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Union von Wohnungseigentümergemeinschaften: Sind die vor dem Verkauf der Einheiten auferlegten Statuten gültig?
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Union von Wohnungseigentümergemeinschaften: Sind die vor dem Verkauf der Einheiten auferlegten Statuten gültig?

📅 Décision du 03 März 2010⚖️ Cour de cassation👁️ 8 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof stellt klar, dass der Beitritt zu einer Union von Wohnungseigentümergemeinschaften Sache der Eigentümerversammlung ist und nicht der Alleineigentümer vor der Begründung von Wohnungseigentum. Die vom Bauträger vor dem ersten Verkauf auferlegten Statuten sind den Wohnungseigentümern gegenüber nicht entgegenhaltbar.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 09-11.709 • 2010-03-03 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor, Sie sind Eigentümer einer Wohnung in einer Neubauanlage in Mandelieu-la-Napoule. Beim Kauf haben Sie eine Teilungserklärung unterschrieben, die den Beitritt zu einer Union von Wohnungseigentümergemeinschaften (einem Zusammenschluss mehrerer benachbarter Gemeinschaften) vorsah. Dieser Beitritt wurde jedoch vor Ihrem Kauf vom Bauträger beschlossen, als er noch Alleineigentümer des Gebäudes war. Heute stellen Sie fest, dass Ihnen diese Union zusätzliche Kosten für Dienstleistungen auferlegt, die Sie nicht wünschen. Können Sie das anfechten? Diese Frage, die technisch erscheint, betrifft direkt die Freiheit der Wohnungseigentümer, über ihre gemeinschaftlichen Verpflichtungen zu entscheiden. Die Entscheidung des Kassationsgerichtshofs vom 3. März 2010 (Nr. 09-11.709) gibt eine klare Antwort: Die Statuten einer Union von Wohnungseigentümergemeinschaften, die vom Alleineigentümer vor der Begründung von Wohnungseigentum aufgestellt wurden, sind den Wohnungseigentümern gegenüber nicht entgegenhaltbar, es sei denn, sie wurden von der Eigentümerversammlung genehmigt. Mit anderen Worten: Der Bauträger kann keine Union von Wohnungseigentümergemeinschaften aufzwingen, ohne dass die Wohnungseigentümer ein Mitspracherecht haben.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Der Fall betrifft zwei Gebäude in La Garenne-Colombes, 28-30 und 32 rue Léon Maurice Nordmann. Ursprünglich gehörten diese Gebäude einer SCI (Immobiliengesellschaft bürgerlichen Rechts), die alle Einheiten besaß. Vor dem Verkauf der ersten Wohnungen gründete die SCI eine Union von Wohnungseigentümergemeinschaften, die die beiden Gemeinschaften zusammenfasste, und erstellte Statuten, die sie beim Grundbuchamt veröffentlichen ließ. Diese Statuten sahen unter anderem vor, dass die Union Einheiten (Nr. 142, 185 und 190) für die Zwecke der Anlage erwerben könne. Als die ersten Einheiten verkauft wurden, wurden die Erwerber zu Wohnungseigentümern, und die Wohnungseigentümergemeinschaften wurden automatisch gebildet. Die Statuten der Union waren jedoch nie der Eigentümerversammlung vorgelegt worden: Sie waren einseitig von der SCI beschlossen worden. Später kam es zu einem Rechtsstreit: Die Union der Wohnungseigentümergemeinschaften wollte die Wohnungseigentümer zur Einhaltung dieser Statuten zwingen, insbesondere zum Erwerb der Einheiten. Die Wohnungseigentümer lehnten dies über ihre Verwaltung ab, da die Eigentümerversammlung den Beitritt zur Union nie genehmigt hatte. Die Union verklagte daraufhin die Gemeinschaften auf Anerkennung der Gültigkeit der Statuten. Das Berufungsgericht gab der Union Recht und befand, dass die Statuten den Wohnungseigentümern gegenüber entgegenhaltbar seien, da sie vor dem Verkauf veröffentlicht worden waren. Der Kassationsgerichtshof hob dieses Urteil jedoch auf: Er entschied, dass der Beitritt zu einer Union von Wohnungseigentümergemeinschaften zu den Befugnissen der Eigentümerversammlung gehört und der Alleineigentümer ihn nicht aufzwingen kann. Kurz gesagt: Die Veröffentlichung der Statuten allein reicht nicht aus, um sie entgegenhaltbar zu machen; es bedarf eines kollektiven Beschlusses der Wohnungseigentümer.

