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Nichtigkeit der Eigentümerversammlung in der WEG: Die abgelaufene Vollmacht des Verwalters reicht nicht aus
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Nichtigkeit der Eigentümerversammlung in der WEG: Die abgelaufene Vollmacht des Verwalters reicht nicht aus

📅 Décision du 07 September 2011⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass die Nichtigkeit einer Eigentümerversammlung nicht allein mit der abgelaufenen Vollmacht des Verwalters begründet werden kann, wenn der anfechtende Eigentümer anwesend oder vertreten war und nicht dagegen gestimmt hat. Analyse für Eigentümer in Perpignan, Canet-en-Roussillon und Collioure.

Referenzentscheidung: cc • N° 10-18.312 • 2011-09-07 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie erhalten eine Einladung zur Eigentümerversammlung Ihrer Wohnungseigentümergemeinschaft in Canet-en-Roussillon. Sie nehmen teil, stimmen ab, die Beschlüsse werden gefasst. Einige Monate später erfahren Sie, dass der Verwalter, der die Versammlung einberufen hat, seit drei Wochen keine gültige Vollmacht mehr hatte. Ihre erste Reaktion? Natürlich die Anfechtung der gesamten Versammlung! Doch die Justiz antwortet: Nicht so schnell. Genau das hat der Kassationsgerichtshof in einem Urteil vom 7. September 2011 (Nr. 10-18.312) klargestellt. Diese oft unbekannte Entscheidung schützt die Stabilität von Gemeinschaftsbeschlüssen in der WEG, allerdings unter einer Bedingung: Der anfechtende Eigentümer muss in der Versammlung widersprochen haben. Erläuterungen.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

Herr X ist Eigentümer einer Wohnung in einer WEG in Collioure. Im Jahr 2006 berief sein Verwalter, die Firma Perrin et Chaffoteaux, die Eigentümerversammlung für den 14. Oktober ein. Die Vollmacht des Verwalters, die am 30. September auslief, war zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Wochen abgelaufen. Dennoch war Herr X anwesend, vertreten durch einen Bevollmächtigten. Er stimmte nicht gegen die Beschlüsse, sondern stimmte zu oder enthielt sich. Später erfuhr er von der Ungültigkeit der Vollmacht des Verwalters und verklagte die Wohnungseigentümergemeinschaft auf Nichtigerklärung der Versammlung und aller Beschlüsse.

Das Berufungsgericht gab ihm recht: Es erklärte die Versammlung für nichtig, mit der Begründung, der Verwalter sei nicht mehr befugt gewesen, die Versammlung einzuberufen. Die Wohnungseigentümergemeinschaft legte jedoch Kassation ein. Der Kassationsgerichtshof hob das Berufungsurteil unter Verweis auf Artikel 42 Absatz 2 des Gesetzes vom 10. Juli 1965 auf. Was besagt dieser Text? Er sieht vor, dass Klagen auf Nichtigkeit einer Eigentümerversammlung innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung des Protokolls erhoben werden müssen, und vor allem, dass nur widersprechende oder säumige Eigentümer klagen können. Herr X war jedoch anwesend und vertreten und hatte nicht gegen die Beschlüsse gestimmt. Er war daher kein Widersprechender. Der Kassationsgerichtshof folgerte daraus, dass er nicht klagebefugt war, unabhängig davon, dass die Vollmacht des Verwalters abgelaufen war.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Die Begründung des Kassationsgerichtshofs beruht auf einer strengen Auslegung von Artikel 42 Absatz 2 des Gesetzes vom 10. Juli 1965. Dieser Text bestimmt: „Nichtigkeitsklagen […] müssen bei sonstigem Verfall von den widersprechenden oder säumigen Eigentümern innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Zustellung des Versammlungsprotokolls erhoben werden.“ Mit anderen Worten: Nur Eigentümer, die gegen einen Beschluss gestimmt haben (Widersprechende) oder abwesend waren (Säumige), können die Versammlung anfechten. Diejenigen, die dafür gestimmt oder sich enthalten haben, gelten als mit den Beschlüssen einverstanden.

Kurz gesagt, der Kassationsgerichtshof befand, dass das Berufungsgericht diesen Text verletzt habe, indem es die Versammlung für nichtig erklärte, ohne zu prüfen, ob Herr X widersprochen hatte. Der Ablauf der Vollmacht des Verwalters ist zwar eine Unregelmäßigkeit, aber sie berechtigt nicht jeden Eigentümer, die Anfechtung zu verlangen. Der Kläger muss ein Rechtsschutzinteresse haben, und dieses besteht nur, wenn er seinen Widerspruch in der Versammlung geäußert hat. Vorsicht jedoch: Diese Lösung bedeutet nicht, dass der Ablauf der Vollmacht folgenlos bleibt. Ein widersprechender oder säumiger Eigentümer kann diesen Grund durchaus für eine Anfechtung geltend machen. Aber für diejenigen, die dafür gestimmt oder sich enthalten haben, ist es zu spät.

Was nur wenige wissen: Diese Rechtsprechung fügt sich in eine Logik der Rechtssicherheit ein. Die Gerichte sind bestrebt zu verhindern, dass Eigentümerversammlungen Jahre später aufgrund geringfügiger Formfehler angefochten werden. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Eigentümer versuchten, vor drei Jahren gefasste Beschlüsse anzufechten, mit der Begründung, der Verwalter sei nicht ordnungsgemäß bestellt gewesen. Der Kassationsgerichtshof setzt diesen Versuchen ein Ende, es sei denn, der Eigentümer hat sofort seinen Widerspruch geäußert.

