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Mietkaution: Die dreijährige Verjährungsfrist gilt auch für Ihren Rückgriff gegen den Mieter – Entscheidung CC 2022
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Mietkaution: Die dreijährige Verjährungsfrist gilt auch für Ihren Rückgriff gegen den Mieter – Entscheidung CC 2022

📅 Décision du 11 Mai 2022⚖️ Cour de cassation👁️ 8 vues📖 4 min de lecture

Der Kassationsgerichtshof hat entschieden, dass der Rückgriff des Bürgen (Garanten) gegen einen säumigen Mieter derselben Verjährung unterliegt wie die Klage des Vermieters, also 3 Jahre für ausstehende Mieten. Eine Entscheidung, die die Lage für Eigentümer und Bürgen verändert.

Referenzentscheidung: cc • Nr. 20-23.335 • 2022-05-11 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer einer Wohnung in Biscarrosse, in der Nähe des Sees. Sie schließen einen Mietvertrag mit einem Mieter, und seine Mutter tritt als selbstschuldnerische Bürgin bei. Zwei Jahre lang läuft alles gut, dann bleiben die Mietzahlungen aus. Sie kündigen den Mietvertrag, und die Bürgin zahlt die 6.000 € Mietschulden. Doch sie möchte gegen ihren Sohn, den Mieter, vorgehen. Wie viel Zeit hat sie dafür? Bislang war die Antwort unklar. Einige sagten 5 Jahre (allgemeines Recht), andere 2 Jahre (Verbrauchergesetzbuch), wieder andere 3 Jahre (Gesetz von 1989). Der Kassationsgerichtshof hat am 11. Mai 2022 entschieden: Es gilt die 3-jährige Frist des Gesetzes von 1989 über Wohnraummietverhältnisse. Eine Entscheidung mit enormen praktischen Konsequenzen für Bürgen und Eigentümer.

Der Sachverhalt: Eine Geschichte, wie sie täglich vorkommt

Herr und Frau X sind Eigentümer einer Wohnung in Mimizan. Sie vermieten an einen Mieter, dessen Mutter als selbstschuldnerische Bürgin eintritt. Der Mieter zahlt ab 2014 keine Miete mehr. 2016 kündigen die Eigentümer den Mietvertrag und erwirken ein Urteil, das den Mieter und die Bürgin zur Zahlung von 12.000 € Mietschulden verurteilt. Die Bürgin zahlt den gesamten Betrag. 2018 verklagt sie ihren Sohn (den Mieter) auf Rückzahlung im Wege der Subrogation (d.h. sie tritt an die Stelle des Vermieters, um die gezahlten Beträge zurückzufordern). Der Mieter erhebt die Einrede der Verjährung: Seiner Ansicht nach unterliegt die Klage der Bürgin der 2-jährigen Frist des Verbrauchergesetzbuchs (Art. L. 218-2) oder der 3-jährigen Frist des Gesetzes von 1989 (Art. 7-1). Die Bürgin hingegen vertritt die Auffassung, dass ihre persönliche Klage der allgemeinen 5-jährigen Verjährung (Art. 2224 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) unterliegt. Das Berufungsgericht gibt ihr Recht, doch der Kassationsgerichtshof hebt das Urteil auf: Der subrogatorische Rückgriff der Bürgin unterliegt derselben Frist wie die Klage des Gläubigers (des Vermieters) gegen den Schuldner (den Mieter). Da es sich um ein Wohnraummietverhältnis handelt, beträgt die Frist 3 Jahre ab jeder fälligen, nicht gezahlten Miete.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationsgerichtshof stützt sich auf Artikel 1250 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (alte Fassung), der die gesetzliche Subrogation regelt: Der Bürge, der zahlt, tritt in die Rechte des Gläubigers ein. Mit anderen Worten: Er „schlüpft in die Schuhe“ des Vermieters und kann dieselben Klagen erheben wie dieser. Die Klage des Vermieters gegen den Mieter auf Zahlung rückständiger Mieten unterliegt jedoch der 3-jährigen Verjährungsfrist gemäß Artikel 7-1 des Gesetzes vom 6. Juli 1989. Diese Vorschrift ist speziell und geht dem allgemeinen Verbraucherrecht vor. Das Gericht stellt klar, dass Wohnraummietverhältnisse besonderen Regeln unterliegen, die das Verbraucherrecht ausschließen. Daher kann sich die Bürgin nicht auf eine längere Frist berufen. Kurz gesagt: Die Bürgin hat ab jeder nicht gezahlten Miete 3 Jahre Zeit, um gegen den Mieter vorzugehen, und diese Frist beginnt ab dem Zeitpunkt, zu dem der Vermieter hätte klagen müssen. Achtung: Zahlt die Bürgin nach Ablauf der 3-Jahres-Frist, verliert sie ihr Rückgriffsrecht. Was nur wenige wissen: Die Verjährung kann durch eine Mahnung oder Klageerhebung unterbrochen werden. In meiner Praxis bin ich auf Fälle gestoßen, in denen die Bürgin sehr alte Mieten bezahlt hatte, ohne zu wissen, dass sie sich nicht mehr an den Mieter halten konnte.

Was das für Sie konkret bedeutet

Für Vermieter: Sie müssen schnell gegen den säumigen Mieter vorgehen, innerhalb von 3 Jahren. Lassen Sie diese Frist verstreichen, verlieren Sie Ihre Forderung, und die Bürgin kann die Zahlung unter Berufung auf die Verjährung verweigern. Beispiel: In Biscarrosse wartete ein Vermieter 4 Jahre, bevor er seinen Mieter verklagte. Ergebnis: Die Bürgin wurde befreit, und der Vermieter konnte nichts zurückfordern. Für Bürgen (Garanten): Wenn Sie die Mietschulden bezahlen, haben Sie 3 Jahre Zeit, um gegen den Mieter vorzugehen. Aber Achtung: Diese Frist läuft ab jeder fälligen, nicht gezahlten Miete, nicht ab Ihrer Zahlung. Zahlen Sie Mieten aus dem Jahr 2018 im Jahr 2022, ist der Rückgriff für die Raten von 2018 bereits verjährt. Für Mieter: Sie können die 3-jährige Verjährung einwenden, wenn die Bürgin oder der Vermieter zu spät klagt. Beachten Sie jedoch, dass die Frist durch ein Einschreiben unterbrochen werden kann. Konkretes Beispiel: In Mimizan wurde die Klage gegen einen Mieter wegen Verjährung abgewiesen, da der Vermieter 3 Jahre und 6 Monate gewartet hatte. Wenn Sie in einer solchen Situation sind, sollten Sie das Datum der Rückstände prüfen und einen Anwalt konsultieren.

Vier Tipps, um solche Streitigkeiten zu vermeiden

  • Handeln Sie unverzüglich: Senden Sie bereits bei der ersten ausbleibenden Miete eine Mahnung an den Mieter und die Bürgin. Das unterbricht die Verjährung. Lassen Sie nicht mehr als 2 Jahre ohne gerichtliche Schritte verstreichen.
  • Lassen Sie eine ordnungsgemäße Bürgschaftsurkunde unterschreiben: Die Bürgschaft muss die Höhe der Miete und die Laufzeit angeben und die obligatorische handschriftliche Erklärung enthalten. Andernfalls kann die Bürgschaft für ungültig erklärt werden.
  • Bewahren Sie alle Zahlungsnachweise auf: Quittungen, Kontoauszüge

Questions fréquentes

Quel est le délai de prescription pour agir contre un locataire impayé ?

C'est 3 ans à compter de chaque échéance impayée, selon l'article 7-1 de la loi du 6 juillet 1989 sur les baux d'habitation.

La caution peut-elle se retourner contre le locataire après avoir payé ?

Oui, mais dans le même délai de 3 ans à compter de chaque loyer impayé, et non à compter de son paiement.

Que faire si le délai de 3 ans est dépassé ?

Vous pouvez tenter une action en responsabilité contre le locataire pour faute, mais c'est plus difficile. Consultez un avocat.

Comment interrompre la prescription ?

Par une mise en demeure, une assignation en justice, ou une reconnaissance de dette. Chaque acte redonne un nouveau délai de 3 ans.

Cette décision s'applique-t-elle aux baux conclus avant 2022 ?

Oui, car elle interprète la loi existante. Mais vérifiez la date de votre contrat et des impayés.

Informations juridiques

  • Numéro: 20-23.335
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 11 mai 2022

Mots-clés

cautionprescription triennalerecours subrogatoireloi 1989bail d'habitation

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire à Biscarrosse : impayés de loyers depuis 2019

Un propriétaire d'un appartement à Biscarrosse a subi des impayés de loyers de janvier 2019 à mars 2020. Il n'a assigné le locataire qu'en juin 2023. La caution a payé en 2022 mais n'a pas agi contre le locataire.

Application pratique:

Le propriétaire doit vérifier que ses actions ont interrompu la prescription. Si aucune mise en demeure n'a été envoyée avant juin 2022, les loyers de 2019 sont prescrits. La caution doit agir dans les 3 ans suivant chaque impayé, soit avant janvier 2022 pour les loyers de 2019. Ici, le recours de la caution est probablement prescrit. Il faut donc agir rapidement.

2

Caution à Mimizan : paiement de 8 000 € d'impayés en 2023

Une mère s'est portée caution pour son fils locataire à Mimizan. En 2023, elle paie 8 000 € d'impayés qui s'étalent de 2018 à 2020. Elle veut se retourner contre son fils.

Application pratique:

La caution doit savoir que les loyers de 2018 sont prescrits depuis 2021 (3 ans après chaque échéance). Elle ne pourra réclamer que les loyers de 2020, à condition d'agir avant 2023. Elle doit donc intenter une action immédiatement. Un conseil : vérifier les dates exactes des impayés et agir sans attendre.

3

Locataire à Mont-de-Marsan : prescription soulevée

Un locataire à Mont-de-Marsan a cessé de payer en 2017. Le propriétaire l'assigne en 2021 pour 15 000 € d'impayés. La caution a déjà payé en 2019 mais n'a pas agi contre le locataire.

Application pratique:

Le locataire peut opposer la prescription triennale pour les loyers antérieurs à 2018 (si aucune interruption). Pour les loyers de 2017, le délai est dépassé. La caution ne peut pas non plus se retourner contre le locataire pour ces loyers. Le propriétaire doit prouver des actes interruptifs. Sinon, la demande sera partiellement rejetée.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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