Gewerbemietvertrag und Eintragung: Die Übernahme von Verpflichtungen rettet die Entschädigung für die Vertreibung
Droit-immobilier

Gewerbemietvertrag und Eintragung: Die Übernahme von Verpflichtungen rettet die Entschädigung für die Vertreibung

📅 Décision du 07 Dezember 2011⚖️ Cour de cassation👁️ 7 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof erinnert daran, dass eine Gesellschaft, die vor ihrer Eintragung in ihrem Namen eingegangene Verpflichtungen übernimmt, als bereits zum Zeitpunkt dieser Verpflichtungen rechtsfähig gilt. Somit kann eine vor der Eintragung ausgesprochene Kündigung einen Anspruch auf Entschädigung für die Vertreibung begründen, wenn die Gesellschaft anschließend eingetragen wird.

Entscheidungsreferenz: Cour de cassation • Nr. 10-26.726 • 2011-12-07 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: Sie sind Eigentümer eines Geschäftsraums in Cagnes-sur-Mer, vermietet an eine kleine Gesellschaft, die gerade das Geschäft übernommen hat. Sie kündigen ihr zum 30. September 2022 und verweigern die Verlängerung des Mietvertrags. Aber sie verlangt eine Entschädigung für die Vertreibung (eine dem vertriebenen Mieter für den erlittenen Schaden geschuldete Summe) von 80.000 € und argumentiert, dass sie seit Jahren betreibe. Problem: Zum Zeitpunkt der Kündigung war die Gesellschaft noch nicht im Handels- und Gesellschaftsregister (RCS) eingetragen. Sie denken also, dass diese Kündigung gültig ist und die Entschädigung geschuldet ist? Nicht so schnell. Der Kassationsgerichtshof hat in einem Urteil vom 7. Dezember 2011 entschieden: Wenn die Gesellschaft die vor der Eintragung in ihrem Namen eingegangenen Verpflichtungen übernommen hat, gilt sie als bereits zum Zeitpunkt dieser Verpflichtungen existent. Und daher kann die zwischen der Geschäftsübertragung und der Eintragung ausgesprochene Kündigung einen Anspruch auf Entschädigung begründen. Eine Entscheidung, die viele Vermieter hat zittern lassen und die es verdient, näher betrachtet zu werden.

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie jeden Tag passiert

Frau X, Eigentümerin eines Geschäftsraums in Bordeaux, hatte ihren Raum an Herrn Y zur Ausübung eines Gewerbes vermietet. 2006 überträgt Herr Y sein Geschäft auf eine in Gründung befindliche Gesellschaft (noch nicht eingetragen). Am 31. März 2007 kündigt Frau X dieser Gesellschaft (Akt, mit dem der Vermieter dem Mieter mitteilt, dass er den Mietvertrag nicht verlängert) und verweigert die Verlängerung ohne Entschädigung. Für sie kommt es nicht in Frage, eine Entschädigung für die Vertreibung zu zahlen, da die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Kündigung nicht eingetragen war, also keine Rechtspersönlichkeit (Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten zu sein) hatte. Die Gesellschaft hingegen behauptet, die Kündigung sei nichtig und verlangt die Entschädigung. Das Berufungsgericht Bordeaux gibt der Eigentümerin am 14. September 2010 recht: Nach seiner Auffassung existierte die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Kündigung rechtlich nicht, daher ist die Kündigung gültig und es gibt keine Entschädigung. Allerdings hatte die Gesellschaft nach der Kündigung ihre Eintragung erlangt und alle vor der Eintragung in ihrem Namen eingegangenen Verpflichtungen übernommen, insbesondere den Mietvertrag und das Geschäft. Der Kassationsgerichtshof hebt das Urteil auf: Aufgrund dieser Übernahme gilt die Gesellschaft als bereits zum Zeitpunkt der Übertragung rechtsfähig, also zum Zeitpunkt der Kündigung. Ergebnis: Die Kündigung wurde einer existierenden Gesellschaft zugestellt, und die Entschädigung für die Vertreibung kann geschuldet sein. Ein Fall, der zeigt, dass der Formalismus nicht über die wirtschaftliche Realität siegen sollte.

Die Argumentation des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel L. 210-6 des Handelsgesetzbuchs. Diese Bestimmung besagt, dass Handelsgesellschaften ab ihrer Eintragung Rechtspersönlichkeit genießen, aber wenn sie vor dieser Eintragung für ihre Rechnung eingegangene Verpflichtungen übernehmen, gelten sie als Inhaber dieser Rechte und Pflichten ab dem Zeitpunkt dieser Verpflichtungen. In einfacher Sprache: Eine noch nicht offiziell gegründete Gesellschaft kann durch ihre Gründer handeln, und wenn sie diese Handlungen nach ihrer Eintragung „genehmigt“, ist es so, als hätte sie von Anfang an gehandelt. Hier hatte die Gesellschaft den Mietvertrag und das Geschäft vor ihrer Eintragung übernommen. Die Kündigung erfolgte nach dieser Übernahme, aber vor der Eintragung. Für das Gericht lässt die spätere Übernahme der Verpflichtungen die Rechtspersönlichkeit auf den Zeitpunkt der Übertragung zurückwirken. Daher wurde die Kündigung einer rechtlich existierenden Gesellschaft zugestellt, und der Vermieter kann sich nicht auf das Fehlen der Eintragung berufen, um die Entschädigung zu verweigern. Achtung: Dies ist keine Kehrtwende, sondern eine klassische Anwendung des Textes. Es erinnert jedoch daran, dass die Tatsachenrichter prüfen müssen, ob die Übernahme der Verpflichtungen tatsächlich stattgefunden hat. Hätte die Gesellschaft die Verpflichtungen nicht übernommen, wäre die Kündigung gültig gewesen. In der Praxis zwingt dies die Vermieter, nicht nur das Datum der Eintragung, sondern auch das Datum der Übernahme der Verpflichtungen zu überprüfen.

Was das für Sie konkret ändert

Für den Vermieter: Wenn Sie einer in Gründung befindlichen Gesellschaft kündigen, können Sie sich nicht hinter dem Fehlen der Eintragung verstecken, wenn die Gesellschaft die Verpflichtungen übernommen hat. Sie riskieren, eine Entschädigung für die Vertreibung zahlen zu müssen (oft mehrere Jahresmieten, z.B. 50.000 bis 100.000 € für eine durchschnittliche Immobilie in Villefranche-sur-Mer). Verlangen Sie vor der Kündigung einen Kbis-Auszug (Eintragungsbescheinigung) oder prüfen Sie andernfalls, ob die Gesellschaft die Verpflichtungen übernommen hat. Für den Mieter: Wenn Sie sich in Gründung befinden und eine Kündigung erhalten, geraten Sie nicht in Panik. Stellen Sie sicher, dass Sie die Verpflichtungen nach der Eintragung ausdrücklich übernehmen (durch eine Klausel in der Satzung oder einen Gesellschafterbeschluss). Dann können Sie die Entschädigung verlangen. Für den Erwerber eines Geschäfts: Überprüfen Sie bei der Übertragung, ob die Gesellschaft die früheren Verpflichtungen übernimmt. Dies schützt Sie im Streitfall. Konkretes Beispiel: In Cagnes-sur-Mer erwarb ein Erwerber am 1. März 2022 eine Bäckerei, Eintragung am 15. April 2022, Kündigung des Vermieters am 10. Mai 2022. Wenn die Satzung die Verpflichtungen übernimmt, wurde die Kündigung einer bereits am 1. März existierenden Gesellschaft zugestellt, also ist eine Entschädigung fällig. Andernfalls keine Entschädigung. Achtung bei Fristen: Die Kündigung muss mindestens 6 Monate vor Ablauf des Mietvertrags erfolgen (Artikel L. 145-9 des Handelsgesetzbuchs).

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Überprüfen Sie den Kbis-Auszug vor jeder Kündigung: Verlangen Sie immer einen Kbis-Auszug, der nicht älter als 3 Monate ist. Wenn die

Questions fréquentes

Puis-je donner congé à une société non immatriculée ?

Oui, mais si la société reprend ensuite les engagements pris avant immatriculation, le congé est considéré comme délivré à une société existante, et vous pourriez devoir une indemnité d'éviction.

Que faire si j'ai déjà donné congé à une société en formation ?

Consultez un avocat. Vérifiez si la société a été immatriculée et si elle a repris les engagements. Si oui, vous risquez l'indemnité. Négociez peut-être un accord.

Quel est le délai pour reprendre les engagements après immatriculation ?

Il n'y a pas de délai légal, mais la reprise doit être expresse (dans les statuts ou par décision des associés). Il est prudent de le faire dès l'immatriculation.

Comment prouver la reprise des engagements ?

Par les statuts de la société, un procès-verbal d'assemblée, ou un acte notarié. Conservez ces documents.

Le congé doit-il être notifié à la société ou aux fondateurs ?

Il peut être notifié à la société en formation à l'adresse du local. Si elle est immatriculée après, le congé reste valable si reprise des engagements.

