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Außergewöhnliche Nachbarschaftsbeeinträchtigungen: Der Bauherr kann gegen die Bauunternehmer vorgehen, ohne deren Verschulden nachweisen zu müssen
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Außergewöhnliche Nachbarschaftsbeeinträchtigungen: Der Bauherr kann gegen die Bauunternehmer vorgehen, ohne deren Verschulden nachweisen zu müssen

📅 Décision du 24 September 2003⚖️ Cour de cassation👁️ 16 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof bestätigt, dass ein Bauherr, nachdem er Nachbarn entschädigt hat, die aufgrund von Bauarbeiten unter Beeinträchtigungen litten, einen Regressanspruch im Wege der Legalzession gegen die Bauunternehmer und deren Versicherer auf der Grundlage der Theorie der außergewöhnlichen Nachbarschaftsbeeinträchtigungen geltend machen kann, ohne ein Verschulden ihrerseits nachweisen zu müssen. Eine Entscheidung, die den Gewährleistungsanspruch für Eigentümer, die Bauarbeiten durchgeführt haben, vereinfacht.

Referenzentscheidung: cc • N° 02-12.873 • 2003-09-24 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Hauses in Septèmes-les-Vallons und entscheiden sich, einen Anbau zu errichten. Die Arbeiten beginnen, aber sehr bald beschweren sich Ihre Nachbarn über Beeinträchtigungen: Lärm, Staub, Vibrationen… Es entstehen Risse in ihren Wänden. Sie verklagen Sie wegen außergewöhnlicher Nachbarschaftsbeeinträchtigungen. Sie werden zur Entschädigung verurteilt. Aber Sie haben die Arbeiten nicht selbst durchgeführt: Sie haben die Baustelle einem Unternehmen anvertraut. Können Sie sich gegen dieses wenden, um die gezahlten Beträge zurückzuerhalten? Und auf welcher Grundlage?

Diese Frage hat der Kassationshof in einem Urteil vom 24. September 2003 (Nr. 02-12.873) entschieden. Er bejaht dies und stellt insbesondere klar, dass der Bauherr, um gegen die Bauunternehmer vorzugehen, kein Verschulden ihrerseits nachweisen muss. Er kann sich einfach auf die Theorie der außergewöhnlichen Nachbarschaftsbeeinträchtigungen berufen, die eine verschuldensunabhängige Haftung darstellt. Mit anderen Worten: Sobald die Arbeiten eine außergewöhnliche Schädigung der Nachbarschaft verursacht haben, ist der Bauunternehmer verpflichtet, dem Bauherrn, der die Opfer bereits entschädigt hat, die Kosten zu erstatten.

Aber Vorsicht: Diese Lösung ist nicht selbstverständlich. Rechtlich haftet der Bauherr gegenüber den Nachbarn aufgrund der durch die Arbeiten verursachten Beeinträchtigungen verschuldensunabhängig. Sein Rückgriff gegen den Bauunternehmer ist jedoch heikler, da er eine solide rechtliche Grundlage finden muss. Das Urteil vom 24. September 2003 beseitigt diese Schwierigkeit, indem es einen Regressanspruch im Wege der Legalzession auf der Grundlage der außergewöhnlichen Nachbarschaftsbeeinträchtigungen ohne Verschuldenserfordernis zulässt. Eine Entscheidung, die das Leben von Eigentümern, Vermietern oder Bauträgern erheblich vereinfacht.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Ein Bauträger, nennen wir ihn Herrn X, beschließt, ein Bauprogramm für Wohnungen in Septèmes-les-Vallons zu starten. Er beauftragt ein Generalunternehmen mit den Arbeiten, das einen Teil der Baustelle an einen Subunternehmer vergibt. Sehr bald leiden die Anwohner der benachbarten Gebäude unter Beeinträchtigungen: Vibrationen, Staub, Lärmbelästigung und vor allem materielle Schäden (Risse, Setzungen). Mehrere Nachbarn verklagen Herrn X vor dem Tribunal de grande instance von Marseille auf Schadensersatz aufgrund außergewöhnlicher Nachbarschaftsbeeinträchtigungen. Das Gericht gibt ihren Klagen statt, und Herr X wird zur Zahlung von Entschädigungen verurteilt.

Herr X zahlt die Nachbarn, ist jedoch der Ansicht, dass der eigentliche Verantwortliche das von ihm beauftragte Unternehmen ist. Er verklagt daher seinerseits den Hauptunternehmer und dessen Subunternehmer sowie deren Versicherer auf Rückerstattung der gezahlten Beträge. Er beruft sich auf einen Regressanspruch im Wege der Legalzession: Er tritt in die Rechte der geschädigten Nachbarn ein, in Höhe der geleisteten Zahlungen. Dazu muss er nachweisen, dass die Bauunternehmer für die von den Nachbarn erlittenen Beeinträchtigungen verantwortlich sind. Aber auf welcher Grundlage? Er kann sich nicht auf seine eigene vertragliche Haftung berufen, da er keinen Vertrag mit den Nachbarn hat. Er beruft sich daher auf die Theorie der außergewöhnlichen Nachbarschaftsbeeinträchtigungen, die eine verschuldensunabhängige Haftung darstellt.

Die Bauunternehmer wehren sich. Sie behaupten, dass die außergewöhnliche Nachbarschaftsbeeinträchtigung nicht im Rahmen eines Regressanspruchs im Wege der Legalzession geltend gemacht werden könne, da es sich um eine verschuldensunabhängige Haftung handele, die nicht übertragbar sei. Der Fall gelangt bis zum Berufungsgericht von Aix-en-Provence und dann zum Kassationshof.

Das Berufungsgericht von Aix-en-Provence gibt Herrn X recht: Es stellt fest, dass der Bauherr, der in die Rechte der geschädigten Nachbarn in Höhe der geleisteten Zahlungen eintritt, berechtigt ist, gegen die Bauunternehmer und deren Versicherer auf der Grundlage des Grundsatzes des Verbots außergewöhnlicher Nachbarschaftsbeeinträchtigungen vorzugehen. Die Bauunternehmer legen Kassation ein.

Die Begründung des Gerichts — entschlüsselt

Der Kassationshof weist die Kassation mit einem sehr klaren Urteil zurück und bestätigt die Entscheidung des Berufungsgerichts. Er führt aus: „Ein Berufungsgericht, das feststellt, dass ein Bauherr, der Arbeiten hat durchführen lassen, die Schäden bei Bewohnern benachbarter Gebäude verursacht haben, diese entschädigt hat, stellt zu Recht fest, dass dieser Bauherr, der in die Rechte der geschädigten Nachbarn in Höhe der geleisteten Zahlungen eintritt, berechtigt ist, gegen die Bauunternehmer und deren Versicherer auf der Grundlage des Grundsatzes des Verbots außergewöhnlicher Nachbarschaftsbeeinträchtigungen vorzugehen, der keinen Nachweis eines Verschuldens erfordert.“

Klar gesagt: Der Gerichtshof bestätigt den folgenden Mechanismus: Wenn der Bauherr die Nachbarn aufgrund der durch die Arbeiten verursachten außergewöhnlichen Beeinträchtigungen bezahlt, tritt er in die Rechte dieser Nachbarn ein. Er kann daher den Regressanspruch geltend machen, ohne ein Verschulden der Bauunternehmer nachweisen zu müssen. Dies vereinfacht die Rechtslage für Bauherren erheblich.

Questions fréquentes

Qu'est-ce qu'un trouble anormal de voisinage ?

C'est une nuisance qui dépasse les inconvénients normaux de la vie en société. Par exemple, des bruits de chantier à 7h du matin le dimanche, ou des vibrations qui provoquent des fissures. Le caractère anormal s'apprécie au cas par cas.

Puis-je agir directement contre le constructeur sans avoir indemnisé les voisins ?

Non, car vous n'êtes pas subrogé dans les droits des voisins tant que vous ne les avez pas payés. Il faut d'abord indemniser les victimes, puis exercer le recours subrogatoire.

Quels délais pour agir contre le constructeur ?

Le recours subrogatoire est soumis à la prescription de droit commun (5 ans depuis la réforme de 2008). Mais attention : le point de départ est la date du paiement aux voisins. Il faut agir rapidement.

Que faire si le constructeur n'a pas d'assurance ?

Vous pouvez toujours agir contre lui sur le fondement du trouble anormal, mais s'il est insolvable, vous risquez de ne pas être remboursé. D'où l'importance de vérifier les assurances avant les travaux.

Cette jurisprudence s'applique-t-elle aux travaux faits par un particulier ?

Oui, si vous êtes maître d'ouvrage (vous avez commandé les travaux), même pour une petite extension, vous pouvez bénéficier de ce recours. Mais attention : si vous réalisez vous-même les travaux, vous êtes à la fois maître d'ouvrage et constructeur, et vous ne pourrez pas vous retourner contre vous-même.

Informations juridiques

  • Numéro: 02-12.873
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 24 septembre 2003

Mots-clés

troubles anormaux de voisinagerecours subrogatoiremaître d'ouvrageconstructeurresponsabilité sans fautenuisances de chantierindemnisation voisinsCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Septèmes-les-Vallons après un chantier bruyant

M. Dupont, propriétaire d'une villa à Septèmes-les-Vallons, a fait construire une piscine par une entreprise. Les travaux ont généré des vibrations qui ont fissuré le mur du voisin. M. Dupont a été condamné à payer 5 000 € de dommages-intérêts au voisin.

Application pratique:

Après avoir payé, M. Dupont peut assigner l'entreprise de piscine en recours subrogatoire sur le fondement des troubles anormaux de voisinage, sans avoir à prouver une faute de l'entreprise. Il doit agir dans les 5 ans du paiement et conserver les preuves des nuisances.

2

Promoteur à Plan-de-Cuques confronté à des réclamations multiples

Un promoteur réalise un immeuble de 12 logements à Plan-de-Cuques. Les riverains se plaignent de poussière et de bruit pendant 18 mois. Trois voisins l'assignent et obtiennent 15 000 € chacun.

Application pratique:

Le promoteur peut se retourner contre l'entreprise générale et ses sous-traitants pour récupérer les 45 000 € versés, en invoquant la jurisprudence de 2003. Il doit démontrer le caractère anormal des troubles et prouver qu'il a bien indemnisé les voisins.

3

Copropriétaire à Marseille après des travaux sur les parties communes

Le syndicat des copropriétaires d'un immeuble à Marseille fait refaire la façade. Le bruit et la poussière incommodent le voisin immédiat, qui obtient 2 000 € de dommages-intérêts.

Application pratique:

Le syndicat peut exercer un recours subrogatoire contre l'entreprise de façade. Il doit prouver que le trouble est anormal (par exemple, travaux le samedi après-midi). L'arrêt de 2003 s'applique aussi aux personnes morales comme les syndicats.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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