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Streikankündigung im Verkehr: Nationale Repräsentativität reicht nicht aus
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Streikankündigung im Verkehr: Nationale Repräsentativität reicht nicht aus

📅 Décision du 05 Februar 2025⚖️ Cour de cassation👁️ 5 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass in öffentlichen Verkehrsunternehmen nur eine im Unternehmen repräsentative Gewerkschaft eine Streikankündigung einreichen kann. Eine nur auf nationaler Ebene repräsentative Gewerkschaft kann dies nicht, andernfalls ist die Ankündigung rechtswidrig. Entscheidung vom 5. Februar 2025 (Nr. 22-24.601).

Entscheidungsreferenz: cc • N° 22-24.601 • 2025-02-05

Stellen Sie sich vor: Sie sind in Dax, warten auf einen Bus, um zur Arbeit zu fahren, und plötzlich legt ein Streik das Netz lahm. Sie erfahren, dass die Streikankündigung von einer nationalen Gewerkschaft eingereicht wurde, die jedoch im lokalen Unternehmen nicht repräsentativ ist. Ist der Streik legal? Diese Frage, die technisch erscheinen mag, hat direkte Auswirkungen auf Ihren Alltag und auf die Gültigkeit von Streiks im öffentlichen Verkehr. Der Kassationsgerichtshof hat dazu am 5. Februar 2025 (Nr. 22-24.601) eine klare Antwort gegeben.

Im Kern hat das oberste Gericht entschieden, dass in öffentlichen Personenverkehrsunternehmen nur eine im betreffenden Unternehmen repräsentative Gewerkschaft eine Streikankündigung einreichen kann. Eine auf nationaler Ebene, aber nicht im Unternehmen repräsentative Gewerkschaft kann dies nicht. Diese Entscheidung beendet eine rechtliche Unsicherheit und schützt sowohl Arbeitgeber als auch Nutzer.

Doch was ändert sich dadurch konkret für Sie, wenn Sie ein Geschäft in Capbreton betreiben oder die Busse in den Landes nutzen? Und wie reagieren Sie, wenn Sie mit einer unrechtmäßigen Streikankündigung konfrontiert werden? Wir analysieren diese Entscheidung gemeinsam mit konkreten Beispielen.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Im März 2022 reichte die Föderation CGT Transport eine Streikankündigung ab dem 10. März 2022 bei der Firma Keolis ein, die öffentliche Personenverkehrsdienste betreibt. Die Gewerkschaft ist auf nationaler Ebene repräsentativ, jedoch nicht innerhalb von Keolis. Keolis focht die Gültigkeit dieser Ankündigung vor dem Eilrichter an, da sie unrechtmäßig sei und eine offensichtlich rechtswidrige Störung darstelle.

Das Berufungsgericht gab der Gewerkschaft im Eilverfahren recht: Es befand die Ankündigung für gültig, da die nationale Repräsentativität ausreiche. Keolis legte Kassation ein (Rechtsmittel beim Kassationsgerichtshof). Am 5. Februar 2025 hob der Kassationsgerichtshof das Berufungsurteil auf: Das Berufungsgericht habe die Texte falsch ausgelegt. Die Artikel L. 2512-2 des Arbeitsgesetzbuchs und L. 1222-7, L. 1324-2, L. 1324-5, 7°, L. 1324-10 des Verkehrsgesetzbuchs schreiben vor der Einreichung einer Streikankündigung eine vorherige Verhandlung zwischen dem Arbeitgeber und den im Unternehmen repräsentativen Gewerkschaften vor. Nur diese Organisationen können eine Ankündigung einreichen. Da die Gewerkschaft im Unternehmen nicht repräsentativ war, ist die Ankündigung ungültig, und die behauptete Störung (Behinderung des Streikrechts) liegt nicht vor.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf eine Kombination von Artikeln des Arbeitsgesetzbuchs und des Verkehrsgesetzbuchs. Artikel L. 2512-2 des Arbeitsgesetzbuchs (zum Streikrecht im öffentlichen Dienst) sieht vor, dass die Streikankündigung von einer repräsentativen Gewerkschaftsorganisation ausgehen muss. Die Artikel des Verkehrsgesetzbuchs präzisieren, dass in öffentlichen Verkehrsunternehmen die Einreichung der Ankündigung erst nach einer vorherigen Verhandlung mit dem Arbeitgeber erfolgen kann. Diese Verhandlung dient dem Versuch, eine Einigung zu erzielen und den Streik zu vermeiden.

Mit anderen Worten: Der Gesetzgeber wollte, dass der soziale Dialog möglichst nah an der Basis stattfindet. Eine nationale Gewerkschaft, selbst wenn sie repräsentativ ist, kann keinen Streik in einem Unternehmen erzwingen, in dem sie keine Vertreter hat. Was wenige wissen: Diese Regel soll „wilde“ oder „importierte“ Streiks verhindern, die lokale Gegebenheiten nicht berücksichtigen.

