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Haftung von Mietern für Belästigungen: Das Urteil vom 10. November 2009 und seine Auswirkungen
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Haftung von Mietern für Belästigungen: Das Urteil vom 10. November 2009 und seine Auswirkungen

📅 Décision du 10 November 2009⚖️ Cour de cassation👁️ 20 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat ein Berufungsgericht zensiert, das nicht geprüft hatte, ob die Urheber von Belästigungen von den Mietern beherbergt wurden, was deren Haftung nach Art. 1735 des Code civil begründet hätte. Diese Entscheidung klärt die Pflichten der Mieter in Bezug auf Nachbarschaftsstörungen.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 09-11.027 • 2009-11-10 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Petit-Quevilly, die seit Jahren an eine ruhige Familie vermietet ist. Eines Tages beherbergen Ihre Mieter einen Cousin, und die Lärmbelästigungen beginnen. Sie mahnen ab, nichts hilft. Kann der Vermieter die Kündigung des Mietvertrags und die Räumung wegen Störungen durch einen bloßen Bewohner verlangen? Diese Frage stellen sich jedes Jahr Hunderte von Eigentümern im Bezirk Rouen.

Der Kassationsgerichtshof gibt in einem Urteil vom 10. November 2009 (Nr. 09-11.027) eine entscheidende Antwort. Er erinnert daran, dass der Mieter nicht nur für sein eigenes Verhalten verantwortlich ist, sondern auch für das der von ihm beherbergten Personen. Wenn die Tatsachenrichter es versäumen zu prüfen, ob der Urheber der Störungen beherbergt wurde, entbehrt ihre Entscheidung einer rechtlichen Grundlage.

Mit anderen Worten: Einem Vermieter kann die Kündigung nicht mit der Begründung verweigert werden, der Mieter sei nicht direkt schuldhaft, ohne zuvor das Beherbergungsverhältnis zu prüfen. Diese Entscheidung stärkt den Schutz der Vermieter bei Nachbarschaftsstörungen.

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

In diesem Fall werden Eheleute, Mieter einer Wohnung, von ihrem Vermieter auf Kündigung des Mietvertrags wegen Verletzung der Pflicht zur friedlichen Nutzung der Räume verklagt. Der Grund? Wiederholte Belästigungen (Lärm, Ruhestörung) durch Dritte. Der Eigentümer, eine Privatperson aus Mont-Saint-Aignan, kann nicht mehr: Die Nachbarn beschweren sich, die Ruhe des Gebäudes ist gestört.

Vor dem Berufungsgericht lehnen die Richter den Antrag ab. Sie sind der Ansicht, dass die Eheleute nicht für die Belästigungen verantwortlich gemacht werden könnten, die von Personen verursacht wurden, die nicht als in ihrem Haushalt lebend identifiziert wurden. Der Vermieter bestand jedoch darauf: Die Störenfriede wurden bei den Mietern beherbergt. Das Berufungsgericht prüfte diesen entscheidenden Punkt nicht.

Der Vermieter legt Kassation ein. Er argumentiert, dass Art. 1735 des Code civil (der bestimmt, dass der Mieter für Schäden und Verluste haftet, die durch Personen seines Hauses verursacht werden) eine Erfolgspflicht auferlege. Der Kassationsgerichtshof gibt ihm recht: Indem das Berufungsgericht nicht geprüft habe, ob die Urheber der Störungen beherbergt wurden, habe es seiner Entscheidung die rechtliche Grundlage entzogen. Der Fall wird an ein anderes Gericht zurückverwiesen.

Die Argumentation des Gerichts — aufgeschlüsselt

Das oberste Gericht stützt sich auf Art. 1735 des Code civil. Diese oft wenig bekannte Vorschrift besagt, dass der Mieter für Schäden und Verluste haftet, die durch Personen seines Hauses verursacht werden. Wer sind diese Personen? Alle, die unter seinem Dach leben: Ehepartner, Kinder, aber auch beherbergte Freunde, Hausangestellte oder sogar Untermieter.

In diesem Urteil erinnert der Kassationsgerichtshof daran, dass der Richter systematisch prüfen muss, ob der Urheber der Störungen eine Person des Hauses des Mieters ist. Ist dies der Fall, haftet der Mieter, unabhängig davon, ob er die Störungen persönlich verursacht hat. Es handelt sich um eine quasi-automatische Verpflichtung: Der Mieter muss für das Verhalten seiner Beherbergten einstehen.

Das Berufungsgericht hatte jedoch angenommen, dass die Eheleute nicht verantwortlich seien, ohne die Frage der Beherbergung zu prüfen. Fataler Fehler: Der Kassationsgerichtshof zensiert. Er sagt nicht, dass zwangsläufig eine Haftung besteht, sondern dass die Tatsachenrichter ihre Entscheidung zu diesem Punkt begründen müssen. Im vorliegenden Fall taten sie dies nicht, daher die Aufhebung.

Diese Entscheidung bestätigt eine ständige Rechtsprechung: Der Vermieter muss nicht das persönliche Verschulden des Mieters beweisen, sondern nur das Beherbergungsverhältnis. Ist dieses Verhältnis nachgewiesen, kann sich der Mieter nur durch den Nachweis höherer Gewalt oder eines Verschuldens des Vermieters entlasten (was selten ist).

