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Einheitliche Veräußerung verschiedener Räumlichkeiten: Wann das Vorkaufsrecht des Mieters nicht gilt
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Einheitliche Veräußerung verschiedener Räumlichkeiten: Wann das Vorkaufsrecht des Mieters nicht gilt

📅 Décision du 06 November 2025⚖️ Cour de cassation👁️ 9 vues📖 5 min de lecture

Der Kassationshof stellt klar, dass der Verkauf eines Gebäudes mit mehreren Geschäftsräumen, die verschiedenen Eigentümern gehören, keine einheitliche Veräußerung im Sinne von Art. L. 145-46-1 des Handelsgesetzbuchs darstellt. Der Mieter hat in dieser Konstellation daher kein Vorkaufsrecht.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 23-21.442 • 2025-11-06 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich die Szene vor: In Vitry-le-François beherbergt ein Gebäude zwei Geschäftsräume, die an zwei verschiedene Gesellschaften vermietet sind. Der Eigentümer beschließt, das gesamte Gebäude an einen einzigen Erwerber zu verkaufen. Die beiden Mieter, die glauben, ein Vorkaufsrecht (Kaufvorrang) zu haben, protestieren. Wer hat recht? Kann der Eigentümer frei verkaufen? Die Antwort des Kassationshofs vom 6. November 2025 bringt entscheidende Klarheit. Die Frage: Stellt der Verkauf eines Gebäudes, das Räumlichkeiten verschiedener Eigentümer umfasst, eine „einheitliche Veräußerung“ dar, die das Vorkaufsrecht des Gewerbemieters auslöst?

Der Sachverhalt: Eine alltägliche Geschichte

In diesem Fall umfasste ein Gebäude in Reims mehrere Einheiten: Die Einheiten Nr. 21, 51, 52, 53 und 54 waren im Rahmen eines Gewerbemietvertrags an die Gesellschaft [Localité 7] immobilier vermietet; die Einheiten Nr. 41, 55 und 56 waren an eine andere Gesellschaft vermietet. Diese beiden Mietverhältnisse waren getrennt, mit unterschiedlichen Mietverträgen. Der Eigentümer verkaufte alle Einheiten durch eine einheitliche Urkunde an einen Dritten. Die Mieter beriefen sich daraufhin auf ihr Vorkaufsrecht gemäß Art. L. 145-46-1 des Handelsgesetzbuchs und argumentierten, dass der einheitliche Verkauf des Gebäudes eine einheitliche Veräußerung verschiedener Geschäftsräume darstelle. Das Berufungsgericht Reims gab ihnen recht, aber der Kassationshof hob dieses Urteil auf. Nach seiner Auffassung handelte es sich nicht um eine einheitliche Veräußerung im Sinne des Gesetzes, da die Räumlichkeiten verschiedenen Eigentümern gehörten (auch wenn der Verkäufer derselbe war). Die Begründung: Das Vorkaufsrecht kann nur dann greifen, wenn die veräußerten Räumlichkeiten gewerblich vermietet sind und demselben Eigentümer gehören. Hier umfasste der Verkauf sowohl gewerblich vermietete Räumlichkeiten als auch andere Räumlichkeiten (nicht vermietet oder an andere vermietet), die tatsächlich verschiedenen Eigentümern gehörten.

Die Begründung des Gerichts – aufgeschlüsselt

Der Kassationshof stützt sich auf Art. L. 145-46-1 des Handelsgesetzbuchs, der bestimmt, dass der Gewerbemieter im Falle des Verkaufs der gemieteten Räumlichkeiten ein Vorkaufsrecht hat. Dieses Recht gilt jedoch nicht, wenn der Verkauf verschiedene Räumlichkeiten betrifft, die verschiedenen Eigentümern gehören, selbst wenn die Verkaufsurkunde einheitlich ist. Konkret unterscheidet der Gerichtshof zwei Situationen: Entweder betrifft der einheitliche Verkauf Räumlichkeiten, die alle gewerblich vermietet sind und demselben Eigentümer gehören – dann besteht das Vorkaufsrecht; oder der Verkauf vermischt vermietete Räumlichkeiten mit anderen Räumlichkeiten oder Räumlichkeiten verschiedener Eigentümer – in diesem Fall besteht kein Vorkaufsrecht. Die Richter sind der Ansicht, dass das Gesetz den Mieter nur in seinem Verhältnis zu seinem Vermieter schützen soll, nicht aber diesen Schutz auf komplexe Immobilieneinheiten ausdehnen will. Dies bestätigt die bisherige Rechtsprechung, die eine Ausdehnung des Vorkaufsrechts über seinen engen Anwendungsbereich hinaus ablehnt. Die Argumente der Mieter (Einheit der Urkunde, Unteilbarkeit des Gebäudes) wurden zurückgewiesen: Maßgeblich sind die Art der Räumlichkeiten und die Identität der Eigentümer.

Was das für Sie konkret ändert

Für einen vermietenden Eigentümer ist diese Entscheidung beruhigend: Sie können ein Gebäude mit mehreren gewerblich vermieteten Räumlichkeiten an verschiedene Mieter verkaufen, ohne befürchten zu müssen, dass jeder Mieter ein Vorkaufsrecht für das gesamte Gebäude geltend machen kann. Beispiel aus Charleville-Mézières: Ein 200 m² großes Gebäude mit zwei getrennten Gewerbemietverträgen (Monatsmiete je 1.500 €) wird für 400.000 € verkauft. Ohne diese Entscheidung hätte jeder Mieter das gesamte Gebäude zu diesem Preis kaufen können, was den Verkauf blockiert hätte. Nun kann der Eigentümer frei verkaufen, vorbehaltlich der Einhaltung des Vorkaufsrechts für jede Einheit einzeln, wenn der Verkauf aufgeteilt wird. Für den Mieter ist die Lehre klar: Ihr Vorkaufsrecht erstreckt sich nicht über die von Ihnen genutzten Räumlichkeiten hinaus. Wenn Ihr Vermieter das gesamte Gebäude verkauft, können Sie nicht den gesamten Komplex erwerben. Verkauft der Eigentümer hingegen nur Ihre Räumlichkeit, haben Sie ein Vorkaufsrecht. Für den Erwerber erhöht sich die Sicherheit: Ein einheitlicher Verkauf mehrerer Einheiten desselben Eigentümers ist wirksam, auch wenn einige Räumlichkeiten vermietet sind. Achtung: Ist der Eigentümer derselbe und sind alle Räumlichkeiten gewerblich vermietet, wäre die Lösung anders.

Vier Tipps zur Vermeidung solcher Streitigkeiten

  • Prüfen Sie vor dem Verkauf eines vermieteten Gebäudes die Mietverträge: Identifizieren Sie genau jeden Mieter, die Art des Mietvertrags (gewerblich oder nicht) und die jeweiligen Eigentümer der Einheiten. Sind mehrere Eigentümer betroffen, besteht für das gesamte Gebäude kein Vorkaufsrecht.
  • Wenn Sie Mieter sind, prüfen Sie, ob Ihr Vorkaufsrecht ausgelöst wird: Fragen Sie bei einem Verkauf Ihren Vermieter, ob der Verkauf nur Ihre Räumlichkeit oder das gesamte Gebäude betrifft. Handelt es sich um ein ganzes Gebäude, gilt Ihr Vorkaufsrecht nur für Ihre Einheit, es sei denn, alle Einheiten sind gewerblich vermietet und gehören demselben Eigentümer.
  • Für einen Erwerber: Verlangen Sie eine Garantieklausel: Lassen Sie in den Kaufvertrag eine Klausel aufnehmen, in der der Verkäufer bestätigt, dass der Verkauf keine einheitliche Veräußerung im Sinne von Art. L. 145-46-1 darstellt und kein Mieter sein Vorkaufsrecht ausgeübt hat.
  • Im Zweifel konsultieren Sie vor der Unterzeichnung einen Anwalt: Ein Urteil wie dieses zeigt, dass rechtliche Feinheiten eine Transaktion kippen können. Eine 30-minütige Vorabberatung kann Ihnen jahrelange Verfahren ersparen.

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Questions fréquentes

Puis-je vendre mon immeuble comprenant plusieurs locaux commerciaux sans offrir le droit de préférence à mes locataires ?

