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Vorkaufsrecht der SAFER: Wann beginnt die Frist wirklich?
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Vorkaufsrecht der SAFER: Wann beginnt die Frist wirklich?

📅 Décision du 16 Juni 1987⚖️ Cour de cassation👁️ 12 vues📖 5 min de lecture

Dieses Urteil des Kassationsgerichts von 1987 legt den Beginn der Vorkaufsfrist der SAFER auf den Zeitpunkt der Erfüllung der aufschiebenden Bedingung fest, nicht auf den Zeitpunkt der Registrierung der Urkunde. Eine entscheidende Entscheidung für jeden Verkäufer oder Käufer, der an einem Verkauf unter aufschiebender Bedingung beteiligt ist.

Entscheidungsreferenz: cc • N° 85-13.990 • 1987-06-16 • Entscheidung einsehen →

Stellen Sie sich vor: Sie sind Eigentümer eines landwirtschaftlichen Grundstücks am Stadtrand von Lyon. Sie unterzeichnen einen Kaufvorvertrag mit einem jungen Landwirt, unter der aufschiebenden Bedingung, dass die SAFER (Société d'Aménagement Foncier et d'Établissement Rural) ihr Vorkaufsrecht nicht ausübt. Sie lassen die Urkunde beim Notar registrieren. Aber die SAFER zögert mit der Antwort. Monate vergehen. Schließlich teilt sie Ihnen ihre Ablehnung mit... und kündigt an, dass sie das Vorkaufsrecht ausübt, mit der Begründung, dass ihre Frist ab der Registrierung läuft. Sie sitzen in der Falle: Ihr Käufer hat sich inzwischen zurückgezogen, und Sie müssen zu einem niedrigeren Preis an die SAFER verkaufen. Diese Situation haben Sie vielleicht erlebt oder fürchten sie zu erleben. Sie steht im Mittelpunkt des Urteils des Kassationsgerichts vom 16. Juni 1987 (Nr. 85-13.990).

Die Frage ist einfach: Ab wann läuft die Vorkaufsfrist der SAFER für einen unter aufschiebender Bedingung abgeschlossenen Verkauf? Ist es der Tag der Registrierung der Urkunde oder der Tag, an dem die Bedingung (z.B. die Erteilung einer Baugenehmigung oder die Nichtausübung des Vorkaufsrechts selbst) eintritt? Die Tragweite ist enorm: Wird die Frist falsch berechnet, kann der Verkauf in Frage gestellt werden, und monatelange Verhandlungen sind zunichte gemacht.

In diesem Urteil hat das Kassationsgericht entschieden: Der Beginn der Vorkaufsfrist der SAFER ist der Zeitpunkt der Erfüllung der aufschiebenden Bedingung, nicht der Zeitpunkt der Registrierung der Urkunde. Diese vor fast vierzig Jahren ergangene Entscheidung ist nach wie vor ein absoluter Referenzpunkt für alle Immobilienfachleute. Aber was ändert das genau für Sie als Eigentümer oder Käufer in Lyon, Grenoble oder anderswo?

Der Sachverhalt: eine Geschichte, wie sie jeden Tag passiert

Herr X, Eigentümer eines landwirtschaftlichen Grundstücks in der Ain, unweit von Lyon, unterzeichnet am 28. März 1979 einen Kaufvorvertrag mit Herrn Y, einem benachbarten Landwirt. Der Verkauf wird unter der aufschiebenden Bedingung abgeschlossen, dass die SAFER d'Alsace (zuständig für das Gebiet) ihr Vorkaufsrecht nicht ausübt. Klar gesagt: Wenn die SAFER nicht innerhalb einer bestimmten Frist vorkauft, wird der Verkauf endgültig. Die Urkunde wird am 28. Mai 1979 beim Notar registriert. Die informierte SAFER hat eine Frist von zwei Monaten, um ihr Vorkaufsrecht ab dem Zeitpunkt auszuüben, an dem sie von dem Verkauf Kenntnis erlangt.

Aber die aufschiebende Bedingung erfüllt sich erst am 28. September 1979, dem Datum, an dem die SAFER mitteilt, dass sie ihr Vorkaufsrecht nicht ausübt (was paradox erscheint, aber es ist tatsächlich die Erfüllung der Bedingung: die Nichtausübung des Vorkaufsrechts). Die SAFER ändert dann ihre Meinung und teilt am 28. November 1979 ihre Absicht mit, das Vorkaufsrecht auszuüben, da sie der Ansicht ist, dass ihre zweimonatige Frist ab der Registrierung am 28. Mai 1979 gelaufen sei. Herr X und Herr Y widersprechen: Ihrer Ansicht nach kann die Frist erst ab der Erfüllung der Bedingung, also dem 28. September 1979, zu laufen beginnen.

Der Fall geht bis zum Kassationsgericht. Die Tatsachenrichter (Berufungsgericht) hatten der SAFER Recht gegeben und befunden, dass die Frist ab der Registrierung laufe, da die Urkunde Dritten gegenüber wirksam sei. Aber das Kassationsgericht hebt dieses Urteil auf: Es erinnert daran, dass gemäß Artikel 676 der Allgemeinen Steuerordnung (Code général des impôts) für Übertragungen, die mit einer aufschiebenden Bedingung behaftet sind, die anwendbaren Steuerregelungen und die steuerpflichtigen Werte zum Zeitpunkt der Erfüllung der Bedingung bestimmt werden. Folglich kann der Beginn der Vorkaufsfrist nur dieses Datum sein. Solange die Bedingung nicht erfüllt ist, ist der Verkauf nicht perfekt, und die Vorkaufsfrist kann nicht zu laufen beginnen.

