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Transaktion während der Beobachtungsphase: Vorsicht bei der Genehmigung des Insolvenzrichters
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Transaktion während der Beobachtungsphase: Vorsicht bei der Genehmigung des Insolvenzrichters

📅 Décision du 20 Januar 2021⚖️ Cour de cassation👁️ 13 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert daran, dass jede Transaktion, die von einem gerichtlichen Verwalter während der Beobachtungsphase abgeschlossen wird, einer vorherigen Genehmigung des Insolvenzrichters bedarf. Ein vor dieser Genehmigung angenommenes Angebot ist nichtig, selbst wenn die Annahme unter Vorbehalt erfolgte.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 19-20.076 • 2021-01-20 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Gewerbeimmobilie in Château-Gontier. Ihr Mieter befindet sich in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren, aber ein gerichtlicher Verwalter schlägt Ihnen eine Transaktion vor, um die ausstehenden Mieten zu begleichen und die Räumlichkeiten freizugeben. Sie stimmen erleichtert zu. Dann, einige Tage später, zieht der Verwalter sein Angebot zurück. Ist das möglich? Der Kassationsgerichtshof antwortet mit Ja, wenn die Genehmigung des Insolvenzrichters noch nicht eingeholt wurde. Eine Entscheidung, die die Gewissheiten von Vermietern und Immobilienfachleuten erschüttert.

Artikel L. 622-7 des Handelsgesetzbuchs schreibt vor, dass jede vom Verwalter abgeschlossene Transaktion vom Insolvenzrichter (dem Richter, der das Insolvenzverfahren überwacht) genehmigt werden muss. Ohne diese vorherige Genehmigung ist die Transaktion nichtig. Der Kassationsgerichtshof hat in einem Urteil vom 20. Januar 2021 klargestellt, dass selbst wenn die Annahme unter dem Vorbehalt dieser Genehmigung erfolgt, das Angebot zurückgezogen werden kann, solange der Richter nicht grünes Licht gegeben hat. Folglich kommt der Vertragsschluss erst mit der Genehmigung zustande.

Was bedeutet das für Sie? Ob Sie Vermieter, Mieter oder Fachmann sind, dieses Urteil erinnert an eine zwingende Regel: Unterschreiben Sie während der Beobachtungsphase nichts, ohne zu überprüfen, ob der Insolvenzrichter die Transaktion genehmigt hat. Eine Lektion, die auch in Craon gilt, wo Gewerbemietverträge oft das wirtschaftliche Rückgrat kleiner Gemeinden sind.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Die Gesellschaft Victoires, Mieterin einer Gewerbeimmobilie in Château-Gontier, wird in ein gerichtliches Sanierungsverfahren versetzt. Ein gerichtlicher Verwalter wird bestellt, um die Beobachtungsphase zu leiten. Der Eigentümer, Herr X, möchte seine Räumlichkeiten zurückerhalten und die ausstehenden Mieten begleichen. Der Verwalter schlägt eine Transaktion vor: Die Gesellschaft Victoires wird die Räumlichkeiten spätestens am 30. November räumen und die Konten nach einem Zahlungsplan bereinigen. Herr X nimmt per Brief an, wobei er präzisiert, dass seine Zustimmung unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Insolvenzrichters erfolgt.

Bevor der Insolvenzrichter entschieden hat, ändert der Verwalter seine Meinung und zieht sein Angebot zurück. Herr X wendet sich daraufhin an das Gericht, um feststellen zu lassen, dass die Transaktion perfekt ist, da das Angebot angenommen wurde. Das Berufungsgericht gibt ihm Recht und entscheidet, dass das Angebot nach Annahme nicht mehr widerrufen werden konnte. Der Verwalter legt jedoch Kassation ein.

Der Kassationsgerichtshof hebt das Berufungsurteil auf. Er erinnert daran, dass die Befugnis des Verwalters, eine Transaktion abzuschließen, von einer vorherigen Genehmigung des Insolvenzrichters abhängt. Solange diese Genehmigung nicht vorliegt, ist der Verwalter nicht befugt, eine Transaktion vorzuschlagen. Folglich kann das Angebot jederzeit vor der Genehmigung zurückgezogen werden, selbst nach einer bedingten Annahme. Herr X kann sich nicht auf einen perfekten Vertrag berufen, solange der Insolvenzrichter nicht zugestimmt hat.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Die Entscheidung stützt sich auf Artikel L. 622-7, II, des Handelsgesetzbuchs, der bestimmt, dass der Verwalter nur mit Genehmigung des Insolvenzrichters eine Transaktion abschließen kann. Diese Vorschrift ist zwingend (ordre public, kann vertraglich nicht abbedungen werden). Der Kassationsgerichtshof zieht daraus eine logische Konsequenz: Der Verwalter ist nicht befugt, ein Transaktionsangebot zu unterbreiten, bevor er die Genehmigung eingeholt hat. Ein ohne Genehmigung gemachtes Angebot ist nichtig, oder zumindest bindet es den Verwalter nicht, solange die Genehmigung nicht vorliegt.

Das Berufungsgericht hatte einen Fehler begangen, indem es das allgemeine Vertragsrecht (Artikel 1113 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs) anwandte, wonach ein Angebot nach Annahme nicht widerrufen werden kann. Im Insolvenzrecht treten jedoch die speziellen Regeln an die Stelle des allgemeinen Rechts. Folglich wird der Grundsatz des Vertragsschlusses durch Willenseinigung (Konsensualprinzip) zugunsten eines Formerfordernisses verdrängt: der vorherigen Genehmigung des Insolvenzrichters.

