Immobilienschenkung: Wenn eine Durchstreichung in der notariellen Urkunde alles ins Wanken bringt
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Immobilienschenkung: Wenn eine Durchstreichung in der notariellen Urkunde alles ins Wanken bringt

📅 Décision du 16 März 1982⚖️ Cour de cassation👁️ 5 vues📖 5 min de lecture

Kann eine Durchstreichung in einer Schenkungsurkunde diese nichtig machen? Der Kassationshof hat 1982 entschieden: Es kommt darauf an, wie die Korrektur formalisiert wurde. Dieser Artikel analysiert die Entscheidung und gibt praktische Ratschläge für Eigentümer.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 81-11.298 • 1982-03-16 • Entscheidung einsehen →

Sie sind Eigentümer in Borgo und möchten Ihren Kindern eine Immobilie schenken. Der Notar bereitet die Urkunde vor, aber beim Unterzeichnen bemerken Sie einen Fehler: Eine Klausel sieht einen Nießbrauchsvorbehalt vor, den Sie letztlich nicht wollen. Der Notar streicht die Wörter durch, paraphiert sie, und alle unterschreiben. Kann diese Durchstreichung Jahre später die Schenkung ungültig machen?

Genau diese Frage stellte sich in einem Fall, der am 16. März 1982 vom Kassationshof entschieden wurde. Und die Antwort ist beruhigend, sofern die Formalitäten eingehalten werden. Tauchen wir in diese Entscheidung ein.

Der Gerichtshof entschied, dass durchgestrichene und gezählte, vom Notar und den Parteien parapheierte Wörter keinen verbotenen Zusatz im Sinne von Artikel 16 des Gesetzes vom 25. Ventôse des Jahres XI darstellen, selbst wenn nicht durchgestrichene Wörter wie „volle Eigentum“ am Zeilenende stehen. Wesentlich ist, dass die Korrektur den Sinn der Urkunde nicht betrügerisch verändert.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, Eigentümer eines Gebäudes in Furiani, beschließt, es seinem Sohn und seiner Schwiegertochter zu schenken. Er geht zu einem Notar, der eine Standardurkunde vorbereitet. Im maschinengeschriebenen Text sieht eine Klausel einen Nießbrauchsvorbehalt zugunsten von Herrn X und seiner Ehefrau vor. Doch beim Unterzeichnen ändert Herr X seine Meinung: Er möchte das volle Eigentum ohne Vorbehalt schenken. Der Notar streicht die Wörter zum Nießbrauch durch, zählt die durchgestrichenen Wörter (7 Wörter), vermerkt diese Anzahl am Ende der Urkunde und lässt die Korrektur von allen Unterzeichnern parapheieren. Die Urkunde wird unterschrieben.

Jahre später bricht ein Konflikt zwischen den Beschenkten und den Erben aus. Letztere bestreiten die Gültigkeit der Schenkung mit der Begründung, die Durchstreichungen und die Wörter „volle Eigentum“ am Zeilenende stellten verbotene Zusätze dar. Nach Artikel 16 des Gesetzes vom 25. Ventôse des Jahres XI (das die Form notarieller Urkunden regelt) müssen Zusätze und Einfügungen vom Notar und den Parteien genehmigt werden, andernfalls sind sie nichtig.

Der Fall gelangt vor das Berufungsgericht Bastia, das die Schenkung bestätigt. Die Anfechtenden legen Kassation ein. Der Kassationshof weist ihre Beschwerde 1982 zurück und bestätigt, dass die Formalitäten eingehalten wurden und die Wörter „volle Eigentum“ keinen verbotenen Zusatz darstellten, da sie den Sinn der Schenkung nicht änderten (die Schenkung bezog sich nach Streichung des Nießbrauchsvorbehalts notwendigerweise auf das volle Eigentum).

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof prüfte zwei Punkte: die Ordnungsmäßigkeit der Durchstreichungen und das Fehlen eines verbotenen Zusatzes.

Zu den Durchstreichungen erinnerten die Richter daran, dass Artikel 16 des Gesetzes vom 25. Ventôse des Jahres XI vorschreibt, dass durchgestrichene Wörter gezählt und ihre Anzahl am Ende der Urkunde mit Paraphe des Notars und der Parteien vermerkt werden muss. Im vorliegenden Fall war alles korrekt erfolgt. Die Durchstreichung war daher kein Nichtigkeitsgrund.

Zum zweiten Punkt argumentierten die Anfechtenden, die Wörter „volle Eigentum“ stünden am Zeilenende, ohne als Zusatz genehmigt worden zu sein. Der Gerichtshof befand, diese Wörter seien für den Sinn der freigebigen Zuwendung nicht erforderlich: Da der Nießbrauchsvorbehalt gestrichen worden war, bezog sich die Schenkung notwendigerweise auf das volle Eigentum. Diese Wörter waren daher überflüssig und stellten keinen verbotenen Zusatz dar. Mit anderen Worten: Eine Korrektur, die den Inhalt der Urkunde nicht ändert, kann toleriert werden, selbst wenn sie nicht perfekt formalisiert ist, sofern die Absicht der Parteien klar ist.

Diese Entscheidung steht im Einklang mit einer ständigen Rechtsprechung, die die Ermittlung des wahren Willens der Parteien über einen starren Formalismus stellt, solange die wesentlichen Regeln eingehalten werden. Sie bestätigt, dass Notare eine gewisse Flexibilität bei der Korrektur von Schreibfehlern haben, aber das Zählen und Parapheieren der Durchstreichungen bleibt zwingend.

Was bleibt? Die Richter zeigten Pragmatismus. Anstatt eine Schenkung wegen eines Formalitätsdetails für nichtig zu erklären, bestätigten sie die Urkunde, da die Korrektur transparent war und niemanden täuschte.

Was das für Sie konkret bedeutet

Wenn Sie Eigentümer sind und eine Schenkung planen, beruhigt Sie diese Entscheidung: Eine ordnungsgemäße Durchstreichung gefährdet die Gültigkeit der Urkunde nicht. Aber Vorsicht: Die Formalitäten müssen genau eingehalten werden.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Furiani, die Sie Ihrem Neffen schenken möchten. Der Notar bereitet die Urkunde mit einer Nießbrauchsvorbehaltsklausel vor. Am Tag der Unterzeichnung entscheiden Sie, das bloße Eigentum (ohne Nießbrauch) zu schenken. Der Notar streicht die Wörter durch, zählt sie (8 Wörter), vermerkt die Anzahl am Ende der Urkunde, und Sie paraphieren. Alles ist in Ordnung. Jahre später ficht ein anderer Erbe die Schenkung an. Dank des Urteils von 1982 bleibt die Schenkung bestehen, wenn die Formalitäten nachgewiesen werden.

Für einen Mieter hat diese Entscheidung weniger direkte Auswirkungen, erinnert aber daran, dass Eigentum geteilt sein kann (Nießbrauch/Blosseigentum) und Schenkungen oft Konflikte auslösen. Wenn Sie eine Immobilie mieten, deren Eigentümer ein Nießbraucher ist, wissen Sie, dass der Blosseigentümer ebenfalls Rechte hat.

Für einen Käufer: Seien Sie wachsam. Wenn Sie eine Immobilie kaufen, die Gegenstand einer Schenkung war, prüfen Sie, ob die notarielle Urkunde ordnungsgemäß ist. Eine schlecht formalisierte Durchstreichung könnte angefochten werden und zu Gerichtskosten führen.

In der Praxis sollten Sie, wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden, alle notariellen Urkunden aufbewahren und im Zweifelsfall einen auf Immobilienrecht spezialisierten Anwalt konsultieren. Die 45-Euro-Beratung kann Ihnen viel Ärger ersparen.

Questions fréquentes

Une rature non comptée rend-elle automatiquement la donation nulle ?

Oui, selon la jurisprudence, le défaut de comptage des mots rayés peut entraîner la nullité de l'acte pour vice de forme. Il est donc impératif que le notaire respecte cette formalité.

Puis-je contester une donation faite il y a 10 ans à cause d'une rature ?

L'action en nullité pour vice de forme se prescrit par 5 ans à compter de la découverte du vice. Passé ce délai, vous ne pouvez plus agir. Consultez un avocat rapidement.

Quel est le coût pour faire annuler une donation ?

Les frais de procédure varient : honoraires d'avocat (1 500 à 5 000 € selon la complexité), frais d'expertise, etc. Une médiation peut être moins coûteuse.

Que faire si je découvre une rature suspecte dans un acte notarié ?

Contactez immédiatement un avocat spécialisé en droit immobilier. Il pourra analyser l'acte et vous conseiller sur les recours possibles.

Le notaire est-il responsable si une rature est mal faite ?

Oui, le notaire engage sa responsabilité professionnelle en cas de manquement à ses obligations. Vous pouvez réclamer des dommages et intérêts.

Informations juridiques

  • Numéro: 81-11.298
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 16 mars 1982

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire souhaitant donner un bien à Furiani

Un propriétaire à Furiani veut donner un appartement à son fils, mais change d'avis sur la réserve d'usufruit au dernier moment. Le notaire corrige l'acte par une rature.

Application pratique:

Si la rature est comptée et parapheée, la donation est valable. Conservez une copie de l'acte avec les paraphes. En cas de contestation, l'arrêt de 1982 protège l'acte.

2

Héritier contestant une donation à Borgo

Un héritier découvre une rature dans la donation faite par son parent à un autre enfant, à Borgo. Il pense que la donation est nulle.

Application pratique:

Vérifiez si les formalités ont été respectées. Si oui, la contestation a peu de chances d'aboutir. Consultez un avocat pour évaluer les délais de prescription (5 ans).

3

Acquéreur d'un bien ayant fait l'objet d'une donation

Un acquéreur achète un bien à Furiani, mais découvre que l'acte de donation antérieur comportait une rature mal formalisée.

Application pratique:

L'acquéreur peut être inquiété si la donation est annulée. Avant d'acheter, demandez à voir l'acte de donation et faites-le vérifier par un avocat. Souscrivez une assurance titre si nécessaire.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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