Was das für Sie konkret bedeutet

Diese Entscheidung hat sehr konkrete praktische Auswirkungen für Eigentümer, ob sie nun Vermieter, Selbstnutzer oder Erwerber sind.

Für den Eigentümer, der gegen einen Beschluss stimmt: Es ist in Ihrem Interesse, dies durch eine Gegenstimme kundzutun und dies ausdrücklich im Protokoll festhalten zu lassen. Wenn Sie der Meinung sind, dass die Versammlung mit einem Mangel behaftet ist (Verwalter ohne Vollmacht, verspätete Einladung, fehlende Beschlussfähigkeit), eröffnet Ihnen Ihr Widerspruch den Weg zu einer Nichtigkeitsklage innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung des Protokolls. Beispiel: In Collioure muss ein Eigentümer, der die Wiederbestellung des Verwalters anficht, dagegen stimmen und schnell handeln.

Für den abwesenden Eigentümer: Sie gelten als säumig, was Ihnen ebenfalls das Klagerecht gibt. Aber Achtung: Wenn Sie sich vertreten lassen und Ihr Vertreter dafür stimmt oder sich enthält, verlieren Sie dieses Recht. Es ist daher entscheidend, Ihrem Vertreter genaue Anweisungen zu geben.

Für den Eigentümer, der dafür gestimmt oder sich enthalten hat: Sie können die Nichtigkeit der Versammlung nicht verlangen, selbst bei einer schwerwiegenden Unregelmäßigkeit wie dem Ablauf der Vollmacht des Verwalters. Sie müssen daher bereits bei der Einladung wachsam sein und, wenn Sie Zweifel haben, nicht dafür stimmen. Wenn Sie die Unregelmäßigkeit erst später entdecken, ist es oft zu spät.

Für den Erwerber einer Wohnung: Prüfen Sie vor dem Kauf

Questions fréquentes

Puis-je contester une assemblée générale si j'étais présent et que j'ai voté pour ?

Non, selon l'article 42 alinéa 2 de la loi du 10 juillet 1965, seuls les copropriétaires opposants (qui ont voté contre) ou défaillants (absents) peuvent agir en nullité. Si vous avez voté pour ou vous êtes abstenu, vous perdez ce droit.

Que faire si le syndic avait un mandat expiré lors de l'assemblée ?

Si vous étiez opposant ou défaillant, vous pouvez demander l'annulation de l'assemblée dans les deux mois suivant la notification du procès-verbal. Sinon, l'irrégularité est couverte.

Quel est le délai pour agir en nullité d'une assemblée générale de copropriété ?

Le délai est de deux mois à compter de la notification du procès-verbal d'assemblée. Passé ce délai, vous êtes forclos et ne pouvez plus contester.

Quel est le coût d'une action en nullité d'assemblée générale ?

Les honoraires d'avocat varient entre 1 500 et 3 000 €, auxquels s'ajoutent les frais de justice. En cas de succès, le syndicat peut être condamné à vous rembourser une partie.

Puis-je me faire représenter à l'assemblée et conserver mon droit d'agir ?

Oui, si vous donnez des instructions écrites à votre mandataire de voter contre les résolutions contestées. Sinon, son vote vous engage et vous ne pourrez pas agir.

Informations juridiques

  • Numéro: 10-18.312
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 07 septembre 2011

Mots-clés

nullité assemblée généralemandat syndic expirécopropriétéarticle 42 loi 1965opposant copropriétaire

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire absent à l'AG à Canet-en-Roussillon

Mme Dupont, propriétaire d'un appartement à Canet-en-Roussillon, était absente à l'assemblée générale du 15 mars 2022. Le syndic avait un mandat expiré depuis janvier. Elle découvre l'irrégularité en juin 2022.

Application pratique:

Mme Dupont peut agir en nullité car elle était défaillante. Elle doit agir dans les deux mois suivant la notification du procès-verbal. Elle doit prouver l'expiration du mandat (ex: extrait du procès-verbal précédent). Elle peut demander l'annulation de l'assemblée et de toutes les décisions.

2

Copropriétaire ayant voté pour à Collioure

M. Martin, propriétaire à Collioure, a voté pour le renouvellement du syndic lors de l'AG du 20 septembre 2021. Il apprend ensuite que le syndic n'avait plus de mandat depuis août.

Application pratique:

M. Martin ne peut pas contester l'AG car il a voté pour. Il est réputé avoir accepté les décisions. Il doit vérifier le mandat avant de voter la prochaine fois. Il peut tenter de négocier avec le syndic pour une régularisation.

3

Acquéreur d'un lot à Perpignan

M. et Mme Garcia achètent un appartement à Perpignan en 2023. L'AG de 2022 avait été convoquée par un syndic sans mandat. Tous les copropriétaires présents avaient voté pour.

Application pratique:

Les Garcia ne peuvent pas contester l'AG car ils n'étaient pas propriétaires à l'époque. Les décisions sont définitives. Ils doivent vérifier les procès-verbaux avant d'acheter et exiger une régularisation si nécessaire.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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