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Servitut in der Wohnungseigentümergemeinschaft: zwischen zwei Einheiten unmöglich, erinnert der Kassationsgerichtshof
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Servitut in der Wohnungseigentümergemeinschaft: zwischen zwei Einheiten unmöglich, erinnert der Kassationsgerichtshof

📅 Décision du 30 Juni 1992⚖️ Cour de cassation👁️ 9 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass eine Servitut nicht zwischen zwei Einheiten desselben Gebäudes in einer Wohnungseigentümergemeinschaft bestehen kann, da es sich nicht um unabhängige Eigentumseinheiten handelt. Analyse der Konsequenzen für Eigentümer, Erwerber und Miteigentümer.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 91-10.116 • 1992-06-30 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Parentis-en-Born, im 5. Stock eines Wohngebäudes. Ihr Nachbar unter Ihnen, Herr Dupont, muss Ihren Flur überqueren, um an seinen Stromzähler zu gelangen. Er schlägt vor, eine „Durchgangsservitut“ auf Ihrer Einheit zu vereinbaren. Sie stimmen zu, in der Annahme, die Situation zu regeln. Doch ein Jahr später möchten Sie verkaufen: Der Notar teilt Ihnen mit, dass diese Servitut nichtig ist. Wie kann das sein?

Diese Frage hat der Kassationsgerichtshof am 30. Juni 1992 beantwortet. Das Urteil Nr. 91-10.116 ist klar: Eine Servitut kann nur zwischen zwei Grundstücken (Grundstücken oder Gebäuden) bestehen, die verschiedenen Eigentümern gehören. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist jedoch jede Einheit kein unabhängiges Eigentum am Boden: Die Einheit ist ein Bruchteil des Gebäudes, bestehend aus einem Sondereigentum und einem Miteigentumsanteil an den Gemeinschaftsflächen. Eine Einheit kann daher nicht im rechtlichen Sinne „dienendes Grundstück“ oder „herrschendes Grundstück“ sein.

Kurz gesagt, dieses Urteil setzt einer gängigen, aber falschen Praxis ein Ende: dem Versuch, Servituten zwischen Einheiten einer Wohnungseigentümergemeinschaft zu begründen. Aber was ändert das konkret für Sie? Und wie sichern Sie Ihre Rechte? Folgen Sie dem Leitfaden.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr und Frau Y., Notare in Sozietät, waren Eigentümer mehrerer Einheiten in einem Gebäude in Wohnungseigentum. 1986 versprachen sie, die Einheit Nr. 38 an Herrn und Frau D. zu verkaufen. Im Kaufvertrag vereinbarten sie, dass der Verkäufer eine Durchgangsservitut auf dem Flur des 5. Stocks (Gemeinschaftsfläche) zugunsten der verkauften Einheit einräumt. Die Parteien vereinbarten zudem, eine Servitut zu bestellen, die die Rechte der Miteigentümer an den Gemeinschaftsflächen ändert. Die Wohnungseigentümergemeinschaft focht diese Klausel jedoch an: Ein einzelner Miteigentümer kann nicht allein die Gemeinschaftsflächen mit einer Servitut belasten, ohne Zustimmung aller.

Der Fall gelangte vor das Gericht, dann vor das Berufungsgericht. Die Tatsacheninstanzen erklärten die Servitut für nichtig. Die Eheleute Y. legten Kassationsbeschwerde ein mit der Begründung, eine Servitut zwischen zwei Einheiten sei möglich. Der Kassationsgerichtshof wies ihre Beschwerde zurück: Er bestätigte, dass eine Servitut nur zwischen unabhängigen Eigentumseinheiten bestehen könne, die verschiedenen Eigentümern gehören. Die Einheiten einer Wohnungseigentümergemeinschaft erfüllen diese Bedingung nicht, da sie Bruchteile desselben Gebäudes sind. Die Durchgangsservitut auf dem Flur ist daher nichtig.

Was nur wenige wissen: Diese Entscheidung betrifft nicht nur den Flur. Sie gilt für jeden Versuch, eine Servitut zwischen Einheiten zu begründen: Durchgang, Aussicht, Wasserabfluss … Alles ist nichtig. Erwerber müssen daher beim Kauf einer Einheit wachsam sein: Scheinbare Servituten in der Teilungserklärung können illusorisch sein.

Die Begründung des Gerichts — entschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 637 des Code civil, der die Servitut definiert als „eine Belastung, die auf einem Grundstück (dem dienenden Grundstück) zum Nutzen und Vorteil eines Grundstücks lastet, das einem anderen Eigentümer gehört (dem herrschenden Grundstück)“. Er stellt klar, dass diese Definition voraussetzt, dass die beiden Grundstücke getrennte Eigentumseinheiten sind, die verschiedenen Eigentümern gehören. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind die Einheiten jedoch keine unabhängigen Eigentumseinheiten: Sie sind Bruchteile desselben Gebäudes, und der Boden ist ungeteiltes Miteigentum aller Miteigentümer. Mit anderen Worten, eine Einheit ist kein „Grundstück“ im Sinne von Artikel 637.

