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Versicherungsmakler: Seine Beratungspflicht endet nicht bei den Angaben des Verwalters
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Versicherungsmakler: Seine Beratungspflicht endet nicht bei den Angaben des Verwalters

📅 Décision du 14 Januar 1998⚖️ Cour de cassation👁️ 4 vues📖 5 min de lecture

Ein Eigentümer in einer Wohnungseigentümergemeinschaft sieht sein Gebäude durch einen Brand zerstört; der Versicherungsmakler hat die Angaben des Verwalters nicht überprüft. Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass der Makler als unabhängiger Fachmann die ihm übermittelten Informationen, auch die des Verwalters, kontrollieren muss. Analyse und praktische Tipps.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 96-11.102 • 1998-01-14 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: Sie sind Eigentümer eines Gebäudes in einer Wohnungseigentümergemeinschaft in Cannes, im Wohnviertel Kalifornien. Sie haben es an ein Lebensmittelgeschäft vermietet. Eines Abends bricht ein Feuer aus. Die Feuerwehr rückt an, aber das Gebäude wird größtenteils zerstört. Sie kontaktieren Ihren Versicherungsmakler, um den Schaden zu melden. Und dann der Schock: Ihr Makler antwortet Ihnen, dass Sie für dieses Objekt nicht versichert sind. Er dachte, die Versicherung der Wohnungseigentümergemeinschaft decke das gesamte Gebäude ab, einschließlich Ihres Sondereigentums. Sie stehen ohne Entschädigung da und müssen die Wiederaufbauarbeiten selbst finanzieren. Was tun?

Diese leider häufige Situation wirft eine entscheidende Frage auf: Wie weit reicht die Beratungspflicht des Versicherungsmaklers? Darf er sich auf die Angaben des Verwalters verlassen, oder muss er selbst den Umfang der Deckung überprüfen? Der Kassationsgerichtshof hat 1998 in einem Urteil entschieden, das weiterhin maßgeblich ist. Und die Antwort ist klar: Der Makler als unabhängiger Fachmann darf sich nicht passiv auf die Aussagen des Verwalters stützen. Er muss nachprüfen.

In diesem Artikel werde ich Ihnen die Geschichte hinter dieser Entscheidung erzählen, die Argumentation der Richter analysieren und vor allem praktische Tipps geben, wie Sie vermeiden, in eine solche Situation zu geraten. Denn als auf Immobilienrecht spezialisierte Anwältin habe ich zu viele Fälle gesehen, in denen ein Informationsmangel hätte vermieden werden können. Ob Sie vermietender Eigentümer, Wohnungseigentümer oder sogar Verwalter sind – dieses Urteil betrifft Sie.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich passiert

Herr X ist Eigentümer einer Einheit in einer Wohnungseigentümergemeinschaft in Nizza, im Viertel Ariane. Seine Einheit umfasst ein eigenständiges Gebäude, das nur aus Sondereigentum besteht. Als guter Eigentümer kontaktiert er einen Versicherungsmakler, die Firma Dedeyan, um eine Versicherung für dieses Gebäude abzuschließen. Der Makler wendet sich an den Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft, um die bereits von der Gemeinschaft abgeschlossenen Deckungen zu erfragen. Der Verwalter teilt ihm mit, dass das Gebäude „im Wesentlichen“ durch die Versicherung der Wohnungseigentümergemeinschaft versichert sei. Im Vertrauen auf diese Aussage geht der Makler davon aus, dass das Gebäude von Herrn X bereits gedeckt ist, und schließt keine Zusatzpolice ab. Er schreibt dem Verwalter einen Brief, in dem er ihn bittet, ihn zu informieren, „falls diese Angabe nicht mehr zutrifft“.

Einige Monate später zerstört ein Brand das Gebäude vollständig. Herr X wendet sich an seinen Makler, um eine Entschädigung zu erhalten. Doch der Makler antwortet ihm, dass er nie eine Versicherung für dieses Gebäude abgeschlossen habe, da er dachte, es sei bereits durch den Vertrag der Gemeinschaft gedeckt. Es stellt sich jedoch heraus, dass die Versicherung der Gemeinschaft nur die Gemeinschaftsflächen abdeckte, nicht die Sondereigentumseinheiten. Herr X bleibt ohne jede Entschädigung. Er verklagt daraufhin den Makler auf Schadensersatz wegen Verletzung seiner Beratungspflicht.

Das Tribunal de grande instance von Nizza und anschließend das Berufungsgericht von Aix-en-Provence geben Herrn X recht. Die Richter befinden, dass der Makler als Versicherungsfachmann sich nicht mit den Aussagen des Verwalters zufriedengeben durfte. Er hätte die Richtigkeit der Informationen überprüfen und zumindest sicherstellen müssen, dass das Gebäude von Herrn X tatsächlich gedeckt war. Der Makler legt Kassation ein, aber der Kassationsgerichtshof weist seine Beschwerde 1998 zurück. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die Argumentation des Gerichts – analysiert

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 1240 des Code civil (ehemals 1382), der das Prinzip der zivilrechtlichen Haftung festlegt: „Jede Handlung eines Menschen, die einem anderen einen Schaden zufügt, verpflichtet denjenigen, durch dessen Verschulden er eingetreten ist, zum Ersatz.“ Kurz gesagt: Wenn jemand einen Fehler begeht und dieser Fehler einer anderen Person einen Schaden zufügt, muss er ihn entschädigen.

