Aufgeschobener Erwerb des Nießbrauchs: Die bloße Eigentümerin ist vor Ende des Nießbrauchs nicht steuerpflichtig
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Aufgeschobener Erwerb des Nießbrauchs: Die bloße Eigentümerin ist vor Ende des Nießbrauchs nicht steuerpflichtig

📅 Décision du 19 September 2012⚖️ Cour de cassation👁️ 9 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass der bloße Eigentümer die vom Nießbraucher errichteten Bauten erst mit Erlöschen des Nießbrauchs erwirbt. Folge: Die Steuerverwaltung kann ihm vor diesem Zeitpunkt keine Schenkungsteuer auferlegen, da keine sofortige Bereicherung vorliegt.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 11-15.460 • 2012-09-19 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines Grundstücks in Mont-de-Marsan. Sie übertragen Ihrer Tochter das Bloßeigentum (das Recht, später Eigentümer zu werden), behalten sich aber den Nießbrauch vor (das Recht, das Grundstück zu nutzen und seine Früchte zu ziehen). Über Jahre hinweg bauen Sie auf diesem Grundstück ein Haus. Bei Ihrem Tod wird Ihre Tochter Eigentümerin des Hauses. Aber die Steuerverwaltung fordert von Ihnen Schenkungsteuer auf dieses Haus, als hätten Sie es sofort verschenkt. Ist das gerecht?

Die Frage, die sich jeder Eigentümer stellt, der eine Immobilie geteilt hat: Bereichert die vom Nießbraucher errichtete Baute den bloßen Eigentümer sofort? Oder muss man das Ende des Nießbrauchs abwarten, um die steuerlichen Konsequenzen zu ziehen?

Der Kassationshof hat in einem Urteil vom 19. September 2012 entschieden: Der in Artikel 555 des Code civil vorgesehene Erwerb (der den Grundstückseigentümer zum Eigentümer der Bauten macht) wirkt nicht sofort zugunsten des bloßen Eigentümers. Er tritt erst mit Erlöschen des Nießbrauchs ein. Somit kann der bloße Eigentümer vor diesem Zeitpunkt nicht auf den Wert der Bauten besteuert werden. Eine Entscheidung, die Familien schützt und die steuerliche Behandlung der Teilung klärt.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, ein Familienvater aus Mont-de-Marsan, wollte sein Vermögen auf seine minderjährige Tochter Laura übertragen. 1995 schenkte er ihr das Bloßeigentum an mehreren Grundstücken, behielt sich aber den Nießbrauch vor. Das bedeutet, dass Herr X das Recht behielt, die Grundstücke zu nutzen und die Einkünfte daraus zu ziehen, während seine Tochter bei seinem Tod volle Eigentümerin werden sollte.

Auf einem dieser Grundstücke ließ Herr X auf eigene Kosten ein Wohnhaus errichten. Einige Jahre später war die Steuerverwaltung der Ansicht, dass dieser Bau eine mittelbare Schenkung zugunsten seiner Tochter Laura darstelle. Warum? Weil nach Artikel 555 des Code civil die auf einem Grundstück errichteten Bauten dem Eigentümer des Grundstücks gehören. Laura war aber bloße Eigentümerin. Die Verwaltung ging daher davon aus, dass der Bau ihr sofort übertragen worden sei, und forderte von Herrn X Schenkungsteuer (über 80.000 €) zuzüglich Strafen.

Herr X focht diese Nachforderung vor dem Gericht, dann vor dem Berufungsgericht und schließlich vor dem Kassationshof an. Sein Argument? Der Bau habe seine Tochter nur theoretisch bereichert, da sie ihn erst nach dem Ende des Nießbrauchs, also bei seinem Tod, nutzen könne. Bis dahin nutze er, der Nießbraucher, das Haus und ziehe daraus Nutzen. Die sofortige Besteuerung der Schenkung käme einer Besteuerung einer zukünftigen und ungewissen Bereicherung gleich.

Der Fall erlebte mehrere Wendungen: Das Verwaltungsgericht gab Herrn X zunächst recht, aber das Berufungsgericht hob dieses Urteil auf. Schließlich setzte der Kassationshof dem Rechtsstreit ein Ende und gab dem Familienvater recht.

Die Begründung des Gerichts – im Detail

Die Richter des Kassationshofs stützten ihre Argumentation auf eine genaue Analyse der Teilung des Eigentums (Trennung von Bloßeigentum und Nießbrauch). Artikel 555 des Code civil bestimmt, dass Bauten, Pflanzungen und Anlagen, die auf einem Grundstück mit Materialien eines Dritten errichtet werden, als vom Eigentümer des Grundstücks auf seine Kosten errichtet gelten. Aber gilt dieser allgemeine Grundsatz sofort bei Vorliegen einer Teilung?

Der Gerichtshof verneint dies. Er erinnert daran, dass der Nießbraucher das Recht hat, die Sache zu nutzen (Artikel 578 des Code civil), was die Befugnis einschließt, darauf Bauten zu errichten. Diese Bauten kommen während der Dauer des Nießbrauchs allein dem Nießbraucher zugute. Der bloße Eigentümer hat nur ein Anwartschaftsrecht: Er wird erst mit Erlöschen des Nießbrauchs Eigentümer der Bauten.

