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Haftung des übernehmenden Notars: Nur seine eigenen Fehler begründen seine Haftung
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Haftung des übernehmenden Notars: Nur seine eigenen Fehler begründen seine Haftung

📅 Décision du 27 November 2008⚖️ Cour de cassation👁️ 19 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass ein Notar, der eine Akte nach der Aufgabe der Tätigkeit seines Kollegen übernimmt, nur für seine eigenen Fehler haftet, nicht für die seines Vorgängers. Diese Entscheidung klärt die Haftungsverteilung bei Nachfolgen von Notariatskanzleien.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 05-17.740 • 2008-11-27 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie verkaufen Ihr Haus in Armentières. Der Vertrag wird bei Maître Dupont, Notar, unterzeichnet. Einige Monate später stellt Maître Dupont seine Tätigkeit ein und übergibt seine Akten an Maître Martin. Sie entdecken, dass der Kaufvertrag einen Fehler in der Flächenangabe enthält – ein Fehler, den Maître Dupont begangen hat. Wen können Sie auf Schadensersatz in Anspruch nehmen? Diese Frage, die bei Kanzleinachfolgen alltäglich ist, findet eine klare Antwort in einem Urteil des Kassationsgerichtshofs vom 27. November 2008.

Der von den Richtern aufgestellte Grundsatz scheint einfach: Der Notar, der eine Akte übernimmt, haftet nur für seine eigenen Fehler, nicht für die seines Vorgängers. Diese Regel verdient jedoch eine genaue Betrachtung, da ihre Auswirkungen für Mandanten, Notare und Versicherer zahlreich sind. Wie wird sie konkret angewendet? Welche Rechtsbehelfe hat das Opfer eines Fehlers des ersten Notars?

Diese Entscheidung, die in einem Fall erging, der eine SCI und Anteilsübertragungen betraf, erinnert daran, dass jeder Berufsträger für sein Handeln einsteht. Für Eigentümer, Erwerber oder Wohnungseigentümer ist dies eine Erinnerung: Die Akte muss sorgfältig verfolgt werden, und die Wahl des Notars ist nie nebensächlich.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

1981 und 1982 erwarben die Eheleute X zunächst einen Teil, dann die Gesamtheit der Anteile einer SCI (Société Civile Immobilière) namens „Domaine du Moulin de Moreau“. Diese SCI besaß ein Grundstück mit zwei Gebäuden. Die Anteilsübertragungsverträge wurden von zwei Notaren beurkundet: Maître A und Maître B, die gemeinsam handelten. Im Februar 1982 lösten die Eheleute die SCI auf, und die Grundstücke wurden ihnen zur Bruchteilsgemeinschaft zugeteilt.

Problem: Jahre später, 1999, verklagte die SCI (obwohl aufgelöst) die Notare auf Schadensersatz. Sie warf ihnen vor, bei den Anteilsübertragungsverträgen von 1981 und 1982 Fehler gemacht zu haben, die der Gesellschaft einen Schaden zugefügt hätten. In der Zwischenzeit hatte einer der Notare seine Tätigkeit eingestellt und war durch einen Kollegen ersetzt worden. Es stellte sich die Frage: Kann der übernehmende Notar für die Fehler seines Vorgängers haftbar gemacht werden?

Das Berufungsgericht hatte beide Notare verurteilt, aber der Kassationsgerichtshof hob das Urteil teilweise auf. Er unterschied klar: Der Notar, der die Nachfolge eines inaktiven Kollegen antritt, haftet nur für die persönlichen Fehler, die er bei der Bearbeitung der ihm übergebenen laufenden Akte begangen hat. Er haftet nicht für die Handlungen seines Vorgängers. Im vorliegenden Fall hatte der übernehmende Notar in der Akte keinen persönlichen Fehler begangen: Er hatte lediglich bereits von seinem Vorgänger vorbereitete Verträge abgeschlossen. Seine Haftung konnte daher nicht begründet werden.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 1382 des Code civil (alt, heute Artikel 1240), der bestimmt: „Jede Handlung eines Menschen, die einem anderen einen Schaden zufügt, verpflichtet denjenigen, durch dessen Verschulden der Schaden eingetreten ist, zum Ersatz.“ Klar gesagt: Um verurteilt zu werden, muss man einen persönlichen Fehler begangen haben. Keine Haftung ohne Verschulden und keine Haftung für fremdes Verschulden in diesem Zusammenhang.

Die Richter stellen klar, dass der übernehmende Notar nicht der Rechtsnachfolger der Person seines Vorgängers ist, sondern lediglich der Verwahrer der Akten. Er muss nicht für Handlungen einstehen, die vor seiner Übernahme liegen, es sei denn, er hat sie selbst vorgenommen oder einen Fehler bei der Bearbeitung der übergebenen Akte begangen. Hier hatte der übernehmende Notar nicht an der Abfassung der Anteilsübertragungsverträge mitgewirkt: Er war nur bei der Auflösung der SCI tätig geworden, einem nicht angefochtenen Akt. Seine Haftung konnte daher nicht festgestellt werden.

Diese Lösung bestätigt die bisherige Rechtsprechung. Sie folgt einer Logik der persönlichen Haftung, die den übernehmenden Berufsträger vor Klagen wegen Handlungen schützt, die er nicht begangen hat. Aber Vorsicht: Diese Regel ist nicht absolut. Hätte der übernehmende Notar einen Fehler bei der Bearbeitung der Akte begangen (z. B. durch Unterlassen der Prüfung eines wesentlichen Dokuments), hätte er verurteilt werden können. Die Grenze ist also fein.

