Aller au contenu principal
Immobilienverkauf: Der Erwerber kann gegen Bauunternehmer wegen vor dem Verkauf entstandener Mängel vorgehen, auch wenn der Verkäufer bereits geklagt hat
Droit-immobilier

Immobilienverkauf: Der Erwerber kann gegen Bauunternehmer wegen vor dem Verkauf entstandener Mängel vorgehen, auch wenn der Verkäufer bereits geklagt hat

📅 Décision du 10 Juli 2013⚖️ Cour de cassation👁️ 14 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass der Erwerber einer Immobilie, sofern keine gegenteilige Klausel im Vertrag steht, berechtigt ist, die Bauunternehmer auf Schadensersatz für Mängel zu verklagen, die vor dem Verkauf entstanden sind, selbst wenn der Verkäufer bereits Klage erhoben hatte. Der Anspruch auf Schadensersatz geht automatisch mit der Immobilie über.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 12-21.910 • 2013-07-10 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie haben gerade ein Haus in Altkirch im Elsass erworben. Alles scheint perfekt, aber sechs Monate später stellen Sie fest, dass die Geländer der Terrasse gefährlich sind oder sogar das Dach undicht ist. Sie erfahren, dass der Verkäufer bereits den Bauunternehmer verklagt hatte, aber die Klage fallen gelassen hat. Sind Sie wehrlos? Was Sie vielleicht nicht wissen: Der Anspruch auf Schadensersatz kann automatisch auf Sie übergehen, ohne dass Sie ein neues Verfahren einleiten müssen.

Diese Frage stellen sich jedes Jahr Hunderte von Eigentümern. Kann man als Erwerber gegen die Bauunternehmer wegen Mängeln vorgehen, die vor dem Verkauf bestanden, selbst wenn der Verkäufer bereits Klage erhoben hat? Der Kassationsgerichtshof hat dies 2013 in einem richtungsweisenden Urteil entschieden. Und die Antwort lautet ja, vorausgesetzt, man versteht den Mechanismus richtig.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen diese Entscheidung, als säßen wir bei einem Kaffee in Cernay. Kein unverständliches Fachchinesisch: Jeder Begriff wird erklärt. Und vor allem gebe ich Ihnen konkrete Tipps, damit Sie nicht in die Falle tappen.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Der Fall beginnt mit einem Immobilienverkauf in Douai im Norden Frankreichs. Eine Privatperson, nennen wir sie Herrn Dupont, kauft ein Gebäude. Sehr schnell stellt er Mängel fest: Die Balkongeländer weisen Herstellungs- und Montagefehler auf. Sie entsprechen nicht den Sicherheitsnormen. Herr Dupont verklagt daraufhin den Bauunternehmer und die Prüfstelle Socotec auf der Grundlage der vertraglichen Haftung des allgemeinen Rechts (Artikel 1147 des Code civil, jetzt 1231-1). In erster Instanz hat er Erfolg, aber das Berufungsgericht Douai hebt das Urteil auf. Herr Dupont legt Kassation ein, aber während des Verfahrens verkauft er das Gebäude an eine Gesellschaft.

Es stellt sich die Frage: Kann die erwerbende Gesellschaft die Klage fortsetzen? Der Bauunternehmer und Socotec argumentieren, nein: Das Klagerecht sei persönlich beim Verkäufer, und der Verkauf habe dieses Recht nicht übertragen. Aber der Kassationsgerichtshof sieht das anders. Er erinnert an einen grundlegenden Grundsatz: Der Anspruch auf Schadensersatz, der mit einer Immobilie verbunden ist, ist ein Nebenrecht der verkauften Sache. Er geht automatisch auf den Erwerber über, es sei denn, der Kaufvertrag enthält eine ausdrückliche Klausel, die diesen Übergang ausschließt.

Im vorliegenden Fall enthielt der Vertrag keine diesbezügliche Regelung. Der Gerichtshof hob daher das Urteil von Douai auf und verwies die Sache an ein anderes Berufungsgericht. Fazit: Auch wenn der Verkäufer bereits geklagt hat, kann der Erwerber die Klage fortsetzen oder eine neue Klage wegen derselben Schäden einleiten.