Informations juridiques

  • Numéro: 10-26.726
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 07 décembre 2011

Mots-clés

bail commercialindemnité d'évictionimmatriculation sociétéreprise d'engagementsCour de cassation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire bailleur : congé donné à une société en formation

M. Dupont, propriétaire d'un local commercial à Cagnes-sur-Mer, donne congé le 1er juin 2022 à une société qui a acheté le fonds en mars 2022 mais n'est immatriculée qu'en juillet 2022. La société réclame 70 000 € d'indemnité d'éviction.

Application pratique:

M. Dupont doit vérifier si la société a repris les engagements (ex : clause dans les statuts). Si oui, le congé est valable mais l'indemnité due. Il peut tenter de négocier un montant inférieur ou contester la reprise si elle n'est pas formelle. Consulter un avocat pour analyser les statuts.

2

Locataire en formation : réception d'un congé avant immatriculation

Mme Martin crée une société pour reprendre un fonds de commerce à Villefranche-sur-Mer. Le bailleur lui donne congé le 15 avril 2022, alors que la société n'est immatriculée que le 10 mai 2022. Elle souhaite obtenir une indemnité d'éviction.

Application pratique:

Mme Martin doit s'assurer que sa société reprend expressément les engagements (bail, fonds) dans les statuts ou par décision des associés après immatriculation. Si c'est le cas, elle peut réclamer l'indemnité. Elle doit agir rapidement, car le délai de prescription est de 2 ans à compter du congé.

3

Acquéreur d'un fonds : cession à une société en formation

M. Legrand vend son fonds de commerce à une société en formation le 1er mars 2022. La société est immatriculée le 1er avril 2022. Le bailleur donne congé le 15 mai 2022. M. Legrand est inquiet pour le prix de vente.

Application pratique:

M. Legrand doit s'assurer que l'acte de cession prévoit la reprise des engagements par la société. S'il n'y a pas de reprise, le congé pourrait être valable sans indemnité, ce qui diminuerait la valeur du fonds. Il conseille à l'acquéreur de formaliser la reprise dès l'immatriculation.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

Prendre rendez-vous →

Avertissement: Les analyses présentées sur ce site sont fournies à titre informatif uniquement et ne constituent pas des conseils juridiques personnalisés. Pour une consultation adaptée à votre situation, contactez un avocat.

Articles similaires en Droit-immobilier

Voir tout →

Servitude de passage et tierce opposition : protéger son droit d'accès en copropriété

Un copropriétaire peut-il s'opposer à la suppression d'une servitude de passage qui profite à son lot, même si le syndicat accepte la fin de l'enclave ? La Cour de cassation répond oui, reconnaissant un intérêt distinct pour agir en tierce opposition.

23 juil. 2026Lire →

Enclave et servitude : quand le droit du travail ne crée pas de passage forcé

La Cour de cassation rappelle que l'état d'enclave d'un fonds ne peut résulter des obligations réglementaires imposées aux entreprises en matière d'issues et dégagements. Ainsi, un propriétaire ne peut exiger un passage sur le fonds voisin au seul motif que son bâtiment doit respecter des normes de sécurité incendie.

23 juil. 2026Lire →

Lorsque, faute de convention écrite ou

Lorsque, faute de convention écrite ou dans le silence de cette convention, les parties à un contrat de transport public routier de marchandises n'ont pas stipulé une durée de préavis de rupture, cette durée est fixée par un contrat-type approuvé par décret pris en application de l'article L. 1432-4 du code des transports. Les dispositions de l'article L. 442-6, I, 5°, devenu L. 442-1, II, du code de commerce ne trouvent alors pas à s'appliquer. Il en va de même lorsque la convention écrite renvoie expressément à la clause du contrat-type fixant une telle durée. Lorsque les parties ont conclu un contrat écrit stipulant la durée du préavis de rupture, les dispositions de l'article L. 442-1, II, du code de commerce sont applicables. Dans cette hypothèse, l'auteur de la rupture qui a consenti à son partenaire un délai de préavis au moins égal à celui prévu au contrat-type dans sa version en vigueur à la date de la notification de la rupture, ne saurait voir sa responsabilité engagée sur le fondement de ce texte

23 juil. 2026Lire →

Explorez plus d'analyses juridiques en droit droit-immobilier

Tous les articles Droit-immobilier
★★★★★4.9/5 — Avis Google

Rechtsanwältin Maître Zakine, Doktor der Rechtswissenschaften

Beratung per Telefon und Videokonferenz — Schnelle Terminvergabe

Termin vereinbaren
1. Beratung 30 Minuten - 45€

🔒 Confidentiel • Sans engagement • Réponse rapide