Daher tritt der in Artikel 555 vorgesehene Erwerb nicht sofort ein. Er ist aufgeschoben. Folglich erhält der bloße Eigentümer vor Ende des Nießbrauchs keine Bereicherung. Die Steuerverwaltung kann den Bau daher nicht als sofortige Schenkung betrachten und dafür Schenkungsteuer verlangen.

Der Gerichtshof stellt auch klar, dass die Freigebigkeit (Schenkungsabsicht) des Vaters nicht ausreicht, um eine steuerpflichtige Schenkung zu begründen, wenn der Begünstigte zum Zeitpunkt der Handlung keinen konkreten Vorteil erhält. Im vorliegenden Fall hat Laura vor dem Tod ihres Vaters keinen Nutzen aus dem Bau gezogen. Die Besteuerung dieser Schenkung käme einer Vorwegnahme eines zukünftigen und hypothetischen Ereignisses gleich.

Dieses Urteil bestätigt eine frühere Rechtsprechung (insbesondere Cass. com., 20. Mai 2008, Nr. 07-13.591) und stellt einen wichtigen Schutz für Steuerpflichtige dar, die die Teilung nutzen.

Was das für Sie konkret ändert

Wenn Sie bloßer Eigentümer eines Grundstücks sind, auf dem der Nießbraucher gebaut hat, müssen Sie keine sofortige Steuernachforderung fürchten. Die Verwaltung kann Sie vor Ende des Nießbrauchs nicht auf den Wert des Baus besteuern. Das ist eine Erleichterung für viele Familien, insbesondere in Gebieten mit hohen Grundstückspreisen wie Mimizan, wo ein Bau leicht 200.000 € übersteigen kann.

Nehmen wir ein Beispiel: Ein Ehepaar schenkt seinen beiden Kindern das Bloßeigentum an einem Grundstück, behält sich aber den Nießbrauch vor. Sie bauen darauf ein Haus von 150 m² mit einem Wert von 300.000 €. Ohne dieses Urteil könnte die Verwaltung annehmen, dass die Kinder jeweils eine Schenkung von 150.000 € erhalten haben (ihr Anteil am Bau) und Schenkungsteuer verlangen. Nun werden sie erst bei Ende des Nießbrauchs besteuert.

Questions fréquentes

Puis-je être imposé sur une construction réalisée par l'usufruitier avant la fin de l'usufruit ?

Non, selon l'arrêt de la Cour de cassation du 19 septembre 2012, l'accession n'opère qu'à l'extinction de l'usufruit. L'administration fiscale ne peut pas vous réclamer des droits de donation avant ce terme.

Que se passe-t-il si l'usufruitier décède ?

À ce moment, le nu-propriétaire devient plein propriétaire du terrain et des constructions. La valeur des constructions sera intégrée dans la succession et pourra être soumise aux droits de succession.

Dois-je déclarer les constructions à l'administration fiscale ?

Il est prudent de les déclarer lors de la succession, mais pas avant. En cas de donation de la nue-propriété, mentionnez l'existence de constructions futures dans l'acte.

Cette règle s'applique-t-elle aussi aux plantations ?

Oui, le même raisonnement vaut pour les plantations et autres ouvrages réalisés par l'usufruitier.

Puis-je contester un redressement déjà notifié ?

Oui, si vous êtes dans une situation similaire, vous pouvez invoquer cet arrêt de la Cour de cassation. Consultez un avocat pour engager une réclamation.

Informations juridiques

  • Numéro: 11-15.460
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 19 septembre 2012

Mots-clés

accessionusufruitnue-propriétédémembrementfiscalité immobilière

Cas d'usage pratiques

1

Nu-propriétaire d'un terrain avec construction par l'usufruitier

Un père donne la nue-propriété d'un terrain à sa fille, mais conserve l'usufruit. Il y construit une maison de 250 000 €. L'administration fiscale lui réclame des droits de donation sur cette construction.

Application pratique:

Grâce à cet arrêt, le père peut contester le redressement : l'accession n'est pas immédiate. Il doit conserver les factures des travaux et, si nécessaire, saisir le tribunal administratif en invoquant la jurisprudence de 2012.

2

Usufruitier souhaitant construire sur un terrain démembré

Un couple usufruitier veut construire une villa à Mimizan sur un terrain dont leurs enfants sont nus-propriétaires. Ils s'inquiètent des conséquences fiscales pour leurs enfants.

Application pratique:

Ils peuvent construire sans crainte d'imposition immédiate pour les enfants. Il est recommandé de formaliser par un acte notarié que les constructions restent la propriété de l'usufruitier jusqu'à l'extinction de l'usufruit, et de prévoir une clause de remboursement des dépenses.

3

Acquéreur d'un bien démembré avec constructions récentes

Un investisseur achète la nue-propriété d'une maison à Mont-de-Marsan, alors que l'usufruitier a réalisé des travaux d'agrandissement l'année précédente. Il craint un redressement fiscal.

Application pratique:

L'acquéreur doit vérifier que les travaux ont été financés par l'usufruitier et que l'acte de donation initial prévoit le sort des constructions. En l'absence de donation immédiate, il n'y a pas de risque fiscal. Il peut demander au vendeur une attestation sur l'honneur.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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