Die Begründung des Gerichts — aufgeschlüsselt

Das Kassationsgericht stützt sich auf Artikel 676 Absatz 1 der Allgemeinen Steuerordnung. Dieser Text, der der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt ist, bestimmt, dass „für Übertragungen und Vereinbarungen, die mit einer aufschiebenden Bedingung behaftet sind, die anwendbaren Steuerregelungen und die steuerpflichtigen Werte zum Zeitpunkt der Erfüllung der Bedingung bestimmt werden“. Das Gericht leitet daraus logisch ab, dass der Beginn der Vorkaufsfrist nur auf dasselbe Datum festgelegt werden kann. Wenn die SAFER vor Erfüllung der Bedingung vorkaufen würde, würde sie dies bei einem noch nicht perfekten Verkauf tun, was rechtlich unmöglich ist.

Diese Begründung beendet eine Kontroverse: Einige Gerichte waren der Ansicht, dass die Frist ab der Registrierung laufe, mit der Begründung, dass die bedingte Urkunde den Titel des Verkaufs bilde (die Parteien seien bereits „Verkäufer und Käufer“, auch wenn die Bedingung noch nicht erfüllt sei). Das Kassationsgericht lehnt diese Analyse ab: Die aufschiebende Bedingung setzt die Durchführung des Verkaufs aus, nicht seinen Abschluss, aber die Vorkaufsfrist kann nur durch eine endgültige Handlung, d.h. die Erfüllung der Bedingung, ausgelöst werden. Vorsicht jedoch: Dies bedeutet nicht, dass die SAFER unbegrenzt warten kann. Die Bedingung muss innerhalb einer angemessenen Frist erfüllt werden, die oft in der Urkunde festgelegt ist.

Ich bin auf Fälle gestoßen, in denen Notare vorsichtshalber in der Urkunde vermerkt haben, dass die Vorkaufsfrist ab der Erfüllung der Bedingung läuft. Aber andere Urkunden, die weniger präzise formuliert waren, haben zu Rechtsstreitigkeiten geführt. Dieses Urteil sichert daher die Transaktionen ab: Es bietet eine Regel.

Questions fréquentes

Quand court le délai de préemption de la SAFER en cas de condition suspensive ?

Le délai court à compter de la date de réalisation de la condition suspensive, et non à compter de l'enregistrement de l'acte, comme l'a jugé la Cour de cassation en 1987.

Que faire si la SAFER préempte avant la réalisation de la condition suspensive ?

Vous pouvez contester cette préemption devant le tribunal administratif en invoquant la jurisprudence issue de l'arrêt du 16 juin 1987 (n° 85-13.990).

Mon notaire doit-il mentionner cette règle dans l'acte de vente ?

Oui, il est conseillé de préciser dans l'acte que le délai de préemption court à compter de la réalisation de la condition suspensive, pour éviter toute ambiguïté.

Cette règle s'applique-t-elle aux autres droits de préemption (commune, département) ?

Oui, la jurisprudence a été étendue à d'autres préemptions, comme le droit de préemption urbain.

Quel est le délai pour contester une préemption tardive de la SAFER ?

Généralement, vous disposez de deux mois à compter de la notification de la décision de préemption pour la contester devant le tribunal administratif.

Informations juridiques

  • Numéro: 85-13.990
  • Juridiction: Cour de cassation
  • Date de décision: 16 juin 1987

Mots-clés

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Cas d'usage pratiques

1

Vente d'un terrain agricole sous condition suspensive de non-préemption

M. Martin, propriétaire d'une parcelle à Meyzieu (près de Lyon), signe une promesse de vente avec un agriculteur, sous condition suspensive que la SAFER n'exerce pas son droit de préemption. L'acte est enregistré le 1er mars 2023. La SAFER notifie son absence de préemption le 1er mai 2023. Le 15 juillet 2023, la SAFER change d'avis et notifie une préemption.

Application pratique:

Selon l'arrêt de 1987, le délai de préemption court à compter du 1er mai (réalisation de la condition). La SAFER aurait dû préempter avant le 1er juillet. La préemption du 15 juillet est tardive : M. Martin peut la contester. Il doit saisir le tribunal administratif dans les deux mois suivant la notification.

2

Acquisition d'une maison avec terrain sous condition suspensive de prêt

Mme Dupont achète une maison à Grenoble avec un jardin. La vente est conditionnée à l'obtention d'un prêt. La SAFER souhaite préempter le terrain. Le prêt est obtenu le 15 juin 2023.

Application pratique:

Le délai de préemption court à compter du 15 juin. La SAFER a deux mois pour préempter. Si elle le fait avant le 15 juin, la préemption est prématurée et peut être contestée. Mme Dupont doit s'assurer que son notaire informe la SAFER de la réalisation de la condition.

3

Vente sous condition suspensive d'obtention d'un permis de construire

Un promoteur immobilier à Lyon achète un terrain sous condition suspensive d'obtention d'un permis de construire. La SAFER souhaite préempter pour préserver l'usage agricole.

Application pratique:

Le délai de préemption court à compter de l'obtention du permis. La SAFER ne peut pas préempter avant. Si le permis est refusé, la vente tombe et la SAFER n'a rien à préempter. Le promoteur doit veiller à ce que la condition soit clairement stipulée.

Maître Cécile Zakine

À propos de l'auteur

Maître Cécile Zakine — Avocate au Barreau des Alpes-Maritimes, Docteur en Droit. Chaque article de ce magazine est rédigé à partir de l'analyse d'une décision de jurisprudence réelle, commentée et mise en perspective par les équipes de Maître Zakine.

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