche Sicherheitsvorschrift, die für alle gilt

📅 Décision du 24 März 2026⚖️ Cour de cassation👁️ 3 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert daran, dass das Verbot, auf weniger als 150 Meter von Wohngebäuden zu jagen, ordre public ist und die ACCA daran hindert, dort individuelle Jagdpläne zu erteilen, selbst mit Zustimmung des Eigentümers. Ein Jäger, der für einen versehentlichen Schuss in der Nähe eines Hauses in Cournon-d'Auvergne verantwortlich war, musste die Konsequenzen tragen.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 24-87.154 • 2026-03-24 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie wohnen in Cournon-d'Auvergne, ein Haus mit einem Garten, der an ein Feld grenzt. An einem Jagdmorgen durchschlägt eine verirrte Kugel Ihre Terrasse. Niemand wird verletzt, aber die Angst bleibt. Dieses Szenario fürchtet das Gesetz: Seit Jahren verbietet Artikel L. 422-10 des Umweltgesetzbuchs die Jagd auf weniger als 150 Meter von jedem Wohngebäude. Aber wie weit reicht dieses Verbot? Kann ein Eigentümer einer Jagdgenossenschaft erlauben, es zu umgehen? Der Kassationsgerichtshof hat nun entschieden: Nein, und sein Urteil ist endgültig.

Für einen Eigentümer ist die Frage entscheidend. Sie besitzen ein Grundstück in der Nähe Ihres Hauses und möchten es einer ACCA (gemeindliche Jagdgenossenschaft) verpachten, um dort Treibjagden zu organisieren. Können Sie das tun, auch wenn Häuser weniger als 150 Meter entfernt sind? Die Antwort ist nun klar: Die 150-Meter-Regel ist ordre public, das heißt, sie gilt für alle, auch für den Eigentümer. Die Richter haben entschieden, dass dieses Verbot die Sicherheit von Personen schützen soll, ein Interesse, das über die individuellen Jagdrechte geht.

Diese Entscheidung vom 24. März 2026 der Strafkammer des Kassationsgerichtshofs betrifft einen tragischen Unfall in der Nähe von Rennes. Ein Jäger, der auf einem Grundstück postiert war, für das die ACCA einen Pachtvertrag hatte, schoss auf einen Spaziergänger. Das Problem? Das Grundstück lag weniger als 150 Meter von einem Wohngebäude entfernt. Der Gerichtshof entschied, dass die ACCA dort keine Jagd organisieren durfte, selbst mit Zustimmung des Eigentümers, und dass der Pachtvertrag unwirksam war, um den Schuss zu erlauben. Eine Lehre für alle Beteiligten der Jagd.

Die Fakten: eine Geschichte, wie sie täglich passiert

Herr X, Eigentümer in Cournon-d'Auvergne, hatte einen Jagdpachtvertrag mit der örtlichen ACCA für ein an sein Haus angrenzendes Grundstück abgeschlossen. Der Pachtvertrag, ordnungsgemäß, übertrug der Genossenschaft das Jagdrecht. Aber weniger als 150 Meter von dem Grundstück entfernt befanden sich mehrere Wohngebäude, darunter das von Herrn Y, einem Nachbarn. An einem November-Sonntag schoss ein Jäger der ACCA, auf diesem Grundstück postiert, auf einen Fasan. Die Kugel traf leider Herrn Y, der in seinem Gemüsegarten arbeitete. Schwer verletzt überlebte er, erstattete aber Anzeige.

Der Fall begann vor dem Strafgericht von Rennes, das den Jäger wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilte. Aber der Generalstaatsanwalt ging weiter: Er warf der ACCA vor, eine Treibjagd auf einem verbotenen Grundstück organisiert zu haben, unter Verstoß gegen Artikel L. 422-10. Die Genossenschaft verteidigte sich mit dem Pachtvertrag: Der Eigentümer habe zugestimmt, also sei das Grundstück Teil ihres Jagdgebiets. Das Berufungsgericht von Rennes gab der ACCA recht und befand, dass der Pachtvertrag die Situation legalisiere. Der Staatsanwalt legte Kassation ein.

Vor dem Kassationsgerichtshof war die Debatte lebhaft. Der Anwalt der ACCA argumentierte, dass der Eigentümer als Herr seines Jagdrechts dieses der Genossenschaft übertragen könne, und damit werde das Grundstück integraler Bestandteil des ACCA-Gebiets. Aber der Generalstaatsanwalt entgegnete, dass die 150-Meter-Regel ordre public sei: Sie könne nicht durch eine private Vereinbarung außer Kraft gesetzt werden. Der Kassationsgerichtshof gab in einem mit Spannung erwarteten Urteil dem Staatsanwalt recht: Er hob das Urteil des Berufungsgerichts auf und verwies die Sache an ein anderes Gericht zurück. Die Botschaft ist klar: Sicherheit geht vor Verträgen.

Die Begründung des Gerichts — im Detail

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel L. 422-10, 1°, des Umweltgesetzbuchs, der bestimmt, dass vom Gebiet der ACCA „die Grundstücke in einem Umkreis von einhundertfünfzig Metern um jedes Wohngebäude“ ausgeschlossen sind. Dieser Text, so der Gerichtshof, zielt darauf ab, die Sicherheit von Personen zu gewährleisten. Er hat daher ordre-public-Charakter, das heißt, er gilt für alle, ohne Möglichkeit, durch Vertrag davon abzuweichen. Folglich bleiben Grundstücke, die weniger als 150 Meter von einem Wohngebäude entfernt sind, selbst wenn ein Eigentümer sein Jagdrecht durch einen Pachtvertrag auf die ACCA überträgt, vom Gebiet der Genossenschaft ausgeschlossen. Die ACCA kann dort daher keinen individuellen Jagdplan erteilen noch eine Treibjagd organisieren.

Diese Begründung stellt eine wichtige Entwicklung dar. Bisher erkannten einige Gerichte an, dass die Übertragung des Jagdrechts durch den Eigentümer die Integration dieser Grundstücke ermöglichte, mit der Begründung, dass die ACCA dann wie ein einfacher Pächter handele. Aber der Kassationsgerichtshof setzt dieser Auslegung ein Ende. Er erinnert daran, dass die ACCA eine juristische Person des öffentlichen Rechts ist, die erhöhten Sicherheitspflichten unterliegt. Das 150-Meter-Verbot ist eine polizeiliche Regelung, die keine Ausnahmen zulässt, selbst nicht bei Zustimmung des Eigentümers.

Die Richter folgten nicht dem Argument der ACCA, der Pachtvertrag stelle einen rechtmäßigen Titel dar. Sie befanden, dass dieser Titel nicht über eine ordre-public-Regel triumphieren könne. In der Praxis bedeutet dies, dass jeder Pachtvertrag über ein Grundstück in weniger als 150 Metern Entfernung zu einem Wohngebäude für diesen Teil nichtig ist und die ACCA ihn nicht nutzen kann, um Schüsse zu organisieren. Die Entscheidung ist in diesem Punkt endgültig: Die Sicherheit der Anwohner hat Vorrang vor vertraglichen Jagdrechten.

Was das für Sie konkret ändert

Für Eigentümer: Wenn Sie Eigentümer eines Grundstücks sind, das weniger als 150 Meter von einem Wohngebäude entfernt liegt (Ihrem eigenen oder dem eines Nachbarn), können Sie es nicht mehr an eine ACCA verpachten, um dort zu jagen. Selbst wenn Sie einen Pachtvertrag unterschreiben, kann die Genossenschaft dort keine Treibjagden organisieren. Sie setzen sich der Gefahr von Strafverfolgung aus, wenn ein Unfall passiert. Zum Beispiel hatte ein Eigentümer in Beaumont ein 2 Hektar großes Grundstück an die ACCA verpachtet, mit einem Haus in

Questions fréquentes

Puis-je chasser sur mon terrain à moins de 150 mètres de ma maison ?

Non, l'interdiction de chasser à moins de 150 mètres des habitations est d'ordre public. Elle s'applique même si vous êtes propriétaire du terrain et de la maison. Vous ne pouvez pas chasser dans cette zone, sauf si vous êtes à l'intérieur d'un bâtiment d'habitation.

Que faire si une ACCA chasse à moins de 150 mètres de chez moi ?

Vous pouvez porter plainte pour mise en danger de la vie d'autrui (article 223-1 du code pénal). Faites constater les distances par un commissaire de justice et contactez la mairie ou la préfecture pour faire cesser l'activité.

Un bail de chasse signé avant cette décision est-il valable ?

Le bail reste valable pour les terrains situés à plus de 150 mètres des habitations. Pour ceux à l'intérieur de la zone, il est nul et doit être résilié ou modifié par avenant. Consultez un avocat pour régulariser votre situation.

Quels sont les risques pour un chasseur qui tire à moins de 150 mètres d'une habitation ?

Le chasseur peut être poursuivi pour chasse en infraction (amende jusqu'à 1 500 €) et, en cas d'accident, pour blessures involontaires ou homicide involontaire, avec des peines pouvant aller jusqu'à 5 ans d'emprisonnement.

Puis-je demander la nullité d'un bail de chasse déjà signé ?

Oui, si le bail porte sur des terrains à moins de 150 mètres d'une habitation, vous pouvez demander la nullité partielle de ce bail devant le tribunal judiciaire. Un avocat vous aidera à démontrer le caractère d'ordre public de la règle.

Informations juridiques

  • Numéro: 24-87.154
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 24 mars 2026

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur d'un terrain à Cournon-d'Auvergne

M. Dupont possède un terrain de 5 hectares à Cournon-d'Auvergne, loué à l'ACCA pour 2 000 € par an. Une habitation est à 80 mètres. Il a signé un bail en 2024. Après la décision de 2026, l'ACCA refuse de résilier le bail.

Application pratique:

M. Dupont doit contacter l'ACCA par lettre recommandée pour demander la résiliation amiable pour la partie située à moins de 150 mètres. Si l'ACCA refuse, il peut saisir le tribunal pour faire constater la nullité partielle du bail. Il devra rembourser les loyers perçus pour cette zone. Un avocat peut l'assister pour éviter des poursuites pénales.

2

Riverain à Beaumont victime de tirs

Mme Martin habite à Beaumont, dans une maison à 100 mètres d'un champ où l'ACCA organise des battues. Des plombs sont tombés dans son jardin. Elle a peur pour ses enfants.

Application pratique:

Mme Martin peut faire constater les distances par un commissaire de justice, puis porter plainte pour mise en danger de la vie d'autrui. Elle peut également demander au maire de prendre un arrêté interdisant la chasse à moins de 150 mètres de sa maison. La décision de la Cour de cassation renforce son droit à obtenir réparation.

3

Chasseur membre d'une ACCA

M. Leroy est chasseur à l'ACCA de Cournon-d'Auvergne. Il reçoit un plan de chasse individuel pour une parcelle située à 120 mètres d'une maison. Il ignore l'interdiction.

Application pratique:

M. Leroy doit refuser de chasser sur cette parcelle et demander à l'ACCA un autre plan de chasse. S'il tire, il risque une amende et des poursuites pénales. Il peut se retourner contre l'ACCA pour défaut d'information. La décision le protège indirectement, car l'ACCA ne peut plus délivrer de tels plans.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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