Die rechtliche Begründung – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 15 des Gesetzes vom 10. Juli 1965, das das Wohnungseigentum regelt. Dieser Artikel bestimmt, dass die Wohnungseigentümergemeinschaft (die Gesamtheit der Eigentümer) die Erhaltung und Verwaltung des Gebäudes zum Gegenstand hat. Der Beitritt zu einer Union von Wohnungseigentümergemeinschaften ist ein wichtiger Rechtsakt, der die Gemeinschaft langfristig bindet. Das Gesetz sieht vor, dass wichtige Entscheidungen, wie die Änderung der Teilungserklärung oder die Veräußerung von Gemeinschaftseigentum, von der Eigentümerversammlung mit der erforderlichen Mehrheit getroffen werden müssen. Der Gerichtshof erstreckt diesen Grundsatz auf den Beitritt zu einer Union: Es handelt sich um eine Entscheidung, die nur von den in der Versammlung versammelten Wohnungseigentümern getroffen werden kann, nicht vom Alleineigentümer vor dem Verkauf der Einheiten. Vorsicht jedoch: Dies bedeutet nicht, dass jede vor dem Verkauf gegründete Union nichtig ist. Damit sie den Wohnungseigentümern gegenüber entgegenhaltbar ist, müssen die Statuten von der Eigentümerversammlung genehmigt worden sein, oder zumindest muss die Teilungserklärung diesen Beitritt vorsehen und von jedem Erwerber im Kaufvertrag akzeptiert worden sein. Hier sah die Teilungserklärung die Union nicht vor, und die Statuten waren einseitig von der SCI beschlossen worden. Der Gerichtshof stellt klar, dass das individuelle Eigentumsrecht nicht ohne Zustimmung des Eigentümers eingeschränkt werden kann und dass die Freiheit, einer Union nicht beizutreten, ein grundlegendes Recht der Wohnungseigentümer ist. In der Praxis befanden die Richter, dass die SCI ihre Befugnisse überschritten hatte, indem sie eine Union ohne Zustimmung der künftigen Wohnungseigentümer auferlegte. Diese Entscheidung fügt sich in eine ständige Rechtsprechung ein, die Wohnungseigentümer vor missbräuchlichen oder von Bauträgern auferlegten Klauseln schützt. Was nur wenige wissen: Diese Entscheidung hat auch Auswirkungen auf die Verwaltung der Unionen: Wenn die Eigentümerversammlung die Statuten nicht genehmigt hat, können die von der Union getroffenen Entscheidungen (wie der Erwerb von Einheiten) angefochten werden.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für Wohnungseigentümer ist diese Entscheidung ein Schutz. Wenn Sie in einer Anlage leben, in der eine Union von Wohnungseigentümergemeinschaften vom Bauträger gegründet wurde, können Sie Ihre Verwaltung auffordern, eine Eigentümerversammlung einzuberufen, um über den Beitritt zur Union abzustimmen. Wenn die Versammlung den Beitritt ablehnt, sind die Statuten der Union Ihnen gegenüber nicht entgegenhaltbar. Sie können auch die Rückzahlung bereits gezahlter Beiträge verlangen, wenn diese auf Grundlage nicht genehmigter Statuten erhoben wurden. Für Bauträger und Verwalter ist die Botschaft klar: Es reicht nicht aus, eine Union vor dem Verkauf zu gründen und die Statuten veröffentlichen zu lassen. Sie müssen sicherstellen, dass die Teilungserklärung den Beitritt vorsieht und dass jeder Käufer diesem beim Erwerb zustimmt. Andernfalls riskieren Sie, dass die Union nicht durchsetzbar ist. In der Praxis bedeutet dies, dass die Gründung einer Union von Wohnungseigentümergemeinschaften nach der Begründung von Wohnungseigentum erfolgen sollte, mit Zustimmung der Eigentümerversammlung. Diese Entscheidung ist ein wichtiger Präzedenzfall, der die Rechte der Wohnungseigentümer stärkt und die Transparenz bei der Gründung von Unionen fördert.

Questions fréquentes

Puis-je refuser de payer les charges d'une union de syndicats imposée par le promoteur ?

Oui, si l'assemblée générale des copropriétaires n'a pas approuvé les statuts de l'union. Vous devez envoyer une lettre recommandée au syndic pour contester ces charges et demander un vote en assemblée.

Que faire si mon syndic refuse de convoquer une assemblée pour voter l'adhésion ?

Vous pouvez saisir le tribunal judiciaire pour obtenir la désignation d'un administrateur provisoire qui convoquera l'assemblée. Il est conseillé de consulter un avocat spécialisé.

Quel est le délai pour contester une adhésion forcée à une union de syndicats ?

Le délai de prescription est de 5 ans à compter de la première facturation des charges d'union. Passé ce délai, l'action en nullité peut être prescrite.

Le promoteur peut-il inclure l'union dans le règlement de copropriété ?

Oui, mais ce règlement doit être approuvé par l'assemblée générale des copropriétaires lors de la première réunion. S'il ne l'est pas, la clause peut être contestée.

Cette décision s'applique-t-elle aux unions créées après la vente des lots ?

Oui, l'adhésion à une union de syndicats doit toujours être votée par l'assemblée générale des copropriétaires, quelle que soit la date de création.

Informations juridiques

  • Numéro: 09-11.709
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 03 mars 2010

Mots-clés

union de syndicatscopropriétépromoteurassemblée généralestatutsCour de cassation2010

Cas d'usage pratiques

1

Copropriétaire à Mandelieu contestant les charges d'union

M. Dupont achète un appartement à Mandelieu dans une résidence de 20 lots. Le promoteur a créé une union avec la résidence voisine pour mutualiser les espaces verts. M. Dupont reçoit des charges d'union de 400 €/an sans que l'assemblée générale ait voté l'adhésion.

Application pratique:

M. Dupont peut contester ces charges en invoquant l'arrêt du 3 mars 2010. Il doit demander au syndic d'inscrire à l'ordre du jour de la prochaine assemblée un vote sur l'adhésion. Si le syndic refuse, il peut saisir le tribunal. En attendant, il peut cesser de payer les charges d'union, mais avec prudence car cela pourrait entraîner des poursuites.

2

Promoteur au Cannet voulant imposer une union

Un promoteur au Cannet souhaite créer une union de syndicats entre deux immeubles qu'il construit. Il rédige des statuts avant la vente des lots et les publie. Les premiers acquéreurs refusent d'adhérer.

Application pratique:

Le promoteur doit inclure l'adhésion dans le règlement de copropriété de chaque immeuble et soumettre ce règlement à l'approbation de l'assemblée générale des copropriétaires dès la première réunion. Sans cette approbation, les statuts ne sont pas opposables. Il peut aussi prévoir une clause dans les actes de vente où l'acquéreur accepte l'adhésion, mais cela reste contestable.

3

Syndic professionnel gérant une copropriété à Grasse

Un syndic à Grasse doit gérer une copropriété qui a adhéré à une union créée par l'ancien propriétaire unique. Les copropriétaires veulent sortir de l'union.

Application pratique:

Le syndic doit convoquer une assemblée générale pour voter la sortie de l'union. La majorité requise est celle de l'article 26 de la loi de 1965 (majorité des voix de tous les copropriétaires). Si la sortie est votée, le syndic doit notifier la décision à l'union et cesser de payer les charges. En cas de refus de l'union, le syndic peut saisir le tribunal.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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