Der Gerichtshof fügt hinzu, dass die Gemeinschaftsflächen im Miteigentum aller Miteigentümer stehen. Ein Miteigentümer kann daher nicht allein eine Servitut an einer Gemeinschaftsfläche (wie einem Flur) zugunsten einer anderen Einheit einräumen. Eine solche Servitut würde nicht nur die Einheit des Nachbarn betreffen, sondern die gesamte Wohnungseigentümergemeinschaft. Nur ein Beschluss der Eigentümerversammlung mit der erforderlichen Mehrheit könnte möglicherweise eine Servitut an den Gemeinschaftsflächen begründen (z. B. ein Durchgangsrecht für eine Einheit). Aber Vorsicht: Selbst in diesem Fall wäre die Servitut nicht an eine bestimmte Einheit gebunden, sondern an das gesamte Gebäude.

Im vorliegenden Fall hatte das Berufungsgericht festgestellt, dass die streitige Servitut die Rechte der Miteigentümer an den Gemeinschaftsflächen änderte. Der Kassationsgerichtshof bestätigt diese Argumentation: Eine Servitut zwischen zwei Einheiten ist mit dem System der Wohnungseigentümergemeinschaft unvereinbar. Es handelt sich nicht um eine Rechtsprechungsänderung: Der Gerichtshof bestätigt eine seit den 1970er Jahren ständige Position. Aber er erinnert an ein grundlegendes Prinzip, das oft verkannt wird.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie Eigentümer einer Einheit in einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind: Sie können keine „private“ Servitut mit Ihrem Nachbarn begründen. Wenn Sie beispielsweise möchten, dass Ihr Nachbar über Ihre Terrasse gehen kann, um zu seinem Garten zu gelangen, können Sie keinen notariellen Servitutsvertrag abschließen. Sie können jedoch einen persönlichen Nutzungsvertrag (ein „Nutzungsrecht“) abschließen, der jedoch nicht an der Einheit haftet und endet, wenn Sie verkaufen. Wenn Sie Erwerber sind: Überprüfen Sie vor dem Kauf einer Einheit in der Teilungserklärung, ob Servituten erwähnt sind. Wenn sie zwischen Einheiten bestehen, sind sie wahrscheinlich nichtig.

Questions fréquentes

Puis-je autoriser mon voisin à passer sur ma terrasse pour accéder à son compteur ?

Oui, mais pas par une servitude. Signez une autorisation personnelle (ex. : un « droit de passage temporaire ») qui ne sera pas attachée à votre lot. Si vous vendez, le nouveau propriétaire n'est pas tenu.

Que faire si j'ai acheté un lot avec une servitude mentionnée dans l'acte ?

Consultez un avocat. La servitude est probablement nulle. Vous pouvez demander des dommages-intérêts au vendeur pour défaut de délivrance conforme, dans un délai de 5 ans à compter de la vente.

Quels sont les délais pour agir ?

L'action en nullité d'une servitude entre lots se prescrit par 5 ans à compter de sa constitution (article 2224 du Code civil). L'action en garantie contre le vendeur est de 5 ans aussi (article 1648).

Un règlement de copropriété peut-il créer des servitudes entre lots ?

Non, car le règlement est un contrat entre copropriétaires, mais il ne peut pas créer de servitudes réelles (attachées au lot) car cela nécessiterait que les lots soient des fonds indépendants. En revanche, il peut prévoir des droits d'usage (ex. : usage exclusif d'une terrasse).

Comment sécuriser un droit de passage sur une partie commune ?

Faites voter une décision en assemblée générale à la majorité de l'article 26 (majorité des voix de tous les copropriétaires). Cette décision créera un droit d'usage, mais pas une servitude. Elle peut être annulée si elle est abusive.

Informations juridiques

  • Numéro: 91-10.116
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 30 juin 1992

Mots-clés

servitudecopropriétéparties communeslotCour de cassationdroit immobilier

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire d'un lot souhaitant un droit de passage pour son voisin

M. Martin, propriétaire d'un lot à Parentis-en-Born, veut permettre à sa voisine Mme Durand de traverser son palier pour accéder à son compteur électrique. Il pense signer une servitude de passage.

Application pratique:

La servitude serait nulle. M. Martin doit plutôt signer une autorisation personnelle révocable, ou faire voter l'assemblée générale si le passage emprunte une partie commune. Si la servitude est déjà signée, il peut demander sa nullité dans les 5 ans.

2

Acquéreur d'un lot avec servitude apparente

Mme Leroy achète un lot à Saint-Vincent-de-Tyrosse. L'acte de vente mentionne une servitude de vue au profit du lot voisin. Elle découvre après coup que cette servitude est nulle.

Application pratique:

Mme Leroy peut agir en nullité de la servitude et demander des dommages-intérêts au vendeur pour défaut de délivrance conforme. Elle doit consulter un avocat rapidement, car le délai de prescription est de 5 ans.

3

Copropriétaire contestant une servitude sur parties communes

Un copropriétaire a accordé à un autre un droit de passage exclusif sur une partie du hall d'entrée, sans vote de l'assemblée générale. Les autres copropriétaires s'estiment lésés.

Application pratique:

La servitude est nulle car elle grève les parties communes sans l'accord de tous. Les copropriétaires peuvent saisir le tribunal pour faire annuler l'acte et demander des dommages-intérêts. Le syndic doit convoquer une AG pour régulariser si nécessaire.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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