In diesem Fall hatte das Berufungsgericht angenommen, dass die nationale Repräsentativität ausreiche, aber der Kassationsgerichtshof widerspricht: Er stellt klar, dass der Text eine Repräsentativität im Unternehmen verlangt. Dies ist eine Bestätigung einer früheren Rechtsprechung, jedoch mit strenger Anwendung. Die Richter betonen, dass ohne diese Bedingung die Ankündigung nichtig ist und nicht als Grundlage für einen legalen Streik dienen kann. Kurz gesagt: Wenn eine im Unternehmen nicht repräsentative Gewerkschaft eine Streikankündigung einreicht, können die daraufhin streikenden Arbeitnehmer als in einem illegalen Streik befindlich angesehen werden, mit allen disziplinarischen Konsequenzen.

Was das für Sie konkret ändert

Für Sie als Geschäftsinhaber in Capbreton bedeutet diese Entscheidung, dass Sie einen Verkehrsstreik anfechten können, wenn die Ankündigung von einer im lokalen Verkehrsunternehmen nicht repräsentativen Gewerkschaft eingereicht wurde. Beispiel: Wenn die nationale CGT eine Streikankündigung für die Busse der Communauté d'agglomération du Grand Dax einreicht, die CGT jedoch keine Gewerkschaftssektion in diesem Unternehmen hat, ist die Ankündigung ungültig. Sie können dann den Eilrichter anrufen, um die Störung zu beseitigen.

Wenn Sie Arbeitgeber im Verkehrssektor sind (wie Keolis oder ein kommunaler Eigenbetrieb), müssen Sie systematisch die Repräsentativität der Gewerkschaft überprüfen, die eine Streikankündigung einreicht. Eine unrechtmäßige Ankündigung kann es Ihnen ermöglichen, Schadensersatz für den erlittenen Schaden zu verlangen (z. B. Umsatzausfälle). In der Praxis sollten Sie in dieser Situation: 1) die Gewerkschaft auffordern, ihre Repräsentativität im Unternehmen nachzuweisen; 2) bei fehlendem Nachweis den Eilrichter anrufen, um die Rechtswidrigkeit feststellen zu lassen. Wenn Sie Nutzer sind, können Sie sich bei einem unrechtmäßigen Streik an den Arbeitgeber wenden, damit dieser die Rechtmäßigkeit prüft.

Questions fréquentes

Un syndicat national peut-il déposer un préavis de grève dans une entreprise de transport ?

Non, s'il n'est pas représentatif dans l'entreprise. La Cour de cassation a jugé que seul un syndicat représentatif au sein de l'entreprise concernée peut déposer un préavis de grève.

Que faire si je reçois un préavis de grève irrégulier ?

Vous pouvez saisir le juge des référés pour faire constater l'irrégularité et demander la suspension de la grève. Agissez rapidement car la grève peut être imminente.

Quels sont les risques pour les salariés qui font grève sur un préavis irrégulier ?

Ils peuvent être considérés comme en grève illégale, ce qui expose à des sanctions disciplinaires pouvant aller jusqu'au licenciement.

Cette décision s'applique-t-elle à tous les transports publics ?

Oui, elle s'applique aux entreprises de transport terrestre régulier de personnes, comme les bus, métros et tramways.

Puis-je contester une grève passée si le préavis était irrégulier ?

Oui, si vous avez subi un préjudice, vous pouvez demander des dommages-intérêts. Vous devez prouver l'irrégularité du préavis et le lien avec votre dommage.

Informations juridiques

  • Numéro: 22-24.601
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 05 février 2025

Mots-clés

droit de grèvepréavis de grèvetransport publicreprésentativité syndicaleCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Commerçant à Capbreton subissant une grève des bus

Un commerçant de Capbreton voit son chiffre d'affaires chuter de 30% pendant une grève des bus. Le préavis a été déposé par un syndicat national non représentatif dans l'entreprise de transport locale.

Application pratique:

Il peut saisir le juge des référés pour faire constater l'irrégularité du préavis et demander la suspension de la grève. Il peut aussi réclamer des dommages-intérêts à l'employeur ou au syndicat pour le préjudice subi.

2

Employeur de transport à Dax recevant un préavis d'un syndicat national

La régie de transport de Dax reçoit un préavis de grève de la CGT nationale, alors que la CGT n'a pas de section dans l'entreprise.

Application pratique:

L'employeur doit demander au syndicat de justifier de sa représentativité dans l'entreprise. En l'absence de preuve, il peut contester le préavis en référé et obtenir des dommages-intérêts si la grève a lieu.

3

Usager des bus à Mont-de-Marsan affecté par une grève illégale

Un usager dépendant des bus pour se rendre à son travail subit des retards et des perturbations à cause d'une grève dont le préavis est irrégulier.

Application pratique:

L'usager peut signaler l'irrégularité à l'employeur et, si le préjudice est important, engager une action en responsabilité contre le syndicat ou l'employeur pour obtenir réparation.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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