Hier wird dem Makler eine Verletzung seiner Beratungspflicht vorgeworfen. Als Versicherungsfachmann hat er gegenüber seinem Kunden eine Informations- und Beratungspflicht. Diese Pflicht beschränkt sich nicht darauf, die vom Kunden oder einem Dritten gelieferten Informationen weiterzugeben. Der Makler muss selbst sicherstellen, dass die Deckung den Bedürfnissen des Kunden entspricht.

Das Gericht stellt fest, dass der Makler „sich nicht darauf beschränken durfte zu glauben, dass das Gebäude versichert sei“. Selbst wenn der Verwalter ihm versichert hat, dass das Gebäude „im Wesentlichen“ versichert sei, hätte der Makler diese Information überprüfen müssen. Warum? Weil der Verwalter kein Versicherungsfachmann ist. Er kann sich irren oder eine vage Antwort geben. Der Makler hingegen ist ein Fachmann. Er hat Zugang zu den Versicherungspolicen oder kann zumindest eine Kopie anfordern. Im vorliegenden Fall hat der Makler nicht einmal verlangt, den Vertrag der Gemeinschaft zu sehen. Er begnügte sich mit einem mündlichen Austausch und schickte dann einen Brief an den Verwalter, in dem er ihn bat, ihn zu benachrichtigen, falls sich die Informationen änderten. Aber dieser Brief reicht nach Ansicht des Gerichts nicht aus, um den Makler von seiner Prüfungspflicht zu entlasten. Mit anderen Worten: Der Makler hätte, bevor er zu dem Schluss kam, dass keine zusätzliche Versicherung nötig sei, den Vertrag der Gemeinschaft einsehen oder zumindest eine schriftliche Bestätigung des Verwalters einholen müssen, die ihn von seiner Haftung befreit. Da er dies nicht tat, haftet er für den Schaden von Herrn X.

Questions fréquentes

Mon courtier m'a dit que l'assurance du syndicat couvrait mon lot. Que faire si un sinistre survient et que ce n'est pas le cas ?

Vous pouvez engager la responsabilité de votre courtier pour manquement à son devoir de conseil. Il devra vous indemniser. Conservez tous les échanges écrits.

Puis-je aussi attaquer le syndic ?

Oui, si le syndic a fourni une information erronée de manière fautive (par exemple, en affirmant que les lots privatifs étaient couverts alors que ce n'était pas le cas). Mais la responsabilité du courtier est plus facile à établir car il a un devoir de vérification.

Quels délais pour agir ?

L'action en responsabilité contractuelle se prescrit par 5 ans à compter du sinistre (ou de la découverte du préjudice). En pratique, agissez rapidement, dès le refus d'indemnisation.

Combien coûte une procédure ?

Les frais d'avocat varient. Une première consultation avec Maître Zakine est à 45 € pour 30 minutes. Ensuite, selon la complexité, une procédure peut coûter entre 2 000 et 10 000 €, mais les dommages-intérêts peuvent être bien supérieurs.

Que faire si je suis moi-même courtier et que je veux éviter ce risque ?

Systématisez la vérification écrite des informations auprès de l'assureur du syndicat, et faites signer une décharge à votre client s'il refuse de souscrire une assurance complémentaire. Documentez chaque étape.

Informations juridiques

  • Numéro: 96-11.102
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 14 janvier 1998

Mots-clés

devoir de conseilcourtier d'assurancessyndic de copropriétéincendieresponsabilité civile

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Cannes : lot non couvert par l'assurance du syndicat

M. Dupont possède un appartement à Cannes, quartier du Suquet, qu'il loue. Son courtier l'assure que l'assurance du syndicat couvre les lots privatifs. Un incendie détruit la cuisine. Le courtier refuse l'indemnisation.

Application pratique:

M. Dupont peut assigner le courtier en responsabilité. Il devra prouver que le courtier n'a pas vérifié la police du syndicat. En l'espèce, la jurisprudence de 1998 est directement applicable. Il obtiendra réparation de son préjudice (coût des travaux, perte de loyers).

2

Syndic à Nice : information erronée donnée à un courtier

Le syndic de la copropriété « Les Jardins de l'Ariane » à Nice affirme à un courtier que l'immeuble est assuré pour les parties privatives. En réalité, seules les parties communes sont couvertes.

Application pratique:

Le syndic pourrait être poursuivi pour faute. Il doit veiller à ne donner que des informations exactes et, de préférence, fournir une copie du contrat. Il peut aussi se couvrir par une assurance responsabilité civile professionnelle.

3

Courtier d'assurances : comment se prémunir contre ce risque

Un courtier basé à Cannes reçoit un appel d'un propriétaire pour assurer un local commercial. Le propriétaire lui dit que le syndic a déjà une assurance. Le courtier ne vérifie pas.

Application pratique:

Le courtier doit, pour respecter son devoir de conseil, demander une copie de la police du syndicat ou obtenir une confirmation écrite de l'assureur du syndicat. Il doit également proposer une assurance complémentaire. À défaut, il engage sa responsabilité.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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