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Artikel 1799-1: eine Zahlungsgarantie auch nach den Arbeiten?
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Artikel 1799-1: eine Zahlungsgarantie auch nach den Arbeiten?

📅 Décision du 15 September 2016⚖️ Cour de cassation👁️ 14 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof bestätigt, dass der Unternehmer die in Artikel 1799-1 des Code civil vorgesehene Zahlungsgarantie auch nach Abschluss der Arbeiten verlangen kann, wenn er vom Bauherrn nicht bezahlt wurde. Eine Entscheidung, die Handwerker absichert und Eigentümer alarmieren sollte.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 15-19.648 • 2016-09-15 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer in Frontignan, Sie haben einem Handwerker die Renovierung Ihres Daches anvertraut. Die Arbeiten sind abgeschlossen, aber es entsteht eine Meinungsverschiedenheit über die Qualität oder den Preis. Sie setzen die Zahlung aus. Der Unternehmer seinerseits steht mit unbezahlten Rechnungen und zu zahlenden Angestellten da. Was kann er tun? Kann er noch nachträglich eine Zahlungsgarantie verlangen?

Diese Frage, obwohl entscheidend, spaltet die Gerichte. Viele denken, dass die in Artikel 1799-1 des Code civil vorgesehene Garantie (die den Bauherrn verpflichtet, eine Bürgschaft oder Garantie für die geschuldeten Beträge zu stellen) vor den Arbeiten verlangt werden muss. Aber der Kassationshof hat in einem Urteil vom 15. September 2016 entschieden: Der Unternehmer kann sie auch nach Durchführung der Arbeiten verlangen, wenn er nicht bezahlt wurde.

Eine Entscheidung, die die Lage sowohl für Handwerker als auch für Eigentümer verändert. Lassen Sie uns gemeinsam entschlüsseln, was sie konkret bedeutet.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Eine Einpersonengesellschaft mit Sitz in Lyon führt Renovierungsarbeiten für einen Bauherrn durch. Die Baustelle wird fertiggestellt, aber die Rechnung bleibt unbezahlt. Der Unternehmer wendet sich daraufhin an die Gesellschaft ADP Courtage Plus und beantragt die Inanspruchnahme der in Artikel 1799-1 des Code civil vorgesehenen Garantie.

Das Berufungsgericht Lyon weist seinen Antrag mit Urteil vom 7. April 2015 zurück. Nach Ansicht der Lyoner Richter hätte der Unternehmer die Garantie vor Beginn der Arbeiten oder zumindest vor deren Abschluss verlangen müssen. Danach sei es zu spät, so ihre Auffassung.

Der Unternehmer lässt sich nicht entmutigen. Er legt Kassation ein. Und der Kassationshof gibt ihm recht. In seinem Urteil Nr. 15-19.648 hebt er das Berufungsurteil auf und verweist die Sache an eine andere Kammer des Berufungsgerichts Lyon zurück. Die Botschaft ist klar: Der Text sieht keine Frist für die Geltendmachung der Garantie vor.

Die Begründung des Gerichts — aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf Artikel 1799-1 des Code civil. Dieser Text, der der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt ist, bestimmt, dass der Bauherr (der Kunde) auf Verlangen des Unternehmers diesem eine Zahlungsgarantie für die geschuldeten Beträge stellen muss. Diese Garantie kann eine Bankbürgschaft, eine Versicherung oder eine andere Sicherheit (Zahlungssicherheit) sein.

Die Frage war: Kann der Unternehmer diese Garantie nach Abschluss der Arbeiten verlangen? Der Gerichtshof antwortet mit Ja, da der Artikel keine zeitliche Bedingung vorsieht. Mit anderen Worten: Das Recht auf Garantie entsteht aus dem Zahlungsverzug, nicht aus dem Baufortschritt.

Achtung jedoch: Die Garantie deckt nur die vertraglich geschuldeten Beträge ab. Bestreitet der Bauherr die Höhe, muss der Unternehmer zunächst eine gerichtliche Entscheidung zur Feststellung seiner Forderung erwirken. Die Garantie ist kein Blankoscheck, sondern ein Sicherheitsnetz.

Was nur wenige wissen: Diese Lösung ist nicht isoliert. Der Kassationshof hat bereits in anderen Fällen entschieden, dass die Garantie während der Bauarbeiten oder nach Abnahme der Arbeiten verlangt werden kann. Hier bestätigt und verallgemeinert er den Grundsatz.

In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Unternehmer, entmutigt durch eine Zahlungsverweigerung, dachten, sie hätten alle Rechtsmittel verloren. Diese Entscheidung gibt ihnen eine zusätzliche Waffe.

Was das für Sie konkret ändert

Für den Unternehmer: Sie können auch nach Abschluss der Arbeiten eine Zahlungsgarantie verlangen. Wenn Ihr Kunde sich weigert, können Sie den Richter im Eilverfahren anrufen, um die Ausstellung der Garantie zu erwirken. Beispiel: Sie haben in Montpellier einen Hausanbau für 50.000 € durchgeführt. Der Eigentümer zahlt nicht. Sie fordern eine Bankbürgschaft. Lehnt er ab, können Sie ihn verklagen.

