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Übertragung eines Mietvertrags durch eine Gesellschaft in Gründung: Wann werden die Gesellschafter befreit?
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Übertragung eines Mietvertrags durch eine Gesellschaft in Gründung: Wann werden die Gesellschafter befreit?

📅 Décision du 13 Dezember 2005⚖️ Cour de cassation👁️ 5 vues📖 5 min de lecture

Ein Urteil des Kassationsgerichts von 2005 stellt klar: Wenn die Satzung einer Gesellschaft in Gründung einem Gesellschafter die Vollmacht erteilt, ein Mietrecht zu erwerben, und die Gesellschaft diese Verpflichtung innerhalb der vorgeschriebenen Frist nach ihrer Eintragung übernimmt, gilt die Übertragung als von Anfang an von der Gesellschaft abgeschlossen. Die Gesellschafter sind dann von jeder persönlichen Haftung befreit, selbst wenn nur einer von ihnen die Sondervollmacht hatte.

Entscheidungsreferenz: cc • Nr. 04-12.528 • 2005-12-13 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind in Brest, haben gerade mit zwei Freunden eine Gesellschaft gegründet, um ein Geschäft zu betreiben. Einer von Ihnen unterschreibt den Gewerbemietvertrag vor der endgültigen Eintragung der Gesellschaft. Wer haftet, wenn die Mieten nicht gezahlt werden? Sie persönlich oder die Gesellschaft nach ihrer Gründung? Genau diese Frage stellte sich in diesem Fall, und der Kassationshof entschied 2005.

Diese Entscheidung, die relativ unbeachtet blieb, ist dennoch entscheidend für jeden Immobilien- oder Gewerbeprojektträger. Sie betrifft das Schicksal von Verpflichtungen, die "für Rechnung einer Gesellschaft in Gründung" eingegangen wurden – ein häufiger Fall, wenn man schnell handeln und sich Räume reservieren möchte, bevor alle Papiere vorliegen. Die Regel ist einfach: Wenn die Satzung dies klar vorsieht und die Gesellschaft die Verpflichtung innerhalb der vorgesehenen Frist übernimmt, sind die Gesellschafter von allen Schulden befreit. Aber Vorsicht, die Richter sind streng in Bezug auf die Einhaltung der Formalitäten.

Wie sichert man also eine Übertragung des Mietrechts (das Recht, gewerbliche Räume zu nutzen) ab, wenn Ihre Gesellschaft noch nicht eingetragen ist? Welche Fallstricke sind zu vermeiden? Das Urteil vom 13. Dezember 2005 (Nr. 04-12.528) gibt uns wertvolle Hinweise. Eine Analyse.

Der Sachverhalt: eine alltägliche Geschichte

Herr X, Gesellschafter einer in Gründung befindlichen Gesellschaft in Morlaix, unterzeichnet einen notariellen Vertrag über die Übertragung eines Mietrechts für Rechnung der zukünftigen Gesellschaft. Die vor der Eintragung verfasste Satzung enthält eine klare Klausel: Sie erteilt Herrn X ausdrücklich die Vollmacht, dieses Mietrecht zu erwerben, und legt fest, dass alle diesbezüglich abgeschlossenen Rechtsgeschäfte allein durch die Eintragung der Gesellschaft innerhalb einer bestimmten Frist von dieser übernommen werden. Die Gesellschaft wird innerhalb der vorgeschriebenen Frist eingetragen und übernimmt die Verpflichtung. Der Verkäufer des Mietrechts (der Zedent) wird jedoch nicht vollständig bezahlt. Er wendet sich daraufhin persönlich an die Gesellschafter, da er der Ansicht ist, dass die Gesellschaft das Rechtsgeschäft nicht wirksam übernommen habe, weil nicht allen Gesellschaftern eine Sondervollmacht erteilt worden sei.

Der Rechtsstreit geht bis zum Berufungsgericht und dann zum Kassationsgericht. Der Zedent argumentiert, dass nur Herr X die Sondervollmacht hatte und die anderen Gesellschafter nicht gebunden seien. Er beantragt daher ihre gesamtschuldnerische Verurteilung zur Zahlung des Restkaufpreises. Die Gesellschaft hingegen vertritt die Auffassung, dass die Übernahme ordnungsgemäß erfolgt sei und die Gesellschafter befreit seien.

Der Kassationshof gibt der Gesellschaft recht. Er stellt klar, dass, wenn die Satzung einem Gesellschafter ausdrücklich die Vollmacht zum Erwerb eines Mietrechts erteilt und die Gesellschaft die Verpflichtung innerhalb der satzungsmäßigen Frist übernimmt, die Übertragung als von Anfang an von der Gesellschaft abgeschlossen gilt. Die Gesellschafter sind daher befreit, unabhängig davon, dass nur einer eine Sondervollmacht hatte. Der Zedent wird abgewiesen.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf die Regeln der Vollmacht und der Übernahme von Verpflichtungen durch eine Gesellschaft in Gründung. Nach französischem Recht hat eine Gesellschaft vor ihrer Eintragung in das Handels- und Gesellschaftsregister (RCS) keine Rechtspersönlichkeit. Dennoch werden häufig Rechtsgeschäfte vor dieser Formalität abgeschlossen. Das Gesetz (Artikel L. 210-6 des Handelsgesetzbuchs) erlaubt der Gesellschaft, diese Rechtsgeschäfte nach ihrer Eintragung zu übernehmen, sofern sie für ihre Rechnung und mit ausdrücklicher Vollmacht abgeschlossen wurden.

Hier enthielt die Satzung eine ausdrückliche Vollmacht für Herrn X zum Erwerb des Mietrechts. Diese Vollmacht war speziell, klar und auf dieses Rechtsgeschäft beschränkt. Die Gesellschaft wurde innerhalb der in der Satzung vorgesehenen Frist (eine bestimmte Anzahl von Monaten) eingetragen, was zur automatischen Übernahme der Verpflichtung führte. Der Gerichtshof folgert daraus, dass die Übertragung gemäß Artikel 1843 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (der Gesellschaften in Gründung regelt) als von Anfang an von der Gesellschaft abgeschlossen gilt.

Der wichtige Punkt: Der Gerichtshof weist das Argument des Zedenten zurück, dass die Vollmacht allen Gesellschaftern erteilt werden müsse. Er stellt fest, dass, sobald die Sondervollmacht in der Satzung enthalten ist und eingehalten wurde, die Übernahme vollständig und unteilbar ist. Es spielt keine Rolle, dass nur ein Gesellschafter mit der Vollmacht betraut war. Damit bestätigt der Gerichtshof eine Rechtsprechung, die die Rechtssicherheit der Gesellschafter fördert, während gleichzeitig der Zedent geschützt wird, der vor Vertragsabschluss die Satzung prüfen muss.

Diese Entscheidung ist eine strenge, aber logische Anwendung des Gesellschaftsrechts. Sie ist weder eine Kehrtwende noch eine Weiterentwicklung: Sie fügt sich in eine ständige Linie der Handelskammer ein. Aber sie erinnert nachdrücklich an die Bedeutung der Satzungsgestaltung und der Einhaltung von Fristen.

Was das für Sie konkret ändert

Für einen Gründungsgesellschafter: Diese Entscheidung ist ein Rettungsanker. Wenn Sie vor der Eintragung einen Mietvertrag oder eine Übertragung eines Mietrechts unterschreiben und die Satzung Ihnen ausdrücklich Vollmacht erteilt, haften Sie nicht persönlich, wenn die Gesellschaft das Rechtsgeschäft innerhalb der Frist übernimmt. Beispiel: In Brest unterschreiben Sie einen Mietvertrag für eine 100 m² große Gewerbefläche zu 1.500 € pro Monat. Die Gesellschaft wird wie vorgesehen zwei Monate später eingetragen. Wird die Miete nicht gezahlt, kann der Vermieter nicht auf Ihr persönliches Vermögen zugreifen – er muss sich an die Gesellschaft wenden.

Für einen Vermieter oder Zedenten: Hüten Sie sich vor dem äußeren Anschein. Bevor Sie mit einer Gesellschaft in Gründung abschließen, verlangen Sie die Satzung zu sehen und prüfen Sie, ob die Vollmacht ausdrücklich, speziell und begrenzt ist. Ist dies nicht der Fall oder wird die Übernahmefrist nicht eingehalten, können Sie sich persönlich an die Gesellschafter halten. Stellen Sie sich einen Zedenten in Morlaix vor, der ein Mietrecht für 50.000 € verkauft. Wenn die Gesellschaft nicht gegründet wird, kann er den Betrag vom Gesellschafter fordern, der unterschrieben hat.

Questions fréquentes

Puis-je signer un bail au nom d'une société qui n'est pas encore créée ?

Oui, à condition que les statuts contiennent un mandat exprès pour cet acte et que la société soit immatriculée dans le délai prévu. Sinon, vous engagez votre responsabilité personnelle.

Que faire si le délai d'immatriculation est dépassé ?

La reprise automatique n'a pas lieu. Vous devez faire ratifier l'acte par une décision collective des associés après l'immatriculation, ou refaire l'acte. Vous restez personnellement tenu jusqu'à la régularisation.

Le mandat doit-il mentionner un montant précis ?

Idéalement oui. Le mandat doit être spécial, c'est-à-dire décrire l'acte (cession de droit au bail) et si possible le prix. Un mandat trop vague risque d'être jugé insuffisant.

Suis-je protégé si je suis associé mais pas le signataire ?

Oui, si la reprise est régulière. La décision de 2005 confirme que la reprise décharge tous les associés, même ceux qui n'ont pas signé. Mais si la reprise échoue, seuls les signataires sont engagés.

Quel est le coût d'une régularisation ?

Les frais de mise en conformité (modification des statuts, acte notarié, etc.) peuvent aller de 500 à 2 000 € selon la complexité. C'est peu par rapport à une condamnation personnelle qui peut atteindre des dizaines de milliers d'euros.

Informations juridiques

  • Numéro: 04-12.528
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 13 décembre 2005

Mots-clés

cession de bailsociété en formationmandat exprèsdroit au bailresponsabilité des associés

Cas d'usage pratiques

1

Associé fondateur signataire d'un bail avant immatriculation

Vous signez un bail commercial pour un local à Brest avant que votre société soit immatriculée. Les statuts vous donnent mandat exprès. La société est immatriculée dans le délai de 3 mois prévu. Le bailleur vous réclame des loyers impayés.

Application pratique:

Vous pouvez invoquer la reprise automatique de l'engagement par la société. La Cour de cassation (arrêt 04-12.528) vous décharge de toute responsabilité personnelle. Le bailleur doit se retourner contre la société. Veillez à avoir une copie des statuts et la preuve de l'immatriculation dans le délai.

2

Bailleur ayant consenti un bail à une société en formation

Vous êtes propriétaire d'un local commercial à Morlaix. Vous signez un bail avec M. Y, qui agit pour une société en formation. Les statuts sont vagues sur le mandat. La société est immatriculée mais ne paie pas les loyers.

Application pratique:

Vous pouvez agir contre M. Y personnellement si le mandat n'était pas exprès et spécial. Vérifiez les statuts avant de signer. En cas de litige, demandez la condamnation solidaire des associés. La jurisprudence exige un mandat précis pour que la reprise soit valable.

3

Cédant d'un droit au bail à une société en formation

Vous cédez votre droit au bail à une société en formation pour 50 000 €. L'associé signataire a un mandat dans les statuts, mais la société ne s'immatricule pas dans le délai prévu. Vous ne recevez pas le paiement.

Application pratique:

Vous pouvez vous retourner contre l'associé signataire personnellement. La reprise automatique n'a pas eu lieu. Vous devez prouver que le délai n'a pas été respecté. Faites constater par huissier la date d'immatriculation. Engagez une action en paiement contre l'associé dans les 5 ans.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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