Aller au contenu principal
Zusatzarbeiten ohne Schriftform: Wenn der Bauherr die Zahlung verweigert
Droit-immobilier

Zusatzarbeiten ohne Schriftform: Wenn der Bauherr die Zahlung verweigert

📅 Décision du 30 Oktober 1978⚖️ Cour de cassation👁️ 10 vues📖 5 min de lecture

Ein Urteil des Kassationsgerichtshofs von 1978 stellt klar, dass für Zusatzarbeiten bei einem Pauschalvertrag eine schriftliche Vollmacht des Bauherrn erforderlich ist. Ohne diese Schriftform kann der Unternehmer keine Zahlung verlangen, selbst wenn die Arbeiten ausgeführt wurden.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 76-15.080 • 1978-10-30 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie beauftragen einen Unternehmer mit der Renovierung Ihres Hauses in Villeneuve-lès-Avignon, mit einem Pauschalangebot von 50.000 €. Die Arbeiten beginnen, aber schon bald sagt Ihnen der Unternehmer, dass die Sanitärinstallation erneuert, eine Steckdose hinzugefügt und ein Balken ausgetauscht werden müsse. „Kleine Unvorhergesehenes, nichts Ernstes“, sagt er. Sie stimmen mündlich zu. Am Ende der Baustelle beläuft sich die Rechnung auf 65.000 €. Der Unternehmer verlangt die Zahlung der zusätzlichen 15.000 €. Müssen Sie zahlen?

Genau diese Frage hat der Kassationsgerichtshof in einem Urteil vom 30. Oktober 1978 entschieden, das noch heute aktuell ist. Die Richter erinnerten an ein einfaches, aber oft übersehenes Prinzip: Bei einem Pauschalvertrag (fester und endgültiger Preis) muss jede Änderung oder Zusatzarbeit durch eine schriftliche Genehmigung des Bauherrn autorisiert werden. Ohne diese Schriftform kann der Unternehmer keinen Cent mehr verlangen.

Diese Entscheidung schützt den Eigentümer vor finanziellen Auswüchsen, ist aber auch ein Damoklesschwert für den Unternehmer, der ohne Sicherheitsnetz arbeitet. Wie vermeidet man die Falle? Eine Analyse.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr Riboldi, Eigentümer eines Betriebs in Uzès, beauftragt einen Unternehmer mit Renovierungsarbeiten. Der Vertrag ist ein Pauschalvertrag: ein Gesamt- und Endpreis für eine bestimmte Liste von Leistungen. Während der Bauarbeiten führt der Unternehmer jedoch Zusatzarbeiten (Sanitär, Elektrik, Maurerarbeiten) aus, die Herr Riboldi angeblich mündlich genehmigt hat. Am Ende legt der Unternehmer eine Rechnung vor, die diese Extras enthält, die der Eigentümer zu zahlen verweigert.

Der Unternehmer verklagt Herrn Riboldi. Das Berufungsgericht gibt ihm recht: Es ist der Ansicht, dass der Pauschalvertrag schlecht formuliert war und nicht genau unterschieden werden kann, was geplant und was hinzugefügt wurde, sodass der Eigentümer die gesamten Arbeiten einschließlich der Zuschläge zahlen muss. Herr Riboldi legt Kassation ein.

Der Kassationsgerichtshof hebt das Berufungsurteil auf. Er wirft den Tatsachenrichtern vor, nicht geprüft zu haben, ob der Bauherr eine schriftliche Vollmacht zur Genehmigung der Zusatzarbeiten erteilt hatte, wie es Artikel 1793 des Code civil verlangt. Dieser Artikel schreibt vor, dass jede Änderung eines Pauschalvertrags schriftlich festgehalten werden muss. Ohne diese Schriftform kann der Unternehmer nichts verlangen.

Die Argumentation des Gerichts – entschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 1793 des Code civil, der bestimmt: „Der Architekt, der Unternehmer oder andere Handwerker, die mit der Errichtung eines Gebäudes nach einem mit dem Grundstückseigentümer festgelegten und vereinbarten Plan beauftragt sind, können keine Preiserhöhung oder Zahlung für Arbeiten oder Lieferungen unter welchem Vorwand auch immer verlangen, es sei denn, es liegt eine Änderung oder Erweiterung des Plans vor, und diese Änderungen oder Erweiterungen wurden schriftlich vom Eigentümer genehmigt.“ Mit anderen Worten: Der Pauschalvertrag ist eine Sperre; um sie zu öffnen, bedarf es eines Schlüssels aus Papier, der vom Kunden unterschrieben ist.

In diesem Fall hatte das Berufungsgericht das Hindernis umgangen, indem es erklärte, es sei unmöglich, die aufgrund des Pauschalvertrags geschuldeten Arbeiten genau zu definieren. Aber der Kassationsgerichtshof antwortet: „Sie stellen fest, dass die Parteien unter der Herrschaft von Artikel 1793 handeln wollten, also müssen Sie prüfen, ob der Eigentümer eine schriftliche Vollmacht erteilt hat.“ Keine schriftliche Vollmacht, keine Zahlung, Punkt.

Diese Argumentation ist eine strenge Anwendung des Verbots mündlicher Beweise bei Zusatzarbeiten. Es handelt sich um eine zwingende Regel zum Schutz des Bauherrn vor überraschenden Forderungen. Der Unternehmer muss daher vor jeder Änderung unbedingt eine schriftliche Genehmigung einholen. Andernfalls riskiert er, unentgeltlich zu arbeiten.

Diese Rechtsprechung ist ständig und hat sich seit 1978 nicht geändert. Sie wird regelmäßig von den Gerichten in Erinnerung gerufen, insbesondere bei Streitigkeiten über die Renovierung von Einfamilienhäusern oder Wohnungseigentümergemeinschaften.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für den vermietenden Eigentümer: Wenn Sie einen Unternehmer mit einem Pauschalvertrag beauftragen, sind Sie geschützt. Jeder nicht schriftlich vereinbarte Zuschlag geht zu Lasten des Unternehmers. Beispiel: In Uzès lässt ein Eigentümer das Dach für pauschal 20.000 € erneuern. Der Unternehmer teilt ihm mündlich mit, dass die Sparren für weitere 5.000 € ausgetauscht werden müssen. Der Eigentümer weigert sich, eine Nachtragsvereinbarung zu unterschreiben. Die Arbeiten werden trotzdem ausgeführt. Der Eigentümer kann die 5.000 € rechtlich nicht zahlen, da ihn keine Schriftform dazu verpflichtet.

Für den Mieter: Wenn Sie in Ihrer Wohnung Ausbauarbeiten mit einem Pauschalvertrag durchführen lassen, sind Sie ebenfalls betroffen. Verlassen Sie sich nicht auf eine mündliche Vereinbarung. Bestehen Sie vor jeder Änderung auf einer schriftlichen Nachtragsvereinbarung. Andernfalls könnten Sie gezwungen sein, unvorhergesehene Beträge zu zahlen, oder umgekehrt, Zahlungen für mündlich bestellte Arbeiten verweigern.

Für den Unternehmer: Diese Entscheidung ist eine Warnung. Beginnen Sie niemals mit einer Zusatzarbeit ohne eine vom Kunden unterschriebene schriftliche Genehmigung. Selbst wenn der Kunde sagt: „Machen Sie, wir sehen später“, gefährden Sie Ihre Vergütung. Im Streitfall müssen Sie das Vorliegen einer schriftlichen Vollmacht nachweisen, andernfalls werden Sie abgewiesen.

Ein konkretes Beispiel: Ein Unternehmer aus Villeneuve-lès-Avignon führt Zusatzarbeiten im Wert von 8.000 € auf einer Baustelle von 40.000 € ohne Nachtragsvereinbarung aus. Der Kunde weigert sich zu zahlen. Der Unternehmer klagt, aber das Gericht weist die Klage ab, da keine schriftliche Genehmigung vorliegt. Der Unternehmer bleibt auf den Kosten sitzen.

Questions fréquentes

Un devis forfaitaire peut-il être modifié oralement ?

Non, toute modification doit être autorisée par écrit, conformément à l'article 1793 du Code civil. Sans écrit, l'entrepreneur ne peut pas réclamer le paiement des travaux supplémentaires.

Que faire si l'entrepreneur a déjà fait les travaux supplémentaires sans mon accord écrit ?

Vous pouvez refuser de payer. Toutefois, si l'entrepreneur prouve votre accord oral (par témoins, par exemple), vous pourriez être condamné à payer. Mieux vaut toujours exiger un écrit avant le début des travaux.

Un SMS ou un email suffit-il comme écrit pour autoriser des travaux supplémentaires ?

Oui, à condition que le message émane du maître d'ouvrage et qu'il décrive clairement la nature et le coût des travaux. Un simple 'OK' peut être contesté. Privilégiez un document signé.

Quels sont les délais pour agir en justice en cas de litige sur des travaux supplémentaires ?

Le délai de prescription est de 5 ans à compter de la fin des travaux (article 2224 du Code civil). Pour les professionnels, le délai est de 2 ans (article L. 218-2 du Code de la consommation).

Puis-je réclamer des dommages-intérêts si l'entrepreneur a fait des travaux sans mon accord ?

Oui, vous pouvez demander des dommages-intérêts pour le trouble de jouissance ou la dégradation de votre bien, mais cela est rarement accordé. L'essentiel est de ne pas payer les travaux non autorisés.

Informations juridiques

  • Numéro: 76-15.080
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 30 octobre 1978

Mots-clés

marché forfaitairetravaux supplémentairesarticle 1793mandat écritCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur à Villeneuve-lès-Avignon

Vous confiez la rénovation de votre appartement locatif à un entrepreneur avec un forfait de 30 000 €. En cours de chantier, l'entrepreneur vous dit oralement qu'il faut changer les fenêtres pour 4 000 € de plus. Vous acceptez verbalement. À la fin, il vous réclame 4 000 € supplémentaires.

Application pratique:

Vous pouvez refuser de payer ces 4 000 € car aucun écrit n'a été signé. L'entrepreneur ne peut pas exiger le paiement sur la base d'un accord oral. Si vous souhaitez tout de même le payer, faites-lui signer un avenant après coup, mais vous n'y êtes pas obligé.

2

Entrepreneur à Uzès

Vous êtes entrepreneur et vous réalisez des travaux de plomberie supplémentaires pour un client, sans avenant écrit. Le client refuse de payer la facture de 2 500 €, arguant qu'il n'a pas autorisé ces travaux par écrit.

Application pratique:

Vous n'avez aucun recours efficace sans écrit. La jurisprudence est claire : sans mandat écrit, le client peut légalement refuser de payer. Pour l'avenir, exigez toujours un bon de commande signé avant toute modification.

3

Copropriétaire à Nîmes

Votre copropriété vote des travaux de ravalement de façade pour 100 000 €. L'entrepreneur propose verbalement de refaire aussi les balcons pour 15 000 € de plus. Le syndic accepte oralement. Les balcons sont refaits.

Application pratique:

Le syndic n'avait pas le pouvoir d'engager la copropriété sans un vote en assemblée générale. L'entrepreneur ne pourra pas réclamer les 15 000 € à la copropriété. De plus, l'absence d'écrit rend la demande irrecevable. La copropriété peut refuser de payer.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

Articles similaires en Droit-immobilier

Voir tout →

Servitude de passage et tierce opposition : protéger son droit d'accès en copropriété

Un copropriétaire peut-il s'opposer à la suppression d'une servitude de passage qui profite à son lot, même si le syndicat accepte la fin de l'enclave ? La Cour de cassation répond oui, reconnaissant un intérêt distinct pour agir en tierce opposition.

23 juil. 2026Lire →

Enclave et servitude : quand le droit du travail ne crée pas de passage forcé

La Cour de cassation rappelle que l'état d'enclave d'un fonds ne peut résulter des obligations réglementaires imposées aux entreprises en matière d'issues et dégagements. Ainsi, un propriétaire ne peut exiger un passage sur le fonds voisin au seul motif que son bâtiment doit respecter des normes de sécurité incendie.

23 juil. 2026Lire →

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence, le préavis s'impose

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence de cette convention, les parties à un contrat de transport public routier de marchandises n'ont pas stipulé une durée de préavis de rupture, cette durée est fixée par un contrat-type approuvé par décret pris en application de l'article L. 1432-4 du code des transports. Les dispositions de l'article L. 442-6, I, 5°, devenu L. 442-1, II, du code de commerce ne trouvent alors pas à s'appliquer. Il en va de même lorsque la convention écrite renvoie expressément à la clause du contrat-type fixant une telle durée. Lorsque les parties ont conclu un contrat écrit stipulant la durée du préavis de rupture, les dispositions de l'article L. 442-1, II, du code de commerce sont applicables. Dans cette hypothèse, l'auteur de la rupture qui a consenti à son partenaire un délai de préavis au moins égal à celui prévu au contrat-type dans sa version en vigueur à la date de la notification de la rupture, ne saurait voir sa responsabilité engagée sur le fondement de ce texte

23 juil. 2026Lire →

Explorez plus d'analyses juridiques en droit droit-immobilier

Tous les articles Droit-immobilier
★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide