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Psychiatrische Zwangsbehandlung: Dauer der Maßnahmen und praktische Konsequenzen
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Psychiatrische Zwangsbehandlung: Dauer der Maßnahmen und praktische Konsequenzen

📅 Décision du 26 Oktober 2022⚖️ Cour de cassation👁️ 11 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass die Dauer der vom Präfekten angeordneten psychiatrischen Zwangsbehandlung einen Monat, dann drei Monate, dann sechs Monate (verlängerbar) beträgt, ohne dass eine Änderung der Behandlungsmodalitäten diese Fristen beeinflusst. Eine Entscheidung mit Auswirkungen auf Patienten und ihre Angehörigen, insbesondere im Bezirk Straßburg.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 21-50.045 • 2022-10-26 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Ihr Nachbar in Saverne, Herr D., wird ohne seine Einwilligung in die Psychiatrie eingewiesen. Der Präfekt hat eine Aufnahmeverfügung erlassen. Ein Monat vergeht, dann drei. Die Ärzte ändern seinen Behandlungsplan: von vollstationärer Behandlung zu ambulanter Behandlung. Aber setzt diese Änderung die Fristen zurück? Das ist die entscheidende Frage, die der Kassationshof 2022 geklärt hat.

Kurz gesagt: Das Recht der Zwangsbehandlung sieht Höchstdauern vor: zunächst einen Monat, dann drei Monate, dann sechs Monate (verlängerbar). Wenn sich die Modalitäten ändern (z. B. Wechsel von stationärer zu ambulanter Behandlung), sehen manche darin eine neue Maßnahme. Der Kassationshof sagt nein: Die Fristen laufen ab dem Beginn, ohne Zurücksetzung. Eine Entscheidung, die die Praxis der Präfekturen und Krankenhäuser absichert, aber Patienten und ihre Familien überraschen kann.

Was tun, wenn Sie in Haguenau oder anderswo betroffen sind? Dieser Artikel erläutert die Entscheidung, ihre konkreten Auswirkungen und gibt Ihnen Ratschläge, wie Sie Ihre Rechte geltend machen können.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, wohnhaft in Haguenau, wurde am 2. November 2020 durch Präfekturverfügung in psychiatrische Zwangsbehandlung aufgenommen, obwohl er sich bereits seit über einem Jahr in einem Behandlungsprogramm befand. Der Präfekt des Départements Bas-Rhin erließ diese Entscheidung auf der Grundlage von Artikel L. 3213-1 des Gesundheitsgesetzbuchs (Behandlung auf Antrag des Staatsvertreters bei unmittelbarer Gefahr für die Sicherheit von Personen). Die Anfangsdauer betrug einen Monat, dann verlängert auf drei Monate, dann auf Zeiträume von sechs Monaten.

Im Laufe der Maßnahme wurden die Behandlungsmodalitäten geändert: Herr X wechselte von vollstationärer Behandlung zu ambulanter Behandlung (regelmäßige Konsultationen im Krankenhaus von Saverne). Sein Anwalt rief daraufhin den Richter für Freiheits- und Haftfragen (JLD) an, um die Unregelmäßigkeit der Maßnahme feststellen zu lassen, mit der Begründung, dass die Änderung der Modalitäten eine neue Aufnahme darstelle, die einer neuen Präfekturverfügung und einer ärztlichen Untersuchung bedurft hätte.

Der JLD von Straßburg wies den Antrag ab, bestätigt durch das Berufungsgericht Lyon (da die Akte wegen Befangenheit dorthin übertragen worden war). Herr X legte Kassationsbeschwerde ein. Der Kassationshof wies die Beschwerde zurück und bestätigte, dass die Änderung der Behandlungsmodalitäten die Dauer der Maßnahme nicht beeinflusst. Mit anderen Worten: Die Fristen laufen ab der Erstaufnahme, ohne Zurücksetzung.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf Artikel L. 3213-4 des Gesundheitsgesetzbuchs. Diese Vorschrift sieht vor, dass die vom Präfekten angeordnete Zwangsbehandlung eine Anfangsdauer von einem Monat ab der Aufnahmeentscheidung hat. Sie kann für eine weitere Dauer von drei Monaten aufrechterhalten werden, dann für Höchstdauern von sechs Monaten (verlängerbar). Die Frage war, ob eine Änderung der Modalitäten (z. B. von stationärer zu ambulanter Behandlung) diesen Zeitplan unterbricht.

Für den Gerichtshof lautet die Antwort nein. Er ist der Ansicht, dass die Änderung der Behandlungsmodalitäten keine neue Aufnahme ist, sondern eine bloße Anpassung der Behandlung. Der Fristenzähler beginnt nicht von neuem. Diese Argumentation steht im Einklang mit einer ständigen Rechtsprechung (Civ. 1re, 19. Juni 2019, Nr. 18-21.091), die besagt, dass die gesetzlichen Fristen Höchstfristen sind und ihre Einhaltung vom Datum der Erstentscheidung abhängt, nicht von späteren Änderungen.

Vorsicht jedoch: Diese Regel gilt nur für Änderungen der Modalitäten. Wird die Maßnahme unterbrochen (z. B. Aufhebung der vollstationären Behandlung und dann erneute Aufnahme), ist eine neue Präfekturverfügung erforderlich, und die Fristen beginnen von neuem. Im vorliegenden Fall stand Herr X weiterhin unter demselben rechtlichen Regime, auch wenn sich seine Behandlungsbedingungen geändert hatten.

