Aller au contenu principal
Einberufung der Eigentümerversammlung: Die Frist beginnt mit der Einlieferung bei der Post (Kassationshof, 3. Zivilkammer, 19. Okt. 2011)
Droit-immobilier

Einberufung der Eigentümerversammlung: Die Frist beginnt mit der Einlieferung bei der Post (Kassationshof, 3. Zivilkammer, 19. Okt. 2011)

📅 Décision du 19 Oktober 2011⚖️ Cour de cassation👁️ 7 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass die Einberufungsfrist für die Eigentümerversammlung ab dem Zeitpunkt der Vorlage des Einschreibens beim Postamt des vom Eigentümer angegebenen Anschriftorts läuft. Eine Entscheidung, die die Verwalter absichert, aber eine erhöhte Wachsamkeit der Eigentümer erfordert.

Referenzentscheidung: Cour de cassation, 3e chambre civile • N° 10-20.634 • 19 octobre 2011 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: In Pont-Saint-Esprit, im Département Gard, sind Sie seit Jahren Eigentümer einer Wohnung in einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Sie erhalten ein Schreiben Ihres Verwalters, das Sie darüber informiert, dass eine Eigentümerversammlung (AG) Fassadenrenovierungsarbeiten in Höhe von 15.000 Euro zu Ihren Lasten beschlossen hat. Nur haben Sie die Einberufung nie erhalten – oder vielmehr, Sie haben sie erst am Tag nach der Versammlung erhalten. Die Frage, die Ihnen auf der Zunge brennt: Ist die Einberufungsfrist eingehalten, wenn der Brief am Vortag bei der Post eingeliefert wurde? Genau diesen Rechtsstreit hat der Kassationshof in seinem Urteil vom 19. Oktober 2011 entschieden.

Jedes Jahr fragen sich Tausende von Wohnungseigentümern, ob die Einberufungsregeln eingehalten wurden. Der Verwalter behauptet, die Einberufungen rechtzeitig versandt zu haben, aber Sie haben sie erst nach der Versammlung erhalten. Wann beginnt also die Frist zu laufen? Ist es der Tag des Versands, der Tag des Empfangs oder ein anderer? Die Antwort des Kassationshofs ist klar: Die Einberufungsfrist läuft ab dem Tag der Vorlage des Briefes beim Postamt des vom Eigentümer gegenüber dem Verwalter angegebenen Anschriftorts. Mit anderen Worten: Das Datum der Einlieferung bei der Post ist maßgeblich, nicht das Datum des Empfangs. Eine Klarstellung, die für Eigentümer und Verwalter von Bedeutung ist.

Was ändert das genau im Alltag? Um dies zu verstehen, tauchen wir in die Fakten dieses Falles ein.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr X, Eigentümer einer Einheit in einer WEG in Pont-Saint-Esprit, erhält eines Tages ein Schreiben seines Verwalters, das ihn darüber informiert, dass eine Eigentümerversammlung einen wichtigen Beschluss gefasst hat – zum Beispiel die Installation einer Gemeinschaftsheizung. Problem: Herr X konnte an dieser Versammlung nicht teilnehmen, da er die Einberufung nicht rechtzeitig erhalten hatte. Er stellt fest, dass die Einberufung per Einschreiben mit Rückschein an seine angegebene Adresse gesendet wurde, aber dass sie dem Postamt dieses Ortes nur zwei Tage vor der Versammlung vorgelegt wurde. Die Teilungserklärung (der Vertrag, der das Leben des Gebäudes regelt) sieht jedoch vor, dass die Einberufungen mindestens 21 Tage vor dem Datum der Eigentümerversammlung versandt werden müssen. Herr X ist daher der Ansicht, dass die Frist nicht eingehalten wurde, da er den Brief erst nach der Versammlung erhalten hat.

Er ruft das Tribunal de grande instance von Nîmes an, um die Aufhebung des in der Eigentümerversammlung gefassten Beschlusses zu beantragen. Seiner Ansicht nach muss die Einberufungsfrist ab dem tatsächlichen Empfang des Briefes laufen, nicht ab seiner Einlieferung bei der Post. Der Verwalter hingegen argumentiert, dass die Frist ab dem Versand läuft, gemäß Artikel 64 des Dekrets vom 17. März 1967 (dem Text, der die WEG regelt). Das Gericht gibt dem Verwalter recht: Es weist den Antrag von Herrn X ab. Dieser legt Berufung ein, aber das Berufungsgericht von Nîmes bestätigt das Urteil. Herr X legt daraufhin Kassation ein.

Vor dem Kassationshof wird die Frage entschieden: Die Richter am Quai de l'Horloge bestätigen, dass die Einberufungsfrist ab dem Tag der Vorlage des Briefes beim Postamt des angegebenen Anschriftorts läuft. Klar gesagt: Nicht das Empfangsdatum ist entscheidend, sondern das Datum der Einlieferung bei der Post. Die Entscheidung ist endgültig: Die Einberufung gilt als ordnungsgemäß, wenn sie innerhalb der Frist bei der Post eingeliefert wurde, selbst wenn der Empfänger sie erst nach der Versammlung erhält.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Um diese Begründung zu verstehen, muss auf Artikel 64 des Dekrets Nr. 67-223 vom 17. März 1967 (der Text, der die Funktionsregeln der WEG festlegt) Bezug genommen werden. Dieser Text bestimmt, dass „die Einberufung per Einschreiben mit Rückschein mindestens einundzwanzig Tage vor dem Datum der Eigentümerversammlung zu versenden ist“. Er präzisiert jedoch nicht, ob diese Frist ab dem Versand oder dem Empfang läuft. Hier greift der Kassationshof ein: Er legt das Gesetz dahingehend aus, dass die Frist ab dem Tag der Vorlage des Briefes beim Postamt des angegebenen Anschriftorts läuft.

Was nur wenige wissen: Diese Lösung ist nicht neu; sie fügt sich in eine ständige Rechtsprechung des Kassationshofs ein. Tatsächlich hat das oberste Gericht bereits in einem Urteil vom 30. März 2005 entschieden, dass die Einberufungsfrist ab dem Versanddatum läuft. Hier bestätigt und präzisiert es sogar, dass das Datum der Vorlage beim Postamt des angegebenen Anschriftorts maßgeblich ist, nicht das Versanddatum von einem beliebigen Postamt. Mit anderen Worten: Wenn der Eigentümer eine Adresse in Le Vigan angegeben hat, muss die Einberufung dem Postamt von Le Vigan vorgelegt werden, damit die Frist gültig ist.

Die Argumente von Herrn X waren folgende: Er war der Ansicht, dass die Frist ab dem tatsächlichen Empfang laufen müsse, da dies die einzige Möglichkeit für den Eigentümer sei, von der Einberufung Kenntnis zu erlangen. Der Kassationshof wies dieses Argument jedoch zurück mit der Begründung, dass das Versanddatum leichter zu überprüfen sei und es Rechtssicherheit (d. h. Vorhersehbarkeit der Regeln) für die Verwalter gewährleiste. Tatsächlich hat der Verwalter keinen Einfluss auf die Unwägbarkeiten der Postzustellung: Ein Streik, eine Fehlleitung oder die Abwesenheit des Empfängers können den Empfang verzögern. Die Frist ab dem Empfang laufen zu lassen, wäre eine Quelle der Unsicherheit.

Achtung jedoch: Diese Lösung gilt nicht

Questions fréquentes

Le délai de convocation à l'assemblée générale des copropriétaires court-il à partir de la date d'envoi ou de réception ?

Il court à compter du jour de la présentation de la lettre recommandée au bureau de poste du lieu de l'adresse déclarée par le copropriétaire. C'est la date du cachet de La Poste qui est déterminante, même si la lettre est reçue après le délai de 21 jours avant l'AG.

Que faire si je n'ai pas reçu ma convocation à temps pour l'assemblée générale ?

Vérifiez la date du cachet de La Poste sur l'enveloppe. Si elle est antérieure de 21 jours à l'AG, le délai est respecté. Si elle est postérieure, vous pouvez contester l'AG dans les deux mois suivant la notification du procès-verbal en invoquant un défaut de convocation.

Puis-je contester une décision d'assemblée générale si je n'ai pas reçu la convocation ?

Oui, si vous prouvez que le syndic n'a pas respecté le délai légal de 21 jours ou qu'il a envoyé la convocation à une adresse erronée malgré votre signalement. Mais si l'adresse était correcte et que la lettre a été déposée à temps, la contestation sera rejetée.

Le syndic doit-il prouver la date d'envoi des convocations ?

Oui, en cas de litige, c'est au syndic de prouver qu'il a respecté le délai. Il doit produire le récépissé de dépôt de la lettre recommandée. S'il ne peut pas le faire, la convocation est présumée irrégulière.

Que se passe-t-il si je change d'adresse sans prévenir le syndic ?

Le syndic est en droit d'envoyer la convocation à votre dernière adresse connue. Vous ne pourrez pas vous plaindre de ne pas l'avoir reçue. Il est donc impératif de signaler tout changement d'adresse par écrit avec accusé de réception.

Informations juridiques

  • Numéro: 10-20.634
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 19 octobre 2011

Mots-clés

convocation assemblée généralecopropriétédélai de convocationCour de cassationPont-Saint-EspritLe Vigansyndiccopropriétaire

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire absent lors d'une AG à Pont-Saint-Esprit

M. Dupont, propriétaire d'un appartement à Pont-Saint-Esprit, est en déplacement professionnel pendant un mois. Il reçoit sa convocation pour l'AG le jour même de l'assemblée. La lettre a été déposée à La Poste 21 jours avant, mais il ne l'a récupérée qu'à son retour.

Application pratique:

Cette jurisprudence confirme que le délai est respecté : le syndic a bien déposé la convocation dans les temps. M. Dupont ne peut pas contester l'AG. Pour éviter cela, il aurait dû donner procuration ou demander un envoi par email. En pratique, il doit vérifier la date du cachet de La Poste et, si celle-ci est antérieure de 21 jours, accepter la décision.

2

Syndic de copropriété à Le Vigan confronté à une contestation

Un syndic gère une copropriété à Le Vigan. Un copropriétaire conteste une résolution votée en AG, affirmant n'avoir pas reçu la convocation à temps. Le syndic produit le récépissé de dépôt de la lettre recommandée, daté de 21 jours avant l'AG.

Application pratique:

Grâce à cet arrêt, le syndic est protégé : le tribunal considérera que le délai a été respecté. Le syndic doit donc conserver systématiquement les récépissés de dépôt. Si le copropriétaire avait changé d'adresse sans le signaler, le syndic serait aussi en droit d'envoyer à la dernière adresse connue.

3

Acquéreur d'un lot en copropriété à Nîmes

Mme Martin achète un appartement à Nîmes mais réside à Montpellier. Elle oublie de communiquer sa nouvelle adresse au syndic. Les convocations sont envoyées à son ancienne adresse à Nîmes, qu'elle ne relève plus. Elle ne reçoit pas la convocation pour l'AG et une décision importante est prise sans elle.

Application pratique:

La jurisprudence indique que le délai court à compter du dépôt à La Poste de l'ancienne adresse. Mme Martin ne peut pas contester. Elle doit immédiatement signaler son changement d'adresse par lettre recommandée au syndic. En attendant, elle peut demander le procès-verbal de l'AG et, si elle estime que ses droits ont été lésés, engager une action en justice dans les deux mois.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

Articles similaires en Droit-immobilier

Voir tout →

Servitude de passage et tierce opposition : protéger son droit d'accès en copropriété

Un copropriétaire peut-il s'opposer à la suppression d'une servitude de passage qui profite à son lot, même si le syndicat accepte la fin de l'enclave ? La Cour de cassation répond oui, reconnaissant un intérêt distinct pour agir en tierce opposition.

23 juil. 2026Lire →

Enclave et servitude : quand le droit du travail ne crée pas de passage forcé

La Cour de cassation rappelle que l'état d'enclave d'un fonds ne peut résulter des obligations réglementaires imposées aux entreprises en matière d'issues et dégagements. Ainsi, un propriétaire ne peut exiger un passage sur le fonds voisin au seul motif que son bâtiment doit respecter des normes de sécurité incendie.

23 juil. 2026Lire →

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence, le préavis s'impose

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence de cette convention, les parties à un contrat de transport public routier de marchandises n'ont pas stipulé une durée de préavis de rupture, cette durée est fixée par un contrat-type approuvé par décret pris en application de l'article L. 1432-4 du code des transports. Les dispositions de l'article L. 442-6, I, 5°, devenu L. 442-1, II, du code de commerce ne trouvent alors pas à s'appliquer. Il en va de même lorsque la convention écrite renvoie expressément à la clause du contrat-type fixant une telle durée. Lorsque les parties ont conclu un contrat écrit stipulant la durée du préavis de rupture, les dispositions de l'article L. 442-1, II, du code de commerce sont applicables. Dans cette hypothèse, l'auteur de la rupture qui a consenti à son partenaire un délai de préavis au moins égal à celui prévu au contrat-type dans sa version en vigueur à la date de la notification de la rupture, ne saurait voir sa responsabilité engagée sur le fondement de ce texte

23 juil. 2026Lire →

Explorez plus d'analyses juridiques en droit droit-immobilier

Tous les articles Droit-immobilier
★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide