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Verjährung im Presserecht: Wenn der Schließungsbeschluss die Frist hemmt
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Verjährung im Presserecht: Wenn der Schließungsbeschluss die Frist hemmt

📅 Décision du 03 April 2007⚖️ Cour de cassation👁️ 13 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof erinnert daran, dass im Presserecht die Verjährung zwischen dem Schließungsbeschluss und der Urteilsverkündung gehemmt ist, da der Kläger dann keine Unterbrechungshandlung mehr vornehmen kann. Eine Entscheidung, die die Rechte der Parteien in der Berufung schützt.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 06-14.111 • 2007-04-03 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Gebäudes in Redon, und ein Mieter veröffentlicht auf seinem Blog schwere Anschuldigungen gegen Sie. Sie legen eine Verleumdungsklage (Ehrverletzung durch öffentliche Äußerungen) ein. Das Verfahren läuft, ein Schließungsbeschluss (Akt des Richters, der die Debatten schließt) wird erlassen, dann warten Sie auf das Urteil. Aber die Monate vergehen, und die Verjährung (gesetzliche Frist zum Handeln, hier drei Monate im Presserecht) könnte Ihnen entgegengehalten werden. Was tun?

Die Frage, die sich jeder Rechtsuchende in einem Presserechtsverfahren stellt: Wie unterbricht man die Verjährung, wenn man nicht mehr handeln kann? Die Antwort des Kassationshofs in diesem Urteil vom 3. April 2007 (Nr. 06-14.111) ist klar: Die Verjährung wird automatisch zwischen dem Schließungsbeschluss und der Urteilsverkündung gehemmt. Mit anderen Worten: Die Zeit, die während dieses Zeitraums vergeht, zählt nicht für die Verjährungsfrist.

Was ändert das genau? Diese Entscheidung schützt den Kläger, der nach dem Schluss der Debatten keine Schriftsätze mehr einreichen oder eine Verfahrenshandlung vornehmen kann, um seine Absicht zur Weiterverfolgung zu bekunden. Ohne diese Hemmung wären viele Verleumdungs- oder Beleidigungsklagen (verbale Beschimpfung) verjährt, bevor das Gericht überhaupt entscheidet.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Frau X, Eigentümerin einer Immobilie in Redon, wird in einem lokalen Presseartikel angegriffen. Da sie die Äußerungen als rufschädigend ansieht, verklagt sie (erhebt Klage) die Zeitung vor dem Tribunal de grande instance von Lille. Aber: Das Gericht erklärt sich für unzuständig (nicht berechtigt, den Fall zu entscheiden), da die Vorfälle in Redon stattfanden, das zum Bezirk Rennes gehört.

Frau X legt Berufung ein (ficht die Entscheidung an) vor dem Berufungsgericht von Douai. Das Verfahren läuft: Schriftsatzwechsel, Verhandlung, dann erlässt der Instruktionsrichter (mit der Vorbereitung beauftragter Richter) am 20. Oktober 2005 einen Schließungsbeschluss. Der Fall wird zur Entscheidung zurückgestellt (die Richter beraten vor der Urteilsverkündung). Das Urteil wird schließlich am 15. März 2006 verkündet, fast fünf Monate später.

In der Zwischenzeit ist die dreimonatige Verjährungsfrist gemäß Artikel 65 des Gesetzes vom 29. Juli 1881 über die Pressefreiheit abgelaufen. Der beklagte Verlag (die angegriffene Partei) erhebt die Einrede der Verjährung: Seiner Ansicht nach hat Frau X nach dem Schließungsbeschluss keine Unterbrechungshandlung (Handlung, die die Frist stoppt) vorgenommen. Das Berufungsgericht gibt ihm recht und weist die Klage von Frau X ab.

Frau X legt Kassationsbeschwerde ein (Rechtsmittel zum Kassationshof). Sie argumentiert, dass der Schließungsbeschluss sie in die Unmöglichkeit versetzt habe zu handeln und die Verjährung hätte gehemmt werden müssen. Der Kassationshof gibt ihr recht und hebt das Berufungsurteil auf. Er verweist den Fall an das Berufungsgericht von Versailles zurück.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf Artikel 65 des Gesetzes vom 29. Juli 1881, der die Verjährungsfrist im Presserecht auf drei Monate festlegt. Diese Frist läuft ab der Veröffentlichung der streitigen Äußerungen. Sie kann nur durch eine Verfolgungshandlung unterbrochen werden, d.h. eine Handlung, mit der der Kläger dem Gegner seine Absicht zur Weiterverfolgung der Klage anzeigt. Beispiele: Klagezustellung, Schriftsätze, Antrag.

Sobald jedoch der Schließungsbeschluss erlassen ist, können die Parteien keine neuen Schriftsätze mehr einreichen oder Verfahrenshandlungen ohne richterliche Genehmigung vornehmen (und auch dann nur, um auf neue Argumente zu antworten). Der Kläger ist daher rechtlich außerstande, eine Unterbrechungshandlung vorzunehmen. Unter diesen Umständen kann die Verjährung nicht weiterlaufen. Sie wird bis zur Urteilsverkündung gehemmt (ausgesetzt).

Achtung: Diese Hemmung gilt nur, wenn der Schließungsbeschluss vor Ablauf der Verjährungsfrist ergangen ist. Läuft die Frist vor dem Beschluss ab, tritt Verjährung ein. In unserem Fall wurde der Beschluss am 20. Oktober 2005 erlassen, und die dreimonatige Frist hatte ab dem Veröffentlichungsdatum (angenommen Juli 2005) zu laufen begonnen. Die Frist war zum Zeitpunkt des Beschlusses also noch nicht abgelaufen.

Was nur wenige wissen: Diese Lösung ist spezifisch für das Presserecht. Im allgemeinen Recht wird die Verjährung durch den Schließungsbeschluss nicht gehemmt: Der Kläger muss sich selbst beeilen. Aber hier schützt das Gesetz vom 29. Juli 1881 besonders die Meinungsfreiheit, indem es sehr kurze Fristen vorsieht, und der Kassationshof gleicht diese Strenge durch die Hemmung bei Handlungsunmöglichkeit aus.

Kurz gesagt: Der Kassationshof entschied, dass das Berufungsgericht von Douai das Gesetz verletzt hatte, indem es die Verjährung nicht hemmte. Er hob das Urteil auf und verwies den Fall an das Berufungsgericht von Versailles zurück.

Was das für Sie konkret bedeutet

Wenn Sie Opfer von Verleumdung (falsche öffentliche Beschuldigung) oder Beleidigung (Beschimpfung) in einer Zeitung, einem Blog oder in sozialen Netzwerken sind, müssen Sie schnell handeln: Die Verjährungsfrist beträgt nur drei Monate. Aber wenn Sie bereits Klage erhoben haben und der Fall in der Berufung ist, schützt Sie diese Entscheidung: Die Zeit zwischen dem Schließungsbeschluss und dem Urteil zählt nicht.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Sie sind Eigentümer einer Ferienwohnung in Fougères, und ein unzufriedener Kunde veröffentlicht eine verleumderische Bewertung auf einer Buchungsplattform. Sie verklagen den Kunden wegen Verleumdung. Das Gericht gibt Ihnen recht, aber der Kunde legt Berufung ein. Das Berufungsgericht erlässt einen Schließungsbeschluss

Questions fréquentes

Quel est le délai de prescription pour une action en diffamation ?

En matière de presse, le délai de prescription est de trois mois à compter de la publication des propos litigieux (article 65 de la loi du 29 juillet 1881). Passé ce délai, l'action n'est plus recevable.

Puis-je interrompre la prescription par une lettre recommandée ?

Non, seul un acte de procédure (assignation, conclusions, exploit d'huissier) peut interrompre la prescription. Une simple lettre recommandée, même avec accusé de réception, n'a pas cet effet.

La prescription est-elle suspendue pendant l'appel ?

Oui, mais uniquement entre l'ordonnance de clôture et le prononcé de l'arrêt. Pendant cette période, le demandeur ne peut plus accomplir d'acte interruptif, donc la prescription est suspendue automatiquement.

Que faire si je découvre des propos diffamatoires sur internet ?

Agissez vite : faites constater les propos par un huissier (capture d'écran officielle) et consultez un avocat spécialisé. Le délai de trois mois court à partir de la première mise en ligne, mais peut être renouvelé à chaque accès.

Quels sont les risques si je ne respecte pas le délai de prescription ?

Si vous n'agissez pas dans les trois mois, votre action en justice sera irrecevable. Vous perdrez définitivement la possibilité d'obtenir réparation, même si les propos sont graves.

Informations juridiques

  • Numéro: 06-14.111
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 03 avril 2007

Mots-clés

prescriptiondroit de la pressediffamationordonnance de clôtureCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire diffamé par un locataire à Redon

Un propriétaire de Redon est accusé à tort sur un site d'avis de location. Il engage une action en diffamation. Le tribunal lui donne raison, mais le locataire fait appel. L'ordonnance de clôture est rendue en mars 2024, l'arrêt en septembre 2024. Sans suspension, la prescription de trois mois serait acquise. Grâce à l'arrêt de 2007, le délai est suspendu.

Application pratique:

Le propriétaire doit simplement patienter jusqu'à l'arrêt. Il n'a pas besoin d'accomplir un acte interruptif pendant cette période. Il doit cependant vérifier que l'ordonnance de clôture est bien intervenue avant l'expiration du délai de prescription initial.

2

Locataire victime d'injures de son bailleur à Fougères

Un locataire à Fougères reçoit un courrier injurieux de son bailleur. Il assigne en injure publique. L'affaire est en appel. L'ordonnance de clôture intervient un mois avant la fin du délai de prescription. Le locataire s'inquiète. La Cour de cassation le rassure : la prescription est suspendue jusqu'à l'arrêt.

Application pratique:

Le locataire n'a rien à faire. Il doit simplement informer son avocat de la date de l'ordonnance. Si l'ordonnance intervient après l'expiration du délai, il est trop tard : il faut agir avant.

3

Acquéreur diffamé par un vendeur à Rennes

Un acquéreur à Rennes est traité d'escroc dans une lettre du vendeur diffusée à plusieurs voisins. Il intente une action en diffamation. Le jugement de première instance est rendu en sa faveur. Le vendeur fait appel. L'ordonnance de clôture est prise, puis l'arrêt est prononcé 8 mois plus tard. La prescription est suspendue.

Application pratique:

L'acquéreur doit conserver toutes les preuves et suivre la procédure avec son avocat. Il peut demander des dommages et intérêts pour le préjudice moral subi. La suspension de la prescription lui permet d'obtenir une décision au fond sans craindre la forclusion.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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