Kündigung nach Zustimmung zur Abtretung: Der Kassationshof bestätigt die verspätete Zustellung
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Kündigung nach Zustimmung zur Abtretung: Der Kassationshof bestätigt die verspätete Zustellung

📅 Décision du 09 November 2011⚖️ Cour de cassation👁️ 4 vues📖 5 min de lecture

Ein Vermieter stimmt der Abtretung des Mietvertrags zu und kündigt dann dem ursprünglichen Mieter. Die Zustellung der Kündigung an die übernehmende Gesellschaft kann nach der Abtretung erfolgen. Der Kassationshof stellt klar, dass die Wirksamkeit der Kündigung gegenüber dem Zessionar keiner Frist unterliegt. Entschlüsselung für Vermieter und Mieter.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 10-20.971 • 2011-11-09 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftsraums in Sin-le-Noble, vermietet an einen Handwerker. Dieser teilt Ihnen mit, dass er seinen Mietvertrag in eine neu gegründete Gesellschaft einbringen möchte. Sie stimmen zu, erfreut, dass die Tätigkeit fortgeführt wird. Dann entscheiden Sie sich aus persönlichen Gründen, dem ursprünglichen Mieter zu kündigen. Es stellt sich die Frage: Wem muss diese Kündigung zugestellt werden? Dem ursprünglichen Mieter oder der neuen Gesellschaft, die die Räume bereits nutzt? Und vor allem: Können Sie dies tun, nachdem Sie Ihre Zustimmung gegeben haben, obwohl die Gesellschaft noch nicht offiziell Zessionar ist? Diese Frage, die technisch erscheinen mag, hat sehr konkrete Konsequenzen: Wenn Sie den falschen Empfänger wählen oder zu spät handeln, könnte die Kündigung nichtig sein, und Sie wären gezwungen, den Mietvertrag für drei, sechs oder neun Jahre zu verlängern. In einem Urteil vom 9. November 2011 gibt der Kassationshof eine klare Antwort: Der Vermieter kann die Kündigung wirksam an die übernehmende Gesellschaft zustellen, selbst nachdem er die Kündigung dem ursprünglichen Mieter zugestellt hat, sofern er der Abtretung vor der Kündigung zugestimmt hatte. Eine Lösung, die Vermieter absichert, aber erhöhte Wachsamkeit erfordert.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Der Fall beginnt in Denain im Norden. Eine Immobiliengesellschaft (SCI) ist Eigentümerin eines Geschäftsraums, den sie an ein Ehepaar vermietet, das ein Geschäft betreibt. Im Juli 2000 beschließen die Eheleute, ihr Mietrecht in eine von ihnen gegründete Gesellschaft einzubringen. Der Vermieter stimmt dieser Operation zu. Am 26. Oktober 2007 lässt die SCI dem Ehepaar eine Kündigung zustellen, ohne sie der übernehmenden Gesellschaft zuzustellen. Die Eheleute bestreiten: Ihrer Ansicht nach hätte die Kündigung der Gesellschaft zugestellt werden müssen, die Inhaberin des Mietvertrags geworden war. Die SCI entgegnet, sie habe die Kündigung den ursprünglichen Mietern zugestellt, und die Gesellschaft sei zum Zeitpunkt der Kündigung noch nicht im Handelsregister eingetragen gewesen. Das Tribunal de grande instance gibt den Mietern recht: Die Kündigung ist wegen fehlender Zustellung an die Gesellschaft nichtig. Das Berufungsgericht bestätigt. Die SCI legt Kassation ein.

Die Argumentation des Gerichts – entschlüsselt

Der Kassationshof hebt das Berufungsurteil auf. Seine Argumentation besteht aus zwei Punkten. Zunächst erinnert er daran, dass die Einbringung eines Mietvertrags in eine Gesellschaft, wenn sie vom Vermieter genehmigt wird, die Übertragung des Mietvertrags auf die Gesellschaft bewirkt. Sodann stellt er fest, dass die dem ursprünglichen Mieter zugestellte Kündigung wirksam nach diesem Akt an die Gesellschaft zugestellt werden kann, um ihr gegenüber wirksam zu sein. Mit anderen Worten: Der Vermieter ist nicht verpflichtet, die Kündigung der Gesellschaft gleichzeitig mit der Zustellung an den ursprünglichen Mieter zuzustellen. Er kann dies später tun, solange die Gesellschaft vor der Kündigung genehmigt wurde. Der Gerichtshof stützt sich analog auf Artikel 1690 des Code civil (betreffend die Zustellung von Forderungsabtretungen) und auf den Grundsatz, dass die Wirksamkeit einer Handlung gegenüber einem Dritten keiner Frist unterliegt. In der Praxis bedeutet dies, dass der Eigentümer in Denain nach der Kündigung der Eheleute diese Kündigung der Gesellschaft hätte zustellen müssen, damit sie ihr gegenüber wirksam wird. Er konnte dies jedoch nach dem 26. Oktober 2007 tun. Das Berufungsgericht hatte das Gegenteil angenommen und befunden, dass die Zustellung gleichzeitig erfolgen müsse. Der Kassationshof hebt dies auf: Die Wirksamkeit wird zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Kündigung beurteilt, nicht zum Zeitpunkt ihrer Zustellung. Dies ist eine Bestätigung der Rechtsprechung: Die Tatsacheninstanzen hatten bereits verspätete Zustellungen in ähnlichen Fällen zugelassen. Die Lösung ist also gefestigt.

