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Verwaltungsbeirat: Die Pflicht zur Kandidatur nach dem Kassationsgerichtshof (2011)
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Verwaltungsbeirat: Die Pflicht zur Kandidatur nach dem Kassationsgerichtshof (2011)

📅 Décision du 16 März 2011⚖️ Cour de cassation👁️ 10 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof verlangt, dass Mitglieder des Verwaltungsbeirats ihre Kandidatur erklärt haben. Analyse des Urteils vom 16. März 2011 und praktische Ratschläge für Wohnungseigentümer.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 10-10.553 • 2011-03-16 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Wohnungseigentümer in Saint-Paul-lès-Dax, in einer ruhigen Residenz. Die jährliche Eigentümerversammlung findet statt, und plötzlich verkündet der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats die Ernennung von drei neuen Mitgliedern, ohne dass jemand seine Kandidatur eingereicht hat. Sie fragen sich: Ist das legal? Die Antwort lautet nein, so der Kassationsgerichtshof. In einem Urteil vom 16. März 2011 (Nr. 10-10.553) hat das oberste Gericht klargestellt, dass die als Mitglieder des Verwaltungsbeirats benannten Personen zwingend ihre Kandidatur erklärt haben müssen. Aber was ändert das genau? Und wie reagieren Sie, wenn Ihre Verwaltung diese Regel ignoriert? Tauchen wir in die Details ein.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Der Fall beginnt in einer Wohnungseigentümergemeinschaft, in der während einer Eigentümerversammlung das Büro feststellt, dass die anwesenden oder vertretenen Eigentümer insgesamt 948 Miteigentumsanteile (Anteil am Gemeinschaftseigentum) repräsentieren. Das Protokoll vermerkt: „Die Mitglieder des Büros haben festgestellt, dass die Anwesenden oder Vertretenen 948 Miteigentumsanteile repräsentieren.“ Soweit nichts Ungewöhnliches. Das Problem entsteht jedoch, als einige Eigentümer die Gültigkeit der Versammlung anfechten, da ihrer Ansicht nach das Quorum (Mindestanzahl der für die Beschlussfähigkeit erforderlichen Miteigentumsanteile) nicht erreicht war. Tatsächlich gab die Anwesenheitsliste an, dass die anwesenden oder vertretenen Eigentümer 948 Miteigentumsanteile besaßen, aber der genaue Wortlaut variierte von einer Angabe zur anderen: „Es wird festgestellt, dass die Anwesenden oder Vertretenen 948 Miteigentumsanteile besitzen“, „Die anwesenden und vertretenen Eigentümer besitzen 948 Miteigentumsanteile“ usw. Diese Ungenauigkeit ließ Zweifel an der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung aufkommen, insbesondere an der Ernennung der Mitglieder des Verwaltungsbeirats, die keine vorherige Kandidatur erklärt hatten. Das Tribunal de grande instance gab den anfechtenden Eigentümern recht und hob die getroffenen Entscheidungen auf. Die Wohnungseigentümergemeinschaft legte daraufhin Kassationsbeschwerde ein. Der Kassationsgerichtshof bestätigte jedoch die Aufhebung, gestützt auf einen zentralen Artikel des Dekrets vom 17. März 1967 (Durchführungsverordnung zum Wohnungseigentumsgesetz): Artikel 22, der eine ausdrückliche Kandidatur für die Mitgliedschaft im Verwaltungsbeirat verlangt.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof prüfte zwei Hauptpunkte: das Quorum und die Kandidatur für den Verwaltungsbeirat. Zum Quorum entschied er, dass die Feststellungen des Büros ausreichten, um zu belegen, dass 948 Miteigentumsanteile anwesend oder vertreten waren, trotz der Abweichungen in der Formulierung. Mit anderen Worten: Das Büro muss die Anwesenheitsliste nicht wortwörtlich abschreiben; es genügt, dass es die Anzahl der Miteigentumsanteile bestätigt. Der Einwand in diesem Punkt war daher unbegründet. Der zweite Punkt war jedoch entscheidend: die Ernennung der Mitglieder des Verwaltungsbeirats. Das Gericht stellte klar, dass gemäß Artikel 22 des Dekrets von 1967 die Mitglieder des Verwaltungsbeirats aus den Eigentümern gewählt werden müssen, die ihre Kandidatur erklärt haben. Im vorliegenden Fall gab es jedoch keinen Nachweis, dass zuvor eine Kandidatur eingereicht worden war. Das Gericht befand daher, dass die Ernennung unrechtmäßig war, und infolgedessen war die gesamte Eigentümerversammlung anfechtbar. Was nur wenige wissen: Diese Regel gilt selbst dann, wenn die Versammlung einstimmig ist oder sich niemand im Moment dagegen wehrt. Die Kandidatur muss ausdrücklich sein, d. h. sie muss vor der Abstimmung erklärt werden, sei es schriftlich oder mündlich, aber sie muss identifizierbar sein. Achtung jedoch: Das Gericht verlangt keine übermäßige Formalität; eine einfache Willenserklärung genügt. Aber ohne jede Spur ist die Ernennung nichtig.