Was das für Sie konkret ändert

Für einen vermietenden Eigentümer in Marcq-en-Baroeul, der einen Vertrag bei einem Notar unterzeichnet hat und dann feststellt, dass dieser Notar seine Tätigkeit eingestellt hat: Wenn ein Fehler im Vertrag entdeckt wird, können Sie sich nicht an den übernehmenden Notar wenden, es sei denn, dieser hat einen persönlichen Fehler begangen (z. B. durch Unterlassen des Hinweises auf einen Mangel). Sie müssen dann gegen den Vorgänger vorgehen oder gegen dessen Garantiekasse oder Versicherung.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Sie kaufen eine Wohnung in Lille für 200.000 €. Der Vertrag wird bei Maître X unterzeichnet. Dieser stellt seine Tätigkeit ein und übergibt seine Akten an Maître Y. Ein Jahr später entdecken Sie, dass die im Vertrag angegebene Wohnfläche um 10 m² falsch ist, was den Wert Ihrer Immobilie um 20.000 € mindert. Sie können Maître Y nicht verklagen, es sei denn, Sie beweisen, dass er einen Fehler begangen hat (z. B. durch Unterlassen der Überprüfung der Flächenangabe). Sie müssen Maître X verklagen oder die Deckung durch seine Berufshaftpflichtversicherung suchen.

Wenn Sie sich in dieser Situation befinden, müssen Sie schnell den Notar identifizieren, der den Fehler begangen hat. Bewahren Sie alle Dokumente auf: Verträge, Korrespondenz, Nachweise über das Datum der Tätigkeitseinstellung. Die Verjährungsfrist (Frist für die Klageerhebung) beträgt 5 Jahre ab Entdeckung des Schadens, kann aber bei der Notarhaftung kürzer sein. Handeln Sie unverzüglich.

Für Berufsträger

Questions fréquentes

Puis-je attaquer le notaire repreneur pour une erreur commise par son prédécesseur ?

Non, sauf si le repreneur a commis une faute personnelle dans le suivi du dossier. La Cour de cassation limite sa responsabilité aux actes qu'il a lui-même accomplis.

Que faire si mon notaire a cessé son activité et que je découvre une erreur dans un acte ?

Vous devez vous retourner contre le notaire initial, ou son assurance professionnelle. Conservez tous les documents et agissez rapidement sous peine de prescription.

Quel est le délai pour agir contre un notaire ?

Le délai de prescription est généralement de 5 ans à compter de la découverte du dommage, mais il peut être réduit à 3 ans en matière contractuelle. Consultez un avocat sans tarder.

Le notaire repreneur a-t-il une obligation de vérifier les actes de son prédécesseur ?

Oui, s'il intervient activement dans le dossier, il doit vérifier les documents et informer le client. S'il omet de le faire, sa responsabilité personnelle peut être engagée.

Puis-je refuser que mon dossier soit transmis à un autre notaire ?

Vous pouvez choisir un autre notaire si vous n'êtes pas satisfait du repreneur. Vous avez le droit de retirer votre dossier à tout moment.

Informations juridiques

  • Numéro: 05-17.740
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 27 novembre 2008

Mots-clés

notaireresponsabilitésuccessionfaute personnellecessation d'activité

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire vendeur découvrant une erreur de superficie

M. Durand vend sa maison à Armentières pour 250 000 €. L'acte est signé chez Maître X, qui cesse son activité un mois plus tard. Maître Y reprend le dossier. Un an après, M. Durand découvre que la surface mentionnée est inférieure de 15 m² à la réalité, ce qui réduit le prix de vente de 30 000 €.

Application pratique:

M. Durand ne peut pas poursuivre Maître Y, car l'erreur a été commise par Maître X. Il doit agir contre Maître X ou son assurance. Il doit rassembler l'acte original, le certificat de cessation d'activité de Maître X, et consulter un avocat pour engager une action dans les 5 ans.

2

Acquéreur victime d'un vice caché non révélé

Mme Leroy achète un appartement à Marcq-en-Baroeul pour 180 000 €. L'acte est signé chez Maître A, qui prend sa retraite et transmet le dossier à Maître B. Six mois après, Mme Leroy découvre des infiltrations d'eau non mentionnées. Maître B n'avait pas vérifié l'état du bien.

Application pratique:

Si Maître B n'a pas informé Mme Leroy du vice apparent, il a commis une faute personnelle. Elle peut le poursuivre sur le fondement de l'article 1240 du Code civil. Elle doit prouver que Maître B avait connaissance du vice ou aurait dû le détecter. Une expertise est souvent nécessaire.

3

Notaire repreneur confronté à une réclamation ancienne

Maître C reprend le cabinet de Maître D, décédé. Un client réclame 50 000 € pour une erreur dans un acte de donation datant de 10 ans, commise par Maître D. Maître C n'a pas participé à cet acte.

Application pratique:

Maître C n'est pas responsable. Il doit orienter le client vers l'assurance de Maître D ou la caisse de garantie. Il peut également proposer une médiation. En aucun cas il ne doit accepter de payer, sous peine de créer un précédent. Il doit conserver une trace de la réclamation et informer son propre assureur.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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