Für den Eigentümer (Bauherr): Achtung, Sie können gezwungen sein, auch nach Abschluss der Baustelle eine Garantie zu stellen. Das bedeutet, dass Sie sich nicht hinter dem Ende der Arbeiten verstecken können, um Ihren Verpflichtungen zu entgehen. In der Praxis vereinbaren Sie eine gestaffelte Zahlung oder einen Garantieeinbehalt (einbehaltener Betrag bis zur Mängelbeseitigung), um sich bei Mängeln zu schützen.

Für den Mieter oder Wohnungseigentümer: Diese Regeln betreffen Sie nicht direkt, aber wenn Ihr Vermieter oder Ihre Eigentümergemeinschaft in einem Rechtsstreit mit einem Unternehmer steht, kann dies Arbeiten verzögern. Seien Sie wachsam.

Aber was ändert sich genau? Früher verzichteten manche Unternehmer darauf, die Garantie nach den Arbeiten zu verlangen, weil sie dachten, es sei zu spät. Jetzt können sie handeln, was ihre Liquidität stärkt. Im Gegenzug müssen Eigentümer bei der Verwaltung ihrer Zahlungen vorsichtiger sein.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • Für den Eigentümer: Verfassen Sie einen schriftlichen Vertrag, der die Zahlungsmodalitäten und die Bedingungen der Garantie detailliert beschreibt. Erwähnen Sie klar, dass die Garantie nur bei unberechtigter Nichtzahlung verlangt werden kann. Das erspart Ihnen eine böse Überraschung.
  • Für den Unternehmer: Fordern Sie gleich bei Vertragsunterzeichnung schriftlich die Stellung einer Zahlungsgarantie. Bewahren Sie einen Nachweis Ihrer Aufforderung auf. Wenn der Eigentümer sich weigert, beantragen Sie vor Abschluss der Arbeiten eine gerichtliche Entscheidung, um beruhigter zu sein.
  • Für beide Parteien: Vereinbaren Sie einen Zahlungsplan, der an den Baufortschritt gekoppelt ist. Zum Beispiel 30% bei Bestellung, 30% zur Bauhälfte, 30% bei Abnahme, 10% nach Mängelbeseitigung. Das begrenzt die Risiken eines Zahlungsausfalls.

Questions fréquentes

Puis-je demander la garantie de paiement après la fin des travaux ?

Oui, la Cour de cassation l'a confirmé dans son arrêt du 15 septembre 2016. L'article 1799-1 du Code civil n'impose aucun délai. Vous pouvez la réclamer tant que la créance (somme due) est certaine, liquide et exigible.

Que faire si le maître d'ouvrage refuse de fournir la garantie ?

Vous pouvez saisir le juge des référés (procédure d'urgence) pour obtenir une ordonnance lui enjoignant de fournir la garantie. Il est conseillé de consulter un avocat spécialisé en droit immobilier.

Quels sont les coûts pour obtenir cette garantie en justice ?

En référé, les frais d'avocat sont généralement compris entre 1 500 et 3 000 €, auxquels s'ajoutent les frais de justice (assignation, etc.). Si vous gagnez, vous pouvez demander au juge de les mettre à la charge de l'autre partie.

Puis-je refuser la garantie si les travaux sont mal exécutés ?

Oui, à condition de prouver les malfaçons. Il est recommandé de faire appel à un expert judiciaire (spécialiste désigné par le tribunal) pour constater les défauts avant de refuser le paiement.

La garantie de l'article 1799-1 s'applique-t-elle aux petits travaux ?

Oui, en théorie, elle s'applique à tout contrat d'entreprise, y compris les petits travaux. Mais en pratique, elle est surtout utilisée pour des montants importants, car les frais de procédure peuvent être dissuasifs.

Informations juridiques

  • Numéro: 15-19.648
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 15 septembre 2016

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Artisan non payé après une rénovation à Montpellier

M. Dupont, artisan à Montpellier, a réalisé une extension de maison pour 60 000 €. Le client, mécontent du délai, refuse de payer le solde de 20 000 €. M. Dupont se demande s'il peut encore exiger une garantie de paiement.

Application pratique:

Oui, il peut demander une caution bancaire au client sur le fondement de l'article 1799-1. Il doit envoyer une mise en demeure (lettre recommandée avec AR) de fournir la garantie sous 8 jours. En cas de refus, il peut saisir le juge des référés du tribunal judiciaire de Montpellier pour obtenir une ordonnance.

2

Propriétaire à Frontignan confronté à une demande tardive

Mme Martin, propriétaire à Frontignan, a fait refaire sa toiture pour 15 000 €. Les travaux sont terminés depuis 3 mois, mais elle conteste la facture car des tuiles se soulèvent. L'entrepreneur lui réclame une garantie bancaire.

Application pratique:

Mme Martin peut refuser si elle prouve les malfaçons. Elle doit faire constater les défauts par un expert. Si elle ne prouve rien, elle risque d'être condamnée à fournir la garantie et à payer les frais de justice. Mieux vaut négocier un paiement partiel sous réserve de la levée des réserves.

3

Copropriété à Montpellier en litige avec un entrepreneur

Le syndic d'une copropriété à Montpellier a commandé des travaux de ravalement pour 80 000 €. L'entrepreneur, non payé malgré la réception, demande une garantie au syndic. Le syndic hésite.

Application pratique:

Le syndic doit vérifier si les travaux sont conformes. Si oui, il doit fournir la garantie, sous peine d'être assigné. Il peut convoquer une assemblée générale pour voter le paiement ou la garantie. En attendant, il peut demander un échéancier à l'entrepreneur.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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