Die Begründung des Gerichts – entschlüsselt

Um diese Entscheidung zu verstehen, muss man einen grundlegenden rechtlichen Mechanismus erfassen: die Übertragung von Forderungen. Im französischen Recht verkauft man beim Verkauf einer Sache auch deren Zubehör. Wenn Sie beispielsweise ein Haus mit einem Garten verkaufen, sind die Bäume im Garten im Verkauf enthalten, sofern nichts anderes vereinbart ist. Ebenso gilt der Anspruch auf Schadensersatz für einen Baumangel als Zubehör der Immobilie. Er folgt der Sache wie ein Schatten.

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 1240 des Code civil (früher 1382), der den Grundsatz der zivilrechtlichen Haftung festlegt: „Jede Handlung eines Menschen, die einem anderen einen Schaden zufügt, verpflichtet denjenigen, durch dessen Verschulden sie eingetreten ist, zum Schadensersatz.“ Aber auch auf Artikel 1147 (jetzt 1231-1) für die vertragliche Haftung. Die Richter stellen klar, dass der Verkauf, sofern keine gegenteilige Klausel besteht, nicht die Abtretung des Bauvertrags bewirkt, aber den aus der Nichterfüllung dieses Vertrags entstandenen Schadensersatzanspruch überträgt.

Dies ist keine Rechtsprechungsänderung, sondern eine Bestätigung. Bereits in einem Urteil von 2004 (Civ. 3e, 17. März 2004, Nr. 02-17.310) hatte der Gerichtshof anerkannt, dass der Erwerber einer mangelhaften Sache den Verkäufer aus der Gewährleistung für verborgene Mängel verklagen kann, auch nach dem Verkauf. Hier wird dieser Grundsatz auf die direkte Klage gegen die Bauunternehmer ausgedehnt. Die Besonderheit ist, dass die Klage bereits vom Verkäufer eingeleitet worden war. Der Gerichtshof sagt, dass dies nichts ändert: Der Schadensersatzanspruch ist ein immaterielles Gut, das wie ein körperlicher Gegenstand übertragen wird.

Die Argumente der Bauunternehmer? Sie sagten, die Abtretung eines Klagerechts erfordere eine ausdrückliche Klausel im Kaufvertrag, und ohne eine solche Klausel sei der Erwerber nicht klagebefugt. Aber der Gerichtshof fegt dieses Argument vom Tisch: Das Klagerecht ist kein persönliches Recht, sondern ein Nebenrecht des Eigentums. Es geht daher von Rechts wegen über. In der Praxis bedeutet dies, dass der Erwerber anstelle des Verkäufers in das laufende Verfahren eintreten oder eine neue Klage einleiten kann, selbst wenn der Verkäufer bereits eine Entscheidung erwirkt hatte (es sei denn, diese ist rechtskräftig).

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie ein vermietender Eigentümer sind: Sie vermieten eine Wohnung in Cernay, und der Mieter beschwert sich über Durchfeuchtungen aufgrund eines Baumangels. Sie hatten den Bauunternehmer bereits vor dem Verkauf verklagt, aber Ihre Meinung geändert und verkauft. Keine Sorge: Der Erwerber kann den Stab übernehmen. Sie müssen sich keine Sorgen um einen Rechtsverlust für den neuen Eigentümer machen.

Wenn Sie Erwerber sind: Sie haben gerade ein Haus in Altkirch gekauft und stellen fest, dass die Terrasse einstürzt. Der Verkäufer sagt: „Ich hatte den Unternehmer bereits verklagt, aber in der Berufung verloren und aufgegeben.“ Sie können selbst klagen. Die Verjährungsfrist (10 Jahre ab Abnahme der Arbeiten für die ...

Questions fréquentes

Puis-je agir contre le constructeur si j'ai acheté un immeuble avec des vices, alors que le vendeur avait déjà perdu son procès ?

Oui, si le jugement n'est pas définitif. Si le vendeur a perdu en appel et n'a pas formé de pourvoi, vous pouvez vous-même agir, car vous n'êtes pas lié par la décision rendue contre le vendeur.

Que faire si l'acte de vente contient une clause qui dit que je renonce à tout recours contre les constructeurs ?

Cette clause est valable si elle est expresse et non équivoque. Vous devez la contester en justice si elle vous a été imposée de manière abusive. Consultez un avocat.

Quel est le délai pour agir ?

Pour la garantie décennale (dommages graves), 10 ans à compter de la réception des travaux. Pour la responsabilité contractuelle de droit commun, 5 ans à compter de la connaissance du dommage. Attention : la prescription peut être interrompue par une action en justice du vendeur.

Dois-je informer le vendeur de mon intention d'agir ?

