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Befreiung von der Steuer auf den Wertzuwachs bei der Hauptwohnung: Sie wohnen am Tag des Verkaufs nicht mehr dort? Der Kassationshof
Droit Immobilier

Befreiung von der Steuer auf den Wertzuwachs bei der Hauptwohnung: Sie wohnen am Tag des Verkaufs nicht mehr dort? Der Kassationshof

📅 Décision du 13 Januar 2021⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof erinnert mit Nachdruck daran, dass die Befreiung von der Steuer auf den Wertzuwachs bei Immobilien beim Verkauf der eigenen Hauptwohnung nur gewährt wird, wenn die Immobilie am Tag der Veräußerung tatsächlich als solche genutzt wird. In der Vergangenheit in der Wohnung gelebt zu haben, reicht nicht mehr aus.

Referenzentscheidung: cc • N° 19-14.256 • 2021-01-13 • Entscheidung einsehen →

In Paris führt der Immobiliendruck dazu, dass viele Eigentümer umziehen, bevor sie ihre alte Wohnung verkauft haben. Eine Wohnung im 11. Arrondissement, leer gelassen, dann vermietet, während man auf einen Käufer wartet ... Und wenn hinter dieser harmlosen Transaktion eine Steuerrechnung mit fünfstelligen Beträgen steckte? Genau in diese Falle ist ein Steuerpflichtiger getappt, dessen Fall der Kassationshof am 13. Januar 2021 entschieden hat. Diese Entscheidung, so technisch wie folgenreich, zeichnet die Konturen einer Befreiung neu, die viele für erworben hielten. Was ist wirklich passiert? Warum hat der Richter Nein gesagt? Und vor allem: Wie kann man vermeiden, denselben Fehler zu machen?

Jedes Jahr profitieren Tausende von Verkäufen von Hauptwohnungen von einer vollständigen Befreiung von der Steuer auf den Wertzuwachs bei Immobilien (d. h. der Differenz zwischen Kaufpreis und Wiederverkaufspreis) dank Artikel 150 U, II, 1° des allgemeinen Steuergesetzbuchs (code général des impôts). Aber diese Steuervergünstigung ist an eine scheinbar einfache Bedingung geknüpft: Die Immobilie muss zum Zeitpunkt der Veräußerung die Hauptwohnung des Verkäufers sein. Der Unterschied ist erheblich, und die Entscheidung vom 13. Januar 2021 erinnert mit Nachdruck an die Strenge dieser Bedingung.

Die Geschichte beginnt wie viele andere: Ein Pariser Paar beschließt, seine Wohnung zu verlassen, um sich in die Vororte zu begeben. Die nun leere Wohnung wird für zwei Jahre vermietet. Dann kommt der Moment des Verkaufs. Die Eigentümer, gestärkt durch ihre Jahre der früheren Nutzung, geben eine Erklärung über den befreiten Wertzuwachs ab. Aber die Steuerverwaltung sieht darin etwas anderes: eine Wohnung, die zu einer Mietinvestition geworden ist, und eine zu Unrecht beanspruchte Befreiung.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Kommen wir zu den Beteiligten des am 13. Januar 2021 entschiedenen Falles zurück. Auf der einen Seite die Eigentümer einer Wohnung in der Region Paris. Auf der anderen Seite die Steuerverwaltung. Jahrelang war diese Immobilie ihre Hauptwohnung – das heißt der Ort, an dem sie gewöhnlich und tatsächlich mit ihrer Familie wohnten. Dann verließen sie aus beruflichen oder persönlichen Gründen die Räumlichkeiten. Statt sofort zu verkaufen, entschieden sie sich, die Wohnung zu vermieten. Eine übliche Entscheidung, besonders wenn man auf einen günstigeren Markt hofft oder einen Fuß in der Tür behalten möchte.