Oui, si les locaux appartiennent à des propriétaires distincts (même si vous êtes le vendeur unique). Dans ce cas, la vente unique n'est pas une cession unique au sens de la loi. En revanche, si tous les locaux vous appartiennent et sont loués à des locataires différents, chaque locataire bénéficie d'un droit de préférence sur son seul lot.

Que faire si mon bailleur vend l'immeuble entier et que je veux acheter mon local ?

Vous pouvez exercer votre droit de préférence uniquement sur le lot que vous occupez, à condition que le vendeur le vende séparément. Si la vente est globale, votre droit ne s'applique pas. Négociez avec l'acquéreur ou le vendeur pour un achat partiel.

Quels sont les délais pour exercer le droit de préférence ?

Le locataire dispose d'un mois à compter de la notification de la vente pour répondre. Passé ce délai, il est réputé renoncer. En cas d'acceptation, la vente est conclue au prix et conditions notifiés.

Cette décision s'applique-t-elle aux baux professionnels ou d'habitation ?

Non, le droit de préférence de l'article L. 145-46-1 concerne uniquement les baux commerciaux. Les baux professionnels ou d'habitation ont leurs propres règles.

Un propriétaire peut-il contourner le droit de préférence en vendant l'immeuble avec d'autres locaux ?

La jurisprudence montre que oui, si les locaux sont distincts ou appartiennent à des propriétaires différents. Mais attention : si le but est uniquement d'éluder le droit de préférence, le locataire pourrait invoquer un abus de droit. Mieux vaut agir de bonne foi.

Informations juridiques

  • Numéro: 23-21.442
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 06 novembre 2025

Mots-clés

droit de préférencebail commercialcession uniqueCour de cassationarticle L145-46-1

Cas d'usage pratiques

1

Propriétaire vendant un immeuble avec plusieurs baux commerciaux

Un propriétaire à Reims possède un immeuble de 300 m² avec deux locaux commerciaux loués à des sociétés différentes. Il souhaite vendre l'ensemble à un investisseur. Chaque local a un loyer mensuel de 2 000 €. Sans cette décision, il aurait dû offrir le droit de préférence à chaque locataire sur la totalité, risquant de bloquer la vente.

Application pratique:

Grâce à l'arrêt, le propriétaire peut vendre l'immeuble en un seul acte sans que les locataires puissent revendiquer un droit de préférence sur l'ensemble. Il doit néanmoins respecter le droit de préférence pour chaque local si la vente est fractionnée. Il est conseillé de notifier chaque locataire de la vente de leur seul lot, même si la vente est globale, pour éviter tout litige.

2

Locataire souhaitant acheter son local dans un immeuble vendu

Un commerçant à Charleville-Mézières loue un local de 80 m² dans un immeuble qui comprend également un autre local loué à un artisan. Le propriétaire unique vend l'immeuble entier. Le commerçant pensait pouvoir acheter l'ensemble grâce à son droit de préférence, mais la jurisprudence lui est défavorable.

Application pratique:

Le locataire ne peut exercer son droit de préférence que sur son seul local, et seulement si le propriétaire le vend séparément. Il peut tenter de négocier avec l'acquéreur pour acheter son lot après la vente, ou proposer au propriétaire de vendre les lots séparément. Une clause dans le bail peut également prévoir un droit de préemption conventionnel.

3

Acquéreur d'un immeuble avec locaux commerciaux loués

Un investisseur souhaite acheter un immeuble à Vitry-le-François comprenant trois lots : deux loués à des baux commerciaux et un vacant. Le vendeur est propriétaire de tous les lots. L'acquéreur craint que les locataires ne fassent valoir un droit de préférence sur l'ensemble.

Application pratique:

L'acquéreur peut être rassuré : la vente unique ne constitue pas une cession unique au sens de la loi si les locaux sont donnés à bail à des locataires différents (propriétaires distincts). Il doit toutefois vérifier que chaque locataire a été informé de la vente de son lot individuellement, faute de quoi la vente pourrait être contestée. Il est recommandé d'obtenir une attestation du vendeur indiquant que le droit de préférence a été respecté pour chaque lot.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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23 juil. 2026Lire →

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