Was das für Sie konkret bedeutet

Wenn Sie Eigentümer-Vermieter sind: Sie können nun leichter gegen einen Mieter vorgehen, dessen Beherbergte Störungen verursachen. Schluss mit der Ohnmacht! Sie müssen jedoch nachweisen, dass die Störungen tatsächlich von einer beherbergten Person ausgehen. Wie? Durch Nachbarbescheinigungen, Protokolle, Polizeiberichte oder schriftlichen Austausch mit dem Mieter. Wenn Ihr Mieter in Mont-Saint-Aignan beispielsweise seinen Neffen, einen Studenten, beherbergt, der jeden Abend feiert, können Sie nach erfolgloser Abmahnung die Kündigung des Mietvertrags verlangen.

Wenn Sie Mieter sind: Sie haften für Ihre Gäste. Eine längere Beherbergung ohne Zustimmung des Vermieters kann nicht nur den Mietvertrag verletzen (Klausel zur persönlichen Nutzung), sondern auch Ihre Haftung für Störungen begründen. Im Falle von Störungen riskieren Sie eine Kündigung des Mietvertrags und Schadensersatz. Seien Sie vorsichtig: Ein einzelner Vorfall kann ausreichen, wenn die Störungen schwerwiegend sind (Beleidigungen, Drohungen, nächtliche Ruhestörung).

Wenn Sie Wohnungseigentümer sind: Diese Rechtsprechung hilft Ihnen, Druck auf die Verwaltung auszuüben, damit sie gegen einen lauten Mieter vorgeht. Die Verwaltung kann den Vermieter abmahnen, der wiederum den Mieter abmahnt. Bei Erfolglosigkeit kann der Wohnungseigentümer wegen anormaler Nachbarschaftsstörung klagen.

Zahlenbeispiel: Ein Mieter in Petit-Quevilly beherbergt einen Freund, der drei Monate lang Lärmbelästigungen verursacht. Der Vermieter erleidet einen Mietausfall von 1.500 € (Monatsmiete 500 €) während des Verfahrens. Nach dem Urteil kann er die Kündigung in 6 Monaten statt 18 erreichen und spart so 6.000 € an ausstehenden Mieten.

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

Questions fréquentes

Puis-je résilier le bail si mon locataire héberge quelqu'un qui cause des nuisances ?

Oui, si vous prouvez que l'auteur des troubles est hébergé par le locataire. L'article 1735 du code civil rend le preneur responsable des personnes de sa maison. Vous devez mettre en demeure le locataire puis, en cas d'échec, saisir le tribunal.

Que faire si le locataire nie que l'auteur des nuisances est hébergé chez lui ?

Vous devez apporter la preuve de l'hébergement : témoignages de voisins, constat d'huissier, factures de téléphone ou d'électricité au nom de l'hébergé, ou même des photos. Sans cette preuve, la responsabilité du locataire ne pourra pas être retenue.

Quels sont les délais pour obtenir la résiliation du bail ?

En référé, vous pouvez obtenir une décision en 2 à 4 mois. Au fond, comptez 12 à 18 mois. Une mise en demeure préalable accélère le processus.

Puis-je réclamer des dommages-intérêts en plus de la résiliation ?

Oui, pour trouble de jouissance, perte de loyers ou frais de procédure. Le montant est fixé par le juge en fonction de la durée et de la gravité des nuisances.

Cette jurisprudence s'applique-t-elle aux troubles causés par un sous-locataire ?

Oui, la jurisprudence antérieure (Civ. 3e, 10 mars 2004) assimile le sous-locataire à une personne de la maison. Le locataire principal est donc responsable de ses agissements.

Informations juridiques

  • Numéro: 09-11.027
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 10 novembre 2009

Mots-clés

responsabilité locatairenuisancesarticle 1735 code civilhébergementrésiliation bail

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Petit-Quevilly

M. R. loue un appartement à Petit-Quevilly. Son locataire héberge un ami qui fait du bruit la nuit. Les voisins se plaignent. M. R. met en demeure, mais rien ne change.

Application pratique:

M. R. peut assigner en résiliation de bail sur le fondement de l'article 1735. Il doit prouver l'hébergement (attestations de voisins, constat d'huissier). Le tribunal, suivant l'arrêt de 2009, vérifiera le lien d'hébergement. Si établi, la résiliation sera prononcée.

2

Locataire à Mont-Saint-Aignan

Mme T. loue un logement à Mont-Saint-Aignan et héberge sa fille étudiante pour quelques mois. Sa fille organise des fêtes qui dérangent les voisins.

Application pratique:

Mme T. est responsable des nuisances causées par sa fille, car elle est hébergée. Le bailleur peut lui demander de faire cesser les troubles, puis engager une action en résiliation. Mme T. doit rappeler à sa fille les règles de bon voisinage sous peine de perdre son logement.

3

Copropriétaire à Rouen

M. L., copropriétaire, subit des nuisances sonores d'un locataire de l'immeuble. Il signale au syndic, qui ne fait rien.

Application pratique:

M. L. peut agir directement contre le locataire pour trouble anormal de voisinage. Il peut aussi demander au syndic de mettre en demeure le bailleur. En cas d'inaction, il peut assigner le bailleur en responsabilité. La jurisprudence de 2009 renforce sa position : le bailleur doit répondre de son locataire.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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