Die Zeit vergeht. Zwei Jahre vergehen, in denen die erhaltenen Mieten normal erklärt und besteuert werden. Schließlich entscheiden sich die Eigentümer zu verkaufen. Überzeugt, dass ihnen die Befreiung von der Steuer auf den Wertzuwachs zusteht – schließlich war es nicht über zehn Jahre ihre Hauptwohnung? –, zahlen sie die Steuer auf den Wertzuwachs (und die Sozialabgaben) nicht. Die Steuerverwaltung sieht das bei einer Prüfung anders. Sie ist der Ansicht, dass die Immobilie zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht mehr den Charakter einer Hauptwohnung hatte, da sie vermietet war und die Eigentümer woanders wohnten. Ergebnis: Eine Steuernachforderung wird fällig, die die Zahlung der hinterzogenen Steuer zuzüglich Verzugszinsen verlangt.

Die Eigentümer legen Widerspruch ein. Sie bringen den Rechtsstreit vor das Verwaltungsgericht, dann vor das Verwaltungsberufungsgericht, ohne Erfolg. Ihre letzte Hoffnung: der Kassationshof. Aber das oberste Gericht wird auch ihre Kassationsbeschwerde zurückweisen, in einer Entscheidung, die die Strenge der Richter in diesem speziellen Punkt verdeutlicht.

Die Begründung des Gerichts – analysiert

Um die vom Kassationshof getroffene Lösung zu verstehen, muss man sich in die Texte vertiefen. Artikel 150 U, II, 1° des allgemeinen Steuergesetzbuchs sieht vor, dass die Befreiung von der Steuer auf den Wertzuwachs „für die Veräußerung einer Wohnung, die am Tag der Veräußerung die Hauptwohnung des Veräußerers ist“, gilt. Das Gesetz ist klar: Es kommt auf die Situation am Tag des Verkaufs an, nicht auf die Vergangenheit der Immobilie.

Die Steuerpflichtigen versuchten, eine extensive Auslegung der Verwaltungsdoktrin geltend zu machen, wonach eine vorübergehende Abwesenheit aus legitimen Gründen (berufliche Versetzung, Unterbringung im Pflegeheim usw.) nicht zum Verlust des Befreiungsvorteils führen würde. Aber der Kassationshof fegt das Argument vom Tisch. Er erinnert daran, dass die Doktrin das Gesetz nicht erweitern kann, und dass, wenn die Wohnung zum Zeitpunkt des Verkaufs an einen Dritten vermietet ist, sie materiell nicht vom Eigentümer bewohnt sein kann. Folglich ist die Bedingung nicht erfüllt. Die bloße Tatsache, dass die Immobilie in der Vergangenheit die Hauptwohnung war, reicht nicht aus.

Das Urteil bestätigt eine ständige Rechtsprechung, aber es tut dies mit einer Klarheit, die gelobt zu werden verdient. Das Verwaltungsberufungsgericht hatte festgestellt, dass die Eigentümer „nicht angeben, dass die Wohnung ihnen gehörte und sie deren Nutzung am Tag der Veräußerung hatten“. Mit anderen Worten, sie erbrachten nicht den Beweis, der ihnen oblag, dass die Immobilie zum Zeitpunkt des Verkaufs wieder ihre Hauptwohnung geworden war. Der Kassationshof billigt diese Argumentation und weist die Kassationsbeschwerde zurück.

Diese Entscheidung fügt sich in eine wörtliche Auslegung der Befreiungsvoraussetzungen ein. Sie stellt keine Rechtsprechungsänderung dar, sondern verstärkt die Strenge, mit der die Tatsacheninstanzen und die Verwaltung die tatsächlichen Gegebenheiten prüfen. Ein Eigentümer, der zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht mehr in den Räumlichkeiten wohnt, muss damit rechnen, den Befreiungsvorteil zu verlieren, selbst wenn er die Immobilie zuvor jahrzehntelang bewohnt hat.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für den Eigentümer, der sich zum Verkauf anschickt, ist der Einsatz beträchtlich. Der Wertzuwachs bei Immobilien

Questions fréquentes

J’ai vécu 15 ans dans mon appartement mais je l’ai loué les 2 dernières années avant la vente. Puis-je être exonéré de l’impôt sur la plus-value ?