Was das für Sie konkret ändert

Für Wohnungseigentümer ist dieses Urteil eine wertvolle Waffe. Wenn Sie beispielsweise Eigentümer in einer Residenz in Capbreton sind und Ihre Verwaltung Ihnen die Ernennung von Nachbarn in den Verwaltungsbeirat mitteilt, ohne dass diese ihre Kandidatur eingereicht haben, können Sie diese Entscheidung gerichtlich anfechten. Aber Achtung: Die Klagefrist beträgt zwei Monate ab der Eigentümerversammlung (Artikel 42 des Gesetzes vom 10. Juli 1965). Nach Ablauf dieser Frist ist der Mangel geheilt. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Eigentümer sechs Monate später entdeckten, dass der Verwaltungsbeirat aus nicht kandidierenden Personen bestand, aber es war zu spät für rechtliche Schritte. Wenn Sie Mitglied des Verwaltungsbeirats sind, stellen Sie sicher, dass Ihre Kandidatur formalisiert wurde (eine E-Mail an die Verwaltung, ein Vermerk im Protokoll). Andernfalls könnte Ihr Mandat angefochten werden. Für professionelle Verwalter erfordert diese Entscheidung Sorgfalt: Bei jeder Versammlung müssen die Kandidaturen schriftlich eingeholt oder ausdrücklich in der Tagesordnung erwähnt werden. Ein Versehen kann zur Aufhebung der Versammlung führen, mit erheblichen Kosten (Anwalt, neue Versammlung usw.).

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Überprüfen Sie die Tagesordnung: Stellen Sie vor der Versammlung sicher, dass der Punkt „Wahl des Verwaltungsbeirats“ aufgeführt ist und dass Kandidaturen angefordert werden.
  • Kandidieren Sie schriftlich: Reichen Sie Ihre Kandidatur vor der Versammlung per E-Mail oder Einschreiben bei der Verwaltung ein und bitten Sie um Bestätigung.
  • Bestehen Sie auf Protokollierung: Lassen Sie im Protokoll der Versammlung festhalten, dass Sie Ihre Kandidatur erklärt haben, und überprüfen Sie das Protokoll vor der Genehmigung.
  • Handeln Sie schnell: Wenn Sie eine Unregelmäßigkeit feststellen, handeln Sie innerhalb von zwei Monaten nach der Versammlung. Konsultieren Sie einen auf Wohnungseigentumsrecht spezialisierten Anwalt.

Questions fréquentes

Puis-je être membre du conseil syndical sans avoir posé ma candidature ?

Non, selon la Cour de cassation (arrêt du 16 mars 2011), vous devez avoir fait acte de candidature avant le vote, même si l'assemblée est unanime.

Que faire si mon conseil syndical a été élu sans candidature ?

Vous pouvez contester l'assemblée générale dans un délai de deux mois à compter de la tenue de celle-ci. Passé ce délai, l'irrégularité est couverte et vous ne pourrez plus agir.

Quels sont les risques pour le syndic en cas de non-respect ?

L'assemblée générale peut être annulée, ce qui entraîne des frais de nouvelle assemblée, des honoraires d'avocat et une possible condamnation aux dépens.

La candidature orale est-elle valable ?

Oui, elle est valable en principe, mais difficile à prouver. Il est fortement conseillé de formaliser votre candidature par écrit (courrier ou mail) pour éviter toute contestation.

Cette règle s'applique-t-elle aussi aux copropriétaires absents représentés ?

Oui, un copropriétaire absent ne peut être nommé au conseil syndical sans avoir préalablement fait acte de candidature, même s'il est représenté par un mandataire.

Informations juridiques

  • Numéro: 10-10.553
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 16 mars 2011

Mots-clés

conseil syndicalcandidaturecopropriétéassemblée généraleCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire à Saint-Paul-lès-Dax : nomination sans candidature

Lors de l'assemblée générale de votre résidence, le syndic désigne trois voisins comme membres du conseil syndical sans que personne n'ait posé sa candidature. Vous soupçonnez une irrégularité.

Application pratique:

Vous pouvez contester cette nomination en saisissant le tribunal judiciaire de Mont-de-Marsan dans les deux mois. Conservez le procès-verbal et prouvez l'absence de candidature. Si vous agissez à temps, la nomination sera annulée et une nouvelle assemblée devra être convoquée.

2

Membre du conseil syndical à Capbreton : candidature contestée

Vous êtes membre du conseil syndical depuis un an, mais un copropriétaire conteste votre mandat en affirmant que vous n'avez pas fait acte de candidature. Vous pensiez que votre simple accord verbal suffisait.

Application pratique:

Si vous ne pouvez pas prouver votre candidature (écrit, mail, mention au PV), votre mandat risque d'être annulé. Pour l'avenir, formalisez toujours votre candidature par écrit et demandez son inscription au procès-verbal.

3

Syndic professionnel : procédure à sécuriser

En tant que syndic, vous organisez les assemblées générales. Vous avez négligé de recueillir les candidatures écrites pour le conseil syndical, et un copropriétaire conteste la validité de l'élection.

Application pratique:

Pour éviter l'annulation, vous devez désormais inclure dans la convocation un appel à candidatures écrites et conserver les réponses. En cas de contestation, vous pourrez prouver le respect de la procédure. Sinon, vous risquez des frais de justice et une perte de confiance des copropriétaires.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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