Ich habe Fälle erlebt, in denen Vermieter glaubten, eine Einigung mit dem Verwalter erzielt zu haben, und dann mit einer Ablehnung der Transaktion konfrontiert wurden. Diese Rechtsprechung klärt die Situation: Solange der Insolvenzrichter nicht genehmigt hat, kann der Verwalter ohne Verschulden zurücktreten. Vorsicht jedoch: Wenn der Verwalter die Transaktion bereits teilweise durchgeführt hat (z. B. durch Zahlung einer Entschädigung), könnte die Situation anders sein. Im vorliegenden Fall war jedoch nichts durchgeführt worden.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für vermietende Eigentümer: Wenn Sie mit einem gerichtlichen Verwalter verhandeln, gehen Sie nicht von einer Einigung aus, bevor der Insolvenzrichter seine Anordnung erlassen hat. Selbst wenn der Verwalter Ihnen die Einigung schriftlich bestätigt, können Sie ohne Lösung dastehen, wenn die Genehmigung nicht erteilt wird. Beispiel: In Craon hat ein Eigentümer einer 80 m² großen Immobilie mit einer monatlichen Miete von 1.200 € einer Transaktion zur Begleichung von 15.000 € ausstehender Mieten zugestimmt. Der Verwalter zog sein Angebot vor der Genehmigung zurück. Ergebnis: Der Mieter wurde liquidiert, und der Eigentümer erhielt nichts.

Für Mieter in Sanierung: Sie könnten versucht sein, direkt mit dem Vermieter zu verhandeln, um eine Räumung zu vermeiden. Aber wissen Sie, dass nur der Verwalter befugt ist, unter Kontrolle des Insolvenzrichters eine Transaktion abzuschließen. Jede direkte Vereinbarung mit dem Vermieter könnte angefochten werden.

Für Fachleute (Anwälte, Verwalter, Notare): Diese Entscheidung erinnert an die Bedeutung der Chronologie. Es ist zwingend erforderlich, die Genehmigung des Insolvenzrichters vor jedem Transaktionsvorschlag einzuholen. Eine bloße Vorbehaltsklausel reicht nicht aus, um die Wirksamkeit der Transaktion zu gewährleisten. Die Praxis, eine "unter Vorbehalt der Genehmigung des Insolvenzrichters" stehende Einigung zu unterzeichnen, ist riskant, da der Verwalter sein Angebot bis zur Genehmigung jederzeit zurückziehen kann.

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'une transaction en procédure collective ?

Une transaction est un accord entre le débiteur (via son administrateur) et un créancier pour solder une dette ou mettre fin à un litige, souvent avec des concessions réciproques. Elle nécessite l'autorisation préalable du juge-commissaire.

Puis-je accepter une offre de transaction de l'administrateur sans attendre l'autorisation du juge ?

Non, car l'administrateur n'a pas le pouvoir de proposer une transaction avant d'être autorisé. Même si vous acceptez, l'offre peut être retirée jusqu'à l'ordonnance du juge-commissaire.

Quels sont les recours si l'administrateur se rétracte après mon acceptation ?

Vous pouvez demander des dommages-intérêts si vous prouvez un préjudice (ex : frais engagés). Mais la transaction elle-même ne peut être imposée sans autorisation.

Cette règle s'applique-t-elle aux baux commerciaux ?

Oui, notamment pour les baux commerciaux conclus avec une société en redressement judiciaire. Les propriétaires doivent être vigilants.

Que faire si le juge-commissaire refuse l'autorisation ?

L'administrateur peut former un recours contre cette décision. En attendant, aucune transaction n'est possible.

Informations juridiques

  • Numéro: 19-20.076
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 20 janvier 2021

Mots-clés

transactionjuge-commissairepériode d'observationadministrateur judiciairebail commercial

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur d'un local commercial à Château-Gontier

M. Dupont loue un local de 100 m² à une société en redressement. L'administrateur propose de solder 20 000 € d'impayés contre la libération des lieux. M. Dupont accepte, mais l'administrateur se rétracte avant l'autorisation du juge.

Application pratique:

M. Dupont ne peut pas contraindre l'administrateur à signer la transaction. Il doit attendre l'ordonnance du juge-commissaire. En l'absence d'autorisation, il peut agir en résiliation du bail pour défaut de paiement, mais il risque de perdre la chance de récupérer les impayés.

2

Locataire en redressement judiciaire à Craon

La boulangerie 'Au Pain Doré' est en redressement. L'administrateur veut transiger avec le bailleur pour réduire les loyers. Le gérant accepte un plan, mais le bailleur refuse tant que l'autorisation n'est pas obtenue.

Application pratique:

Le locataire doit suivre les instructions de l'administrateur et ne pas négocier directement. Toute promesse faite au bailleur sans autorisation est sans effet. Il doit attendre que l'administrateur obtienne l'autorisation et formalise l'accord.

3

Avocat spécialiste en droit des affaires à Laval

Me Martin assiste un bailleur dont le locataire est en procédure collective. L'administrateur propose une transaction sans avoir l'autorisation du juge-commissaire.

Application pratique:

Me Martin conseille à son client de ne pas accepter l'offre et de demander à l'administrateur de fournir l'ordonnance d'autorisation. Si l'administrateur insiste, il peut engager sa responsabilité professionnelle pour défaut de pouvoir.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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