Was das für Sie konkret ändert

Für den Vermieter: Sie können dem ursprünglichen Mieter kündigen und die Kündigung dann zu einem späteren Zeitpunkt dem genehmigten Zessionar zustellen. Achtung: Wenn Sie der Abtretung erst nach der Kündigung zustimmen, gilt das Gegenteil: Die Kündigung muss dem Zessionar sofort nach seiner Benennung zugestellt werden. Beispiel aus Denain: Ein Geschäftsraum, vermietet für 800 € pro Monat. Eine nichtige Kündigung zwingt Sie zur Verlängerung des Mietvertrags um 9 Jahre, was einem Verlust von 86.400 € Mieteinnahmen entspricht, wenn Sie die Räume zurückerhalten wollten. Es ist daher besser, die Chronologie genau einzuhalten. Für den abtretenden Mieter: Wenn Sie Ihren Mietvertrag mit Zustimmung des Vermieters abgetreten haben, haften Sie nach der Abtretung nicht mehr für die Miete, aber die Ihnen zugestellte Kündigung kann durch eine Zustellung an den Zessionar geheilt werden. Überprüfen Sie, ob der Vermieter dem Zessionar vor dem Wirksamwerden der Kündigung zugestellt hat. Für den Zessionar: Sie müssen sicherstellen, dass Ihnen die Kündigung auch verspätet zugestellt wurde. Ist dies nicht der Fall, ist die Kündigung Ihnen gegenüber unwirksam, und Sie können die Verlängerung des Mietvertrags verlangen.

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Stimmen Sie der Abtretung schriftlich zu, vor jeder Kündigung. Ein Einschreiben mit Rückschein genügt. Bewahren Sie eine Kopie auf. Dies stellt das Datum Ihrer Zustimmung fest.
  • Wenn Sie kündigen wollen, tun Sie es in zwei Schritten: Zuerst dem ursprünglichen Mieter, dann dem genehmigten Zessionar. Zögern Sie nicht zu lange: Wenn die Kündigung in sechs Monaten wirksam wird, muss die Zustellung an den Zessionar vor diesem Datum erfolgen.
  • Überprüfen Sie die Eintragung der Gesellschaft. Ist die Gesellschaft noch nicht im Handelsregister eingetragen, kann die Kündigung ihrem gesetzlichen Vertreter (dem Geschäftsführer) zugestellt werden. Im Zweifel fragen Sie beim Handelsregister an.
  • Ziehen Sie einen Anwalt hinzu, sobald Sie eine Abtretung oder Kündigung planen. Ein Fachmann vermeidet die

Questions fréquentes

Puis-je donner congé au seul locataire initial si j'ai déjà agréé la cession à une société ?

Oui, mais vous devez ensuite signifier ce congé à la société cessionnaire pour qu'il lui soit opposable. La signification peut être faite après la délivrance du congé au locataire initial.

Que faire si j'ai oublié de signifier le congé au cessionnaire ?

Vous pouvez encore le faire, à condition que l'agrément de la cession soit antérieur au congé. La signification tardive est valable selon la Cour de cassation. Mais agissez vite, avant la date d'effet du congé.

Quel est le risque si le congé n'est pas signifié au cessionnaire ?

Le congé est inopposable au cessionnaire, qui peut exiger le renouvellement du bail. Vous perdez alors la possibilité de récupérer les lieux et devez supporter un nouveau bail de 9 ans.

Dois-je agréer la cession par écrit ?

Oui, pour des raisons de preuve. Un agrément verbal peut être difficile à prouver. Utilisez une lettre recommandée avec accusé de réception ou un acte authentique.

Puis-je donner congé au cessionnaire sans l'avoir fait au cédant ?

Oui, si le cessionnaire est devenu le seul titulaire du bail. Mais par prudence, adressez le congé aux deux parties pour éviter toute contestation.

Informations juridiques

  • Numéro: 10-20.971
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 09 novembre 2011

Mots-clés

bail commercialcession de bailcongésignificationCour de cassationnullitéagrément

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Sin-le-Noble : congé après agrément oral

M. Dupont, propriétaire d'un local commercial à Sin-le-Noble, a donné son accord verbal à la cession du bail à une SARL. Six mois plus tard, il donne congé au cédant mais omet de signifier à la SARL. Celle-ci conteste le congé.

Application pratique:

M. Dupont doit prouver son agrément verbal (témoignages, emails). S'il y parvient, il peut encore signifier le congé à la SARL avant la date d'effet. Sinon, le congé sera inopposable et le bail renouvelé.

2

Locataire cédant à Denain : congé reçu après cession

Mme Martin, locataire à Denain, a apporté son bail à une SCI avec l'agrément du propriétaire. Elle reçoit un congé à son nom, alors que la SCI exploite déjà. Elle s'interroge sur la validité.

Application pratique:

Le congé est valable si le propriétaire le signifie également à la SCI. Mme Martin doit informer la SCI et vérifier que la signification a bien eu lieu. Si non, elle peut demander la nullité du congé en tant que cédante, mais le propriétaire peut régulariser.

3

Acquéreur d'un fonds : congé non signifié à la société cessionnaire

La société X acquiert un fonds de commerce à Douai avec le bail. Le propriétaire avait donné congé au vendeur avant la vente, mais n'a pas signifié le congé à la société X. Celle-ci veut rester dans les lieux.

Application pratique:

La société X peut invoquer l'inopposabilité du congé, car elle n'a pas été destinataire de l'acte. Elle peut exiger le renouvellement du bail. Le propriétaire doit alors signifier le congé à la société X, mais si la date d'effet est passée, le bail est renouvelé.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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