Die Richter stellten auch fest, dass die gesetzlichen Fristen für die Entscheidung über die Maßnahme (Kontrolle durch den JLD innerhalb von 12 Tagen nach Aufnahme, dann nach 6 Monaten) nicht überschritten worden waren. Das Verfahren war daher rechtmäßig.

Was das für Sie konkret ändert

Diese Entscheidung hat praktische Auswirkungen für Patienten in Zwangsbehandlung und ihre Angehörigen.

Für den Patienten: Wenn Sie ohne Ihre Einwilligung im Krankenhaus von Haguenau stationär behandelt werden, wissen Sie, dass die Fristen für die gerichtliche Kontrolle ab der Erstaufnahme berechnet werden, nicht ab der letzten Änderung der Modalitäten. Wenn Ihre vollstationäre Behandlung also zu ambulanter Behandlung wird, wird der JLD nur zu den vorgesehenen Zeitpunkten eingreifen (1 Monat, 4 Monate, 10 Monate usw.). Sie erhalten nach jeder Änderung keine automatische neue Kontrolle.

Für die Angehörigen: Wenn Sie die Maßnahme anfechten wollen, müssen Sie schnell handeln. Der Rechtsbehelf gegen die Präfekturverfügung muss innerhalb von zwei Monaten nach ihrer Zustellung eingelegt werden. Und die Kontrolle durch den JLD wird automatisch ausgelöst, aber Sie können den Richter auch jederzeit anrufen, um die Aufhebung zu beantragen. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen Familien dachten, dass der Wechsel zur ambulanten Behandlung die Fristen zurücksetzt, und die Fristen verstreichen ließen. Machen Sie diesen Fehler nicht.

Für Immobilienfachleute: Diese Entscheidung betrifft Sie weniger direkt, aber sie zeigt, wie wichtig es ist, die gesetzlichen Fristen genau zu verstehen. Analog dazu sind im Immobilienrecht Verjährungs- oder Rechtsbehelfsfristen oft streng und werden durch Änderungen der Situation (z. B. Mieterwechsel) nicht unterbrochen.

Questions fréquentes

Le changement de modalités de soins (hospitalisation complète vers ambulatoire) remet-il les délais à zéro ?

Non, selon la Cour de cassation, la modification des modalités de soins n'affecte pas la durée de la mesure. Les délais courent depuis l'admission initiale.

Puis-je contester un arrêté préfectoral de soins sans consentement ?

Oui, vous pouvez former un recours devant le tribunal administratif dans les deux mois suivant la notification de l'arrêté. Vous pouvez aussi saisir le juge des libertés et de la détention pour demander la mainlevée.

Quels sont les délais de contrôle judiciaire pour une mesure de soins sans consentement ?

Le juge des libertés et de la détention doit contrôler la mesure dans les 12 jours de l'admission, puis à 6 mois, et ensuite tous les ans. Ces délais sont calculés depuis l'admission initiale.

Que faire si le préfet ne renouvelle pas la mesure avant l'expiration du délai ?

La mesure prend fin automatiquement. Le patient doit être libéré immédiatement. Si ce n'est pas le cas, vous pouvez saisir le juge des libertés et de la détention en référé.

Un transfert vers un autre hôpital (par exemple de Saverne à Haguenau) change-t-il les délais ?

Non, un simple transfert sans interruption de la mesure n'affecte pas les délais. Seule une levée suivie d'une nouvelle admission nécessite une nouvelle décision préfectorale.

Informations juridiques

  • Numéro: 21-50.045
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 26 octobre 2022

Mots-clés

soins sans consentementpsychiatriedurée légaleCour de cassationarrêté préfectoral

Cas d'usage pratiques

1

Patient hospitalisé à Saverne passant en ambulatoire

M. L., hospitalisé sans consentement à l'hôpital de Saverne depuis le 1er mars 2023. Le 15 mars, son état s'améliore et il passe en soins ambulatoires. Il pense que les délais recommencent à zéro.

Application pratique:

Non, les délais courent depuis le 1er mars. Le préfet doit décider du maintien avant le 1er avril (fin du premier mois). M. L. doit vérifier que la décision de maintien est prise avant cette date, sinon la mesure prend fin.

2

Proche d'un patient à Haguenau contestant la mesure

Mme R. dont le conjoint est admis à l'hôpital de Haguenau le 10 janvier 2023. Le 20 janvier, les modalités changent. Elle pense que le JLD doit intervenir à nouveau.

Application pratique:

Le JLD contrôle la mesure dans les 12 jours de l'admission (soit avant le 22 janvier). Le changement de modalités ne déclenche pas un nouveau contrôle. Mme R. doit agir vite si elle conteste l'arrêté initial.

3

Professionnel de l'immobilier souhaitant comprendre les délais légaux

Un agent immobilier à Strasbourg traite un dossier où un client est sous soins sans consentement. Il doit savoir si la mesure est toujours valable pour une signature d'acte.

Application pratique:

L'agent doit demander la date de l'admission initiale et vérifier que les renouvellements ont été faits dans les délais. Un simple changement de modalités n'affecte pas la validité de la mesure.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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