Non, selon la décision de la Cour de cassation du 13 janvier 2021, l’exonération est réservée au logement qui constitue votre résidence principale au jour de la vente. La location antérieure fait perdre ce caractère.

Puis-je quitter mon logement et le vendre vide quelques mois plus tard sans perdre l’exonération ?

Oui, sous conditions. L’administration tolère un délai « raisonnable » si le bien reste inoccupé et que vous justifiez de recherches actives d’acquéreur. Ce délai est généralement inférieur à un an, mais aucune location ne doit intervenir.

Quel est le taux d’imposition sur la plus-value si je ne peux pas bénéficier de l’exonération ?

L’impôt sur la plus-value immobilière est de 19 %, auquel s’ajoutent 17,2 % de prélèvements sociaux, soit un total de 36,2 %. Des exonérations partielles existent en fonction de la durée de détention au-delà de 5 ans pour l’impôt et de 30 ans pour les prélèvements sociaux.

Est-ce que la jurisprudence est la même pour une résidence secondaire mise en location ?

La résidence secondaire ne bénéficie jamais de l’exonération « résidence principale ». Si vous la louez puis la vendez, vous serez imposé sur la plus-value selon les règles de droit commun, avec un abattement progressif pour durée de détention.

Quels documents prouvent que j’occupe mon logement comme résidence principale au jour de la vente ?

Conservez vos factures d’électricité, de gaz ou d’eau, l’assurance habitation, l’avis d’imposition mentionnant l’adresse du bien, et tout courrier administratif reçu. La date de signature de l’acte de vente doit coïncider avec ces justificatifs.

Informations juridiques

  • Numéro: 19-14.256
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 13 janvier 2021

Mots-clés

exonération plus-valuerésidence principalearticle 150 U II CGICour de cassation fiscalitévente immobilière impôt

Cas d'usage pratiques

1

Mutation professionnelle : vente après déménagement

Un propriétaire parisien est muté à Lyon. Il quitte son appartement, le laisse vide et met en vente. Six mois plus tard, il trouve un acheteur. Peut-il encore bénéficier de l’exonération ?

Application pratique:

Oui, si le bien n’a jamais été loué et qu’il prouve des démarches actives de vente dès son départ. Le délai de 6 mois est jugé raisonnable, mais tout signe d’occupation par un tiers (même un gardiennage) pourrait être interprété comme un abandon de la résidence principale.

2

Location temporaire avant vente : le piège fiscal

Un couple de retraités quitte son appartement du 17ᵉ arrondissement de Paris pour s’installer en maison de retraite et loue le bien pour compléter ses revenus. Après 18 mois, ils décident de vendre définitivement.

Application pratique:

La location a rompu le lien de résidence principale. L’exonération sera refusée, même si l’appartement était leur seule et même adresse depuis 30 ans. La plus-value sera taxée à 36,2 %. Ils auraient dû vendre avant de louer, ou racheter un autre bien pour bénéficier du report d’imposition.

3

Investisseur qui réintègre son ancien logement avant la vente

Un investisseur a acheté un studio à Paris, l’a habité 2 ans comme résidence principale, puis l’a mis en location pendant 4 ans. Il souhaite le vendre aujourd’hui sans payer d’impôt.

Application pratique:

La seule option pour bénéficier de l’exonération est de reprendre possession du logement, de s’y domicilier réellement et d’y habiter au moment de la vente. Une fois la résidence réintégrée, il pourra vendre en exonération totale, à condition que le délai entre la réintégration et la vente ne soit pas jugé fictif par l’administration.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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