Ce n'est pas obligatoire, mais c'est recommandé. Le vendeur peut vous aider en vous fournissant des documents. Si l'action est déjà en cours, vous pouvez demander à vous substituer à lui devant le juge.

Cette décision s'applique-t-elle aussi aux locations ?

Non, elle concerne les ventes. Pour les locations, c'est le locataire qui peut agir contre le bailleur, mais pas directement contre le constructeur, sauf en cas de trouble de jouissance.

Informations juridiques

  • Numéro: 12-21.910
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 10 juillet 2013

Mots-clés

qualité à agiracquéreur successifvices de constructionresponsabilité contractuelletransmission des droits

Cas d'usage pratiques

1

Acquéreur d'une maison à Altkirch avec des garde-corps défectueux

Vous achetez une maison à Altkirch en 2018. En 2020, vous découvrez que les garde-corps des balcons sont mal fixés. Le vendeur avait attaqué l'entrepreneur en 2017, mais avait abandonné. Vous voulez réclamer 15 000 € de réparations.

Application pratique:

Vous pouvez agir directement contre l'entrepreneur sur le fondement de la responsabilité contractuelle de droit commun. Rassemblez les pièces de la procédure du vendeur, faites constater le désordre par huissier, et assignez. Le délai de prescription de 5 ans court à compter de la découverte (2020).

2

Propriétaire bailleur à Cernay qui souhaite vendre un immeuble avec des vices

Vous êtes propriétaire d'un immeuble locatif à Cernay. Des infiltrations d'eau existent depuis 2015. Vous avez attaqué le constructeur en 2016, mais l'affaire traîne. Vous voulez vendre en 2023. L'acquéreur est inquiet.

Application pratique:

Rassurez l'acquéreur : il pourra reprendre l'action en cours. Précisez dans l'acte de vente que le droit à réparation est transmis. Cela peut même être un argument de vente. Conservez toutes les pièces de la procédure.

3

Copropriétaire dans un immeuble à Mulhouse avec des fissures structurelles

Le syndicat des copropriétaires d'un immeuble à Mulhouse a engagé une action contre le promoteur en 2018 pour des fissures. En 2020, plusieurs lots sont vendus. Les nouveaux copropriétaires veulent-ils continuer l'action ?

Application pratique:

Oui, le syndicat représente tous les copropriétaires, y compris les nouveaux. Mais chaque copropriétaire peut aussi agir individuellement pour ses parties privatives. Vérifiez que l'action du syndicat n'a pas été abandonnée. Si oui, convoquez une assemblée générale pour relancer l'action.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

Articles similaires en Droit-immobilier

Voir tout →

Servitude de passage et tierce opposition : protéger son droit d'accès en copropriété

Un copropriétaire peut-il s'opposer à la suppression d'une servitude de passage qui profite à son lot, même si le syndicat accepte la fin de l'enclave ? La Cour de cassation répond oui, reconnaissant un intérêt distinct pour agir en tierce opposition.

23 juil. 2026Lire →

Enclave et servitude : quand le droit du travail ne crée pas de passage forcé

La Cour de cassation rappelle que l'état d'enclave d'un fonds ne peut résulter des obligations réglementaires imposées aux entreprises en matière d'issues et dégagements. Ainsi, un propriétaire ne peut exiger un passage sur le fonds voisin au seul motif que son bâtiment doit respecter des normes de sécurité incendie.

23 juil. 2026Lire →

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence, le préavis s'impose

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence de cette convention, les parties à un contrat de transport public routier de marchandises n'ont pas stipulé une durée de préavis de rupture, cette durée est fixée par un contrat-type approuvé par décret pris en application de l'article L. 1432-4 du code des transports. Les dispositions de l'article L. 442-6, I, 5°, devenu L. 442-1, II, du code de commerce ne trouvent alors pas à s'appliquer. Il en va de même lorsque la convention écrite renvoie expressément à la clause du contrat-type fixant une telle durée. Lorsque les parties ont conclu un contrat écrit stipulant la durée du préavis de rupture, les dispositions de l'article L. 442-1, II, du code de commerce sont applicables. Dans cette hypothèse, l'auteur de la rupture qui a consenti à son partenaire un délai de préavis au moins égal à celui prévu au contrat-type dans sa version en vigueur à la date de la notification de la rupture, ne saurait voir sa responsabilité engagée sur le fondement de ce texte

23 juil. 2026Lire →

Explorez plus d'analyses juridiques en droit droit-immobilier

Tous les articles Droit-immobilier
★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide